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Jüdische Wochenschau · 1967-04-14 · 2213 (14.4.1967) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
28 (1967)
Issue
2213 (14.4.1967)
Date
1967-04-14
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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PUE.YRRE.DON 2190 — 1» izq. JfaJestoXiwaDkAjGielUcL T. E. 83 - 2613 Ano XXVIII. BUENOS AIRES, VIERTES 14 DE ABRIL DE 1967 N- 2213 Die brennenden Grenzen Seit Monaten konnte man mit steigender Verwunderung die Vorgänge an Israels Grenzen, vor allem mit dem syrischen Nachbarn, beobachten. Offensichtlich haben die arabischen ..Strategen“ des Guerilla-Krieges eine neue Mefchode dauernder Störungen gefunden, die sie vor dem Vorwurf abschirmen soll, die Bestimmungen des Waffenstillstandes zu breehen und als Angreifer zu erscheinen. Nach einem heftigen Zusammenstoss, der in einer der häufigen Strafexpeditionen bestand, zu denen sich Israel entschliessen musste, um sich für einige Wochen oder Monate Ruhe au verschaffen war es zu direkten Verhandlungen zwischen den Repräsentanten Israels und Syriens unter dem Vorsitz der UN - Schlichter gekommen, wie dies im israelisch-syriechen Waffenstillstandsvertrag vorgesehen ist. Jahre hindurch hatte Israel die Teilnahme an solchen Sitzungen mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Beschlüsse von syrischer Seite niemals respektiert werden würden, derartige Besprechungen also nur der Verschleierung der wirklichen Störungsabsichten der syrischen Politiker Vorschub leisten. Nach den Ergebnissen, die sich jetzt zeigten, wurde bedauerlicherweise die Richtigkeit des israelischen Standpunktes erneut mit aller Deutlichkeit offenbar. Die Syrer benutzen solche Besprechungen, um ihre Vertragstreue gegenüber den UN au demonstrieren, scheuen sioh jedoch nicht, unter den Augen der UN-Beobachter immer wieder und wieder Artilleriefeuer auf friedlich arbeitende Bauern zu richten, israelische Felder zu zerstören und auf Kolonien zu schiessen, die sich in der Nähe der Grenze befinden. Am letzten Wochenende ist es zu einem so heftigen Zusammenstoss zwischen Syrern und Israelis gekommen, dass sich die israelischen Sprecher zu der Bemerkung, veranlasst sahen, es handele sioh um die grösste Aktion seit 1956, als die israelische Verteidigungsarmee unter dem Kommando Ben Gurions in die Sinai-Halbinsel eindrang und nach wenigen Stunden in Sichtweite des Suezkanals stand. Seit dieser Zeit ist es jedenfalls zwischen Aegyptern und Israelis nicht mehr zu schweren Zwischen, fällen gekommen, auch nicht an der Gaza-Grenze, an der sich vor dem Suez-Feldzug täglich und nächtlich schwere Attentate mit Verlusten an Menschen und hohem Materialschaden ereignet hatten. — von JEHVDA GOTTHEIMER Die kurzsichtige amerikanische Politik, die von ihren eigenen Orient - Interessen diktiert war — was nicht anders erwartet werden durfte, — überbot sich zwar darin, Israel und seine damaligen Alliierten, Frankreich und England, zu verurteilen. Aber Israel hatte auf diesem Wege erreicht, wozu weder die UN noch irgendeine andere Grossmacht, auch nicht die Amerikaner, imstande gewesen sind; Nasser zur Ordnung und Einsicht zu rufen, der sich seither darauf beschränkte, gegen Israel zu hetzen, Reden zu halten und andere anzustacheln, niemals mehr aber einen Angriff auf israelisches Territorium unternommen hat. In der Abschreckung des Besuch in Moskau Jerusalem. — Aus informierten Quellen verlautete dass eine bedeutende israelische Delegation einer interparlamentarischen Konferenz in Moskau beiwohnen wird. Die Konferenz soll in einigen Monaten stattfinden. Un. t«r den israelischen Delegierten werden, wie es heisst, mehrere Chefs politischer Parteien sein, welche in der Knesset vertreten sind, um der Delegation den entsprechenden Status zu verleihen. (ITA) Gegners liegt die Bedeutung solcher Strafexpeditionen, die von Israel als Repressalie angewandt werden müssen, uno sich Ruhe, wenigstens für einige Zeit — zu verschaffen. Wiederholte Male hat dann die UN oder ihr Sicherheitsrat sich post festum mit dem ,, Zwischenfall'' beschäftigt; die arabischen Delegierten hielten aufstachelnde Reden gegen das ..kriegerische" Israel, man steckte die Köpfe zusammen, betrachtete den winzigen Raum, den Israel im arabischen Staatenmeer einnimmt, suchte eine Lösung, die einst darin bestand, den Weg des vermeintlich geringsten Widerstandes zu beschreiten und Israel zu tadeln... Die Ursachen dieses Grenz krieges zwischen Israel und den arabischen Ländern liegen jedoch sehr tief. Es handelt sich nicht mehr um die einfache Formel, dass die ..Zionisten“ ein Stück ,,arabischer Erde" besetzt hätten um gemeinsam mit den „imperialistischen Grossmächten des Westens" die friedliche arabische Welt au bedrohen ABKOMMEN MIT RUMAENIEN Jerusalem. — Finanzminister pinchas Sapir reiste nach Budapest. Er steht an der Spitze einer israelischen Delegation, die mit hohen rumänischen Behörden über den Abschluss eines Wirtschaftsabkommer.s zwischen beiden Regierungen verhandeln wird Die Vorbereitungen für dieses Abkommen wurden vor zwei Wochen beendet, als eine rumänische Delegation 'n Israel weilte. Man glaubt allgemein, dass die Einzelheiten des Vertrages schon bei dieser Gelegenheit besprochen wurden. Der Vertrag beinhaltet wahrscheinlich nicht nur die rumänisch-israelischen Handelsbeziehungen sondern auch die Aufnahme einer engeren Zusammenarbeit auf anderen Gebieten, so z. B. den wissenschaftlichen und technischen Austausch und den Fremdenverkehr Es soll auch eine Klausel vorhanden sein, die jedes der beiden Länder berechtigt, auf dem Territorium des anderen Fabriken zu errichten. (ITA) oder gar zu beherrschen. Die arabischen Schattenspieler haben die Hoffnung aufgegeben, mithilfe der „palästinensischen" Befreiungsarmee den einzigen Kulturstaat im Mittleren Orient auszuplündern und bei dieser Gelegenheit die Juden ins Meer zu werfen. Die grosse arabische Einheitsfront, die vor zwei Jahrzehnten ein politischer Faktor gewesen ist, besteht nicht mehr. Die „geschickte“ Politik Nassers wirkte in ihrem End effekt als Bumerang, der sich gegen die arabische Linie zurückschwang. Nasser selbst der Jahre hindurch mit grosser Wendigkeit nicht nur zw sehen dem Ost- und Westblock jonglierte, sondern mit beiden gleichzeitig paktierte, indem er es verstand, den hohen Herrn des Kreml und des Weissen Hauses seine Bedeutung zu illustrieren, musste seit längerer Zeit erkennen. dass diese Bemühungen zwar zeitweise beachtliche Resultate gebracht haben, das Land Aegypten jedoch mit wachsender Geschwindig keit in kommunistische Abhängigkeit versetzte. Washington und Moskau haben sich in den letzten Jahren genähert. Die eiserne Wand ist daningeschmolzen. Neue Fronten tauchten auf Andere politische Notwendigkeiten führten zur Regelung internationaler Fragen, an die man noch kurze Zeit zuvor nicht gedacht und nicht „geglaubt“ hatte. Die Amerikaner können ihren Vietnam- Krieg überhaupt nicht führen, weil die Russen untätig Zusehen, und sie sehen zu. weil sie die Intervention der Chinesen befürchten, die zu einem Weltkrieg hinüberleiten würde. In diesem Fall könnte es geschehen, dass die Russen nicht gegen, sondern mit den Amerikanern kämpfen würden, eine Möglichkeit, die noch vor wenigen Jahren als absurd gelten musste. im schatten dieser Wandlung ging der Kampf um die Vorherrschaft im weiten ara. bischen Raum weiter, der sich von den Säulen des Herkules bis über die arabische Halbinsel erstreckt. Die arabische Uneinigkeit, die zu einem offenen Bruch zwischen einzelnen arabischen Ländern geführt hat, erleichterte das Bemühen der Gross machte, ihre Einfluss-Sphären zu vergrössern und zu verstärken. Nicht nur Tunis steht in einem offenen Ge. gensatz zu Kairo. Die Feindschaft zwischen den Königreichen Saudi Arabien unc | Transjordanien auf der einen i Seite und dem von Nasser | geführten, in sich aber auch j nicht geeinten Block auf der anderen Seite nimmt an Heftigkeit zu wofür der Yemen Krieg nur ein Beispiel ist. Die Yemen-Kr.se hat ihren Hönepunkt noch nicht erreicht Aegypten allein ist nicht imstande trotz mehrerer Expeditionsheere die Macht über den Yemen an sich zu reissen. Aber die Russen sind bereit, dem ägypti sehen Präsidenten zu helfen, denn sie sind erbitterte Gegner des sauditischen Königs, der ein Verbündeter der Amerikaner ist. Der Preis für die sowjetische Hilfe ist hoch. Aber Nasser ist auf dieses Angebot eingegangen. So wur den jetzt russische Flottenstützpunkte im Yemen eingerichtet. Ein yemonifcischer Hafen hat sich in ein russisches Waffenlager verwandelt; Torpedo- und Kanonenboote wurden in grösserer Anzahl stationiert. Aber auch grosse, schnelle Zerstörer, Einheiten über tausend Tonnen, wurden dort konzentriert. Eine kleine russische Stadt erhebt, sich bereits in der Wüste, wo über 300 Häuser für die Familien der rus sisclien Offiziere errichtet worden sind. Aber das ist nur einer der vielen Flottenstützpunkte, die von den Sowjets im Mittleren und Nahen Osten unterhalten werden sollen. An vielen Stellen wurden mindestens drei U-Boote und zwei moderne Zerstörer stationiert. Im Hinterland der Häfen Keine Diskriminierung Jerusalem. — Beamte des israelischen Schach verbandes sprachen von der Möglichkeit, dass Israel an dem baldigen Welt-Schachwettbewerb in Tunis teilnehmen werde. Der Verband erhielt ein Telegramm vom internationalen Schachverband, in dem es hiess, dass Tunesien willens sei. allen Teilnehmern an diesem Tournier ohne jegliche Diskriminierung Visen zu erteilen. Israel müsste sich, abgesehen hiervon für die Teilnahme qualifizieren. (ITA) wird sowjetisches Kriegsma lerial auf seine Tauglichkei zum Einsatz in der Wüste g« prüft. Zwei MiJitär-Flughäfei sollen sich in russische Hand befinden, die n»r voi Russen betreten werden dür fen. Jeder andere wird so fort verhaftet... Die internationale politi sehe Situation wird durch di< Vorgänge in Aden mit einen weiteren Problem belastet das durch die bekannte briti sehe KolotiialpoUtik kompli ziert wird. Erneut werden di< Leidenschaften und vermeint liehen patriotischen Gefühl, hochgepeitscht, der arabisch« Chauvinismus erhält frischer Antrieb, obwohl die ..arabi sehen Massen“, die wiedei einmal mobilisiert werden wahrscheinlich garnicht wis sen, wo dierffes Aden liegt das heute umkämpft wird Aber Nasser versteht es aus gezeichnet, diese sentimenta len Saiten und menschlicher schwächen in politisch wirk same Kräfte zu verwandeln Die Illusion, für eine ver meintlich gemeinsame Sach« zu streiten, stachelt d!e ein schlafenden Hoffnungen ei nes nichtexistenten Panara Lnsrnus wieder auf. Gegenüber solchen Ent Wicklungen verliert der per manente Streit um die brennenden Grenzen Israels ati internationalem Interesse „Man" hat sich schon daran gewöhnt, dass arabische Eindringlinge Boniben auf israe lischem Territorium legen Attentate auf jüdisches Ei gentum richten und Israeli sehe Bauern unter Kanonenfeuer nehmen. Man hat sicti auch schon daran gewöhnt, dass die Israelis gelegentlich Zurückschlagen. Nester von Hecken -irützen ausheben', ein paar arabisch-russische Flugzeuge abschiessen und sicti selbst ihr Recht suchen, weil die Un als die hierfür eingesetzten Hüter ever inlervon HORST WINCKTER Merkwürdige Auseinandersetzungen rollen in der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands der NPD, ab, die in mancherlei Hinsicht an die ständigen Wechsel und politischen Streitigkeiten der Radikalen in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erinnern. Damals gab es eine Flut solcher Gruppen und Griippchen, bis sie dann ade von der NSDAP aufgesogen wurden. Trotz der Wahlerfolge, die von der NPD in Hessen und Bayern errungen werden konnten, oder gerade aus diesem Grunde? —, kam es zu einer schweren „Fiihrer“-Krise, in deren Verlauf der Vorsitzende Thielen seinen Stellvertreter von Thadden aus der Partei herauswarf, während gleichzeitig von Thadden .-ich selbst zum „Führer" ernannte und seinen bisherigen Chef Thielen absetzte. Wie ¿n den Zeiten der Weimarer Republik bekämpfen sich die einzelnen Häuptlinge untereinander, die für sich ein geeignetes Feld politischer Betätigung, aber auch persönlicher Existenz suchen. Die Namen der Wulle, Graf Revent-low und der vielen anderen sind inzwischen vergessen. Aber mit der Wiederholung ähnlicher Vorgänge tauchen diese Bilder aus der Vergangenheit wieder auf. Thielen und von Thadden bekä.mpfen sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Man will legal sein um jeden Preis. Sonst würde man allzu leicht der .Justiz einen Grund oder Vorwand zum Eingreifen bieten. Mari könnte auch einige Wähler abschrecken, die es zu vermeiden wünschen in einer Bewegung zu arbeiten, die unter dem Verdacht illegaler Aktionen steht Deswegen wurden die Gerichte bemüht,. Klagen wurden gegeneinander eingereicht und einstweilige Verfügungen erwirkt, die dem einen oder anderen dabei helfen sollen, an der Macht zu bleiben, an der Macht, die Ruhm und Reichtum bedeuten kann .. In Bad Gandersheim sind in dieser Woche die Grössen der NPD zusammengetreten, um die Situation zu klären und die neuen Richtlinien für bevorstehende Wahlkämpfe festzulegen. Wie der interim'stische Präsident Georg Wilhelm Gutmann erklärte, sei Thielen, politisch betrachtet, ein toter Mann. Ob diese Kontroverse in der Führung auch der Partei Abbruch tun wird, bleibt abzuwarten. Eie Aussichten in Schleswig-Holstein dürften trotz allem nicht schlecht sein. Denn dieses Land ist das Sammelbekken aller früheren Nazis. Es gibt ihnen so wunderbare Pensionen, selbst abgeurteilten Kriegsverbrechern. dass für die Opfer der Verfolgungen kaum etwas übrig bleibt. Wie der Herr Bessel-Lorck. Direktor des Bundesbüros für die Verteidigung der Verfassung, mit teilte, sind 76 Prozent aller in der Leitung der NPD sitzenden Personen alte Parteigenossen der NSDAP, während 35 Prozent der Mitgliedschaft alte Nazis sind, abgesehen von den zahlreichen Neonazis, in ihrer Mehrheit Jugendliche. Zur Frage der Zusammensetzung der Mitgliedschaft der NPD hat sich auch der Bundesminister Lücke geäussert, der davor warnt, ..die Masse der NPD-Wähler mit den relativ wenigen NPD- Funktionären und -Mitgliedern in einen Topf zu werfen, die nichts hinzugelernt haben“. Minister Lücke fügte noch hinzu: „Mau weise, dass die Masse der NDP-Wähler eher als „deutsch-national“ denn als alte Nazis oder Neonazis anzusprei hen sind.“ — Selbst wenn diese Analyse zutreffend sein sollte, was energisch bestritten werden muss, dürften diese ehemals Deutsch-Nationalen keinesfalls als Beruhigungsmittel dienen. denn die Deutschnationalen waren es, die Hitler den Weg ebneten und dann mit flatternden Fahnen zu ihm überliefen, obwohl er seine Versprechungen gegenüber Hindenburg und Hugenberg sowie deren Gesinnung«- und Par teigerossen nicht eingehalten hat. — Vom Jüdischen Weltkongress Genf. — Eine Resolution, welche die Aufmerksamkeit der Welt auf den kürzliehen „Anstiegder extrem-nationa listischen Bewegung“ in Westdeutschland lenkt, wurde vom Verwaltungsrat. des Jüdischen Weltkongresses in Genf angenommen. Der Ausschuss hielt eine zweitägige Sitzung ab, auf der über den Neonazismus in der Deutschen Bundesrepublik, die Unwilligkeit der österreichischen Gerichte. NS-Verbrecher zu angemes senen Strafen zu verurteilen, sowie über den Verlauf der Sitzungen der gleichzeitig nationalen Ordnung versagen. j Aber alle diese Kriege und Auseinandersetzungen, die von den Arabern an vielen Fronten ausgetragen werden, schwächen immer stärker die wirtschaftlichen und finan. ziehen Möglichkeiten, die den arabischen Ländern, in ihrer Mehrheit noch nicht entwikkelt. beinahe ausnahmslos die grössten Schwierigkeiten bereiten. Selbst das grosse Aegypten steht einer verzweifelten Wirtschaftslage gegen, über, obwohl Amerikaner und Russen, aber auch andere Länder, ihnen weitgehend Hilfe leisten. Die wirtschaftliche Not, die in einem Lande herrscht-, bedroht nicht nur die politische Stabilität der betroffenen Nation, sondern auch die Nachbarn In der Ablenkung auf internationale Probleme suchen dis meisten Regierungen dann den Ausweg, einen Schuld! gen für ihre verzweifelte La- (Schluss auf seile ») ebenfalls in Genf tagenden UN-Kommsiion für Menschenrechte Berichte erstattet wurden. Dr. Maurice L. Perlzweig, Direkter der Abteilung des JWK für internationale Fragen, hielt ein Referat über die von der UN-Kommission gepflogenen Beratungen, welches den Anlass zu der folgenden Erklärung bildete: „Wir bearüssen wärmsten« den Beschluss der UN-Koramission für Menschenrechte, in dem alle Formen des Nazismus verurteilt und alle Staaten aufgefordert werden, sofortige und wirksame Massnahmen zur Bekämpfung dieser Erscheinung zu ergreifen. Die Einstimmigkeit, mit der diese Resolution angenommen wurde, beweist die von allen Kreisen der internationalen Gemeinschaft geteilten Befürchtungen. Das jüdische Volk teilt diese Unruhe aus eigener tragischer Erfahrung. Der Jüdische Weltkongress wird weiter allen demokratischen Kräften in Deutschland bei ihrer dringenden Aufgabe Hilfe leisten, die Kräfte des Bösen auszurotten, die die demokratischen Institutionen zu unterhöhlen versuchen.“ Uel>er die Ihige der russischen Judenheit berichtete der Präsident des -JWK, Dr. Naehum Goldmaun. Die neue Einstellung katholischer Kreise aufgrund des vatikanischen Erlasses für bessere Beziehungen zwischen Katholiken und Juden wurde von Dr. C.crhart Rtegner dem Generalsekretär des Weltkongresses, und Fritz Becker, dem Direktor des JWK Büros in Rom behandelt. (ITA)

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