Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2082 (18.9.1964)
- Date
- 1964-09-18
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Ii M é» fepíiTiM>wi » int L A E M AN A ISRAELITA A*e 'XXV. — N* »#« — 5 EIN HE (ZUM SUKKOTFESTE) nXTnd Ihr sollt Euch am ersten Tage eine Frucht vom Baume Hadar nehmen, Palmenzweige, Myrten und Bachweiden und freut Euch damit vor dem Ewigen, Eurem Gotte, sieben Tage lang.“ (3. Buch Mose 23, 40) "Neben der Sukka, die dem besonderen Charakter des Fe. stes entspricht, kommt das andere biblische Gebot des aus vier Pflanzenarten bestehenden Feststrausses bisweilen zu kurz, wenn in manchen Ländern aus den verschiedensten Gründen seine Beschaffung erschwert ist. Doch wären die Vorschriften über Lulaw und Etrog, ihre Verwendung im Gottesdienst- Ritual, weniger umfassend, wären die Betrachtungen unserer alten Lehrer zu diesem Tiroragesetz nicht zu so gro- Ihr Begleiter im Beruf, für die Reise und bei Festlichkeiten Carlton-Kleidung * MASSKLEIDUNG * FERTIGKLEIDUNG * LOHNANFERTIGUNG Ernst Koppel moipú 982 Tel. 31-7845! sser Bedeutung gelangt, wenn j nicht der Gedanke von der „Einheit“, zu der die vier > Pflanzengattungen zusam- ■ mengefügt werden sollen, ei. I ne so wichtige Rolle gespielt ' hätte. Ihre Vereinigung zu „einem Bunde“ (aguddah) war es, unabhängig von der Naturnähe und -Verbundenheit des Festes, die zu solcher Fülle von Auslegungen anregte. Von den vorangegangenen ernsten Feiertagen her, die im Gebet zum Aus. druck bringen, „dass sich alle Geschöpfte vor Dir beugen und allesamt ein Bund werden“, führt ein Weg zum Gebot von Sukkot, das uns auffordert, die „vier Pflanzenarten“ in einer Hand zu vereinigen, wenn wir zum Zeichen des Dankes das „Hallei“ anstimmen oder in feier. lichem Umzuge. Gottes Hilfe anrufend, durch unsere Synagogen schreiten. In unserer Zeit wird viel darüber diskutiert, wer ein „guter Jude“ sei bezrw. was dazu gehöre, um dies von sich selbst sagen zu dürfen, ob z. B. ein religiöses Bekenntnis allein ausreiche oder ob ein solches nicht unbedingt mit dem Volksbewusstsein verbunden sein müsse. Vielleicht geben die ..vier Arten in einer Hand“ die jüdische Antwort: Ein „guter Jude“ im Sinne von Vergangenheit und Ueberlie. ferung ist wohl derjenige, der sich bemüht, allen Teilen unseres Judeseins gerecht zu werden, und es sind deren vier, nämlich dem jüdischen Volkstum, der jüdischen Lehre, der hebräischen Sprache und dem jüdischen Lande, Medinat Jisrael; demnach bilden Nation und Religion, Sprache und Land, sie alle j gemeinsam das ganze, das to- | tale Judentum, so, wie Lulaw! und Etrog, Myrthe und I Bachweide (Hadassa und I Arawa) eine unlösbare Ein-; heit darstellen. | Vielleicht darf man aus diesen Symbolen das entnehmen, was uns heute besonders nottut: Trotz bestehender Unterschiede und Mei- , nungsverschiedenheiten trej ten wir nach aussen ge.! schlossen, als „Einheit“ auf. Ist die Hütte das Sinnbild; des Friedens, so ist der Feststrauss dasjenige der Einigkeit gegenüber denjenigen Kräften der Umwelt, die vor nichts zurückschrecken, um uns zu bekämpfen.! c. w. DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY \« & STAMPS CENTER 94 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 t ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficia) del Estado de Israel, VIAMONTE 558, I/B — Bu«*»« Aires, 1*9 Argentina JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 '(Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 mmm \f *3* EINE NEUE STADT IN DER WUSSTE ist Arad. Schon sieht man zahlreiche Haeuser, die fuer die Neueinwanderer installiert wurden. neue Der Zerfall der Zentralafrif kanischen Föderation, in der j Süd-Rhodesien, Nord.Rhodesien und Nyassaland vereinigt waren, hat zur Folge, dass drei neue Staaten entstehen werden. Ueber die Zukunft Süd.Rhodesiens mit seiner relativ starken weissen Minorität, die das Land beherrscht, sind noch schwere Auseinandersetzungen im Gange. Nord-Rhodesien und Nyassaland aber werden verhältnismässig leicht den Ue. bergang zur Selbständigkeit unter der Herrschaft von Afrikanern vollziehen. Die im londoner Malbourogh House abgehaltene Konferenz über Nord-Rhodesien endete mit einer Einigung, derzufolge dieses Gebiet als Republik Zambia am 24. Oktober 1964 seine Unabhängigkeit erhalten soll. Kenneth Kaunda, derFüh. rer der afrikanischen Mehrheitspartei, United National Independence Party (UNIP) dankte bei Abschluss der Konferenz der britischen Regierung und dem britischen Volk als ganzem dafür, dass sie „in dieser Weise Geschichte machen“. Erstmalig in der Geschichte der Befreiung britischer Kolonialgebiete ist es, dass in einem dieser neu entstehenden Staaten ein Präsidialregime geschaffen wird, d. h. dass der Präsident gleichzeitig Regierungschef sein wird. Es werden auch trotz des Protestes der Oppositionspartei African National Congress (AN© unter Harry Nkumbula keine neuen Wahlen stattfinden, son. dern die Wahl Kaundas zum Staatspräsidenten und Regierungschef wird durch das Anfang dieses . Jahres gewählte Parlament erfolgen. Der Präsident wird auch Oberkomntandierender der Armee sein. Das Parlament wird aus 75 gewählten Mitgliedern bestehen. Nord-Rhodesien mit einem Staatsgebiet von rund 746.000 qkm hat eine Bevölkerung von etwa 2,6 Millionen Ein. wohnern (3,5 pro Quadratkilometer) unter denen sich etwa 75.000 meist britische. Europäer befinden. Kaunda zeigte ebenfalls gegen den Widerstand der Opposition, ein grosses Entgegenkommen, als er dieser weissen Minderheit eine Vertretung durch zehn ihnen garantier, te Abgeordnete zusicherte. Die Bedeutung Nord-Rhodesiens liegt vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet. Hier befindet sieh die Montanindustrie des „Ccpperbelt“, die dem Lande eine j starke wirtschaftliche Basis gibt. Die Kupfervorräte Nord- Rhodesiens sind die dritt- | grössten der Welt (nach den ' USA und Chile), und die ' Kupferproduktion hat einen , Jahreswert von etwa 350 Mil-1 lionen Dollar. Die grossen; Bergbau-Gesellschaften haj ben ihre regionalen Hauptbü. ros bereits von Salisbury, der Hauptstadt Süd-Rhodesiens: und der aufgelösten Föderaj tion, nach Lusaka, der : Hauptstadt Nord-Rhodesiens, j verlegt und schon lange | meinmit Kaunda als mit der in Auflösung begriffenen Regierung der Föderation kooperiert. Bisher waren die Europäer praktisch allein für den Gang der Wirtschaft in Nord-Rho. desien verantwortlich, aber jetzt bildet man in steigendem Masse Afrikaner aus, die im Laufe der Zeit immer mehr an die Stelle der Europäer treten werden. Fast 50 Prozent der Afrikaner im „Copperbelt“ leben heute in Städten. Fast oh. ne Uebergang haben sie die Sozialordnung des Stammes mit der der Arbeitsvorstadt getauscht. Diese .African compounds“ der Städte zeigen ein für europäische Augen ungewohntes Bild: tausende kleine Steinhäuser von der gleichen Bauart, mit ein oder zwei Wolmräumen, die von den Stadtverwaltungen oder den Fabrikleitungen erstellt wurden. Die Mieten be. tragen durchschnittlich 6 bis 10 Prozent des Lohns; ärztliche Betreuung und andere Sozialleistungen sind kostenlos. Die meisten Afrikaner lernen hier das erste Mal Steinhäuser mit sanitären Einrichtungen kennen. Den Problemen der sozialen Umschichtung versucht man durch Unterstützung einer weitgehenden Selbstverwaltung zu begegnen. Hs gibt zwei grössere Zentren der Sozialarbeit in Nord-Rhodesien, die versuchen, Afrikaner an die Probleme einer Industrie-Gesellschaft heran, zuführen, das „Oppenheim College of Social Service“, eine Art Fürsorgeschule, in Lusaka und das „Mindolo Ecumenical Centi-e“, ein sehr angesehenes kirchliches Zentrum, in Kitwe. Eine gemeinsame Kommis, sion der UN.Organisation für Ernährung und Landwirtschaft und der UN-Wirtschaftskommission für Afrika hat eine Untersuchung i über die Writschaft des Lan. des durchgeführt und vorgeschlagen, im Rahmen eines Sechs-Jahres-Programms nicht weniger als 450 Millionen Lst. in zambia zu investieren, um ein Programm zur Erziehung der Afrikaner und zur Erweiterung der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion durchzuführen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Zambia ausser Kupfer auch grosse Vorkommen von Kobalt, Uranium, Vanadium, Blei und Zink besitzt. Kenneth Kaunda plant auch, mit Unterstützung der Weltbank, eine Eisenbahn. Verbindung von Zambia nach Tanganyika zu schaffen, deren Bau etwa 40 Millionen Lst. kosten würde. Auf diese Weise will er Zambia von der Abhängigkeit von den Eisenbahnlinien befreien, die über Süd - Rhodesien, Südafrika und portugiesische Kolonien führen. Auch die europäischen Firmen hoffen, von Nord - Rhodesien aus den ostafrikanischen Markt erschliessen zu können. I Zwischen Süd - Rhodesien I und Zambia werden wahrscheinlich mit der Schaffung des neuen Staates Zollschranken errichtet werden, um die Industrie Zanibias zu schützen. Politisch besteht' die Möglichkeit, dass Lusaka zu einem Zentrum politischer Aktivität werden wird, von dem aus die Afrikaner den Kampf um die Befreiung ihrer Brüder in Süd.Rhodesien, Südafrika und den portugiesischen Kolonien intensivieren werden. Kaunda war auch der Führer des „Pan- African Freedom Movement for East, Central and South Africa“ (PAFMECSA), das den politischen Flüchtlingen aus Südafrika half. Diese Organisation ist allerdings mittlerweile aufgelöst worden, da man sie nach der Gründung der Organisation der afrikanischen Einheit nicht mehr für notwendig hielt. Zweifellos aber wird die Schaffung des neuen Staates ihre Wirkung auf die benachbarten, noch unter der Herrschaft der Weissen. stehenden Gebiete ausüben. ounrapau»» * Oí BElttAXO* CAJA POPULAR. 1 DE BELGRAN0 j Ckoperutiva dr Crédito Udo. | SEIT 1932' || VERTRAUENSWÜRDIG p É|| Fondo de Accionistas j|| |j| Descuentos ¡j| Créditos Jj| llt Valorqs al Cobro §¡¡| AMENABAR 2968/72 Tel. 70-9755/5025 Agencia ff 1 CABILDO 3102 esq. Iberá Tel. 701-9907 BUENOS AIRES ESCUELA HEBREA DE EDUCACION INTEGRAL DAVID W0LFS0HN AMENABAR 2972 Bueno* Aires ' ALFREDO STERN MALERARBEITEN ALLER ART Depcrrtanaentos — Büros _ Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey dal Piao 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779