Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2221 (9.6.1967)
- Date
- 1967-06-09
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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LA SEMANA ISRAELITA Añ XXVIII. — N'f 2221 — 5 [Der siegreiche Fetd&ug 9&i »: * * / » £13fe 4 m-m SOLDATEN DER ISRAELISCHEN VERTEIDIGUNGSARMEE (Foreetzung von Seite 4) «Truppen dringen tief in den Gaza-Streifen und auf de*- Sinai-Halbinsel vor, besetzen El Arish und schiessen 374 arabische Flugzeuge ab. Jerusalem. — Ein militärischer Sprecher verkündet ei. nen „noch nie dagewesener. Sieg“, und setzt hinzu, die Israelis hätten den Aegyptern „schwere Verluste“ zugefügt Esbko] erklärt, dass ,,de>- Feind nirgends zu sehen ist“ und die israelischen Streitkräfte „plangemäss operieren“. Deneralstabsohef Ribir. erklärte, dass Israels Verluste relativ gering seien E* berichtet, dass die Armee be1 Wirern Vordringen in Sinai lind Gaza eine grosse Zahl von Kanonen, Waffen und Tanks erbeutet und viele Gegene gemacht bat. f Ein Heeressprecher teilte | mit, dass die israelischer Truppen in der Gegend von Jerusalem 3 Dürfe.- erobert haben und sich auf dem weg zu dem transjordanischer. Ort Chenin befinden. Der Chef der Luftwaffe enthüllt, dass von den 374 feindlichen Flugzeugen, die entweder abgeschossen oder am Boden zerstört wurden, 300 ägyptische, 20 transjordanische und 54 syrische Apparate waren. Israel verlor in diesen Kämpfen i.9 Piloten, von denen 9 den T> d fanden, während die anderen verwundet wurden oder vermisst werden. Verteidigungsminister General Dajan spricht von einem .vernichtenden Schlag“ gegen die feindlich. Luftwaffe und Israels Ueberlegerheit zur Luft, die es an einem ein- Freiwillige für Israel von KURT KAISER-BLUETH Hunderte nichtjüdischer Franzosen, unter ihnen, zahlreiche ehemalige Offiziere und Mitglieder der Widerstandsbewegung der Kriegsjahre, haben sich in der israelischen Botschaft in Paris spontan der Regierung Israels als Waffenbrüder der Armee im Fall eines bewaffneten Konflikts mit den arabischen Staaten zur Verfügung gestellt. Diese beeindruckende Solidarität, die sien von Stunde zu Stunde verstärkte, hat in Paris grosses Aufsehen hervorgerufen und in den jüdischen Kreisen der französischen Hauptstadt Dankbarkeit und Befriedigung ausgelöst. Natürlich ist der Zustrom jüdischer Freiwilliger, die sich meldeten, ebenfalls sehr stark, aber die Solidarität dieser Seite mit Israel ist selbstverständlich weniger eindrucksvoll. Die Botschaft hat indessen alle Angebote mit herzlichem Dank ablehnen müssen und dabei auf die Erklärung des Premierministers Levi Eshkol hingewiesen, dass Israel sich sehr gut allein verteidigen könne und auf keine Hilfe von aussen rechnet. Inzwischen hat der ehemalige Deputierte der gaullistischen UNR, Jean-Claude Servan-Schreiber, ein Vetter des Herausgebers der bekannten Zeitschrift der französischen Linken „L’Express“ ein „Rassemblement français pour Israel“ ins Leben gerufen, das „vor der Droburg der Aggression gegen Israel, befreundete Nation ui.d Alliierter Frankreichs“ alle Freunde des jungen jüdischen Staates in einer starken aktiven Bewegung zusammenfcssen soll. „Zahllos sind die Franzosen, die es zurück weisen, passiv zu bleiben, wenn Israel angegriffen werden sollte. Sie sind entschlossen, ihm in diesem FaL zu Hilfe zu kommen“, heisst es in einem Manifest der neuer. Organisation, die weiterhin erklärt, dass man mit letzter Energie „jene Fanatiker kontrollieren müsse, die Israel mit einem tödlichen Hass verfolgen“. Frankreich stehe einmütig hinter der Regierung, wenn sie sich be mühe den Frieden im Mdtriren Osten zu retten Sm ’an-Schrcibers „Rassemblement“ hat bereits ir den ersten Tagen Tausende von Mitgliedern gewonnen. Die Franzosen schrieben sich in solchen Megen in die Mitgliederlisten ner Organisation rin, dass man glauben könnte, sie hätten auf diese Gründung nur gewarf zigen Tag unter Beweis gestellt hat Tel Aviv. — Israe. eroberte Khan Unis, eine Position, die am Ausgang des Gaza-Streifens liegt, um dem Feind den Rückzug abzuschneiden. London. — Die Stärke der miteinander kamnfenden Armeen wurde wie folgt bemessen: Israel: 71.000 reguläre Soldaten und 204.000 Reservi sten. Aegypten: 197.000 reguläre Truppen und 120.000 Reservisten. Syrien: 61.000 reguläre Truppen. Transjordanien: 40 000 reguläre Soldaten Irak: 82 000 reguläre Bolda. ten. Saudi Arabien: 30 000 reguläre Soldaten. Libanon: 11.000 reguläre Soldaten. Man schätzt, dass etwa 40.000 ois 50 000 Mann d?r regulären ägyptischen Armee im Jemen gegen die Soldaten des monarchistischen Regimes in diesem Land kämpfen. Tel Aviv. — Ein nächtliche Schlacht fand in der Nähe der ägyptischen Stellungen in Um Katef und Abu Ageila statt, deren Ausgang noch unbekannt war. Amman. — Zum 3. Mal in den 24 Stunden seit Kriegsausbruch griffen die Israelis die transjordanische Hauptstadt mit Flugzeugen an. Washington. — Ein Sprecher des Weissen Hauses äusserte zu der Neutralitätserklärung des State Department, dass die Regierung abwarten wolle, welchen Entschluss die Vereirten Nationen zur sofortigen Einstellung der kriegerischen Zusammenstösse im Mittelosten fassen, um ihre Position endgültig zu formulieren. Moskau — Die Sowjetunion verurteilte Israel als „Angreifer“ und behielt sich vor, die Massnahmen zu ergreifen, . die notwendig sein werden“ Moskau forderte gleichzeitig die UN auf, die «mil'tärischen Operationen in Mittelost zum Stillstand zu bringen und den Frieden wiederherzustellen. London — England befahl seinen Streitkräften im Mittelosten, sich der Einmischung in den arabisch-israelischen Krieg zu enthalten urd schlug die sofortige Intervencion der UN oder eine V’ermächte-Korfer'mz vor Tel Aviv. — Syrische und .ransiordanische Flugzeuge bombai dri-rten Siebungen im Galil. Eire früher-' Meldung, dass die £»ffineritn in Haifa von Bomben getroffen worden sind, wurde offizie 1 dementiert, obwohl frühere Nachrichten besagten, dass Bomben auf Haifa fielen. Arabische Radiostationer. hatten Angriffe der israelischen Luftwaffe auf Flughäfen in der VAR, Syrien und Transjordanien bekannt gegeben, die von den Israelis jedoch nicht bestätigt wurden. Jerusalem. — Abba Ebar: erklärte, Israel werde weiter den Weisungen dir UN folgen und auf Anordnung des Sicherheitsrates das Feuer einste len. Allerdings, so fügte er hinzu, habe der Sicnerheitsrat nichts getan oder wenig versucht, um den Ausbruch des Krieges zu verhindern. Er unterstrich, dass Israel von seinem legitimen Recht auf Selbstverteidigung gemäss Art. 51 der UN-Charter Gebrauch macht EshKol richtete tiefbewegte Worte an das Volk die durch den Rundfunk in ganz Israel übertragen wurden, und be schuldigte Nasser der Missachtung des internationalen Rechtes. „Seid stark“, rief er aus, „denn unser Land hat sich in ein einziges Schlachtfeld verwandelt“. General Dajan richtete eine Botschaft an Israels Verteidigungsheer Tel Aviv. — Seit den Morgenstunden ertönten immer wieder die Sirenen in Tel Aviv und anderen Städten, doch es war kein Feuer zu. hören und keine Berichte über Zwischenfälle wurden bekannt. Die Bevölkerung be gab sich diszipliniert und ohne Anzeichen von Panik in die vor 10 Tagen errichteten Unterstände. Zum ersten Mal wurde in der Nacht die Verdunkelung von Tel Aviv angeordnet. London. — Aussenminißte. George Brown enthüllte im Parlament, dass eine kurze Feuereinstellung, die auf Bitten des Papstes von den UN angeoidnet worden war, eir. schnelles Ende fand und wie der sporadische Schiessereien ausbrachen. UN. — Im Sicherheitsrat konnten die versamme.ten Mitglieder sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen. Einem Verschlag Indiens, der von den arabischen Ländern und der Sowjetunion unterstützt wurde, stimmten die Westmächte nicht zu U T. ant teilte mit. dass drei Soldaten der auf dem Rückzug befindlii hen UN- Truppen auf der Strasse vor Gaza nach Raff-->h bei der dortiger Luftkämr.en getötet wurden Brasilien kündigte Blick in die Welt von HAROLD SCHWARCZ OHNE WEITERE Begründung suspendierte Frankreich geplante Atombomben-Experimente. — DIE INNEREN Kämpfe in Nigeria nahmen schärfere Formen an — IN BOLIVIEN kam es erneut zu blutigen Zusammen-* stössen mit Guerilla-Kriegern. ES WURDE bestritten, dass Kriegsschiffe der Rotchinesen ein Schiff der Regierung in Hong Kong aufgebracht hätten. — VENEZUELA beantragte, die Konferenz der südamerikanischen Aussenminister zusammentreten zu .assen, um die Verschärfung der Lage duren die erhöhte Aktivität der Guerilla-Kämpfer zu beraten. — IN GUATEMALA wurde ein Senator der Regierungs, partei von Terroristen erschossen. — CH ART .Fs DE GAULLE stattete dem Papst einen Besuch ah — , DIE BOERSE in New York registrierte erhebliche Kuvssenklingen, die auf die Orient-Krise zurjekgefuhrt wurden. - . ZU NEUEN schweren schlichten ist es in Vietnam gekommen — DER URUGUAYISCHE Peßo wurde erneut abgewertet. — U TH/NT und der Papst sandten Friedensbotschaften an die Genfer Konferenz „Pacem in terris“, die ofiensichtlich von der Orientkrise unberührt geblieben ist. — DIE KOMMUNISTEN Zeitung Prawda wandte sich gegen die antisowjetische Propaganda, bei der die Stalin. Tochter H.Ifsdienste leister würde. — AUF DER INSEL Guadalupe kam es zu heftigen Zusammenstössen mit französischen Truppen. — JOHN F KENNEDY, der ermordete amerikanische Präsident wäre in aer vorigen Woche 50 Jahre alt geworden. — DIE ROTCHINESISCHE Regierung forderte zur Intensivierung des Kampfes gegen die Engländer in Hong Kong auf — , . HONDURAS-Truppen sind 17 km tief in das Gebie von San Salvador eingedrungen, was zu einem schweren Konflikt zwischen diesen beiden Ländern geführt hat. — seinerseits den Tod eines seiner bei der UNEF dienenden Soldaten an. Rom. — Papst Paul VI richtete an UN-Generalsekretär U Thant erneut die Aufforderung, für eir. schnelles Eingreifen der Vereinten Nationen zugunsten der Wiederherstellung des Friedens im Mittelosten alles Menschen, mögliche zu tun. Beirut. — Syrien meldete, dass die israelische Luftwaffe den internationa’en Hafen von Damaskus -ngegrrifer habe. Drei israelische Flug zeuge seien bei dieser Operation und zwei weitere über der Grenze zwischen beiden Ländern abgeschossen worden. Amman. — Der transjordanische Rundfunk gab bekannt, dass eine Schlacht auf dem Skopus-Berg s^attfand, bei der 10 israelische Tanks zerstört wurden. Weitere? Panzerwagen der Israelis seien am Fusse des Berges in Brand gesteckt wrorden. An dieser Schlacht nahmen Soldaten der Armee für die Befreiung Palästinas teil. Paris. — Die 15 Mitglieder der NATO wurden zur Teilnahme an einer Sonderkonferenz über den Ausbruch des Krieges im Mitteles ten aufge fordere. Kairo. — Jemen erklärte Israel den Krieg. Algier. — Die Regierung von Tunesien kündigte an, dass sie Truppen nach dem Mittelosten schicken wird, um anseiten der Vraber ge* gen Israel zu kämpfen. In Tunis drangen 2.000 Stüde» ten in die Botschaften von Amerika und England ein und richteten erhebliche Zer Störungen an, bis sie von der Polizei vertrieben wurdei Buenos Aires. — Aussen minister Dr. Nicanor Costa Mendez gab eine Erklärung der Regierung Argentiniens bekannt, die nach mehrstündigen Beratungen zwischen dem Präsidenten General Ongania. dem Aussenminister, hohen Militärs und Vertretern anderer Behörden be« schlossen wurde. In dieser Erklärung über die argenti. nische Position angesichts des Ausbruchs der Feindseligkeiten im Mittelosten bestätigt Argentinien, dass es seine internationale Haltung, die es seit Beginn der Krise und bei seinen Interventionen innerhalb des Sicherheitsrates (Schluss auf Seite 8) CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 j 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch’ STAMPS CENTER 9« «llenby Rd - TEL ftVIV— P.O.B. 4444