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Jüdische Wochenschau · 1965-09-24 · 2135 (24.9.1965) · p. [Seite 9]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2135 (24.9.1965)
Date
1965-09-24
Page
[Seite 9] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Viernes, 24 de Septiembre de 1965 EMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* *135 — 9 Eine neue Stadt in Israel!öcr ^afen von Ashdod Vor zehn Jahren war es Lachisch. Vor sechs Jahren Adullam. Vor drei Jahren Arad. Jetzt wird ein neues Gebiet in Israel erschlossen, wie jene damals praktisch Niemandsland. Seinen Namen wird man sich merken müssen: Jatir, ein Areal von 200.000 Dunam, an der alten Karawanenstrasse von Beer Schewa nach Hebron, der Weg, den Abraham wanderte. Man kann die Spuren die. ser historischen Karawanenstrasse noch erkennen — aber sie führen nirgendwo hin. Denn Hebron liegt in Transjordanien und das ganze Gebiet ist Grenze geworden — unbebaut, unbevölkert, nur hier und da ist die gelbbraune Oe de von den schwarzen Zelten der Beduinen unterbrochen. Sie scheinen hier nicht nur von den kümmerlichen Erzeugnissen ihrer Herden zu leben. Man sagt, dass sie dieses leere Grenzland vorziehen, um mit ihren von Heitert Freeden transjordanischen Nachbarn umso ungestörter Schmuggel treiben zu können. Der alte Karawanen weg Abrahams ist gesperrt; aber eine neue Strasse wird durch diese Wüste gelegt zu einem Funkt 30 km von Hebron und 65 km von Jerusalem, einem 600 m hohen Hügel, der der äusserste israelische Vorposten in dieser menschenleeren Oede werden soll. Unser Jeep bleibt stecken und muss von einem der Traktoren, die beim Strassenbau arbeiten, herausgeholt werden. Die Strasse zweigt westlich von der Chaussee nach Arad ab und zieht sich 17 km nördlich fast bis zur Grenze. Dort, an ihrecn äussersten Ende, entsteht das neue Jatir, ein Försterdorf, ein künftiges Zentrum für grosse Bewaldungsprojekte. Der Plan ist, hier den grössten Wald Is- Alija aus dem Westen London; — Der umstand, dass sich in Israel die Umwandlung von einer Agrarin eine Industriewirtschaft vollzogen hat, bedingt die Notwendigkeit einer erhöhtem Einwanderung aus den Ländern des Westens, wie der Leiter der Abteilung für Alija der Jewish Agency, S. Z. Schöagai hier erklärte. “Wir brauchen dringend Arbeiter für die Industrie, die wir aus einleuchtenden Gründen nicht aus den Län_ dern mit unterdrückten jüdischen Gemeinschaften in ausreichender Zahl erwarten können”, äusserte er. "Wir bemühen uns daher um die Alija aus den freien Ländern, in denen die Judenheiten prosperieren.” Da diese Juden jedoch nicht aus Sicherheitsgründen nach Israel zu wandern wünschen, müssen zwei andere Faktoren in Berücksichtigung gezogen werden, so fügte er hinzu. Als einen Faktor bezeichnete Schragai die Besorgnis der Juden des Westens um das Schicksal Israels und das Wissen, dass der jüdische Staat die Arbeitskräfte aus anderen Ländern nicht erwarten kann. Der zweite Faktor wäre die Sicherheit, mit der die Einwanderer rechnen dürfen, vernünftige Lebensbedingungen vorzufinden, die dem hohen Niveau entsprechen, an das sie gewöhnt sind. Schragai wies darauf hin, dass ein Neuankömmling heute mit einer Anzahlung von 100 Dollar in bar eine Wohnung bekommen und mit einem Kredit von der Jewish Agency auf 30 Jahre zu 6 Prozent den Rest begleichen kann. Er teilte mit, dass seine Abteilung jüdische qualifizierte Arbeiter berät ur.d mit Industriellen verhandelt, die diesen Immigranten dreijährige Verträge geben und andere Kosten auf sich nehmen. Er spra cn davon, dass vor einigen Janren Eingewanderte vielleicht irritiert seien, weil die heutigen Immigranten “viel bessere Bedingungen haben.” Er gab jedoch der Hoffnung Ausdruck, dass die früheren Eiinwanderer verstehen würden, dass diese verbesserten Bedingungen der Notwendigkeit gehorchen, die “riesige Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften” zu befriedigen. (ITA) J. P. LANDSBERG VERSICHERUNGEN JEDER ART Bin«. MURE 430 V. 01, 550 T.E.: 30-1474 DEIN HOBBY DEINE SPARKASSE Israel-Briefmarken Beratung durch: STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. — TEL AVIV — P.O.B. 4444 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73 1146 BLANCO ENCALADA 1646 j raels anzulegm, der 17 Millionen Bäume umfassen soll Noch sind dort keine Wasserquellen gefunden worden, und die spärliche Regenmenge von 250—300 mm reicht nur für eine dünne Vegtation. Und doch... eine Fata Morgana? Eben war man noch in der Wüste, und plötzlich tauchen umfriedete Terrassen auf und das Grün junger Bäume... und zwei Teiche. Das Regenwasser wurde in Staubecken gesammelt; der eine Teich enthält 2.500 Kubikmeter, der andere 3.500 Kubikmeter Wasser. Die experimentelle Baumschule des KKL läuft bereits auf vollen Touren. Auf einem Gebiet von 27 Dunam hat man Setzlinge von Kiefern, Zypressen und Eukalyptusbäumen angepflanzt, die später auf die benachbarten Hügel umgesetzt werden sollen. Vorerst sind sie auf den mit Holzverschlägen vorgesehenen Terrasen geschützt und werden aus den zwei Stauteichen bewässert. Man hätte auch Setzlinge aus den anderen Baumschulen herbringen können, aber auf diese Weise brauchen sich die jungen Pflanzen nicht an das örtliche Klima und veränderte Bodenverhältnisse umzugewöhnen. Ueber hundert Menschen aus Arad und Dimona arbeitein hier, und das erste feste Gebäude, das errichtet wird, soll die Büros und einen Speisesaal enthalten. Bald hofft man genügend Wohn- und Schlafräume zu schaffen, damit die Forstarbeicer nicht mehr zweimal täglich den langen Weg zu und von ihrer Arbeitsstätte zurücklegen müssen. Erst im Herbst 1944 wurde mit dem erster, Spatenstich begonnen. Heute sind bereits 100.000 Bäume gepflanzt, darunter auch Edelpistazien, die, wie man hofft, gut gedeihen werden, Der Plan sieht vor, in den ersten Jahren je eine viertel Million Bäume zu pflanzen, und dann das Tempo so zu beschleunigen, dass in spätestens 10 Jahren 100.000 Dunam bewaldet sind. Jatir ist ein schwieriges Projekt — geologisch, weil der kalkhaltige Boden nicht ergiebig genug für Landwirt, schaft ist, aber doch noch geeignet für Waldbäume, die wenig Wasser brauchen; psychologisch, weil die dort arbeitenden Menschen isoliert sind; wirtschaftlich, weil die Entfernung von den städtischen Zentren vorerst jede Rentabilität ausschliesst. Dennoch hat sich der Ke. ren Kayemeth dazu entschlossen — vom Bau der Strasse angefangen, bis zur Wassergewinnung und der schliesslichen Errichtung des Försterdorfes. Denn alle diese Schwierigkeiten müssen in Kauf genommen werden. Wenn man auf de«i Hügel steht, inmitten der neuen Terrassen und jungen Setzlinge, sieht man mit blossem MOEBELHAUS WATERMANN Das Haus der 3 Geschäf te mit def grösstes Auswahl. SARHLENTO 1147 T. E. 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke Triunvtrato Eigene Werkstätten. Zahlungserleichterungen Zuvorkommende fachmännische Bedienung. Der Hafen Aschdod, der neue Südhafen Israels, auch der Hafen für Jerusalem genannt, dürfte für die Zitrussaison 1965/66 bereit sein, und 4 Millionen Kisten Frucht sollen via Aschdob zur Verschiffung kommen. Die Küste des Mittelländischen Meeres bei der Stadt Aschdod, mit heute bereits 20.000 Einwohnern und in ständigem, schnellen Wachsen begriffen, ist eine flache Sandküste, und hier wurde beschlossen, den Hafen ins Meer hinauszubauen. Ein Wellenbrecher in der Länge von 2.200 Metern und ein zweiter, weiter nördlich gelegener Wellenbrecher in einer Länge von 900 Metern umschliessen ein Hafenbekken von einem Quadratkilometer. Eine Reihe von Finger-Quais dienen den Schiffen zum An-, Auf- und Abladen. Zwei davon sind in vollem Bau und stehen vor ihrer Vollendung, um jeweils vier schiffen gleichzeitig zu dienen; sie sind mit den modernsten Ladegeräten, Kränen und Winden ausgestattet. Dies stellt den ersten Teil des Gesamtplanes für den Hafenbau dar, der in erster Linie der Zitrusverschif fung, aber auch der Verschiffung der Produkte des Toten Meeres (Pottasche) und der N egew -Phospha te dienen soll. An der Errichüun.g der Lagerhäuser, der Verwaltungsgebäude und der mechanischen Werkstätten wird jetzt intensiv gearbeitet, doch auch das nötige Hafenpersonal wird bereits in eigens hierfür eingerichteten Spezialkursen ausgebildet. Die Wellenbrecher wurden aus grossen Felsblöcken errichtet, die aus den Steinbrüchen des Carmel-Gebirges mit Bahn und Lastautos herangebracht worden sind. Insgesamt musste ein Quantum von 2,5 Millionen Tonnen solcher Steine mit einem Gewicht von je einem Kilo bis zu 12 Tonnen pro Stück zugeführt werden, die dann mit Hilfe von Riesenkränen im Meer zum Bau der Wellenbrecher verwendet wurden. Diese Wellenbrecher wurden dann mit Hilfe von Tetrapoden, aus armiertem Zement im Hafen gelände selbst hergestellt, verstärkt. Hierfür wurden 20.000 solcher Tetrapoden mit einem Gewicht von 12,5 bis 38 5 Auge nur wenige Kilometer entfernt, eine transjordanische Polizeistation, die gewaltig wie eine Festung über dem Berg tragt. Dann versteht man, warum dieser Te'l nicht wild und leer bleiben darf — und dass die Bäume die friedliche Vorhut der Zivilisation sind. von Kurt Ottensooser Tonnen pro Stück verwendet. Die Beschaffung der gewaltigen Steinmassen und ihr Einsatz erforderte, gewaltige Anstrengungen, und auf die dabei entstandenen Schwierigkeiten ist auch der Zeitverlust zurückzuführen, der gegenüber den ursprünglichen Zeittafeln für den Bau des Hafens eingetreten ist und die Aufnahme des Hafendienstes um etwa ein halbes Jahr verzögert hatte, wofür die Baufirma Solei Bone, die im Vertrag vorgesehene Konventionalstrafe zu tragen haben wird. Während für den gesamten Hafenbau ein Budget in Höhe von 57 Millionen Dollar vorgesehen ist, macht der erste Teil, der jetzt seiner Vollendung entgegengehen soll, einen Aufwand von 45 Millionen Dollar, für die Vollendung der ersten Stufe aber von 75 Millionen Dollar nötig, so dass der später vorgesehene Gesamtausbau des Hafens auf 140 Millionen Dollar geschätzt wird. Hiervon erhielt der Staat Israel von der Weltbank eine Anleihe in Höhe von 27,5 Millionen Dollar. Zunächst wird der Hafen eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen Frachten, später aber bis zu 4 Millioj nen Tonnen gemischter Güter bewältigen können.! Der Hafen von Tel Aviv wird dann völlig aufgelassen, während der Hafen von Jaffa nur mehr als Fischerhafen dienen soll. Jetzt wird am Ausbau der Zufahrtsstrassen und der Eisenbahn mit aller Energie gearbeitet, damit der neue Hafen in Aschdod so schnell wie möglich seine Arbeit, wie geplant wird, in vollem Umfang aufnehmen kann. 50.000 Jahre altes Kind Haifa: — Südlich von Haifa haben Archäologen in i einer Höhle das Skelett eij nes Kindes aus der Steinzeit ¡' gefunden, dessen Alter auf! etwa 50.000 Jahre geschätzt j wird. Das Kind ist vermut.- j lieh im. Alter von ungefähr; drei Jahren verhungert. Dh ' Knochen wurden in den Ueberrcsten einer Steinzeit- , liehen Küche entdeckt Regreso feliz Je un viaje feliz... 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