Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 27 (1966)
- Issue
- 2180 (12.8.1966)
- Date
- 1966-08-12
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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SEMANA ISRAELITA An« XXVII. — fi* »IM — f jj.^Sche, S'ï? ‘£«S Reitere i i“1*01«» Wemrila *nten der h Vom Jwtfe 'chiv-i Bibi d v< chricht starb i am mea 1er Viet on 63 J, '»Pfänger des a. 1er Stadt Forcb- 3e der neute 96 Wilhelm Klee- »kannter Philanvorhitleriscben wie aus den **t« Er hatte in 'Stadt nach dem kr>eg eine stif. ntersfiitzung armier Bürger ins f*n, die in der t erneut durch nfgestockt wur- J, Freunds am Sonn. Synagoge ipfang, I Frau un iserer Tochter ifmerksamkeies freunden, dass rfreut. J Frau arsensky ^wünsche w* 1UEL danken ]den und Orarsensky RE •ettendi^a Eitler; Schlagern 10S fl 1$ u#d Vímm«, M deyAg«st« de 196« Ereignisse der Woche Vom Leo-Baeck-Institut (Fortsetzung der Ereignisse von Seite 4) Hohenzoilern berief thn 1960 als Geschäftsführer nach Stuttgart. Auch dort erwarb er sich in kurzer Zeit durch »ein vorbildliches, immer stillos und bescheidenes Wesen sowie der pflichtbewussten Erfüllung der ihm gestellten Aufgaben zahlreiche Sympathien und Anerkennung. Ludwig K. Stargardt Dr. Ludwig Stargardt beging am 4. August seinen 65. Geburtstag. Die „Jüdische Wochenschau“ konnte schon in ihrer Ausgabe vom 16. November 1945; von dem erfolgreichen Wirken des Chemikers Dr. Stargardt berichten, der in Bolivien ein neues Arzneimittel gegen Früh-Tuberkulose entdeckte. Aber weiten Kreisen wurde Stargardt durchseine journalistische Arbeit, bekannt, zu der er sich stets hingezogen fühlte. Tausende von Zeitungsartikeln beweisen sein Können und seinen Fleiss. Beinen Mut -und seine Unbestechlichkeit. Besonders aber ist seine Leistung als Chefredakteur der deutschspraeiligen jüdischer Zeitung „Das Echo“ zu erwähnen, die unerschrocken heisse Eisen anfasste, konstruktive Kritik in allgemein politischen und jüdischen Fragen übte. Dieses idealistisch geführte Blatt, welches grosse Verbreitung hatte, konnte am 10. Jahrestag seines Bestehens eine grosse Anzahl von Glückwünschen aus allen Kreisen veröffentlichen. So schrieb der auch unseren Lesern bekannte Rabbiner Dr. Winter (Montevideo! u. a.: „Wer Ihre Arbeitweise beobachtet, ist überrascht von der Klarheit der Formulierungen, der Reinheit des Stils, der Treffsicherheit des Urteils und der Unerschrockenheit, mit der Sie in die Behandlung brennender jüdischer und allgemeiner Probleme herangehen. Sie lieben keine emotionelle Rhetorik oder das Appellieren an Stirnmungen und populäre Sentiments. Sie besitzen die Zivilcourage, sich für Ihre Ueberzeugungen bis zum letzten einzusetzen.“ Heute lebt Dr. Stargardt in Cochabamba, wo er erfolgreich als Romancier arbeitet; zur Zeit arbeitet er an einem historischen Grosswerk „Die Geschichte der Marranen“. Wir wünschen dem Wissen, schaftler und Publizisten Ludwig K. Stargardt an seinem 65. Geburtstag alles Gute und die Kraft für weiteres erfolgreiches Wirken. LIUANETT Alle Jahre wieder kommt auch Lilianett, und alle Jahre wieder findet sie ein gutgelauntes Publikum, das weiss, dass Lilianett zwei Stunden froher Heiterkeit bringt, sogar zwei Stunden voll Witz und Geist. Alle Jahre wieder bringt Lilianett ein völlig neues Programm. Diesmal in der ACIBA, ausgezeichnet am Flügel ’ von Manfred Gynt, brachte sie sogar zwei Piecen neuen Genres, ein ernstes Gedicht von Wildgans und eine Opernszene in der sie fast gleichzeitig einen Stutzer und eine Dame darstellte. Die Witze waren meist neu. Sie wurden mit Charme und brillant pointiert gebracht. Die Chansons war neu im Text, doch meist alt im Thema, die von Lilianett so scharf beobachteten und mit anzüglichen Spitzen gesungenen Beziehungen zwischen Mann und Weib. Das Publikum amüsierte sich und konstatierte einmal mehr dass die Kleinkunst von Lilianett ganz gross ist, sogar einzig in ihrer Art, mindestens in Südamerika. Dr. Karl Kost Jüdischer Abreisskalender Die Jüdischen Altersheime und Waisenhäuser in Burzaco haben bereits auch in diesem Jahr ihren traditionellen Abreisskalender herausgegeben, der die jüdischen Daten neben den weltlichen mit allen jüdischen Feiertagen, Anfangszeiten der Freitagabende sowie Abschnitte der Thoravorlesungen etc. enthält. Der Kalender ist sehr übersichtlich und gut gedruckt und sollte in keinem jüdischen Haus fehlen. Die jüdischen Waisenhäuser und Altersheime in Burzaco besitzen ein grosses Gut, auf dem auch eine Synagoge und Schule für die Kinder der Juden in der Umgebung neben Verwaltungsgebäuden vorhanden sind. Die Leitung der Institute bittet alle Interessenten diesen Kalender in ihrem Büro Viamonte 2341 (nachmittags« zu kaufen und dadurch zu der Erhaltung dieses grossartigen riesigen Unternehmens, das eine kleine Stadt für sich darstellt, beizusteuern. Dieser einzige jüdische Abreisskalender ist auch in den jüdischen Buchhandlungen erhältlich. Die deutsch jüdischen Institutionen werden gebeten, den Jüdischen Abre!sskalender für ihre Büros zu kaufen. Jüdisches Theater Mitre Im Teatro Mitre findet in dieser Woche Freitag. Sonnabend und Sonntag die argentinische Erstaufführung der jüdischen Operette „Das Mädchen aus der guten älter Zeit“ mit dem weltberühmten Star Shifre Lerer-Wittler in der Hauptrolle an der Spitze eines grossen Ensembles jüdischer Künstler statt. Das Jüdische Theater Mitre ist das einzige in Argentinien zur Zeit spielende jüdische Theater und ladet die deutschsprechenden Juden ein, seine Vorstellungen zu besuchen und dort einen angenehmen Abend zu veileben. Die Schauspieler sprechen ein leicht verständliches Jiddisch. Frau Shifre Lerer-Wittler ist durch ihre Gastspiele in Argentinien, wo sie ihre künstlerische Ausbildung erhalten hat als eine der besten Darsteller des Jiddischen Theaters in der Welt anerkannt und gehört in Israel, wo sie seit vielen Jahren ihren Wohnsitz hat, zu den anerkannten und grössten Schauspielern des Landes. Im kommenden Jahr werden 2.500 neue Zöglinge von den Anstalten der Jugendalija aufgenommen werden, so dass die Zahl der betreuten Jugendlichen 9.900 erreichen wird; in dieser Zahl sind die 2.000 Zöglinge der Jugendzentren nicht inbegriffen. / GESELLSCHAFTLICHE EINGLIEDERUNG Die Jewish Agency bereitet jetzt ein umfassendes Programm für die gesellschaftliche Eingliederung der Neu einwanderer vor. Diese Eingliederung, deren Zwecken, wie oben erwähnt, ein besonderer Fond von 2 Mio IL dienen wird, soll nicht durch den Beamtenstab der Jewish Agency, sondern mithilfe der Frauenorganisationen und öffentlicher Körperschaften erfolgen, TABAKPFLANZUNG In Westgaliiäa wurde Anfang April mit der Tabakpflanzung begonnen. " Die Setzlinge für die Pflanzung wurden von Dörfern und Genossenschaftssiedlungen bereitgestellt. ERZIEHUNG IN ZAHI.EN In diesem Jahr lernen an allen Erziehungs-Anstalten des Staates Israel zusammen 792.000 Schüler und Studenten; hiervon 97.000 Kinder in Kindergärten; 475 000 Sohiüler in Grundschulen; I. In Kürze werden die fast 500 Seiten umfassenden Memoiren von Julie Braun-Vogelstein (New York) „Was niemals stirbt — Gestalten und Erinnerungen“ als Veröffentlichung des Leo Baeck- Instituts in der Deutschen Verlags - Anstalt, Stuttgart, herauskommen. Tochter des liberalen Stettiner Rabbiners Heinemann Vogelstein (Lage/Lippe 1841 - Stettin 1911), Witwe des 1927 gestorbenen sozialistischen Publizisten Heinrich Braun, selbst kulturwissenschaftliche Schriftstellerin von Rang, erzählt sie vom sozialen Wirken der Eitern im Deutschland der Jahrhundertwende, von ihren Brüdern, besonders von Ludwig, der zu Beginn des Jahrhunderts ein bedeutendes Kupferunternehmen in den USA aufbaute. Sie weiss von der Welt der Kunst, in der sie lebte, von der Braun- Familie und vielen anderen nicht-alltäglichen Zeitgenossen zu berichten, denen sie begegnet ist. Abgesehen von Fachschriften über die französische Buchmalerei (1914) und die „Ionische Säule“ (1921), ist Julie Braun-Vogelstein vor allem bekannt durch die von ihr vor genommene Veröffentlichung der Tagebücher des im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohnes ihres Mannes aus erster Ehe, „Otto Braun — Nachgelassene Schriften eines Frühvollendeten“, durch die Biographie seiner Mutter, der 1916 heimgegangenen Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Lilv Braun (geb. v. Kretschmann), und der seines Vaters („Ein Menschenleben — Heinrich Braun und sein Schicksal“). Mit ihren jetzt 83 Jahren ist die Autorin ungewöhnlich rüstig geblieben. II. Als Band 15 der Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeek- Instituts (Verlag J. C. B Mohr/Paul Siebeck, Tübingen) sind die „Politischen Orientierungen der Juden in Deutschland — Von Jena bis Weimar“ erschienen. Aufgrund umfangreichen Quellenmaterials analysiert diese Arbeit die Haltung der Juden 120.000 Jugendliche in Mittelschulen; 8.000 in höheren Schulen; 7.000 in Lehrerseminares und Anstalten zur Heranbildung von Kindergärtnerinnen und 22.000 Studenten an Hochschulen. Das Budget des israelischen Ministeriums für Er Ziehung und Kultur beläuft sich im Finanzjahr 1966/67 auf 456 Mio IL. die 10.5 Prozent des gesamten Etats ausmachen. TECHNION In diesem Jahr studieren am haifaer Technion ungefähr 600 Neueinwanderer. von Dr. E. G. Lowenthal in Deutschland zu den Problemen der deutschen Politik vom Beginn des 19. Jahrhunders bis zum Ersten Weltkrieg. Unter Berücksichtigung der rechtlichen und sozialen Situation der Juden werden im einzelnen dargestellt: die Aktivität von Politikern jüdischer Abstammung, ihre Ideologien, ihre oft durch die deutsch-jüdische Problematik bedingte Stellungnahme; sodann die politische Orientierung und der Standpunkt der jiidisehen Gesamtheit; und schliesslich die parteipolitischen Bindungen der jüdischen Gesamtheit und der aktiven Politiker im Kaiserreich. Die hier erstmalig vorgenommene Unterscheidung zwischen der Haltung der Allgemeinheit und der Stellungnahme der aktiven Politiker lässt die politische Ausrichtung der Juden in Deutschland in einem neuen Licht erscheinen. Die Publikation befasst sich auch eingehend mit dem Grad der politischen Interessiertheit Und dem Ausmass der politischen Aktivität der jüdischen Allgemeinheit und geht den Zusammenhängen von religiöser Einstellung und politischer Bindung sowie denen der beruflichen Gliederung und der von ihr abhängigen politischen Haltung nach. Der Autor, Jacob Toury, in Haifa ansässig, ist der 1915 in Beuthen geborene Franz Königswarter. Seit 1960 hat er zahlreiche Beiträge zur neueren Geschichte der deutschen Juden namentlich im Bulletin des Leo Baeck-Instituts (Tel Aviv) veröffentlicht. III. In Kreisen der Wissenschaft und insbesondere der Bibliographie werden die vier Buchstaben MGWJ ohne weiteres als die Abkürzung für „Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums“ erkannt; sie haben sich mittlerweile auch anderwärts eingebürgert. Die MGWJ war die bedeutendste jüdische Zeitschrift in deutscher Sprache, die das Ge samtgebiet der Wissenschaft des Judentums behandelte. Sie bestand von 1851 bis 1939, und im ganzen sind 83 Jahrgänge erschienen. „Solange es eine jüdische Wissenschaft gibt, wird diese .Monatsschriftzitiert werden, und späteste Forschung wird immer zu ihr zurückfinden“ — so urteilte Dr. Kurt Wilhelm (Stockholm), der vor Jahresfrist allzu früh heimgegangene Oberrabbiner von Schweden und Honorarprofessor an der Universität Frankfurt a, M. Zu den Redakteuren und engeren Mitarbeitern der Zeitschrift gehören Gelehrte von Rang, so der Historiker Zacharias Frankel, der erste Direktor des 1854 in Breslau eröffneten Jüdisch-Theologi. sehen Seminars (Fraenckelsche Stiftung), die Historiker Heinrich Graetz und David Kaufmann (Budapest) und Philosophen wie Isaac Heinemann und Leo Baeck, der den letzten Band unter schwierigsten Umständen herausbrachte. Dieser besonders bedeutsame Jahrgang wurde durch die Gestapo beschlagnahmt, und der Bestand wurde, bis auf einige wenige Exemplare, vernichtet. Nur so war es möglich, dass der Schlussband, wie er jetzt genannt wird 1965 durch das Leo Baeok-Institut (im Verlag J. C. B. Mohr —- Paul Siebeck, Tübingen) neu aufgelegt werden konnte. Von dem 1938 veröffentlichten Register der Jahrgänge 1—75 (1851—1931) sind nur vereinzelte Exemplare erhalten geblieben. In Kürze erscheint, gleichfalls bei Mohr Siebeck. Tübingen und ebenfalls als Veröffentlichung des L.B.I.. das Gesamtregister der MGWJ. Durch dieses Verzeichnis, das die Zeit von 1851 bis 1939 umfasst, wird der Inhalt dieser wichtigen wissenschaftlichen periodischen Publikation gleichsam neuerschlossen. Teil t des etwa 250 Seiten fassen, den Bandes ist ein Neudruck des ursprünglichen, zeitlich begrenzten Registers, während Teil II die Jahre 1932 bis 1939 zum ersten Mal aufschlüsselt. Die Synagoge von Lemberg Lemberg. — Trotz vieler Versuche ist bisher d'e Bewilligung zur Wiedereröffnung der Synagoge nicht erteilt worden. Sie war im Jahre 1962 nach emer heftigen Agitation mit der Anschu.digung geschlossen worden, dass sie ein „Zentrum des Schwarzhandels und der Spekulation“ sei Nachdem in Erfahrung gebracht wurde, dass beabsichtigt ist, die Synagoge in eine Turnhalle zu verwandeln, wurden die Anstrengungen wieder verstärkt, die Führung einer Synagoge bewilligt zu erhalten Ist einmal die jetzige Synagoge in öne Turnhalle umgewandelt, so wird die Bewilligung auch nichts mehr nützen, weil dann kein geeignetes Gebäu. de vorhanden ist. ■ J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bitte. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 ä IE C A S. k Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 - 1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 MALERARBEITEN JUAN JULIUSBURG 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMii!iMt*r"””F"... 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