Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1964-09-25 · 2083 (25.9.1964) · p. [Seite 5]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
25 (1964)
Issue
2083 (25.9.1964)
Date
1964-09-25
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/9616703-9614256-9614648--3530-9614653
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

15 entity mentions

Viernes, 25 de Septiembre de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — N" 2983 — 5 Die Künstlerin Maxa N ordau von JOSEF FRAENKEL Maxa Nordau ist die einzige Tochter von Max Nordall. Er, der treueste Freund von Theodor Herzl und Prophet des modernen Zionismus, hatte nebst philosophischen und zionistischen Werken auch „Märchen für Maxa“ veröffentlicht. Entzückende Kindergeschichten, die er eigentlich nur für sein einziges Kind, für Maxa, geschrieben hatte. Ich hatte diese „Märchen“ oft gelesen, und ich stellte mir Maxa als kleines, herziges Kind vor. Nach vielen Jahren fand ich eines dieser Märchen in einem deutschen Lehrbuch und ich sah wieder Maxa nur als Kind, anders ging es nicht. Auch bei der Lektüre des wunderschönen „Schlafliedes“ von Richard Beer-Hofmann erschien mir Mirjam, die Heldin des Schlafliedes, als ein schlafendes Kind... Als ich zum ersten Male Mirjam Beer-Hofmann sah, wollich nicht glauben, dass sie schon eine Frau ist. Maxa und Mirjam sind, so dachte ich „ewige Kinder“, die nicht einschlafen wollen und immer wieder um ein „Märchen“, um ein „Schlaflied“ bitten. Maxa Nordau, das „ewige Kind“ — nun ist sie eine Frau, noch mehr, sie hat schon eine erwachsene Toch- Enkelkind von Max Nordau. ter, Claudine, das einzige Ihr Mann, Claude Grünblat- Nordau, gehört zu den Pionieren Palästinas und zu den ersten jüdischen Piloten, der während des ersten Weltkrieges für Frankreich gekämpft hatte. Maxa Nordau ist dem Vater ähnlich — in den Zügen, in den Bewegungen und im Sprechen. Sie ist, ad perso-1 nam, eine anerkannte Male-! tin, hatte viele Ausstellun- | gen, gelobt von der Kritik, j und ihre Bilder sind in Museen, Galerien und bei 1 Kunstliebhabern vieler Länder zu finden. | Maxa Nordau kam in Paris zur Welt. Schon als Kind zeigte sie Begabung zur Ma- | lerei. Max Nordau war urj spriinglich dagegen, dann gab er hierfür seine Zustimmung, und schliesslich war | er auf seine Maxa, die Kirnstlerin, stolz. Sie besuchte eine! Akademie, studierte bei und mit Jules Adler und später , bei und mit Jose-Maria Lo- | pez Mezquita. Bei diesen Meistern entwickelte sie ihre | Befähigung, und ihr Talent zur Malerei kam bald in i individualistischer Hinsicht' zum Ausdruck. Ihr erstes Bild wurde in Madrid ausgestellt, und ihre erste Exhibition hatte sie in Paris. Man lobte ihre Bilder, welche auf vielen Ausstellungen Bewunderung erregt hatten. Sie konzentrierte sich auf Landschaften und Porträts. Zu den ersten Zeichnungen gehört das Bildnis von Max Nordau. Ein Porträt befindet sich im „Weizmann-Saal“ in Great Russell Street, das oft in jüdischen Zeitungen; und in zionistischen Büchern : reproduziert wurde. Eine anj dere Zeichnung zeigt Max i Nordau, umgeben von Frauj en und Kindern. Die Frauen 1 weisen auf Jerusalem, und die Kinder ziehen nach Jerusalem. Für das Buch „Max Nordau“ von Meir Ben Hör in entwarf sie den Umschlag: Max Nordau vor einem Magen David, und wie Juden DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER 9* Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 ISRAEL - BRIEFMARKEN KM WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Bu«m< Aíim, lUf Argeathu JUAN JUMUSBUR6 MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 sich immer mehr seiner zionistischen Anschauung nähern. Vladimir Jabotinsky hatte sie einst ersucht, ein hebräisches Schulbuch über gute und schlechte Manieren zu illustrieren. Eine Zeichnung erläuterte, wie man Fische nicht (z. B. mit Händen) essen soll. Später erzählte ihr Jabotinsky, dass die Kinder durch ihre Illustration „erfolgreich“ die schlechten Manieren erlernt hätten. Maxa Nordaus Namen fand Eingang in die Zeitschriften für Kunst. Vor allem waren es französische Journale, die sich mit Maxa als Künstlerin beschäftigten. Ihre Ausstellungen in den pariser Salons (Salon d’Automne, Salon des independants, Salon Société Coloniale Nouvelle, Galerie Zivy, Galerie Simonson, Galerie Carmine, Ancienne Galerie Jo Hessel, Galerie Ror Volmar, Galerie Christiane Vincent, u.s.w.) wurden von der verwöhntesten Kunstwelt mit Lob hervorgehoben. So auch in Madrid, New York, Budapest, Tel Aviv und in anderen Städten. Zuletzt in London. Zuerst sah ich ihre Bilder auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1937. Damals hatte Maxa Nordau für den „Pavillon d’Israel en Palestine“ eine grössere Auswahl von Landschaften und Porträts ausgestellt. Man sah blühende Kolonien, Orangen, das alte Jerusalem, Tiberias, Jaffa und Tel Aviv. Da war der „Chaluz“, der die Schaufel wie ein Gewehr hielt, Te „Chaluza“ mit lachenden Augen und farbenreichen Blumen, „Bucharische Frauen“ in ihren traditionellen Kleidern, ein „Jemenitenjüngling“ vertieft im Studium, und ein „Bildnis einer Mutter“ in Trauer, mit fest geschlossenen Lippen, wobei, im Hintergrund Blumen und Zweige sich zu Dornen häuften. Maxa Nordau wollte das neue Leben im Aufbauwerk Palästinas zeigen. Sie hatte eine gute Kritik. Damals schrieben die Zeitungen, dass das Sehenswerteste im „Pavillon“ die Maxa Nordau- Ausstellung wäre. Jahr für Jahr berichteten die Kunstzeitschriften über Maxa Nordau. sie reiste viel, und ihre Eindrücke spiegelten sich in Farben wider. Immer wieder kehrte sie zu Landschaften in Israel und Porträts jüdischer Köpfe zurück. Hier liegt ihre Stärke der Darstellung und charakteristischen Eigenart. Ende 1963 erschien in franzsischer Sprache eine Neuauflage der „Märchen für Maxa“ mit Illustrationen von Maxa. Es ist erstaunlich, warum Israel die Werke von Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung * MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG * LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel Molpu 582 Tel. 31-7845 Eigenartige Zufs Die beiden amerikanischen Präsidenten, Lincoln und Kennedy kämpfien für die Bürgerrechte. Lincoln wurde im Jahre 1860, Kennedy im Jahre 1960 gewählt. Beide wurden von hinten und durch einen Schuss in den Kop* getötet. Ihre Nachfolger, die beide Johnson hiessen, waren Demokraten aus den Siid.staaten und im Senat. Andrew Johnson wurde 1808 und Lyndon Johnson 1908 geboren. Der Mörder John Wilkes Booth wurde 1839 geboren. Lee Harvey Oswald wurde 1939 geboren. Booth und Oswald waren aus den Südstaaten und vertraten unpopuläre Ideen. Booth und Oswald wurden beide ermordet, bevor sie vor dem Gericht erschienen. Die Frauen beider Präsidenten hatten den Tod von Kindern im Weissen Haus zu beklagen. Beide Präsidenten wurden an einem Freitag und in Gegenwart ihrer Frauen ermordet. Lincolns Sekretär, der Kennedy hiess, riet ihm, nicht in das Theater zu gehen. Kennedys Sekretär der Lincoln hiess, riet ihm, nicht nach Dallas zu reisen. John Wilkes Booth erschoss Lincoln in einem Theater und rannte in ein Warenhaus. Oswald erschoss Kennedy aus einem Warenhaus und rannte in ein Theater. Die Namen Lincoln und Kennedy haben jeder sieben Buchstaben. Die Namen Andrew Johnson und Lyndon Johnson haben jeder dreizehn Buchstaben. Die Namen John Wilkes Booth und Lee Harvey Oswald haben jeder fünfzehn Buchstaben. *••:****• i::2i ■¿Wm mm Antisemiten in der Schweiz ' Genf. — Die jüdische Ge. meinde in der Schweiz sieht mit steigender Besorgnis das Anwachsen eines antisemitischen Pressefeldzuges, der angeblich von der Regierung in- , spiriert wird. Die Zeitungs. kommentare beziehen sich auf den kürzlichen Rücktritt 1 des Protokollchefs des schweij zerischen Aussenministerii ums, Etienne Serra, der im Hause eines arabischen Botschafters eine Reihe antise. mitischer Bemerkungen ge. macht haben soll. Unter den Serra zugeschriebenen Aeusserungen, die dieser nicht dementiert hat, fi. gurieren Beschuldigungen, dass die Juden eine internationale Verschwörung bilden und für die heutige kritische Lage in der Welt verantwortlich sind. Serra, der seit 20 Jahren im diplomatischen Dienst der Schweiz steht, soll ferner die Christen vor der „jüdischen Gefahr“ gewarnt und behauptet haben, dass die Juden kein Anrecht auf Israel hätten. Der Rücktritt Serras erfolgte nach verschiedenen, im londoner „Econo. mist“ erschienenen Berichten. Dieses Blatt erheb auch die Beschuldigung, dass der schweizer Diplomat mit den Waffengeschäften des Aegyp. ters Kamil Hassan liiert sei, gegen die behördlicherseits bisher nicht eingeschritten wurde. Es wurde in Genf darauf verwiesen, dass Serra nur Max Nordau nicht in hebräischer Sprache herausgegeben hat. Im Jahre 1964 fand in der Ben uri ^rt Gallery eine Ausstellung von 26 Bildern statt. Die Schöheit Israels blieb ihr Hauptmotiv. Einerseits: Tiberias, Elat, Abu- Gosch, Tel Aviv und Jerusalem, andererseits: ein Sabra, der junge David, in einem Kibbuz und das bekannte Oelbild von Max Nordau. Sie versucht, die Geschichte Israels mit Hilfe von Bildern zu erzählen. In jedem Bild ist Leben und Bewegung. Maxa Nordau ist eine Malerin, eine Rednerin, eine Schriftstellerin, sie ist die würdige Tochter von Max Nordau. Im Jahre 1943 hatte sie, gemeinsam mit ihrer Mutter Anna, eine Biographie „Max Nordau“, die beste, die wir haben, herausgegeben. Sie setzt das Werk ihres Vaters fort. Was er mit der Feder dem jüdischen Volke sagen wollte, schildert sie mit Pinsel und Farben. auf sein jetziges Amt ver : zdchtet habe und anzunehi men sei, dass er zum Bot j schafter in einen grossen J Staat geschickt werden wür- \ de. Verschiedene schweizer Zei tungen drückten „Bedauern und Ueberraschung über Serras Rücktritt aus und schrieben, seine Aeusserungen seien „nur unvorsichtig“ gewesen, Sie klagen die schweizer zionistische Orga, nisation an, „aus der Situa tion Kapital schlagen zu wol len“. Einige Presseorgane versteigen sich sogar zu der Behauptung, die ganze Affäre sei „fabriziert“ worden und der. Rücktritt des Protokollchefs wäre „unter unsichtbarem Druck“ erfolgt. Der Präsident der Föderation schweizer jüdischer Ge. meinden, Dr. Georges Brunschvig, der von dem Zwischenfall von einem der Gäste bei dem Bankett im Hau. se des arabischen Botschafters, an dem Serra teilnahm, in Kenntnis gesetzt worden war, hatte schon vor einiger Zeit an den schweizer Aussnminister Friedrich Wahlen einen energischen Protest gerichtet. (ITA) Symbol für alle jüdischen Kinder, die dem Rassenhass und der Naziifurie zum Opfer fielen. — ihr Denkmal in Utrecht. Zeugen Jehevas verbannt London. — Die Zeugen Jehovas sind aus Syrien verbannt worden. Nach einem Erlass des syrischen Wirt. Schaftsministeriums sind die syrischen Behörden der Ansicht, dass die Zeugen Jehocas „eng mit, Zionismus verbunden“ sind. (AWZ) Ben Gurion 78 Jahre Jerusalem. — Der ehemalige Ministerpräsident David Ben Gurion beging seinen 78. Geburtstag in seiner Residenz in Sde Boker. Ein Empfang für Gratulanten fand nicht statt, da Ben Gurions Frau Paula noch im Hospital liegt, wo sie vor kurzem operiert wurde. — (ITA) Ruinen Ruinen einer jüdischen Siedlung aus der Zeit der israelischen Monarchie, etwa aus dem Jahre 1000 v.d.g.dZ. wurden 18 km südöstlich von Beer-Schewa gefunden. 6 títulos que compendian una INTRODUCCION Al JUDAISMO L Lewisohn « QUE ES LA § HERENCIA JUDIA? A. J. Bamberger | LA BIBLIA | S. H. Bergmait ’ FE Y RAZON M. Adler EL MUNDO DEL TALMUD A. J. Heschel EL SHABAT N. N. Glatzer MILLEL EL SABIO El presente ideal para Bar Mitzvá, cumpleaños, fiestas judías. ■La colección que no debe ■ faltar en ningún hogar judía Cada título encuadernado en cuero.; La colección se presenta en un cómodo portalibros. Adquiéralos por sólo $ 1.100 en su Librería o en EDITORIAL Sí %KCABUÖÖ 2454 Teí>: 76-2440 - B*. Aires ALFREDO STERN Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pine 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779 1969

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.