Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 26 (1965)
- Issue
- 2111 (9.4.1965)
- Date
- 1965-04-09
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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PUEVKREDON 2190 — V izQ. /a Jkl&eäia I E. 832613 An« XXVI. BUENOS AIRES. VIERNES 9 DE ABRIE DE 1955 N®?111 WIE ¡CH ES SEHE. - ---■ - ¡Drama und Wirklichkeit I von JEHUDA GOTTHEMER Wohl selten hat in den letz ten Jahren ein Theaterstück das Aufsehen erregt, das Rolf Hochhuths Schauspiel „Der Stellvertreter“ schon vor seinem Erscheinen hervorgerufen hat. Hier ging es nicht um den sonst üblichen Theaterskandal, den es schon hin und wieder einmal geben mag. Hier handelte es sich nicht um ein obszönes Stück, das gegen den guten Geschmack oder bürgerliche Moralvorstellungen verstiess. Der evangelische Dichter und Schriftsteller Rolf Hochhuth warf eine Frage auf, die eigentlich nicht erst von ihm gestellt worden war, sondern lange vorher viele an-, dere bedeutende Geister, unter ihnen Schriftsteller, Historiker. Dichter, Journalisten, Lehrer und Geistliche, beschäftigt hatte. Die Frage war ganz einfach ziu formulieren: Warum schwieg die Katholische Kirche, warum schwieg der Papst gegenüber dem furchtbaren Unrecht gegenüber den ungeheuerlichen Verbrechen, wie vom Dritten Reich an Katholiken, an Christen und vor allem an Juden begangen worden sind. Hochhuth, dem sehr bald niedrige Motive unterstellt wurden, was nach unserer Meinung völlig verfehlt ist, hatte sich durch gründliche Studien mit seinem Stoff vertraut gemacht, bevor er an die Dramatisierung eines Kapitels unserer Zeitgeschichte heranschritt, das für die meisten in völlige Dunkelheit gehüllt war. Das wesentliche, von ihm berücksichtigte Material wurde zusammen mit dem Wortlaut des ausserordentlich langen Sohauspiels der Oeffentlichkeit übergeben. Dass diese dokumentarischen Unterlagen falsch oder zu besonderen publizistischen Zwecken zurecht gestutzt seien, wurde bisher nicht behauptet. Von einigen Veröffentlichungen abgesehen, die man nur als Entgleisungen bezeichnen kann, wurde sachlich gestritten. An der Diskussion nahmen hohe und höchste kirchliche Kreise teil, deren Dar. legungen nicht immer eindeutig waren. Mitunter wurde die päpstliche Haltung kritisch beleuchtet; es musste der Eindruck entstehen, als würde hierdurch die These Hochhuths gestützt, dass der amtierende Papst eben nicht das getan hat, was er in dieser Situation trotz der nicht in Abrede gestehen Schwierigkeiten hätte unternehmen müssen und können. An dieser Diskussion haben sich vorwiegend Prote- Birrenbach in Israel Jerusalem. — Dr. Kurt Birrenbach, der Sondergesandte des deutschen Bundeskanzlers Ludwig Erhard, ist wieder in Israel eingetroffen, um zum dritten und wahrscheinlich letzten Mal mit Premierminister Eshkol Au ssenminister Golda Meir und Vize . Verteidigungsminister Shimon Peres über die Einzelheiten der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und Westdeutschland zu verhandeln. (ITA) stauten und Katholiken be teiligt. Nur sehr zurückhaltend äusserten sich Juden, wenn auch deren Stimme nicht gefehlt hat. Die mei. sten jüdischen Stellen, Organisationen, Rabbinate und Zeitungen verstanden, dass diese Auseinandersetzung zunächst einmal im christlichen Kreise selbst eine weitere Klärung finden solle. Im übrigen war auch die Haltung der Juden, die in dieser Debatte das Wort nahmen, durchaus nicht einheitlich. Zu einer ungerechten oder aggressiven Stellungnahme gegen Hochhuth hat sich niemand hinreissen lassen. Wer Hochhuths Schauspiel gelesen und eine Aufführung miterlebt hat besonders in der ausgezeichneten Inszenierung Piscators, der wird ohne Zweifel zugeben, dass eine gewaltige Wirkung von diesem Bühnenwerk ausgeht, das jedoch niemals den Charakter eines billigen Sensationsstückes annimmt. Für uns Juden ist der historische Hintergrund, auf dem dieses Drama aufgebaut ist, viel zu ernst, um Sensationen zu suchen. Die Gegenwartsnahe des Stückes und des Stoffes wirkt echt und lebendig. Für einen unbefangenen Theater, besucher oder Leser wirkt gerade der Umstand beeindrukkend, dass auf jede Effekt- Hascherei verzichtet wird. Dass es Szenen gibt, die vielleicht besser nicht geschrieben worden wären, ändert nichts an der Grundtatsache, dass Hochhuth eine der Kernfragen einer von allen nicht bewältigten Vergangenheit aufgegriffen hat und den Mut bewies, das auszusprechen. was viele dachten, vermuteten, kritisierten, beanstandeten und als einen gewaltigen Fehler als eine grosse Unterlassungssünde betrachteten. Wenn man einen Blick in die Geschichte wirft, wird man zu der Ueberaeugung gelangen müssen, dass es nicht das erste Mal gewesen ist. wo Veranlassung besteht, von einem Versagen des „Stellvertreters“ Christi auf Erden zu sprechen. Die Zeitnähe, der geringe Abstand zu dem Geschehen in unseren Tagen, die persönliche Kenntnis dieses Papstes und andere auf dieser Ebene liegenden Fak toren sind es, die zu der Heftigkeit der um Hochhuth ge. führten Diskussion Anlass gegeben haben. Anders kann man diese Erscheinung nicht erklären, denn frühere Päpste sind viel schärfer angeklagt und verurteilt worden, als dies durch das Hochhuthsche Schauspiel geschah. Vor kurzem wurde man von einer Mitteilung überrascht. dass ein nicht genannter italienischer Jude die Anregung gegeben habe, dem Papst Pius XII. ein Denkmal zu setzen. Der Unbekannte forderte zu Geldspenden auf. Gleichzeitig erfuhr man, dass der Gedanke auf fruchtbaren Boden gefal len sei und dass bereits die notwendigen Vorarbeiten in Angriff genommen wären, was gewiss nicht verwunder lieh ist, denn die offizielle Kirche hat sich daran interessiert gezeigt, den Papst zu „rehabilitieren“ und jedes Odium einer Schuld auszu. merzen. Dass diese Anregung gerade von einem Juden kam, musste für die Kirche ein willkommener Anlass sein, diesen Plan zu realisieren. Gewiss hat jeder Mensch, und auch ein Jude, ein Recht darauf, seine Ideen bekannt zu geben und für ihre Durchführung einzutreten. Aber ohne jeden Zweifel muss ein solches Vorgehen zumindestens prejudizierend für alle Juden wirken, die durch die sen Unbekannten in eine vielleicht schwierige Situa tion geraten sind. Vorläufig jedenfalls haben wir als Juden nicht das Recht, in dieser, immer noch sehr umstrittenen Frage eine Entscheidung zu fällen,- die eine von einem Christen behauptete Schuld von den Schultern eines Mannes nimmt, der durch sein Wort — mög. licherweise — dazu hätte beitragen können, dass den Massenmorden an Juden Einhalt geboten wird. Eine solche Zurückhaltung wäre umso angebrachter gewesen, weil es sich bei der Beurteilung dieser Frage der damaligen päpstlichen Hai tung nicht um eine sentimentale Angelegenheit oder um Gefühle eines einzelnen Menschen, auch wenn er ein verfolgter Jude sein sollte handelt, sondern um die Fest- Tel Aviv. — Israel ist gewillt, bei den Schiffahrtsgesellschaften und internationalen Organisationen auf diplomatischem Wege vorstellig zu werden, wenn Spanien weiterhin den israelischen Schiffen den Hafendienst verweigert, wie ein Sprecher mitteilte. Nach hier erhaltenen Meldungen haben die Hafenbehörden von Las Palmas und Barcelona Anweisung erteilt, dass israelischen Schiffen diese Dienste nicht geleistet werden sollen. Die Anord nung in Barcelona hat folgenden Wortlaut: „Ab 31. April darf sich kein israelisches Schiff Frachter oder Passagierdampfer, in diesem Hafen aufhalten, weil Israel mit Spanien keine diplomatischen Beziehungen unterhält.“ Die Verfügung in Las Palmas besagt: „Da Israel weder diplomatische Bezie hungen noch Bank- oder Handelsverträge mit Spanien besitzt so kann kein israeli- FUER REUGIOESE FREIHEIT Genf. — In der UN Kommission für Men. schenrechte wurde über die wichtige Konvention gegen religiöse Intoleranz abgestimmt. Dieser Artikel definiert die religiösen Freiheiten, die jeder Staat gewähren muss. Ein von Chaim Cohen, Mitglied des Obersten Gerichtshofes von Israel beantragter Zusatz, der ei ner jeden religiösen Gemeinschaft das Recht zugesteht. Bücher religiösen Inhalts zu schreiben, zu drucken und zu verbreiten, wurde mit grosser Mehrheit angenommen. Hiergegen stimmten nur Sowjetrüssland und Irak: die Ukraine und Polen enthielten sich der Stimme. (ITA) Stellung historischer Fakten und Möglichkeiten. Hochhuth hat ohne Zweifel die Frage für sich entschieden. Br klagt den Papst nicht nur an. Er verurteilt ihn auch. Die Errichtung eines Denkmals ist aber eine öffentliche Stellungnahme, bevor die wissenschaftlichen Untersuchungen und die ernste Debatte zwischen den Gelehrten, den Beteiligten und den Interessierten zu einem Abschluss gebracht worden ist. Wenn Hochhuth Unrecht hätte, wenn alle Kritiker und (Schluss auf Seite 2) sches Schiff in diesem Hafen kommerzielle Transaktionen durchführen.“ Man weiss, dass diese Verordnungen auf arabischen Druck am 18. März in Kraft treten sollten, doch nach Intervention hiesiger spanischer Kaufleute verschoben worden sind. Sowohl Israel wie Spanien sind Mitglieder der Tarif und Handels - Gemeinschaft (GATT), so dass Israel die Möglichkeit offen steht, Spa nien bei der GATT wegen Verletzung der Statuten anzuzeigen. Israel könnte ferner unternehmen Spanien den von der Regierung in Madrid erstrebten Eintritt in den Europamarkt zu erschweren. Hierzu berichtet die „Times“ aus New York, dass das spanische Aussenministerium erklärt habe, die israelischen Schiffe könnten weiter mit Touristen in den spanischen Mittel meerhä feil Barcelona und Palma de Mallorca anlebei da? LEVI ESHKOL WIEDER IN ISRAEL Jerusalem. — Levi Eshkol, der nach fast zweiwöch« ger Abwesenheit wieder naeh Israel zurückkehrte be richtete dem Kabinett über den Erfolg seiner Reise nach England. Er versichert«, dass er sein Ziel erreich" habe und die freundschaftlichen Bande zwischen den Landern stärken konnte. Es sei ihm gelungen gegenseitige Verständnis zu vertiefen und bei seine: Unterhaltungen mit den englischen Politikern die U« berzeugung zu gewinnen, dass die Ansichten beider Re gierungen in vielen Punkten übereinstimmen. Eshkol enthüllte, dass der englische Premiermin: ster Harold Wilson nicht die Meinung der USA-Regi« rung teile, welche Nasser als massgebenden Faktor fü die Stabilität in Nahost erachtet. London sei vielmeh dafür, eine energische Position zu beziehen. Die engt sehe Regierung betrachte auch die Frage der Ableitum der Jordanwasser von einem liberaleren Standpunkt al Washington und neige eher als die USA zu der Annah me, dass Nasser diesen Plan hauptsächlich vorgeschia gen habe, um die Spannungen im Mittelostraum anzii fachen, (ITA) Spanien weicht arabischem Druck Sie haben es gewusst von SEIH FRANK ESSTEiIS Als bekannt wurde, dass auch der Oberstaatsanwalt Erwin Schiile. Leiter der Zentralen Stelle zur Verfolgung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg ein ehe. maliger Nazi sei, hat diese Meldung Aufsehen erregt Vor allem berührte die Tatsache. dass Schiile die ganze Angelegenheit zu bagatellisieren versuchte und mitteilen hass, er habe eine solche Behauptung erst einmal überprüfen müssen, äusserst befremdlich. Hören wir, was er vor der Presse sagte: „Ich habe mich auf Grund der dem Justizministerium zur Verfügung stehenden Unterlagen, insbesondere einer Bescheinigung des Document Center, davon überzeugt, dass ich im Jahre 1937 in die Partei aufgenommen worden bin“ Schüle erläuterte, dass er 1937 lediglich seinen Beitritt zur NSDAP erklärte, sich danach aber nicht mehr um das Schicksal seines Aufnahmegesuchs gekümmert habe da er 1939 Soldat geworden und erst 1950 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt sei. Dieser Vorgang sei dem Justizministerium von Baden Württemberg bekannt gewesen und vor seiner Ernennung zum Leiter der Zentralen Stelle auch den anderen Justizverwaltungen und dem Bundesjustizminisiertum mitgeteilt worden. Schüle betonte ferner, er habe in der Bundesrepublik: nie bestritten, dass er 1933 als Student „nach einem ge wissen Automatismus“ über das SA-Hochschulamt m die SA gekommen sei. Unrichtig dagegen seien Behauptungen, dass er schon 1931 in die SA eingetreten sei. Abschliessend stellte Schüle fest, dass er wahrend des Dritten Reiches weder aktiver Richter noch Staatsanwalt gewesen sei Was er aber war, sagte er nicht. Er habe auch weder Aufsätze noch Kommentare im Sinne des Dritten Reiches geschrieben. Im übrigen dürfte die in Ludwigs. burg geleistete Arbeit der beste Beweis dafür sein, wie absurd die kommunistischen Behauptungen gegen seine Per- Der baden-württembergische Justizminister Wolfgang Haussmann bedauerte, dass persönliche Fragen ¡Me saehliche Arbeit der Zentralen Stel!e in jiingter Zeit in den Hintergrund gedrängt hätten. Dr. Haussmann betonte, dass alle Justizminister und -Senatoren, die in der Harz burger Konfernez 1958 die Einrichtung der Zentralen Stelle beschlossen hatten, von der Mitgliedschaft Schiiles in den nationalsozialisti. sehen Organisationen gewusst hätten. „Nach dem Stand der öffentlichen Meinung“ in Deutschland und im Ausland sei damals kein Anlass gesehen worden, die Oeffentlichkeit über die Mitgliedschaft Schüles in diesen Organisationen aufzuklären. Es sei nur eine nominehe Mitgliedschaft ohne individuelle Belastung gewesen Eis müsse auch bedacht werden, dass Schüle 20 Jahre alt war. als er der SA und 24 Jahre als er der Partei betrat. 1*953 sei auch nicht mit der Mög. gen. Allerdings seien die israelischen Kapitäne ersucht worden, keine anderen spanischen Häfen anzulaufen. Spanien und Israel unterhalten keine diplomatischen oder konsularischen Beziehungen. Bisher hat Spanien eine proarabische Politik verfolgt. Das madrider Aussenministerium bestritt, von „irgendeinem fremden Land“ unter Druck gesetzt worden zu sein. (ITA) MELDUNG AUS ISRAEL Tel Aviv. — Während den israelischen Schiffen in spanischen Häfen „aus verwaltungstechnischen Gründen“ Schwierigkeiten bereitet wer den, wurden einem spanischen Passagierdampfer, der im Hafen von Haifa einlief, uneingeschränkte Dienste ge leistet. Allerdings ereignete sich ein anderer Zwischenfall. Ein spanisches Flugzeug, das israelisches Territorium überflog und von der Flugkontrolle des israelischen Flughafens Ludd durch Funkspruch zur Landung aufgefordert wurde, gab diesem Verlangen keine Folge. Hierauf stieg ein Apparat der israelischen Luftwaffe auf und wiederholte dem Piloten die Anweisung zu landen, stiess jedoch ebenfalls auf taube Ohren. Erst als das is raelische Flugzeug mehrere Schüsse abfeuerte, die je doch nicht dazu bestimmt waren, den spanischen Eindringling zu treffen, bequemte sich der Pilot, in Ludd herunterzugehen, wo man ihm bedeutete, dass er sich im israelischen Luftraum befinde. Nach einer Bestandaufnahme wurde ihm gestat tet, seinen Flug mit 70 Spaniern an Bord in Richtung Beirut fortzusetzen. (ITA) lichkeii gerechnet worden, dass das Ausland Bedenken gegen die nominelle Mitgliedschaft erheben würde. Auf die Frage, ob auch andere Mitglieder der Ludwigsburger Zentrale belastet seien, sagte Haussmann, gegen sie liege „nichts Gravierendes“ vor — Dann verliess Schüle das Thema und berichtete über die neuesten Arbeiten und Ermittlungen seiner Dienststelle. Von sich sprach er nicht mehr. Der Herr Minister gab unumwunden zu, dass ihm der Sachverhalt bekannt gewesen sei, die Harzburger wussten es, die damals die Schaffung dieser Dienst-Stelle beschlossen haben, offensichtlich wussten es sehr viel«*, nur die jüdischen Instanzen wussten nichts weil sie si(t-h nicht informiert hatten, wobei wir allerdings zugeben müssen, dass normalerweise wohl auch nicht vermuten werden konnte, ein Belaste^ ter würde mit einem so'chen Auftrag betraut werden Was einige der Bemerkungen des Justizministers bedeuten sollen, ist nicht klar. War der Stand der öffentlichen Meinung 1958 ein anderer als heute? Wir wollen das bezweifeln. Mit solchen haltlosen Ausreden sollte man auch 1965 nicht in die Oeffentlichkeit treten dürfen, wenig, stens nicht ein Justizminister. Genau so wenig wirkt die Entschuldigung überzeugend. Schiile sei damals jung gewesen. Auch die meisten SS Schinderknechte waren unter 30 Jahren. Es muss dahingestellt bleiben. ob diese Mitteilungen des Ministers Haussmann und Oberstaatsanwalts Schü. le als glücklich zu bezeichnen sind oder erst ganz deutlich machen, dass ‘hier etwas nicht in Ordnung ist“. Erhard beantwortet Fragen Bonn. — Bundeskanzler Ludwig Erhard erschien in der deutschen Television und beantwortete Fragen der Jcinnali sten. „Ich bin sehr ziufrieden beschlossen zu haben, diplomatische Beziehungen mit Israel aufzunehmen“, erklärte, „and ich miss betonen, dass ich diesen Beschluss völlig aus eigenem. Willen gefasst habe.“ Er fügte hin zu: „Schliesslich haben 86 Staaten Israel anerkannt, und die Araber haben kei nen Anstoss daran genommen. Die Araber werden sich zu gegebener Zeit beruhigen," (ITA)