Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2068 (12.6.1964)
- Date
- 1964-06-12
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 12 de Juni« de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 2068 — 5 Ereignisse der Erfolg der Handelskammer ln wenigen Tagen wird die 9. Internationale Handelsmesse in Tel Aviv eröffnet werden. Argentinien wird sich mit einem eigenen Pavillon an dieser Ausstellung beteiligen. Das ist das Ergebnis der Bemühungen, die von der Argentinisch-Israelischen Handelskammer unter der sehr aktiven Präsidentschaft des Herren Alfredo Korn angestrengt worden sind. Auf einem Bankett, das der Delegation gegeben wurde, die keinesfalls nur aus Juden besteht wurde in den Reden des Präsidenten und der Repräsentanten der hohen argentinischen Handels, körperschaften die Bedeutung der Messe in Tel Aviv und die Bedeutung der offiziellen argentinischen Kreise hervorgehoben. Unter den mehr als 35 ausstellenden Ländern wird Argentinien einen wichtigen Platz einneh. men Besonders muss hervorgehoben werden, dass auch die Dirección Nacional de Cultura sich an der Ausstellung beteiligen wird. ln einer mit grossem Beifall aufgenommenen Rede unterstrich der Präsident der Handelskammer alle wesent. liehen Fragen, die mit der Messe und der argentinischen Beteiligung im Zusammenhang stehen. Inzwischen erhielt Herr A. Korn ein persönliches Schreiben des argentinischen Handels- und Wirtschaftsminister, Dr. Eugenio A. Blanco, der mit sehr schönen Worten die Wichtigkeit der 9. Internationalen Messe in Tel Aviv und der von der Argentinisch Israelischen Handelskammer geleisteten Arbeit hervorhebt. Parlamentarier aus Tucumán Eine Gruppe von Parlamentariern aus der Provinz Tucumán besuchte den israeli. sehen Botschafter in Argentinien, General Joseph Avidar, in seinen Amtsräumen. Die Gruppe wurde vom Präsidenten der Abgeordneten, kammer geführt. Ihr gehörten an die Abgeordneten Santiago Blanco und Dr Emilio Saad (Udelpa), sowie die Herren Roque Mendia, Fidel Lazzo und Antonio Jaldo (UBRI), die vom Nationaldeputierten Edmundo Avila (Udelpa) und dem Bürger, meister José Guerra begleitet wurden. Dr. Fabio übergab dem israelischen Botscnafter eine Sonderausgabe der Sitzungsprotokolle des Parlaments in Tucumän, aus der sich er. gibt, dass das Parlament des 16. Unabhängigkeitstages Israels in gebührender Form gedacht und dem befreundeten Land die Ehren erwiesen habe. Der Botschafter dankte den Parlamentariern im Namen seiner Regierung für die Ehre, die man seinem Lande von der Hohen Kör. perschaft erwiesen habe, wie sie das Provinz-Parlament von Tue um an darstellt. — Maria Adler — 80 Jahre In der vergangenen Woche feierte Frau Maria Adler im grossen Familien- und Freundeskreis ihren 80. Geburts. tag. Seit ihrer Jugend bis jetzt hat Frau Adler eine Aktivität im allgemeinen Interesse des jüdischen Lebens und besonders für die zionistischen Aufgaben entfaltet, die ohne Zweifel und ohne Einschränkung die Anerkennung aller verlangt. Wenn das Wort nicht abgegriffen wäre, könnte man sagen, dass Frau Maria Adler ,mit jugendlicher Frische“ überall dort zu treffen ist, wo man der jüdischen Sache nützlich sein kann. Wie jugendlich sie innerlich blieb, beweist allein die Tatsache dass ihr Interesse für die kulturellen Fragen in keinem Augenblick nachlässt. Maria Adler will hören, überprüfen, lernen; sie begnügt sich niemals und nirgends mit dem, was sie schon kennt, sondern will dem Fortschritt standhalten. Gerade dieses Wollen gibt ihr Kraft, jung zu sein. WIZO, allgemeine zionistische Arbeit und Einsatz für die Gemeinde Bet Israel, das sind (wahrscheinlich) ihre Hauptinteressen-Gebiete, an deren Entwicklung und Tä. tigkeiten sie sich ständig be- DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER *4 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 i teiligt. So ist Maria Adler , | nicht nur eine Frau, die vor- | j wärts schreiten will, die an-! deren Anregungen und Belehrung zu erteilen vermag, j sondern die eine Quelle von 1 Kraft für die ganze Gemein- I Schaft, ein Vorbild für alle, unabhängig von Alter oder sonstigen äusseren Kennzei- I c-hen ist, für alle, die den gu. j ten Willen und die Energie | haben, über den eigenen Kreis, über die eigenen In. i teressen und über die eige- ' nen Notwendigkeiten hinaus an der Zukunft unseres jü- I dischen Lebens mitbauen zu | helfen wie... Maria Adler. j Schekel-Aktion! Der Schekel ist der siehti bare Ausdruck der Zugehörig. 1 keit zur Zionistischen Organisation. Wer im Besitz des j Schekel ist, hat für die Wahlen zum Zionistenkongress | Stimmrecht. Die Bewegung, die von Männern und Frauen mit Schekel geschaffen, gehalten und gestärkt wor. : den ist, hat den jüdischen I Staat erbaut. Damit hat sie; weder ihre Aufgaben in ihrer Gesamtheit erfüllt noch ihr Ziel vollkommen erreicht. Denn den einmal geschaffc-; nen jüdischen Staat gilt es, I weiter zu erhalten, weiter zu ' entwickeln und vorzuberei. j ten, damit er immer mehr I und mehr Juden aufzuneh- | men vermag. I Das ist die Bedeutung der , Zionistischen Bewegung gej blieben, die durch keine andere Körperschaft, auch nicht j eine solche des Staates Isra. el, ersetzt werden kann. Die I „Sammlung der Zerstreuten”, ■ die Zurückbringung aller Ju- I den nach Israel, die dorthin! zurückkehren wollen oder müssen, das ist ausschliesslich die Aufgabe der Zionistischen Organisation. Sie rea. lisiert diese Aufgabe durch ihre Menschen und durch ihre Mittel, in erster Linie durch den Keren Hajessod, Symbol jüdischer Einigkeit und Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk. Es gibt Zeiten, in denen der Schekel wichtiger oder unwichtiger sein mag. Jetzt ist der Schekel gerade für die argentinischen Juden besonders bedeutsam, weil sie sich einem konzentrierten Angriff feindlicher arabischer Gruppen gegenübersehen. Ohne! die Bedeutung Trikis und I seiner Leute zu übertreiben, I bleibt die Tatsache bestehen, dass sie den Juden Argenti. j niens überall zu schaden versuchen, wo und wie ihnen das nur möglich ist. Durch solche Verleumdungskampagnen wird immer ein Nachteil entstehen, da Propaganda auch in Hände von Unwis. j senden fällt, die von der Gegenpropaganda nicht er-; reicht werden. > Juden-Zionisien j Die plumpe arabische Propaganda bemüht sich darum, einen Keil in die jüdischen Reihen zu schlagen. Das ha. ben gewiss auch andere schon vorher machen wollen, I und wir Juden haben solche Angriffe und Tendenzen stets j überwunden. Die arabische Propaganda meint, es gäbe | Juden, die seien anständig und gegen sie hätten selbst; die Araber nichts einzuwenden. Aber dann gäbe es die j bösen Zionisten, die sind die I Feinde des arabischen Vol-! kes wie aller anderen Völ- I ker, das sind Imperialisten, : Antidemokraten, Expansioni, j sten usw. Gegen diese Zionisten würden sich also die araj bischen Kreise wenden. Denn die Zionisten seien auch \ schlechte argentinische Pai trioten, da sie eine doppelte Loyalität haben würden. j f>ass solche Thesen von Menschen aufgestellt werden, i die mit Aigentinien an sich ' garnichts zu tun haben, die j von diesem Standpunkt aus gesehen Ausländer sind, sei nur nebenbei bemerkt. Aber merkwürdig bleibt doch diese Einmischung in innerargentinische Probleme. Ausser der beabsichtigten Verleumdung, die in dieser Art von Propaganda liegt, bleibt der Versuch zurück, nicht nur die jüdische Kollektivität zu spalten, sondern auch innerhalb des argentinischen Volkes einen neuen Unruheherd zu schaffen. Die Antwort der Juden müsste eine klare sein: jeder sollte den Schekel erwerben und damit seine Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk bekunden! — So hat heute dieser Schekel noch eine neue Aufgabe hinzubekommen : die Einheitsfront der argentinischen Juden bei ihren Auseinandersetzungen gegen ihre Feinde und gegen die .Antisemiten“ aller Schattierungen zu demonstrieren. 5 Jahre Bet Israel Die Gemeinde BETT ISRA EL kann auf ihr Sjähriges Bestehen zuriickblicken. Sie kann auch stolz auf ihre Ent. Wicklung sein. Mit einem seltenen Enthusiasmus wurde unter der Präsidentschaft von Enrique Braun seinerzeit an den Aufbau der Gemeinde geschritten. Hierfür zeugt als äusseres Zeichen das schöne Gottes, und Gemeindehaus, das begonnen und von dem jetzt im Amt befindlichen Vorstand unter der Präsidentschaft des Herrn Wiilner zu einem gewissen Abschluss gebracht wurde. Selbstverständlich JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Kindler-T aschenbücher IN DEN LETZTEN WOCHEN SIND DIE FOLGENDEN BAENDE ERSCHIENEN: Nr. 33: WASSILIJ AKSSIONOW: Apfelsinen aus Marokko (Roman) Nr. 34: CHARLES MORGAN: Das leere Zimmer (Roman) Nr. 35: WILLIAM FAULKNER: Schall und Wahn (Roman) Nr. 36: HORST MOENNICH: Chronik einer westpreussisehen Familie Mr. 37: C. WRIGHT MILLS: Politik und Verantwortung (Eine Analyse) Nr. 38: ROBERT WALSEIR: Jakob von Gunten, Roman Nr. 30/40: ALFRED KANTOROWIOZ: Tagebuch, Bandl Nr. 41: PAER LAGERKVIST: Gast bei der Wirklichlichkeit (Roman) Es kosten: Einfachbanrl DM 2.50 Doppelband DM 3,80, Dreifathband DM 4,80. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Kindler Verlag G.m.b.H., München können hier nicht all die vielen genannt werden, die durch ihre hingebende Arbeit und durch materielle Opfer zu diesem Weik beitrugen. Sicher wäre dieses Werk nicht ohne die Mitarbeit so vieler Mitglieder möglich ge. wesen. Aber der Bericht bliebe unvollständig, wenn hier nicht auf die überragende Leistung des Gemeinderabbiners Dr. Meir Rosenberg und die Tätigkeit des Herrn de Levie wenigstens mit diesen kurzen Worten aufmerksam gemacht werden würde. Prof. Pecco wurde geehrt In einer gemeinsamen Veranstaltung der Freunde des Weizmann-Instituts und der israelisch-argentinischen Kulturvereinigung wurde Proles, sor Peco anlässlich seiner Ernennung zum Botschafter Argentiniens in Oesterreich geehrt. An der Veranstaltung nahm eine grosse Reihe be. deutender Persönlichkeiten teil unter ihnen Prof. Houssay, Prof. Luis Jiménez Assüa, die Botschafter Avidar (Israel) sowie Santander und Daien (Argentinien). Haus-Einweihung Am letzten Sonntag wurde unter starker Teilnahme des Publikums das neue Haus der Poale Zion-Hitachduth (MA- PAI) im Zentrum von Buenos Aires, Stadtteil Once, eingeweiht. Alle zentralen Institutionen waren durch ihre Delegierten vertreten. Der Botschafter Israels, General Avidar, war ebenfalls erschienen. In einer langen Rede stellte der Präsident der Kommission für den Hausbau, Herr Hirsch Triwaks, die Entwicklung des zionisti. sehen Lebens, insbesondere der Partei, dar und schilderte in bewegten Worten das bisher Geschaffene, wobei er die Verstärkung des Zusammenhangs mit Israel unterstrich. Für die Jugend und die Zukunft zu arbeiten, die. sem Ziel soll das neue Gebäude als Mittelpunkt jüdischen Lebens dienen. Der Generalsekretär der Partei, Ing. Naum Rad zacho wski, Vertreter der Ju. gend und der Pionier-Frauen- Bewegung sowie Herr Abraham Mittelberg für alle Par. teien und Institutionen, die an der Feier teilnahmen, hoben die Bedeutung des Hauses als einer Festung unseres Lebens für Erziehung der Jugend und Teilnahme an den Aufgaben Israels, aber auch zur Verteidigung der jüdischen Rechte in Argentinien hervor. In einer gut durchdachten Rede forderte der israelische Botschafter, General Avidar, die Anwesenden zur Verstärkung ihres Einsatzes und zur Verwirklichung des zionistischen Ideals im Sinne der grossen Vorbilder auf, wobei er sich vor allem auf Berl Katzenelson berief. — Schliesslich wurden alle Räume des schönen Hauses feierlich eröffnet. Ohne Zweifel hat die Kommission unter Leitung von H Triwaks eine hervorragende Arbeit Wieder einmal: Mengele Lima. — Ein falscher Alarm gab Anlass zu neuer Aufregung um Mengele. Unter rie. sigen Schlagzeilen erschien in mehreren Zeitungen von Lima die Meldung, der Arzt Joseph Mengele, der des Mordes an tausenden Juden beschuldigt wird, sei im peruanischen Urwald gefunden worden. Er werde, falls man seine Auslieferung beantrage, dem Obersten Gerichtshof von Polen ausgeliefert werden.“ Leider war die sensationelle Meldung falsch. — geleistet. Alle äusseren Vor. aussetzungen zur Intensivierung der Arbeit sind gegeben. — Jüdische Volksküchen Die Leitung der „Comedores Populares Israelitas“ <jü_ dische Volksküchen) beriefen eine dringende Pressekonferenz, um die jüdische Oeffentlichkeit auf die finanziellen Schwierigkeiten dieser Hilfsorganisation aufmerk, sam zu machen, die ihre segensreiche Arbeit schon mehr als vierzig Jahre ausübt. Heute ist die Not unter der jüdischen Bevölkerung sehr gross und durch die grosse Arbeitslosigkeit noch mehr in Erscheinung getreten. Es gibt allein in der Hauptstadt Tau. sende arme Menschen unserer Gemeinschaft, die niemanden in der Welt haben und für die gesorgt werden muss. Die Jüdischen Volksküchen haben in der Valentín Gómez 2950 ein eigenes modernes, vierstöckiges Gebäude, wo jetzt auch eine jüdische Bank - Kooperative unterge. bracht ist die zur Erhaltung der Institution beiträgt. 15s werden täglich kostenlos hunderte Mittagessen ausgegeben; die Säle sind modern eingerichtet mit weiss ge. deckten Tischen; täglich werden auch Fleischspeisen trotz der steigenden Lebensmittelpreise serviert. Ebenso haben es die Jüdischen Volksküchen übernommen. allen Jugendlichen, die auf Hachschara in der Umgegend der Hauptstadt arbeiten, kostenlos Mittagbezw. Abendessen zu geben. Die Institution hilft auch Armen, die Kleidung und “Wäsche benötigen, und tut alles, damit kein Jude zu hungern braucht Die Jüdischen Volkskii. chen führen ihre Arbeit still und ohne Aufsehen durch; sie werden von einem kleinen Kreise idealistischer Menschen geführt, die es übernommen haben, alle Unkosten durch Mitglieder und Protektoren ehrenamtlich aufzubringen. Bei der heutigen, stets steigenden Teuerung sehen sie sich jedoch gezwungen, sich an die Oeffentlichkeit um Mithilfe zu wenden. Die Jüdischen Volksküchen werden eine Kermes, se durchführen; sie bitten um Uebersendung von Sachen für diese Kermesse und um regen Besuch. Bei Ihren Reisen überall hin IST IHNEN BEHILFLICH BETTY DRESEL COS’JLICH PASAJES Y TURISMO SRL Avda. Cordoba 379 32-8461-85 Bitte um vorherige Anmeldung 54.3175 ALFRED0 STERN MALERARBEITEN ALLER ART Departamentos — Büros — Haeuser — Fabriken Unverbindliche Kostenvoranschläge für jede Arbeit T.E. 76-7281 y 76-9088 Virrey del Pino 2639 DEPOSITO: V. de la Plaza 1779