Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 28 (1967)
- Issue
- 2219 (26.5.1967)
- Date
- 1967-05-26
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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VteNMfl, 2» de May« de 1967 LA CE MAN A I 8 NAB LI TA Añ« XXV1I1. — N® 2219 — S Die Entwicklung der Krise Blick in die Welt von HAROLD SOHWARCZ »lorteetssung von Seite 1) KWEGEBXSOHE VOBB*»*,TIJN gen Kairo. _ Irak, Kuwait, Syrien und Transjordanien 3*- «.JS instand seiner Verteidigung«- SÄn im Negew anord- ”e£r ägyptische Außenminister Mohammed Riad nchffan den UN-Generalsekretär Ü Tnant das Ersuchen die etwa 3.000 Soldaten der internationalen Friedensarmee der Vereinten Nationen (UNEF) zu evakuieren, Sfe in der Sinai-Wuste an der Grenze zwischen seinem Land und Israel und in der Gaza-Zone station.ert sind. °fm -..<««> ““SS den Amerikanern mit, dass £? Besuch der VI. USA-Flotte der in einem der Hafen dieses Landes für den 26. Mai S war, bis ..zum EintritTCünstigerer Umstande verschoben werden mw» Ein UN-Sprecher erklärte, dass den Vereinten Nationen nichts anderes übrig bleibe, als dem ägyptischen Veraasen stattzugeben und die UN-Truppen zurückzuziehen. die seit 1956 einen unsicheren Frieden zwischen Israel Sd der VAR aufrecht erhalten haben. NEUE DOHUNGEN Inzwischen nahmen immer mehr ägyptische Truppen in der Sinai-Wuste AufsteUj g Radio Damaskus erklärte se nerseits,, dass das syrische Volk bereit steht um unausbleibliche Ende der imperialistischen und zionistischen Eindringlinge iß Mittelosten zu beschleun - gen“. Der Sprecher nannte den Befreiungskrieg das Mittel zur Begründung einer ver- SnSten sozialistischen arabischen Gesellschaft und .orderte ,die Imperialisten, Zionisten und Nordamerikaner heraus, „ihr Glück zu versm ehen“, damit sie endlich ,d e Lektion empfangen, die sie nötig haben'., , Ein kairoer Sprecher me.- dete, dass die brasilianischen und jugoslawischen Einheiten, die längs der 190 Kilo metec langen Grenze zwischen Aegypten und Israel in der Sinai-Wüste eine Reihe von Beobachtungstürmen bedienten schon abkommandiert wurden und keine Patrouillen mehr durchfuhren Man erwartete, dass auch die anderen Abteilungen der UNBF abziehen werden sobald die VAR-Truppen in den Gaza-Streifen einmarschieren, der 50 Kilometer lang und 8 Kilometer breit ist und sich zwischen dem Mittelmeer und der Sinai-Wüste gen Israel erstreckt. ZUM ANGRIFF BEREIT Glaubwürdige Beobachter schätzen, dass die Soldatenzahl der fünf mobilisierten arabischen Armeen rund 400.000 Mann beträgt, während Israel einschliesslich der Reserven 250.000 Menschen auf stellen kann. Ferner stehen etwa 14.000 Araber, die den in Aegypten, Syrien und iir, Irak existierenden „Befreiungs“-Organisationen angehören, unter Waffen. Rundfunk Bagdad übertrug eine Erklärung des irakischen Verteidigungsmini. sters, General Schäker Mahmud Schukry, der ankündig. te dass seine Truppen bereitstehen, um Syrien zu Hil. fe zu eilen. Hierzu besagten Meldungen aus Beirut, dass rund 6.000 irakische Soldaten sich auf dem Marsch zur syrischen Grenze befinden. Radio Damaskus teilte au. sserdem mit, dass das syrische Kabinett zu einer Notsitzung zusammentrat, um über die Lage zu beraten. Radio Kuwait gab bekannt, dass sich das Heer dieses kleinen aber reichen Landes im Alarmzustand befindet, um I „an der Seite Syriens für die Befreiung Arabiens gegen die Zionisten zu kämpfen.“ UN-TRUPPEN ZIEHEN AB Vereinte Nationen (20. Mai) — Auf Anordnung des UN- Generalsekretärs U Thant verliessen die Divisionen der UNEF ihre Stellungen längs der Gaza-Grenze. Diese Truppen, deren Aufgabe es war, den Frieden aufrecht zu erhalten, konnten nur mit Erlaubnis der Regierung operieren. auf deren Territorium sie stationiert waren. Da Israel es seinerzeit abgelehnt hat, diese Erlaubnis zu erteieln, waren die UNEF-Soldaten auf der ägyptischen Seite der Grenze postiert worden. Der Chef der USA-Delegation vor den UN, Arthur Goldberg, erklärte, sein Land teile die Besorgnis des Generalsekretärs und habe mit anderen Ländern Gespräche „über die Massnahmen aufgenommen, welche jetzt angezeigt seien, um den Frieden im Mittelosten zu wahren“. Für das laufende Jahr war ein Budget von 14 Millionen Dollar für die Erhaltung dieser internationalen Armee festgesetzt worden. Seit ihrer Aufstellung im Jahre 1957 sind 201.688.000 Dollar verausgabt worden. Von den Tausenden von Menschen, die bisher in dieser Truppe Dienst taten, waren nur 79 Tote zu beklagen, von denen 59 durch Unfälle und 20 durch Krankheiten umkamen. DIPLOMATISCHE AKTIVITAET Vereinte Nationen. — Während die Nachrichten aus dem Mittelosten Truppen, konzentrationen und eine Verschärfung der Spannung melden, beriefen die Vereinigten Staaten eine Sitzung der nichtkomimunistischen Mitglieder des Sicherheitsrates, um über geeignete Schritte zur Sicherung des Friedens in Mittelost zu beraten. Kanada und England äusserten Zweifeil, dass U Thant das Recht gehabt habe aus eigenem Ermessen dem Verlangen Nassers zum Rückzug der UN-Truppen stattzugeben, und schlugen den Zusammentritt des Sicherheitsrates zur Diskussion über diese Frage vor. Aus i den gleichen Quellen vergütete, dass andere UN-Mitglieder mit diesem Vorschlag nicht einverstanden waren und eine allgemeine Sitzung des 15 Mitglieder zählenden Sicherheitsrates verlangten, CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 10X7/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma um über die Situation zu beraten, falls die Mehrheit der betreuenden Länder hiermit einverstanden sein sollte, MOBILMACHUNG IN ISRAEL Jerusalem. — Israel verfügte inzwischen die teilweise Mobilmachung seiner Verteidigungsarmee. An der syrischen Grenze herrschte Ruhe. während an der Siidgrenze mit der VAR die Spannung weiter stieg. Die israelische Regierung kündigte die Mobilmachung nicht offiziell RADIO KAIRO Kairo. — Radio Kairo kündigte an, dass die Sinai-Wüste zur Militärzone erklärt wurde deren Betreten auch dem UN-Personal verwehrt ist, um das Geheimnis der „militärischen Bewegungen“ zu wahren, ISRAEL WIRD NICHT ANGREIFEN London. — Israels Präsi. dent Salman Shazar erklärte dass sein Land „nicht die Absicht hat. irgendeinen Angriff zu unternehmen“. Shazar gab die Erklärung vor den Journalisten im Flughafen von London ab, in dem er während seines Fluges nach Kanada kurz weilte, wohin er sich zu einem Staatsbesuch begeben hat AEGYPTISCHER AUFMARSCH Kairo (21. Mai). — Das Heer der Organisation für die Befreiung Palästinas nahm nach Abzug der UN- Truppen vom Gaza-Streifen Besitz. Einheiten der Artillerie und Infanterie bezogen strategische Punkte an der am Roten Meer gelegenen israelischen Grenze. Der Führer dieses aus arabischen Flüchtlingen bestehenden Heeres, Achmed Shukairv kündigte an, dass der Gaza-Streifen in eine Kaserne verwandelt werden wird“. Er teilte mit. dass seine Leute die ganze Demarkationslinie zwischen Gaza und Israel besetzt haben und dass dies „der Beginn ner Schlacht für die Befreiung vom Feind ist“. Ein ägyptischer General wurde zum Zivil- und Militärgouverneur der Gaza-Zone ernannt. Shukairy erklärte auch, dass die unter seinem Befehl stehenden 12.000 Mann geschworen haben. Palästina unter der Führung ägyptischer Offiziere zu befreien und 300.000 arabische Flüchtlinge in Gaza Waffen verlangt haben, um ein Volkshter zu bilden und die zivile Verteidigung der Znoe zu übernehmen.“ Er fügte ninzu dass ein Teil seiner Trup pen zur syrischen Grenze geschickt wurde. Die A igypter stellten Kanonen und Infanterie an der Enge von Tiran auf. Von hier aus können sie den Hafen von Elat am Golf von Akaba beherrschen, der Israels einziger Zugang zum Roten Meer darotellt. ISRAEL PROTESTIERTE Tel Avivi. — Israelische Panzereinheiten brachen nach Süden a lf um in der Negew- Wüste Aufstellung zu nehmen und die Bedrohung durch 60.000 ägyptische Soldaten abzuwehren, welche von 600 Tanks und Flugzeugen verstärkt sind. Israelische hohe Beamte erklärten, dass die Blockie rung der Meerenge von Tiran dem internationalen Gesetz zuwiderläuft und Israels einziger Ausweg darin liegen würde, seinerseits die ägyptische Schiffahrt zu behindern. Als schwerwiegender jedoch betrachten die gleichen Kreise die Verstärkung der ägyptischen Divisionen längs der 190 Meter langen Grenze zwisch:-n Israel und Aegypten in der Wüstenzone. NEUE DROHUNGEN Damaskus. — Wie eine Zeitung aus Damaskus meldete, drangen syrische Flugzeuge mehrere Kilometer weit in den israelischen Luftraum ein, um „Erkundungsflüge“ durchzuführen. Der syrische Verteidigungsminister erklärte der Presse zwar nicht das Ziel dieser Operation, äusserte jedoch, dass Syrien „nicht nur die israelische Aggression abschlagen wird sondern auch die Befreiung des Iandes und das Ende der Zionisten einzuleiten bereit steht.“ ISRAEL KLAGT SYRIEN AN Jerusalem. — Israel klagte Syrien an, den schwankenden Frieden im Mittelosten PAPSI. PAUL VI. rief in Fatima zum Frieden auf, was Nasse) nicht daran hinderte, einige Tage später zu mobilisieren. — VENEZUELA kiagte die kubanische Regierung öffentlich an, einen bewaffneten Aufstand der Kommunisten in Venezuela vorzubereiten. — IN HONG KONG kam es zu immer neuen antibritisehen Demonstrationen. — IN GUATEMALA wurde ein hoher Militär ermordet — ZAKIP HUSAIN, der neue Präsident Indiens, leisiete seinen Amtseid und trat sein Amt an, — SPANIEN warnte die Engländer, bei Flügen nach Gibraltar in den spanischen Luftraum einzudringen (!) DIE AMERIKANER melden den Einsatz einer neuen Waffe in Vietnam. — , RADIO BEIRUT meldete einen Giftgasangriff der Ae- I gypter auf ein Dorf im Yemen, bei dem e6 zahlreiche Tote gegeben haben soll. — DE GaULLE wird dem Eintritt Englands in die EWG keine Schwierigkeiten bereiten, obwohl er mit der Unterstützung der USA-Politik in Asien durch Grossbritannien nicht einverstanden ist. — DURCH ATTENTAT wurde auch in Honduras ein hoher Offizier ermordet. — 300 GEFANGENE der letzten Militäraktion in Griechenland wurden wieder auf freien Fuss gesetzt — DER PREMIERMINISTER des Sudan, Sadek El Mahdi, wurde zum Rücktritt gezwungen. MARSCHALL TITO wurde erneut zum Präsidenten Jugoslawiens gewählt. — ZU SCHWEREN Studentenunruhen war es in Madrid nach der Verhaftung einiger Opposüior.eller gekommen — GEOP.GE POMPIDOU, Frankreichs Premierminister, hatte mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen. — VON KUBA DIRIGIERT seien die Guérilleros in Bolivien. wie General René Barrientos erklärte. — PRINZ NORODOM Sihanouk bot den Kommunisten die Durchführung eines Volksbegehrens an, ob Kambodscha von den Kommunisten regiert sein wolle oder nicht. — durch Entsendung einer Bande von Saboteuren gebrochen zu haben. Ein israelischer Sprecher beschuldigte Syrien, die Ruhe an der Grenze, die fünf Tage gewährt hatte, gestört zu haben nachdem zwei Sprengladungen in einem Steinbruch entdeckt wurden. Nach Ansicht der Beobachter haben die Syrer aus Gründen der Klugheit einige Tage die Ruhe an der Grenze gewahrt, und es sei nun abzuwarten, ob dieser Zwischenfall vereinzelt bleibt oder den Auftakt zu neuen Sabotageakten bildet, deren Zweck es wäre Israels Reaktion hervorzurufen. NOTSITZUNG IN AMMAN Amman. — König Hussein von Transjordanien berief eine eilige Ministersitzung ein, um über die „totale Vorbereitung“ angesichts der steigenden Spannung zwischen Arabern und Israelis zu beraten. Wie aus informierten Quellen verlautete, ordnete die Regierung die Mobilisierung der Streitkräfte an, um „jegliche israelische Aggression gegen irgendeine arab sche Grenze“ abzuschlagen. Die algerische Regierung teilte ihrerseits den Regierungen in Damaskus und Kairo mit, dass sie diesen beiden Ländern ihre Truppen zur Verfügung stellen wird, falls e6 zu einem Konflikt mit Israel kommen sollte KONFERENZ IN KAIRO Kairo. — Irak and Aegypten leiteten Gespräche auf hoher Ebene über eine mögliche Konfrontation mit Israel ein und erneuerten gleichzeitig ihre propagandistischen Angriffe gegen Transjordanien und Saudi Arabien. Der ägyptische Premierminister Soliman und sein irakischer Kollege Genera' Ta her Yehia konferierten zwei Stunden lang, nachdem eine irakische Delegation zu einem zweitägigen Besuch aus Bagdad eingetroffen war Präsident Nasser sandte .persönliche Botschaften“ an (Fortsetzung auf Seite 8) isß<\el Discount Bank Itö, Casa Matriz: Yehuda Halevi 2T/29 TEL AV1V — ISRAEL 105 Sucursales en todo el país Red internacional de bancos afiliados Sucursal de New York: 51 i Fifth Ave, New York 17 N. Y. Autorizada por el Superintendente de Bancos del Estado de New York El Israel Discount Bank Ltd. les ofrece una calurosa bienvenida en Israel y en su Sucursal de New York y al mismo tiempo se sentirá complacido en ofender todas?as consultas sobre necesidades bancarías que reciba por correo. INFORMES: FLORIDA 683 * P. 6? — Buenos Aires _ Teléfonos: 31 0627/0133