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Jüdische Wochenschau · 1966-09-14 · 2185 (14.9.1966) · p. [Seite 21]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2185 (14.9.1966)
Date
1966-09-14
Page
[Seite 21] (sequence 21)
Language
German, Spanish
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MMiwIm, 14 4k Íkp4k*»br* 4e )M( LA «EMANA ISRAELITA A fi« XX Vil. — NT 2Ï#5 — M Jugendarbeit de r CENTRA „Eppur si muove“ (Und sie bewegt sieh doch!) Galileo Galilei. von YOSEF NAHEM Nicht etwa, um unseren Ausführungen einen intellektuellen Anstrich zu verleihen, beginnen wir sie mit Galileis berühmtem Wort, sondern weil wir glauben, dass die damit verbundene Hartnäckigkeit genau so wertvoll war wie die von Galilei verteidigte wissenschaftliche These selbst. Und auch — mit allen entsprechenden Vorbehalten —, weil unsere Hartnäckigkeit bei der Durchführung unserer Seminare, trotz aller sich uns entgegenstellenden Schwierigkeiten uns in ihrem erzieherischen Wert genau so beachtlich erscheint wie die Erziehung selbst, die in unseren Seminaren erteilt ■wild. Täuschen wir uns nicht. Je mehr die Ideen über ,.Judentum“ oder ..jüdisches Bewusstsein" selbstverständlich werden, umso schwieriger wird es'. Erwachsene und Jugendliche dazu zu erziehen, dass diese Begriffe keine reine Abstraktion bleiben son. dem wieder wahre Kraft und Wert erhalten. Und dies bedeutet Kampf und Siegeswillen, bei denen oft der Kon. formismus, die Anziehungskraft eines bequemen Lebens und persönliche Neigungen "stärker zu sein scheinen als die Ideale des Altruismus, der Intellekuellen Fortentwicklung und die Bereitschaft, sich der Problematik und Realität unseres Volkes zu stellen. Deshalb unterliegt es keinem Zweifel, dass allein die Tatsache, dass man Erwach. senen-Organisatinen — CBN- TRA, Mitglieder von Jugendkommissionen unserer Gemeinden, usw. — bei ständi- Ted von Nachman Schtraks Haifa. — Kürzlich ist Nachman Schtraks, der Grossvater von Jossele Schumacher, der seinen Eltern entführt und nach 2)4 Jahren wieder gefunden worden war. im Alter von 66 Jahren gestorben. Man erinnert sich. dass Nachman Schtraks fast zwei Jahre im Gefängnis verbracht hat, weil er den Aufenthalt seines Enkels verheimlichte. Bei der Beerdigung waren weder Jossele noch seine Mutter anwesend. Neue Brücken Tel Aviv. — Zwei neue Brücken über das Wadi Musrara (Nachal Ayalon) wurden dem Verkehr übergeben, um den Verkehr zwischen Tel Aviv, Giwatim und Ramat Gan zu erleichtern. ger Arbeit für die Jugend sieht (einer Arbeit, bei der es selten die Ehren und Würden gibt auf die man sonst heutzutage so viel Wert legt), schon an sich ein erfreuliches Beispiel darstellt Mehr als das: Dies scheint uns der sichtbare Beweis dafür zu sein, dass eben jene positive jüdische Hartnäckigkeit noch besteht, der wir ja schliesslich — zusammen mit unseren philosophischen und religiösen Werten — unser Ucberlebe»: zu verdanken haben. Aber wenn es erfreulich ist Erwachsene mit voller Begeisterung bei dieser Arbeit zu sehen, so ist es dies noch mehr wenn wir die Gruppen von Jugendlichen beider Geschlechter bei ihrer fast übermenschlichen Anstrengung beobachten, gegen den starken Strom zu schwimmen der sie zu der Auflösung ihrer Eigenschaft als Juden führen will, und die unter Verzicht auf Bequemlichkeiten und oft trotz Spott und schlechtem Willen Andersdenkender sich selbst und ihresgleichen suchen. Wenn es immer schwierig war, Jude zu sein, so war es doch noch nie so schwer wie heute ein junger Jude in der Galut zu sein. Diese Generation, der es äusserlich besser geht als irgendeiner anderen in unserer Geschichte, die meist kein unmitelbares traditionelles Erbe besitzt und die vor allem jene emotionellen Faktoren nicht kennt, die ihre Vorfahren inspirierten — diese Jugend benötigt eine viel grössere Anstrengung als jene früheren Generationen, um sich ihre Eigenart als Juden erklären zu können Angesichts dieser Schwierig, keit geben viele die Suche auf oder beginnen sie nicht einmal. Gegen diese Realität W’enden sich unsere täglichen Aktivitäten in den Jugendorganisationen des JAZIT die dann gekrönt werden ’ von den territorialen und kontinentalen Seminaren, die Cen. tra organisiert. Wiederum haben wir Tage intensiver Arbeit im Verlauf des Monats Juli verbracht in denen wir 4 Seminare an verschiedenen Orten des südamerikanischen Kontinents durchführten und an denen ca. 200 Jugendliche — Jungens und Mädels — teilnahmen: in Chascomüs (Argen, tinien), in San Sebastián (Chile) und in Campos de Jordao und Braganza (Brasilien). Auf verschiedenen Ebenen, je nach den Altersgrenzen und dem Grad der Vorbereitung, wurden intensiv The- \ men studiert wie jüdische Tradition und Geschichte, geschichtlich - gesellschaftliche Untersuchung der Entwicklung der jüdischen Gemeinden Israels Wirklichkeit. Gruppen-Psvchologie. Soziologie, Geschichte des Zionismus, Geschichte des Faschismus und Nazismus Ana'yse des Antisemitismus. Methodik der Gruppenarbeit, Gesänge, Tänze, T^eaterkunst, Dekoration Handarbeiten, usw. wobei immer noch Zeit blieb für sportliche und künstlerische Aktivitäten. Al’ dies begleitet von Jugendg’ttesdiensten an den Freitag- Abenden, schuf in den Jugendlichen die integTal.jüdische Atmosphäre die typisch für unsere Erziehungsarbeit ist. In Chascomüs (Argentinien) trafen sich 41 Jugendliche aus Argentinien und Uruguay, ohne dass die Kälte, die Feuchtigkeit und andere Unannehmlichkeiten ihre Moral oder ihren Wissensdurst beeinträchtigen konnten. Von vier Madrichim angeführt, studierten sie in einem Rahmen sofortiger Freundschaft und Sympathie. Eine Tatsache verdient hervorgehoben zu werden, denn sie allein würde das Seminar rechtfertigen: in der Nähe des ..Motels“ gab es ein Waisenhaus für Mädchen. Spontan boten sieb v’- Jugendlichen an, den Waisenkindern ein Fest zu beulten. Es ist schwer. die menschliche Wärme zu beschreiben die unsere Jugend anwandte, um jenen armen Mädchen zwei Stunden Freude zu bereiten und mit welchem Eifer und welcher Natürlichkeit sie dies zustande brachten Die 200 Insassen des Waisenhauses und ihre Pflegerinnen waren erstaunt über die menschliche Kraft, die in unserer Jugend steckt. Aber das Wesentliche war, dass unsere Jugendlichen selbst in sich plötzlich Eigenschaften entdeckten, von denen sie nie geglaubt hatten, dass sie sie nutzbringend für andere anwrenden könnten. Kein Wunder, dass auch sie selbst von diesem Fest tief beeindruckt waren, ein Eindruck der gewiss durch die Zeic nicht weggewischt werden kann. In San Sebastian (Chile) — obwohl die plötzliche Unterbrechung der Ferien eines Gymnasiums das ganze Seminar in Frage gestellt hatte —, gelang es dem Willen und der Hartnäckgikeit, die Probleme zu überwinden. Sechs Tage lang studierten 30 junge jüdische Chilenen und erlebten dabei — man. che zum ersten Mal — die jugendliche Selbsterziehung, so i verscnieden von Familie und Schule. Dort hörte man nicht nur Vorträge von Madrichim, sondern auch von bekannten Rednern, die begeistert über den Ernst und die Aufmerksamkeit waren, die man ihren Worten entgegenbrachte. Seminare für Gruppenleiter und zukünftige Gruppenleiter fanden in Campos de Jordao statt, an denen Jugendliche aus Porto Alegre. Sao Paulo, Rio de Janeiro und Belo Horizonte teilnah. men. Von den lokalen Gruppenleitern geführt, errangen die Teilnehmer einen vollen sowohl didaktischen wie emotionellen Erfolg. Bin Gruppenleiter-Seminar vereinte später die lokalen Jugendleiter selbst in Braganza, um in Debatten ihre Gedanken durchzusprechen. Zusammenfassend also: Eine Furche von tausenden Kilometem Länge, gepflügt und besät, aus der wir in Zukunft hoffentlich ernten werden. Für den wenig informierten Leser vielleicht ein aussergewöhnlicher Monat Juli; für Jazit Noar Drom Americait ein ganz gewöhnlicher Monat Juli, wie die vergangenen und wie die zukünftigen. Eppur si muove... Bau »wer Synsgeg« Madrid. — Die jüdische Gemeinde in Madrid plant eme Synagoge zu bauen, die 300.000 Dollar kosten soll. Die Hälfte der benötigter Summe ist bereits beisammen; man hofft mit dem Bau Anfang des nächsten Jahres beginnen zu können Die 2.400 Juden Madrids halten ihren Gottesdienst bisher in einem Wohnhaus ab. Im Land der Bibel Jerusalem. — Eine Gruppe von 22 Professoren für Eibel und piblisches Hebräisch kam vor kurzem zu einem Studienbesuch nach Israel. NifeUf Fakulfaet Ael Aviv. — An der Universität Tel Aviv wird im kommenden Studienjahr die rechtswissenschaftliche Fakultät eröffnet. : DAS ZENTRALEUROPAEISCHE DER EINHEITSKAMPAGNE Centro Hanna Szenes le envía, desde Israel su fraternal saludo y los mejores votos por UN FELIZ AÑO NUEVO ROSH HASHANA 5727 E 440 gratuliert ihren Chawerot zum Neuen Jahr und dankt für ihre verstaendrüsvolle Mitarbeit. /- nn^n nrms m e? 5 E 437 Salutación de la Kehila de Buenos Aires y del Vaad Hakehilol en Vísperas del Año Nuevo 5727 En el umbral del Nueva Año 5727 expresamos nuestro saludo tradicional a Medinat Israel y le deseamos un año de prosperidad y paz, pro. greso constante en su empeño glorioso por realizar los ideales del judaismo y por consolidar Jas grandes realizaciones que le conquistaron tanto prestigio entre todos los países civilizados del mundo. Deseamos bienestar progreso y tranquilidad a todo el pueblo judio en su dispersión. Que el Año Nuevo acentúe el espíritu de unidad en el seno de nuestro pueblo en bien de la consolidación de la vida judía, sea en la lucha contra la asimilación como en Ja lucha por el mantenimiento del judaismo, en los lugares donde es objeto de odiosa discriminación. Nuestro saludo más cordial a la comunidad judeo.argentina, a sus instituciones y a sus dirigentes. Que el Nuevo Año haga factible el progreso de la República Argentina en todos loe órdenes de la vida nacional y asegure la continuidad de la vida judía y el entendimiento fecundo de las generaciones que advertimos ya en nuestra labor societaria, y que augura un mayor desenvolvimiento de nuestra vida colectiva en el Nuexo Año Judío. HIRSCH TRIWAKS Dr. TOBIAS KAMENSZAIN Secretario General Presidente £ 514 CENTRA ASOCIACION DE COMUNIDADES Y ORGANIZACIONES ISRAELITAS EN LATINO AMERICA SEDE SOCIAL: MONTEVIDEO (URUGUAY) CALLE BUENOS AIRES 484/14 (Keren Hajessod) gratuliert allen seinen Freunden recht herzlich zu Posch tiaschanah und wünscht ein glückliches und erfolgreiches Neues Jahr Gleichzeitig erlaubt es sich, diejenigen, die noch nicht für die Aktion 1966 beigesteuert haben zu kitten, uns ihre grosszügige und gegenüber dem Vorjahr erhoehte Beisteuerung zu übersenden SC H A L 0M1 DAS PRAESIDIUM September 1966 SARMIENTO 2376, DL T. E. 47-3820 K «11 CENTRA wünscht allen angeschlossenen Gemeinden und Organisationen sowie deren Mitgliedern ein glückliches NEUES IAHR nrsr ü3id wm Möge dieses Jahr ein Jahr des Friedens und des Fortschritts ifk Israel, das jüdische Volk und die ganze Menschheit sein. E 525' 29

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