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Jüdische Wochenschau · 1965-07-02 · 2123 (2.7.1965) · p. [Seite 8]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
26 (1965)
Issue
2123 (2.7.1965)
Date
1965-07-02
Page
[Seite 8] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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8 — Viernes, 2 de Julio de 1965 LA SEMANA ISRAELITA An« XXVL — N* 212S Schoepfer des jüdischen Lexikons Die Judengemeinde Przemysl ZUM HO. GEBURTSTAG VON GEORG HERLITZ Wenn Georg Herlitz nichts weiter in seinem langen Leben geleistet hätte, als die sen einen Gedanken zu fassen und ihn in jahrelanger Arbeit mit Bruno Kirschner Und etwa 230 Mitarbeitern in die Tat umzusetzen: ,.dajenu“. er hätte damit schon genug geleistet. Denn dieses sein Werk, das fünfbändige jüdische Lexikon, wird bleiben. Aber er hat noch manches andere geleistet, und auch das soll nicht verschwiegen werden, wenn zu seinem 80. Geburtstag am 11. März sein Leben gewürdigt wurde. Georg Herlitz ist am 11. März 1885 in Oppeln geboren, und das war eine Gemeinde besonderer Prägung. Rabbiner zu werden, unbeschädigt der Tatsache, dass er damals schon trotz dieser deutschen Umgebung Zionist war. Kr trat im Frühjahr 1903 in die Lehranstalt (Hochschule) für die Wissenschaft des Judentums ein. zusammen mit dem damals schon auf dem Boden des C. V. stehenden Alfred Wiener aus Potsdam, und er trat gleichzeitig in den Verein jüdischer Studenten (VJST, später KJV genannt) ein, dessen esrter Chargierter damals Bruno Kirschner war. Nach Beendigung seiner Geschichtsstudien an den Durch l Universitäten Berlin und sehen Amt nicht die Zeit gefunden hätte, dieses Stand ardwerk zu schaffen. Herlitz wandte sich noch vor Beendigung seiner Studien hstorischen Forschungen zu, war unter Anleitung von Prof. Eugen Taeubler sein Assi- Unber den vielen Büchern, die zum Gedenken an untergegangene Gemeinden von deren treuen. Söhnen, den wenigen, die die Ungiticksaeit überlebt haben, veröffentlicht wurden, ragt das “Ssetfer Przemysl”, herausgegeben vom Irgun Josej Przemysl bejisraeldurch stent und nach ihm der Di- | seinen Umfang (552 Seiten), Zusammentreffen verschiede- | ner Ursachen war Oppeln | die Hochburg des patrioti- , sehen deutschen Judentums, i lange bevor der C.V., der j Central - Verein deutscher i Staatsbürger jüdischen Glau- | bens. mit der erklärten Be- | tonung des deutschvaterlän- . dischen Bewusstseins gegriin-; det wurde, und lange bevor ■ die zionistische Bewegung j entstand. In diesem oberi schlesischen Gebiet, in dem j zumeist polnische Abgeord- ] nete gewählt wurden, konnten sich die Juden nicht genug tun, ihr deutsch-vaterländisches Bekenntnis zu unterstreichen. Fast ein halbes Jahrhundert war in Oppeln Dr. Adolf Wiener Rabbiner, Halle promovierte rektor des Gesamtarchivs der deutschen Juden bis 1916. Das war in gewisser Hinsicht eine Hachschara für seine wichtigste archivalische Tätigkeit. Er war Leiter des Archivs der Zionistischen Organisation in Berlin, sorgte 1933 für seine Ue berführung nach Jerusalem und leitete es, bis er vor wenigen Jahren in den wohler 1909 1 verdienten Ruhestand trat. mit einer Dissertation: „Ge-! schichte der Herzoge von j Meran*- und bestand bald i danach an der Hochschule ' das Rabbinerexamen, aber er hat sich, — anscheinend aus i Gewissensgründen — nicht entschüessen können, das! Amt eines Rabbiners zu be-! kleiden. Bei dem grossen j Mangel an Rabbinern, der schon damals herrschte, ist es schmerzlich zu bedauern, ] dass er sowie sein Weggenosj se Kirschner ebenso wenig I wie Gotthold Weil. Arthur i Spanier und mehrere ande- ■ re nicht ins Amt gegangen j sind. | Ueber dem heute noch, erhaltenen Gebäude der Hochsse 14 waren die Worte ein- ] gemeisselt: „Latora be'lai chochma“. Heute dient das : Gebäude fremden Zwecken | und diese Wort sind ent- | fernt worden. So sehr auch i das Ausscheiden von Herlitz : zu bedauern ist, so ist es | dankbar zu begrüssen, dass 1 er dem zweiten Ideal der i Hochschule lebenslang die Treue hielt: La Chochma, : der Wissenschaft des Judeni tums. Man könnte sich viel- | leicht mit dem Gedanken i trösten, dass er im rabbini- I dann kam für kurze Zeit Dr. i schule in der Artilleriestraj Hermann Vogelstein, noch stärker als Wiener Vorkämpfer dieser Idee und ein fanatischer Bekämpfer des Zionismus von seinen Anfängen an; zehn Jahre wirkte dann unser grosser Lehrer Leo : Baeck in Oppeln, der in vor- ' nehmer Zurückhaltung alles ( positiv Jüdische betonte. Und! dann kamen wieder zwei j Gruppten, aber ritterliche ' Gegner des Zionismus: Dr. j Felix Goldmann und Dr. David Braunschweiger. Trotzdem konnten hier positive, jüdische Menschen aufwachsen und konnten sogar Rabbiner werden, und das war in erster Linie das Verdienst von Leo Baeck, aber es sei auch betont, dass der prominente Zionist Joachim Prinz Schüler von Felix Goldmann in Oppeln war. Auf einem Spaziergang durch die Strassen des jüdischen Wilna, auf dem Wege zur Konferenz der Feldrabbiner, sagte mir mein Lehrer Baeck, er habe immer versucht. jüdische Menschen zum rabbinischen Studium anzuregen, und er sähe es als besonderes Glück an, dass es ihm in seiner ersten Gemeinde Oppen gelungen sei, zwei Schüler zu gewinnen: Max Wiener (später Stettin) und Georg Herlitz. Der überragende Einfluss von Baeck machte sich' auf Herlitz in den entscheidenden Jahren seiner Entwicklung bemerkbar, und er entschloss sich, Seine archivalische Tätigj keit gestattete es Herlitz 1 trotzdem, das fünfbändige j Lexikon in elf Jahren zu planen, vorzubereiten und herauszugeben. Auch sonst nahm er sowohl in Berlin wie in Jerusalem am kulturellen jüdischen Leben Anteil, war Präsident einer Berliner Bne Brith Loge und in Jerusalem schon im Ruhestand, einige Zeit Vize- Grosspräsident des Bne- Brith-Ordens in Israel. Be gutachtend beschäftigte er sich mit Arbeiten des Leo Baeck-Instituts, und bisweilen, sehr selten, betätigte er sich auch journalistisch, immer sehr vorsichtig und zurückhaltend urteilend. Wenn man ihn jetzt auf irgendeiner Sitzung trifft oder auch nur, wenn man ihn auf den Strassen Jerusalems sieht, man merkt ihm die 80 Jahre nicht an. Er sieht genau so aus, wie vor 55 Jahren, als ich ihn an der Hochschule kennenlernte. Sein Gang, seine Sprache, seine Lebendigkeit sind unverändert geblieben. Mögen sie ihm in weiteren Jahren geistigen Schaffens erhalten bleiben. Rabbiner Dr. NEUFELD durch Ausstattung, planvdi le und systematische Anlage wie durch da« Niveau der Darstellungen hervor. Es bildet das würdige Denkmal einer dieses Denkmals würdigen Gemeinde. Die Redakteure des Buches, die auoh den Grossteil der Beiträge geliefert haben, sind Dr. Arje Menczer und Joseph Altbauer, Blijahu B'oeh, Matat.jahu Gans, Leopold Götz Hanoch Hand, Dov Nitzani (Knopf), Hanau Trau und Mordechai Schattner. Auf der 40-Jahrfeier des Przemysler Herzlbundes Ende 1944 in Tel-Aviv fassten dessen Mitglieder das Unternehmen ins Auge, ein Gedenkbuch an ihre Herkunftsgemeinde zu schaffen und die ersien Vorbereitungen wurden Anfang der fünfziger Jahre unter Vorsitz von Chai-m Klagsbald und Mitarbeit von Dr. Josef Gelernter (Bar-Oni und Dr. Jitzchak Mann gemacht. Alle Drei sind inzwischen vervon MEIR FAERBER Sterben und habeti das Erscheinen des Werkes nicht Herrschaft über die Stadt: Dr. Dov Nitzani; die Epoche der polnischen Herrschaft (1918—1939): Ing. Joseph Altbauer; Schreckensherrschaft unter deutscher Besetzung und Untergaivg der Gemeinde: Dr. Mordechai Schattner. Mit seinen 232 Illustrationen, seiner erstklassigen Ausstattung, seinem respektablen Umfang und der durch wirkliches historisches Verständnis und Verantwortuivgsgefühl gegenüber unbestechlicher Korrektheit der Berichte charakterisierten Grundeinstellung des Redaktionsstabes kann dieses Werk als Muster dafür gelten, wie Gedenkbiicher für in der Katastrophe untergegangene jüdische Gemeinden geschaffen werden sollen. Vor dem geistigen Auge des Lesers erstehen Werden, Wachsen und Geschichte einer bedeutenden und vornehmen Gemeinde, die in ihrem Wachstum im Verhältnis zur Umwelt lange Zeit Schritt gehalten hat. Gab es in Przemysl noch im Jahre 1775 unter 4979 Einwohnern 1558 Juden, so stiegen I mehr erlebt. Im Jahre 1958 ' trat auf Initiative von Jad Musik in Buenos Aires Helden-Legenden für Moerder von KURT KAISER-BLUETH , BALLETT „COPPELIA“ j VON DE LI BES IM COLON I Ebenfalls zum ersten Mal auf diesem Kontinent ging das bekannt« Ballett in völlig ungekürzter Originalversion über die Bretter. Die bekannte, unkomplizierte und einschmeichelnde Musik, die vom Philharmonischen Orchester recht gut unter Robert Kirtskys zündender Leitung gespielt wurde, sab die Begleitung zur choreographischen Schöpfung von Jack Carter, die sich im wesentlichen ans Traditionelle anlehnt. „Swanilda“, die sich in „Coppelia“ verwandelt, wurde von Olga Ferri, der in aller Welt bekannten „Pri- Durch zahlreiche deutsche Zeitungen und Zeitschriften — und darunter auch ausgezeichnete Blätter, deren ehrlich demokratische. —t konsequent antinazistische Einstellung nicht zu betonen ist —, sind in den letzten Wochen ausführliche Darstellungen über die Kämpfe in dem eingeschlossenen Berlin vor 20 Jahren gegangen. Zuletzt erschien noch im "Spiegel” eine Artikelserie zu diesem Thema, die der ausgezeichnete Linkspublizist Kuby geschrieben hat. In allen diesen Sichlderungen wira nicht ohne Respekt auf die Freiwilligen der französischen ‘‘Charlemagne” sen. die sich in Tagen vor dem SS'Division hingegewieden letzten Zusammen- \ 1961 erfolgten Wiederauffüh-! rung gebührend gewürdigt! hatten. Diese Musik verträgt; die Opernbühne-schlecht; un- : gleich wirksamer und ergreij fender geht sie uns als Orai toriiDTi ein, welches pracht-'; voll, autoritär und völlig über der Sache stehend — wieder — von Jean Fournet, diesmal ohne Partitur, diri-; giert wurde; ihm und zu gJei- I ehern Teil dem erweiterten; und kunstvoll singenden Co- | lön-Chor (Tullio Boni), so-; wie dem bis auf wenige Klei- . nigkeiten beispielhaft spie- | lenden Colon Orchester ist I der grosse Erfolg zu dan- ' ken. als dessen ebenso grossartige Solisten Régine Crespin, als „Marguerite“ stürma ballerina'' des Teatro Coj misch begriisst, der vorteil R- Mein geliebter guter Mönn, unser herzensguter treusorgender Vater, Grosvater, Schwiegervater, Bruder, Onkel, Schwager und Cousin, Herr MAX NEBEL hat uns plötzlich und unerwartet im Alter von 61 Jahren für immer verlassen. In tiefem Schmerz: ELSE NEBEL, geb. PINNER ERNESTO MENKES und JUDITH, geb. NEBEL MARCELA und HOBBY Buenos Airer Canning 2043 27, Juni 1965 Die Beerdigung hat bereits stattgefunden. bruch des 3. Reiches der deutschen SS. und der Hitlerjugend zu gesellten, um mit ihnen die deutsche Hauptstadt gegen die vorstürmenden Russen zu verteidigen. Da ist von einem französischen SS. - Mann die Rede, der allein 8 Russenpanzer “’-nackte” und der das letzte Ritterkreuz erhielt, den die bankrott gegangene Firma Hitler zu vergeben hatte. Ob diese Heldenlegenden stimmen oder Plaudereien an deutschen Sehnsuchtskaminen sind, kann hier nicht geklärt werden und ist wahrscheinlich niemals zu klären. Was aber an dieser krampfhaften Herausstellung der Männer der SS. - Division “Charlemagne” so peinlich berührt, ist die Tatsache dass niemand von der entsetzlichen Rolle spricht, die die verrohten und fanatisierten Gesellen dieser Verräter - Division in Polen, Russland und auch in Frankreich selbst gespielt haben. Die SS. - Freiwilligen aus Frankreich waren zum grössten Teil Abschaum, und es gab viele Kriminelle des gemeinen Rechts unter ihnen. Die Männer, die den jüdischen Minister Mandel umbrachten, gingen später in die Division “Charlemagne”, Dutzende von Offizieren und Soldaten der Division standen später auf lön, in unübertrefflicher Ausdrucksform und Technik getanzt; unpersönlicher ihr Partner Raul Franco (Franz), überzeugend Enrique Lommi (Doctor Coppelius): hohes Lob verdient das Colön-Ballett. Solisten, Gruppentä rzer und Dirigent dieser choreutischen G'anzieistung wurden mit Applaus überhäuft. „I.A DAMNATION Dl FAUST”' — Original-Konzertversion im Colon Immer bedeutet es ein festliches Ereignis, unsere schöne Oper im Konzerthausgewand zu betreten; in ihm wurde — zum ersten Mal in ungekürzter Konzertversion auf diesem Kontinent — „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz gegeben, dessen Opernfassung wir anlässlich der im Juni den alliierten Kriegsverbrecherlisten, weil sie an Massenmorgen von Juden, Polen und Russen beteiligt gewesen sind. Einer der engsten Mitkämpfer de Gaulles hat sie "die brennende Schande der französischen Nation” genannt. Das Ritterkreuz des Weltbrandstifters Hitlers enthebt sie nicht von dieser Schandees unterstreicht sie nur noch! Deshalb keine Heldenlegendeu für Mordbuben, an deren Händefi das Blut so yieler Unschuldiger klebt. haft debütierende Albert Lande („Faust“), Gabriel Bacquier („Méphistophéles") und Victor de Narké („Brander“) wirkten. Ein aussergewöhnliches Musikereignis mit nachhaltigem Beifall! —:o:— DREI KONZERTE JEAN FOURNET RAFAEL GONZALEZ Einen ungetrübten Genuss bedeutete das Wiedersehen mit diesem ausserordentlichen französischen Violoncellisten, der im „Mozarteum Argentino" und in dem diesem angeschlossenen „Conciertos de Mediodía“ drei Rezitale bot. deren Programme völlig Beethoven gewidmet waren. Der grosse, ganz in sich gekehrte, scheinbar nur für sich und seinen kongenialen Partner Rafael González (Piano) spielende Künstler bot die fünf Sonaten für Cello und Klavier so wie die ,7 Variationen“ und die anderen „12 Variationen" über Zauberflöten - Themen Mozerts und die „12 Variationen über ein Thema aus Judas Makkabäus von Händel Diesem weit über aller Kritik stehenden Artisten Elogen machen zu wollen, der ausserordentlich einfühlsam von González sekundiert wurde, hiesse, Eulen nach Athen zu tragen. Die begeisterten und nur widerwillig scheidenden Auditorien erzwangen bei jedem Konaert Zugaben. Curt B. M, Weissstein Waschern eine neue Redaktion zusammen, die das Material nach folgerten Richtlinien unter sich aufteilte: Vom Anfang jüdischer Ansiedlung in Przemysl bis zum Ende der österreichischen diese beiden Ziffern im Jahre 1870 auf 15.185 Einwohner der Stadt und davon 5692 Juden. 1931 gab es in Przemysl 17.300 Juden und sie bildeten 34% der Gesamtbevölkerung der Stadt;. Ueber die Hälfte der jüdischen Bevölkerung von Przemysl lebte vom Handel Die jüdische Gemeinde, in der es Persönlichkeiten von | Rang und Ruf gab und die mit den anderen Gemeini den Galiziens und Polens enge Verbindungen hatte,! entwickelte auf allen Gebieten des religiösen, kulturel-! len und sozialen Lebens entsprechende Institutionen. : Mit vie er Wehmut liest man 1 von Persönlichkeiten und I Leistungen, von Vaterlandsliebe und Hoffnungen, von I aus kleinen Anfängen durch hingebungsvolle Arbeit auf-; gebauten Schulen und sonsti- ' gen gemeinnützigen und : Wohlfahrtsinstitutionen; wie 1 sich der jüdische Sportverein i „Hagibor“, die jüdischen Ju- | gend- und Studentenverbän- : de. die monistischen Gruppen der unterschiedlichen Parteischattierungen etc. entwickelten — und dann über den Untergang. Auf 404 Seiten in Hebräisch, die mit einer kurzen Darstellung „Przemysl heute“ enden, folgt eine Zusammenfassung in jiddischer Sprache, die sich über 130 Seiten erstreckt, und dann, j ein alphabetischer SohMisj sei. , Neues Sdiulgeseti I in Kanada I Montreal; — Die Gesefca- I gebende Versammlung von I Quebec beschloss einstimmg j einen Zusatz zun. Schulge- I seaz, der die., Einbeziehung ¡ von fünf Personen jüdischen | Glaubens in die Behörde für ■ protestantische Schulen in. Montreal vorsieht. Das Ge-! setz wurde von der Schufibe- > hoide und der Zusatz von j Rechtsanwalt Samuel Godinsky in Vertretung des Kanadischen Jüdischen Kongresses vorgelegt,.. In einem Cogimuniquö erklärte der Erziebungsministor von Quebec, er sei über diesen Entschluss „glücklich und stolz“, denn die Provinz regierung erkenne ,,cie Wichtigkeit der jüdischen Gemeinschaft in , der Hauptstadt sowohl durch ihre zahlenmässige Stärke wie auch durch ihre Aktivitäten'’ an. (OJI) Einwanderung von Aerzten * Jerusalem: — Die Regierung hat verfügt, dass in Israel einwandernde Aerzte zumindest ein Jahr an einem von den Behc' fen au bestimmenden „Entwioklungspunkt“ praktizieren müssen. Diese Bestimmung entspricht den neuen Gesetz, welches die Regierung aur Mobilisation von Aerzten bevollmächtigt, um den Mangel an ärztlicher Betreuung in den neuen Kolonien zu beheben. Juden verlassen Tunis Jerusalem: — In der Zeitschrift „Guesher”, die der Jüdischè Weltkongress hier herausgibt, berichtet Dr. André Chouraqui aus Tunis, dass von den ehemals 120.009 Juden, nur rund 20.000 noch im Lande leben. Die Auswanderung, die hauptsächlich nach Frankreich gerichtet ist, nimmt weiter itore^ Fortgang. (OJJ*

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