Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 25 (1964)
- Issue
- 2060 (17.4.1964)
- Date
- 1964-04-17
- Page
- [Seite 5] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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6*005 Viera««, 17 de Abril de 1964 LA SEMANA ISRAELITA Año XXV. — No. 206« — 5 Apartheit - Pan-Afrikanismus Die Apartheid-Politik Südafrikas stand in letzter Zeit wieder im Vordergrund der internationalen Diskus, sion. Die Auseinandersetzungen bei der Konferenz des Internationalen Arbeitsamtes in Genf und in verschiedenen Kommissionen der Vereinten Nationen haben gezeigt, dass der Kreis der Nationen, die sich gegen die zwangsweise Rassentrennung in Südafrika wenden, sich vergrößert hat, und da sis der Druck der unabhängigen afrikanischen Staaten gewachsen ist. Die Apartheid-Politik Südafrikas ist heute tatsächlich zu einer politischen Frage er.sten Ringes in internationalem Ausmaes geworden. In diesem Zeitpunkt kommt ein Buch sehr gelegen, das den sachlichen Hintergrund der Diskußsion um di« Apartheid-Politik darstellt. “The History of Apartheid“ (The Story of the Colour War in South Africa) von L. E. Neame (Pall Mall Press with Barrie and Rockliff. London) schildert das Far'bigen-Problem vom Anfang der weissen Besiedlung bis zur Gegenwart. Der Verfasser verwendet ein reiches dokumentarisches Material, daß alle Stimmen und Argumente für und wider, von weisser wie von schwarzer Seite über den ganzen Zeitraum hinweg zum Ausdruck bringt. Dieses Material, erhärtet und belegt von neuem aus der geschichtlichen Schau die längst offensichtliche Tatsache, dass die Weissen Südafrikas mit wenigen Ausnahmen fast nie a TEL-AVIV Vuele con nuestros veloces y modernos BOEING Jet 720 B en contadas horas hasta Zurich, desde donde dispone de conexiones inmediatas que lo conducen al mismo centro de Israel. |oven país en pugna Su agencia de viales (ATA o nuestras oficinas le facilitarán gustosas una información mas detallada. Confíe también su carga aérea a LUFTHANSA. ZURICH EL-AVIV BS. AIRES Lufthansa DEINE SPARKASSE DEIN HOBBY STAMPS CENTER «4 Allenby Rd. TEL AVIV P. O B. 4444 ADHESION AL 16. JOM HAAZMAUT AIRONAL s a. 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Alkin die eine entscheidende Tatsache, dass die sich stetig entwickelnde Industrie und in noch stärkerem Marse die Landwirtschaft Südafrikas der schwarzen Arbeitshände nicht entbehren kann, verurteilt die Aus- und Umsiedlungrpolitik als Lösung der Rassenproblems von vornherein zum Scheitern So heisst es'beispielsweise in dem Fagan-Bericht, der von einer der von der Regierung beauftragten Kommissionen stammt: ”Es ist allerdings eine Tatsache — und sie muss akzeptiert werden, ob wir es wünschen oder nicht —, dass die wirtschaftlich« Struktur Afrikas auf der einen Seite auf der europäischen Initiative. Organisation und technischen Fertigkeit, auf der anderen Seite nicht weniger auf der Verfügbarkeit einiger Millionen eingebor ner Arbeiter beruht.“ Der Bericht kam zu dem Schluss, dass die beiden Rassen im Laufe der Entwicklung wirtschaftlich und territorial so vermengt sind, dass sie gezwungen sind, von Zeit zu Zeit ihre Kontakte zu regulieren, ihre Differenz.n zu überprüfen und iure Dispute zu ordnen. Im Gegensatz zu dieser Ansicht empfahl der.Tomlinson-Bericht. der feststellte, “dass das sogenannte Eingeborenen-Probiem zweifellos das mächtigste und dringendste der Probleme Südafrikas ist“, die von der nationalistischen Regierung weithin akzeptierte Trennung der weissen und der schwarzen Bevölkerung und bezeichnet “als die einzige Alternative die Förderung der Errichtung separater Gemeinschaften in ihren eigenen separaten Gebieten, wo jede die vollste Gelegenheit zur Selbstbestimmung und Entwicklung haben wird.“ Später sagt der Tomlinson-Bericht noch: “Die Kommission ist überzeugt, dass es keinen Mittelweg zwischen den beiden Polen der endlich vollständigen Integration und der endlich separaten Entwicklung der beiden Gruppen gibt.“ Die Antwort der schwarzen Bevölkerung auf die offizielle Annahme des Tomlinson-Berichtes wurde auf einer Konferenz des Afrikanischen National-Kongresses von Prof. Z. K. Matthews gegeben : “Wir sind nicht dagegen, dass der weisse Mann oder sonst irgendwer di« fundamentalen Rechte erstrebt, die jedem menschlichen Wesen zustehen im Lande seiner Heimat. Was wir nicht zugeben können, ist, dass dieses Streben das Monopol des weissen Mannes ist." Wir lernen aus dieser geschichtlichen Entwicklung des Farbigen-Problems in Südafrika, dass alle bisherigen Regierungen der Republik mehr oder minder sich der Beteiligung der schwarzen Bevölkerung am politischen Leben des Staates, auch in der geringsten Form, widersetzt haben, auch die Regierungen des Feldmarschalls Smufcs. Das äusserste Extrem an intransigenter Haltung ist jedoch seit der Herrschaft der nationalistischen Partei erreicht worden, di« nunmehr seit 'fünfzehn Jahren ununterbrochen an der Macht ist und unter der gegenwärtigen Regierung Vcrwoerd die Staatsgewalt zur rücksichtslosen Unterdrückung jeder Selbstandigkeitsregung der Schwarzen und jedes Ausdrucks der Sympathie mit ihrem Schicksal benutzt. Gleichzeitig aber will sie die Welt durch die teilweise Ingangsetzung der Bantustan-Poiitik, d.h. der völligep räumlichen und gcsellschaflicnen Trennung der Bevölkerungsteile, glauben machen, dass sie auf diese Art das Problem lösm könne: nämlich die schwarze Bevölkerung in riesig« Ghetti zu verbannen mit einem gewissen Mass lokaler Selbstverwaltung, aber auch weiterhin ohne Stimmrecht für das Parlament und ohne Teilnahme an der politischen Verantwortlichkeit der Staatsführung. Das bedeutet nichts anderes als die Verewigung der weissen Vorherrschaft. Das Buch liest sieh kaum wie Geschichte, sondern eher wie ein Drama, das unaufhaltsam seinem Höhepunkt zueilt. Colin Legum, weithin bekannt durch seine journalistische und schriftstellerische Arbeit über die afrikanischen Probleme unserer Tage, nennt sein Buch “Pan-Africanism“ (Pall Mall Press, London and Dunmov) einen “kleinen politischen Führer“. Als solcher erweist sich das Buch als wertvolle Ergänzung zur allgemeinen politischen und geschichtlichen Literatur, die sich mit der Emanzipation des schwarzen Erdteils beschäftigt. Als Hauptinhalt behandelt Legum das Entstehen und die Entwicklung des ’’Pan-Afrikanisaius“ und des Begriffs der “afrikanischen Persönlichkeit“. Eine Fülle von Beispielen aus dem schriftstellerischen Werk nicht nur afrikanischer, sondern auch amerikanischer und westindischer farbiger Poeten und politischer Schriftsteller demonstriert die Herausarbeitung der afrikanischen Idee, die heute in der in Addis Abeba festgslegten Doktrin von der politischen Einheit Afrikas kulminiert. Der Leser mag es erstaunlich finden, mit welcher Leidenschaft und moralischen Stärke die Urgefühle des Neger-Volkes durch seine Dichter und Vorkämpfer Ausdruck finden. Ein grosses Mass von sittlicher Kraft herrscht in den Dichtungen. Reden und Aufsätzen vor, die auszugsweise in diesem Buch erwähnt werden. Und noch bemerkenswerter ist die Mässigung, die Konkretheit der Forderungen und di« 1 PAUL VI. UND RUSSLANDS JUDEN Rom. — In einer Privataudienz, die er Daniel Neal He,er, dem Kommandanten der jüdischen Kriegsveteranen Nordamerika gewährte, gab Papst Paul VI. -¡ei. ner Besorgnis über die Lage der Juden in der Sowjet Union Ausdruck. Der Papst bezeichnete die sowjetischen Juden als „arme Menschen“ und ¡sagte, er werde für sie beten. Im Laufe der Aussprache bezeugte er grosses Interesse für die Probleme der Juden Russlands. „Wir werden besonders intensiv für ß:e beten“, sagte er, denn es ¡sei dem Vatikan bekannt, dass eine ancijüdische Tendenz in der Sowjetunion herrsche — (ITA) Abwesenheit aller Hass- und Rachegefühle gegenüber den ■ Weissen.! “Afrika für die Afrikaner“ | — dieser Satz bezeichnet die Wesenheit des Pan-Afrika- , nismus. Der Begriff fand seine Prägung bereits gegen! Ende des 19. Jahrhunderts,! und die schmale afrikanij sehe Elite in allen Zentren von Negersiedlungen hat ihn durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts bis in unsere Tage zur politischen Konzeption entwickelt, deren Verwirklichungen sich vor unserem Auge in rapidem Tempo vollziehen. Gleichzeitig werden aber auch in den Reden und im Schrifttum die starken Differenzen sichtbar, die sich aus der Erbschaft des Kolonialismus, der Stacr.mestradition und aus den Ambitionen von Führern und Parteien ergeben. ( Originell -erscheint die Her- | ausarbeitung einer besonderen afrikanischen Form j des Marxismus zur Abwehr des Kommunismus, der versucht, die afrikanische Nationalbewegung für seine Ziele einzuspannen. Aber über allem dominiert der Wille zur Einheit, die Vorstellung eines afrikanischen Staatenbundes, dessen Form noch nicht endgültig gefunden ist, und dessen Verwirklichung die besten Kräfte der afrikanischen Völker sowohl nach innen wie nach aussen in Auspruch nennten wird. Legum breit: t das Material aus, lässt aber die Schlussfolgerungen offen. Das ist wahrscheinlich heute, wo alles im Fluss ist, die sicherste Methode. Ein überaus wertvoller Bestandteil des Buchss, seine stärkere Hälfte, bildet der Anhang mit einer reichen Auswahl dokumentarischen Materials pan-afrikanischer Kongresse, Kundgebungen afrikanischer politischer Führer, eine Unzahl von Resolutionen, die alle Gebiet« der afrikanischen Politik uixfassep — eine Fundgrube für den interessierten Beobachter der afrikanischen Szene. Israelische Ingenieure New York, — Die Stadt New York hat sich bereit erklärt, jungen israelischen Ingenieuren für eilten Zeitraum von einenhalb bis drei Jahren Gelegenheit zu geben. zweck« Erwerbung praktischer Fachkenntnisse in newyorker städtischen Betrieben zu arbeiten. UEBERLASSEN IHRES SIE UNS DIE ORGANISATION AUFENTHALTES IN ISRAEL-EUROPA Hotei-Raservierungen, Ausfluege, Fuehrungen VIA WIND AGENCIA DE VIAJES Y TURISMO 25 DE MAYO IBS 34-6919 33-4146 Organización Riegner V ersich«ruiigeii Bmé. MITRE 43«, 3«r. p. T. E. 33-5276 46-1037 46-1115 UNICA LINEA DÏRECTA Á Israel En el THE0D0R HERZL y ert el JERUSALEM, modernas naves*-’ israelíes, Ud.' viajaré directamentt sin trasbordos ni problemas, desde Buenos Aires a-Haifa, Salidas de buenos a'ires ’*T. Herzl" 8 mayo 1964. ‘•‘Jerusalem1’ —- 13 noviembre 1964. ‘‘Jerusalem’’ •*- 24 diciembre 1964. “T. Herzi” — 29 enero 1965. “‘Jerusalem’' » 5 marzo 1965. "T. Herzl” «- 26 marzo 1965. ‘‘Jerusalem’’» 28 mayo 1965. _ Compite Sil AQsntn olf viajes c ZIM 1*"* »RAM NAVIGATION C*. ITD. ■»ÜAliU 866 -Tal. 32-7465 y 732Ï1 Buenos Aires \ mmm 11, usU | o t