Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2135 (24.9.1965)
- Date
- 1965-09-24
- Page
- [Seite 7] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 24 de Septiembre de 1965 SEMANA ISRAELITA Año XXVI. — N* 2135 — 7 Das Tote Meer ist erwad Wir befanden uns am Ufer des Toten Meeres. Oestlich von uns, am anderen Ufer, konnte man die Plantagen des transjordanischen Dorfes sehen, dessen Quellwasser vor dem Befreiungskrieg nach Sdom geleitet wurde. Die Sonne beleuchtete die Berge von Edom rot, der Himmel war blau-grau, und das Meer vor uns hatte eine tiefgriine Farbe. Einer der Ingenieure, der uns begleitete, erklärte: “Wir werfen jedes Jahr ca. zwei Millionen Tonnen unbearbeitetes Kochsalz zurück ins Meer, da es keine Möglichkeit gibt, das gewonnene Salz zu vermarkten. Eine japanische Handelskommission, die die Anlagen der Toten Meer- Gesellschaft vor einiger Zeit besuchte, ka’kulierte, ct’ss der Transport des Koch - salzes, solange alle unsere Produkte noch per Lastwagen zum Exporthafen geführt werden müssen, zu teuer kommt.” Ich wusste also nicht recht, ob ich mich beim Anblick des Toten Meeres freuen oder weinen sollte. Ich kenne das Tote Meer noch aus der Zeit vor der Staatsgründung, als wir den Jordan entlang schwammen und mit ihm zusammen das Tote Meer erreichten. Dies war noch in den Zeiten, als der Kibbuz Bet Haarawa am nördlichen Teil des Toten Meeres existierte, sich dort das Kalia-Hotel und die Kalia-Pottaschwerke befanden. Das Baden im Toten Meer war ein besonderer Genuss. Schwimmen war schwer, da das ölige Wasser den Schwimmer über Wasser hielt. Doch konnten wir lauge Bootausflüge machen. Als wir dieses Mal das Tote Meer besuchten, sah man noch genau die Stellen die vor drei, vier und fünf Jahren noch vom Meer. wass?r bedeckt waren und heute bereits salziger Meeresstrand sind. Tausende von Quadratmetern sumpfigen, salzigen Meeresstrandes entstanden so in den letzten Jahren. Die Chaussee, die vor sechs bis sieben Jahren direkt am Meeresstrand entlang in den Kibbuz. Ein Gedi mündete, liegt heute oft mehr als 100 Meter vom Strand entfernt. Der Seespiegel ging infolge der Trockenheit in den letzten fünf Jahren von 398 m auf 403 m unter dem Meeresspiegel zurück. Die Ingenieure der Toten. Meer-Werke sind mit diesem Rückgang von ca. fünf Metern sehr zufrieden. Die Landschaft ist vielleicht weniger schön, doch die Möglichkeit zur Pottaschgewinnung wird dadurch vereinfacht. Die Pottasche wird auf der ganzen Welt ähnlich :ie andere Bodenmineralien auf Tages, und Untertagesminen gewonnen. Hier ist der einzige Ort der Neue Synagoge in Frankreich Paris; — In Oelle-Saint- Cloud wurde eine neue Gemeinde gebildet. In Grasse wurden eine Synagoge und ein Gemeindezentrum eröffnet. Dies ist die dritte Gemeindegründung; die erste datiert vom frühen Mittelalter in einem Getto, die zweite nach der Inquisition in Spanien, als 500 Familien in Grasse Unterkunft fanden. sie scheinen alle in der Bevölkerung aufgegangen zu sein, nach den spanisch-jüdischen Namen, die die nicht jüdische Bevölkerung trägt, zu schliessen. Jetzt haben sich hier Juden aus Nordafrika und Aegypten angesiedelt. von SCHRAGA HAR-GIL Welt, wo die Rohpottasche durch reine Verdunstung mti Hilfe der Sonne und Verdunstungsteichen gewonnen wird. Aus diesem Grunde beläuft sich der Mehrwert der verschiedenen Pottasche - Fertigprodukte auf mehr als 70 Prozent. Die erste Gesellschaft zur Gewinnung von Pottasche am Toten Meer wurde von Ing. Mosche Novomeisky im Jahre 1929 gegründet. Die Produktion wurde im Jahre 1934 in Kal!a aufgenommen. Im selben Jahr wurde die Zweigstelle des Kalia-Werkes im Süden, in Sdom, errichtet. Die Pottasche wurde in einem Trocknungsteich in Sdom gewonnen, dort genehmigt und per Schiff nach Kalia zur Weiterbearbeitung gebracht Die Produktion belief sich während des Zweiten Weltkrieges auf mehr als 100.000 Tonnen jährlioh. Das Produktionsverfahren war damals noch ziemlich primitiv, die Waggons und Barken wurden durch Arbeiter gefüllt. Es war eine der schwersten körperlichen Arbeiten. Der Kibbuz Bet Haarawa und verschiedene andere Kibbuzim schickten ihre Leute nach Sdom zur Arbeit am Toten Meer. Im allgemeinen wurde drei Wochen gearbeitet und danach gab es eine Woche Urlaub, in der die Arbeiter mit dem arabischen Autobus von Jericho nach Jerusalem fuhren; später wurde eine jüdische Linie Jerusalem-Kalia eingerichtet. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges war die Pottasche - Produktion am Toten Meer eine der wichtigsten Kriegsindustrien Englands und produzierte ca. 50 Prozent des Gesamtbedarfs Englands an Pottasche. Sie wurde zur Pro duktion von Sprengstoffen benötigt. Während des Befreiungskrieges wurde das Gebiet nördlich vom Toten Meer aufgegeben, und man konzentrierte sich auf die Verteidigung von Sdom. Die Anlagen der Kalia- Werke wurden teilweise gesprengt, und Sdom konnte sich nur dadurch halten, dass die Pumpstation des transjovdanisehen Dorfes noch zweimal in Betrieb genommen wurde, um die Wasserreservoire in Sdom zu füllen. Danach wurde diese Station von der Ara bischen Liga gesprengt. Nach dem Befreiungskrieg konnte die Produktion in Sdom nicht wieder sofort auf genommen werden, da dies nur mit Hilfe der Anlagen im Norden möglich war. Erst im Jahre 1952 begann man mit der Neuinstallierung der heutigen Anlagen. Das Tote Meer enthält ca. 22 Milliarden Tonnen Magnesium-Chlorid und 12 Milliarden Tonnen Kochsalz, sechs Milliarden Tonnen Kalk-Chlorid, zwei Milliarden Tonnen Pottasche, eine Miliarde Tonnen Brom (Bromide) und ca. 215 Millionen Tonnen Gips. Entsprechend den Waffenstillstandsverträgen erhielt. Israel ca 250 qkm von den 1000 qkm, die die Fläche des gesamten Toten Meeres ausmachen. Auf ca. einen Liter Tote-Meer-Wasser kommen ca. 12 Gramm Pottasche (Kali) und 4,5 Gramm Brom. Die verschiedenen Pottasche - Produkte dienen heute hauptsächlich zur Gewinnung von Kunstdünger, die Bromprodukte zu Industriezwecken in der Metall-, Färb- und Filmindustrie. Die ersten Jahre nach der Neuerrichtung der Tote Meer _ Gesellschaft waren sehr schwer sdom war noch ziemlich abgesennitten, es fanden sich noch nicht ge nug Facharbeiter die bereit waren, an Ort und Stelle auszuhalten. Doch nach vier Jäh en belief sich die Produktion bereits auf 41.000 Tonnen jährlich. Langsam kristallisierte sich eine Belegschaft heraus, die bereit war, ihr Leben mit der Arbeit am Toten Meer zu verbinden. Obwohl laut Soll- Plan die Gesamtproduktion auf 100.000 Tonnen jährlich kommen sollte, stieg sin bereits 1962 auf 134.000 Tonnen. Der Bedarf an Kunstdün. ger steigt auf der ganzen Welt. Es wurden neue Pottasche - Werke in Spanien, Kanada, West- und Ostdeutschland errichtet, doch all diese Werke konnten den Bedarf bis auf den heutigen Tag nicht decken. Aus diesem Grunde plante man im Jahre 1962 oie Erweiterung der Anlagen der Toten-Meer-Werke. Die Trok_ kenteiche, die sich bisher auf ca. 30 qkm erstrecken, sollen um weitere 100 qkm vergrössert werden. Es wurden neue Anlagen zur Raffinierung von Pottasche und Brom erricht'.t, und kürzlich wurde die erste Erweiterungsphase fertig. Die zwei kleinen Trockenteiche in der Grösse von 8 und 13 qkm sind bereits beendet, eine Kraftstation, die 12.000 Kilowattstunden produzie t und mit Erdgas aus dem naheliegenden Rosch-Schar betrieben wird, wurde in Betrieb genommen, so dass man nun mit einer Produktion von ca. 400.000 Tonnen jährlich rechnet; im nächsten Jahr dürfte diese Produktion über eine halbe Million erreichen. Mit der Fertigstellung des Riesentrockenteiches, mit dessen Bau bereits begonnen wurde, und der Errichtung einer weiteren Pottasche-Raffinerie wird die Produktion auf ca. 900.000 bis eine Million Tonnen jährlich gesteigert werden. Diesem Plan entsprechend wird Israel ’m Jahre 1969/70 ca. 10 Prozent der Weltproduktion an Pottasche he-stellen, die sich nach dem jetzigen Preisstand auf 35 Millionen Dollar belaufen wird. Der Wert der Produktion betrug zuletzt sieben Millionen Dollar, bald wird sie auf 11 Millionen gesteigert, und die 20 - Millionen . Grenze erreichen. Die Pottasche-Industrie am Toten Meer wird dem- ^IICüsC Washington. — Der republkanische Deputierte für New York, P-ank J. Horton, erklärte im Kongress, dass die Vereinig: :n Staaten das Zustandekommen eines arabisch-israelischen Friedens energischer fördern müssten, indem s e „in klaren Worten“ aussprechen, dass „wir nicht g„wil>t sind, irgendeinen Versuch zur gewaltsamen Aenderung der Grenzen irgendeines Skates im Mittelosten zu dulden“. „Wir sollten dies mit Festigkeit tun“, so führte Hör Ion aus. „damit die arabischen Führer, die an unserem Entschluss noch Zweifel hegen, die Ueberzeugung gewinnen, dass ein Krieg gegen Israel nicht im Bereich des Möglichen liegt. Daher müssen wir unsere Position klar umreisson u d unsere Verpflichtung gegenüber Is_ rael eindeutig bekennen. Diese Haltung bietet eine glänzende Gelegenheit, den Rüstungswettlauf zum Stillstand zu bringen.“ Horton befürwortete eine nachdrücklichere amerikanische Gar: ntie gegen die Aggression, die die Möglichkeit schaffen würde, mehr Zeit und grössere Summen auf die Findung einer Lösung für die zahlreichen ökonomischen und sozialen Probleme zu verwenden, die in diesem Teil der Welt auch heute noch bestehen — (ITA) nächst auch das Fundament zur Errichtung eines chemischen Kombinats bilden. In der Entfernung von 50 km von Sdom wurde ein grosses phosphor-Vorkommen entdeckt, und es sollen Pläne zu einer grossen chemischen Industrie in der Nähe von Arad ausgearbeitet werden. In Sdom arbeiten heute ca. 750 Arbeiter, von denen bereits ein grosser Teil über zehn Jahre beschäftigt ist. De Arbeitsveihiiltnisse in Sdom gelten als die besten im ganzen Land. Trotz der schweren klimatischen Bedingungen ist die Produktivität sehr hoch, denn dia Arbeiter fühlen sich mit ihrer Gesellschaft innig verbunden. Wenn der Deichbau fertiggestellt sein wird, wird fast das ganze Tote Meer, welches sioh in israelischer Hand befindet, eine grosse Industrieanlage bilden, da ein Teil des Meeres als Zwischenraum zwischen den verschiedenen Deichen dienen wird. Die Tote-Meer- G*esell3c.haft wird allmählich einer Riesenindustrieanlage ähneln. Einer der schönsten Punkte des Landes wird auf diese Art und Waise industrialisiert. In 30 Jahren wird man nur noch sagen; Hier war einmal das Tote Meer. vuele Israel a por KLM e incluya Europa en su itinerario Paseos, excursiones, visitas... todo está perfectamente planeado para que su viaje a Israel resulte confortable y económico. •A. KLM pone a disposición de la persona que lo solicite un servicio completo de comidas para las fiestas, menúes “Kosher”y preparados especiales para la atención de dietas. Pasee también por Europa... Aproveche el PLAN DE ESCALAS MULTIPLES que le permite 8¡tl costo adicional, visitar varias ciudades por la tarifa de una sola. 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