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Jüdische Wochenschau · 1966-09-14 · 2185 (14.9.1966) · p. [Seite 7]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
27 (1966)
Issue
2185 (14.9.1966)
Date
1966-09-14
Page
[Seite 7] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Miércoles 14 de Septiembre de 1966 JÜDISCHE WOCHENSCHAU niiw AAill. 1” 4510» 3 Sit i» /* a b i a in Sao Paulo r. Fünf Tage, vom 23. bis 28 August stand Sao Paulo im Zeichen der 2. panamerikanischen Makkabiade — 5 Tage beherrschten ca. 700 Sportler und Sportlerinnen aus 12 verschiedenen Län dem, mit ihren schmucken Uniformen das Strassenbild dieser modernen, lebhaften Stadt, — 5 Tage waren die Spalten aller Zeitungen voll von Nachrichten über die Wettkämpfe“, über Siege, Niederlagen und Aussichten der Mannschaften. Ueberall prangten die bunten Plakate der Makkabia, während Son der - Omnibusse regelmässig alle Interessenten durch den dichten Verkehr von den Hotels zu den Sportplätzen und den mannigfaltigen Veran. staltungen führten. Ein Stab von 500 aktiven Mitarbeitern des Organisationscomite und weiteren 150 jugendlichen Helfern, als Dolmetscher und Begleiter sorgte für eine fast reibungslose Abwicklung, deren dynamischer Rhythmus keinen Augenbliok nachliess. Es waren fünf Feiertage des amerikanischen Judentums, die allen Teilnehmern unvergessüch bleiben werden. Zum ersten Mal beteiligten sich Makkabim der drei Amerikas an einem solchen Sporttreffen. Man darf wohl sa. gen dass die Anwesenheit von USA und Kanada dem Fest einen noch grösseren moralischen und technischen Wert verlieh, während Israel eine symbolische Vertretung (die 15jährige Meisterschwimmerin Dora Saltz und den Tischtennis. Spieler Yoshua Josef) eritsandt hatte. n. Bei der Eröffnungsfeier im Giriasio do Ibirapuera (ähnlich unserem Lunapark) waren neben dem Gouverneur von Sao Paulo, auch die zivilen, militärischen und kirchlichen Behörden erschienen. Eine begeisterte Men. schenmenge von über 20 000 , Personen .während mehrere Tausend keinen Einlass mehr finden konnten) zollten dem Ein- und Aufmarsch der einzelnen Delegationen mit Ihren Fahnen frenetischen Beifall — symbolhaft der Bannerträger Brasiliens, ein schwarzer Hüne welcher sein Land früher international vertreten hate. Eine unbeschreiblich festliche Stimmung herrschte beim Absingen der Nationalhymnen von Brasilien und Israel, die sich noch steigerte, als ein Veteran, begleitet von 4 Läufern, mit der Fackel in das Stadion einlief, um die olympische Flamme zu entzünden. Nach Hissung der Makkabia-Fahne und Ableistung des Eides durch einen Sportler ergriff der Präsident der Panamerikanischen Konföderation Maccabi, Herr Isaac Fischer, das Wort zu einer kurzen Ansprache, welche in der Aufforderung endete, sich die Hände zu reichen, mutig vorwärts zu blikken und für die gemeinsame Zukunft des amerikanischen Judentums zu arbeiten Danach stiegen unter Giokkenklängen hunderte weisser Luftballons in die Höhe und dieses bunte, eindrucksvolle Bild wurde durch die anschliessende Darbietung von Volkstänzen noch verstärkt wobei sich die Gruppen von Chile und Peru besonders auszeichneten. Unter stürmischem Beifall vereinigten sich in der M:tte des Saales alle Delegationen spontan zu einer Horra, während von der Decke des Stadions buntfarbiges Konfetti auf die Tänzer herab „regnete“, ein grandioser Sch lussakkord. in. In den folgenden Tagen standen die Sportereignisse im Vordergrund und ergaben folgende Endresultate: Fussba: 1. Argentinien 2. Brasilien 3. Mexik» Hallen.Fussball; 1. Brasilien 2. Argentinien 3. Chile Baskettball: 1. USA 2. Brasilien 3. Kanada Baskettball (Junioren): 1. USA 2. Argentinien -■ 3. BrasiUen Volleyball: 1. Brasilien 2. Uruguay 3. Argentinien Volleyball (Damen): 1. Brasilien 2. Perú 3. Chile Schwimmen: 1. USA 2. Mexiko 3. Kolumbien Kunstspringen: 1. Mexiko ) 2. USA 3. Brasilien Tennis: 1. USA 2. Argentinien 3. Brasilien Einzel: 1. Larry Lewis (USA) 2. John Harris (USA) 3. Jacobo Choclin (Argentinien) Tennis (Damen); 1. Brasilien 2. Chile 3. Argentinien Tennis (Kadetten): 1. Horacio Grimberg (Ar.) 2. José Berman (Mexiko) 3. Marcelo Meyer (Bras.) Tennis (Mädels): 1. Diana Peteri (Chile) 2. Nescia Leonzine (Bras.) 3. Graciela Abramson (A.) Judo: 1. USA 2. Brasilien-Mexikr 3. Argentinien Schach: 1. Brasilien 2. Argentinien 3. Mexiko IV. Im Programm der Makkabia waren aber auch zwei Kulturveranstaltungen vorgesehen, so der gemeinsame Gottesdienst am Freitag- Abend in der schönen Synagoge der C.I.P. (Congregacao israelita Pauüsta >, wobei Oberrabbiner Dr. F. Pinkuss TELBRIN S. A. die anwesenden Makkabim dreisprachig und -besonders herzlich willkommen' hiess. Später am gleichen Abend fand im überfüllten Theater, saal der „Hebraica“ ein Oneg Shabat statt, in dessen Verlauf verschiedene Delegationen — unter grossem Publikumserfolg — israelische Folklore darboten. Die Associacao Brasileiro ,,A Hebraica“ veranstaltete dann am Sonnabend zu Ehren der Teilnehmer an der 2. Panamerikanischen Makkabiade einen Festball in ihren Gesamträumen, die sich als zu klein erwiesen. Auch die Schlussfeier, wiederum im Ginasio Ibirapuera war ein grosses Erlebnis und beeindruckte durch den Freundschaftsgeist der Sportler. die hier nun nach einer Woche ununterbrochenen Kontaktes wieder Abschied nahmen, aber neue Bande für die Zukunft knüpften. Nach dem Entsche-dungsspiel in Baskettball zwischen USA und Brasilien marschierten alle Delegationen wieder mit ihren Fahnen und Uniformen, zum letzten Mal, in der Mitte des Saales auf. Von dauerndem Applaus unterbrochen, übergaben der Präsident des Maccabi-Weltverbandes, P. Gildesgame (London) und die Veransfalter die gestifteten Sonder. Trophäen: Disziplin: Argentinien; Bester Aufmarsch: Chile; Mannschaft der Sympathie: Kanada; Bester jugendlicher Mak. kabi-Geist: Kolumbien; Beste sportliche Mitarbeit: Mexiko; Ansporn-Preis: Paraguay; Beste Folklore-Gruppe: Peru; Beste israelische Folklore - Gruppe: Uruguay; Makkabi-Prestige: Israel; Beste Makkabi-Leistung: Brasilien. Dann erklang ein feierlicher Trompetenstoss zum Verlöschen der vielfarbigen Lichter im Stadion und der Makkabäer-Flamme, die während fünf Tagen diesem grossartigen Treffen des amerikanischen Judentums geleuchtet hatte. Die Fahne der Makkabia wird langsam eingeholt, um auf der nächsten Makkabia, in zwei Jahren, der jüdischen Jugend voranzuwehen. Wie bei der Eröffnung vereinigte eine Horra nochmals alle alten und neuen Freupde. und unter einem Regen von Konfetti und Luftschlangen klingt diese eizigartige Zusammenkunft jüdischer Sportler aus. VI. Aber nicht alles war nur Harmonie und bewunderns wert; so mögen in der Bilanz auch neben den vielen erfreulichen Ereignissen einige Punkte erwähnt werden die nicht kritiklos hingenommen I werden dürfen. Auf spoitlichem Gebiet war die Verbrüderung das Gebot der Stunde, welches leider tim Eifer des Gefechts!) nicht immer i eingehalten wurde, so dass manchmal der Nationalstolz j einer Länder - Mannschaft; s "iker war als ihr Bewusstsein und Würde als Makkabi. Peinlich war auch das Zögern und die Zweifel des Fussball-Ausschusses, Argentinien sofort zum Sieger auf Grund des beseren Torverhältnisses zu erklären; so konnte es geschehen dass nach dem fair verlaufenen Endspiel gegen Brasilien (0:0) zunächst beide Mannschaften die Ehrenrunde liefen und die Argentinier ihre Goldmedaillen erst einen Tag später erhielten. Andererseits war es wohl ein bedau rliches Vers°hen der Organisatoren dass bei der Eröffnungsfeier zwar alle geladenen Vertreter der Obrigkeit und Kirche er. wähnt wurden, nicht aber der ebenfalls anwesende Oberrabbiner von Sao Paulo. Es gibt auch zu denken dass mit Ausnahme der fast vollzähligen Delegation von USA die Sportler bei dem zu ihren Ehren abgehaltenen Festgottesdienst nur in sehr geringer Anzahl erschieinen waren. (Von Argentinien ungefähr 10 Menschen aus einer hundertköpfigen Delega. tion!) Gerade in diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass P. Gildesgame, der Präsident des Makkabi-Weltver. bandes, in seiner Ansprache beim Oneg Shabat besonders hervorhob dass diesmal erstmalig ein sportliches Treffen mit Kultur-Veranstaltungen glücklich verbunden worden sei. Man sollte daraus gewisse Schlussfolgerungen ziehen und sich fragen, ob es einen jüdischen Geist und Gewis. sen gibt. Wohin geht der Weg? Derartige Sportfeste haben nur denn einen tieferen Sinn, wenn sie dazu beitragen, der Jugend eine feste Bindung an das Juden, tum des XX. Jahrhunderts zu geben, eine Aufgabe an welcher zu allererst eben jene Jugend interessiert sein und sich daher in ihren Dienst stellen sollte. Wenn man auch auf der Makkabiade nicht den traditionellen Gruss des Makkabi hörte, so sei er hier als Schlusswort dem Bericht angefügt: JAS AK WE’EMATZ. JMK Fleisch aus Polen Aus Israel haben sich sieben Schochtim nach Polen begeben, wo sie ein Jahr bleL ber. werden, um Fleischlieferungcn nach Israel vorzubereiten. Es ist vorgesehen. 2.000 Tonnen Fleisch nach Israel zu exportieren. Die Verhandlungen hierüber wurden vom Handels- und Industriej ministerium geführt. \ Jüdisches Vermoegan in Algier Paris. — Die Zahl der Juden in Algerien senkte sich von 130.000 im Jahre 1960 auf jetzt noch etwa 3.000. In Algier allein bestanden 17 Synagogen, heute ist nur noch eine in Betrieb. Die anderen wurden von der Regierung übernommen, ebenso die Gemeidehäuser und Institutionen. Sie waren in jahrhundertelanger Arbeit geschaffen worden, lebten doch die Juden schon vor den Arabern in Algerien. Sie hatten in emsiger Arbeit zum wirtschaftlichen Leben des Landes ihren Beitrag geleistet und haben nun nicht nur individuell, sondern auch kollektiv ihr ganzes Vermögen verloren. Aus diesem Grunde sind nun Bestrebungen im Gange, Verhandlungen mit der algerischen Regierung einzumögen zu erhalten, das den gung für das Gemeindeverleiten, um eine Entschädi- Algeriern in Fxatikre ch und Israel zum Wiederauf hau ihrer Gemeinschaften -ur Verfügung gestellt werden soll. Gedenkstein in Mauthausen Wien. — Bin von der USA- Regierung gestifteter Gedenkstein ist auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen enthüllt worden. Der Stein soll an die Soldaten und Zivil* sten erinnern, die während der letzten Kriegstage im Lager erschossen worden waren. Unter den Opfern waren auch Angehörige der amerikanischen Luftwaffe. — “LAS DIABLILLAS DEL CONVENTO” (The Trouble With Angels) ROSSALINO RUSSELL HAYLEY MILLS Dirección IDA LUPINO CAMINA NO, CORRAS" (Walk. Don't Run» CARY GRANT SAMANTHA EGGAR JIM HUTTON Oiraccion: CHARLES WALTERS - COLUMBIA PICTURES) estrenará én breve “EL PAPANATAS" (Le Corniaud) * BOURVIL - LOUIS DE FUNES./ /WALTER CHIARI Dirección: GERARD OURY DOS MUNDOS UNA LEONA DE ..-.. (Born Free) C,, VIRGINIA MeKENNA’" BILL. TRAVERS Diracciihu,JAMES HILL TRAJES MILMED MEDRANO 1654 T. E. 89-1009 T. E. 89-2567 Pedro Pechersky S. A. I. <;. F. ARTISEDA FABRKA DE TEJIDOS DE RAYON FORHERIAS PARA LA CONFECCION DE PRENDAS DE VESTIR Av. DEL CAMPO 1570 BUENOS AIRES ADMINISTRACION . . . : T. E. 52 8866 CONTADURIA.. T. E. 52.7425 VENTAS y EXPEDICION : T. E. 51-8454

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