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Jüdische Wochenschau · 1962-11-09 · 1985 (9.11.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1985 (9.11.1962)
Date
1962-11-09
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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JUR und KU NEUE BUECHER BERATEN SCHAIO]* ben-chorin er , ' ”Us> )al»Um nicl1 ’äwn meist in fsonlichen Um! c*s>r aiilzj »n wir uns hm. i0I1Dt«<, wenn Wrden. k«ine überirdi nunS: Iss nicht lr sa6te es 'das («rscbied sw lb<>ri und mir) ■neine treu he die klagte, ■ebt so viel ko- »'¡e ihr Ehoge. ■peisen ge-aht. ■Freunde spar nicht mit kair ‘rkungen. Nach bebr aus dem le mir wieder mpliment“ ge nir die Fieischs offenbar » t haben. Es ist ¡es daran. Wie 1 Arnold Zweig r noch wie der auf dem Kar iich aber nicht indem von den lahren Siess:? zum Essen, nan immer - ein gefährli- Wer möchte icht mitahaS' ■ben bin ich id schnöde ab .Mit zu essen " Mir schau Blick in den meine hier 22 5723 ka ka be'Tewet ■a - CM' be Scbwat lufstandes 5 Ghetto 'ut t iot lOt leA* JSI ifhan« Klängen klassischer und moderner Musik, dem Abmagerungs-Novizen. wie bei ei ner Fata Morgana ein Tisch lein-d-eck dich vor Augen trat, besetzt mit allen Köstlichkeiten. die nun streng verboten sind. Aber auch die Phantasie der Freunde wird beflügelt: so viel guten Rat wie in den letzten vierzehn Tagen habe ich seit meiner reiferen Jugend, wo mich al le Onkel und Tanten vergeh lieh zu belehren trachteten, nicht mehr erfahren. Guter Rat ist da nicht teuer, sondern spottbilig: es gibt sozusagen eine Inflation in Eizot“. denn der Essende tut nichts lieber, als den Fasten den zu beraten. Essen Sie alles, was Ihnen schmeckt — nur Kartoffeln. Fleisch. Fisch, Brot Kuchen. Reis, Eierspeisen, Nudeln usw. lassen Sie weg. Es ist ganz einfach .. Alles, was mir schmeckt, dachte ich, nur nicht. Was meinte dieser Freund eigentlich, was mir schmegkt? Nur keinen Zucker! sagt eine weise Dame — und überlegen lächelnd fiigtr eine noch weiser hinzu: Nur kein Salz. Salz macht Durst, Durst verführt zum Trinken Trinken macht dick. Also: kein Zucker und kein Salz. Das kann ja *ehr pikant werden, dachte ich, erfuhr aber, dass es auch hier Umgehungsmittel gibt: vom Sacharin einerseits bis zum Veilchensalz anderer seits. Letzteres ist mehr poetisch als schmackhaft. Wenn ich alle Ratschläge befolgt hätte, die mir seit Beginn meiner asketischen Exerzitien vorgeschlagen wurden, wäre ich längst zu einem Skelett afogemagert, das das volle Interesse jener Japaner erweckt hätte, die momentan im Waadi ‘Amud am Tiberias-See nach urzeitiichen Skeletten von Israelis, die hunderttausend Jahre alt sein sollen, mit Erfolg fahn den. Aber ich richte mich nach der schriftlichen Lehre. Studierte einige Abmagerungs- Prospekte und begann das Trainung der Enthaltsamkeit. Mein Umfang ging da bei zwar noch nicht merklich zurück, meine Geistig keit erreichte auch noch nicht die Himmelshöhen und Höllenticfen Swedenborgs aber die Phantasie nimmt ab: sowohl die eigene wie die fremde. So nimmt immerhin etwas ab. Ich ge wohne mich an das Dauer- Fasten und habe schon vergessen. wie ein gedeckter Frühstückstiseh aussieh* oder gar ein Abendbrot, und meine Freunde haben schon ihre Munition des guten Rates verschossen und sind zufrieden. da ich jedem ein für alle Mal versichert habe. Biblische Stadt aitsgegraben Jerusalem. — Nach Mittel lung der Altertumsafotellung der israelischen Regierung ist in den Hügeln Galiläas über dem See Genezaret die im Neuen Testament genannte Stadt Chorazin zu grossen Teilen ausgegraben worden. In diesem Sommer wurde das Zentrum der Stadt freigeiegt, in dem sich eine Synagoge, ein Wohnbezirk mit vielen Strassen und Gebäuden sowie ein Viertel mit Werkstätten befanden. Nach Ansicht von Archäologen ist.die Stadt minde Mens zweimal zerstört worden. einmal durch Menschen uiyi einmal durch Erdbeben.;AWto v dass ich mich selhstver ständlich nur nach seinen Ratschlägen richte. Der einzige Trost in meinem kümmerlichen Dasein, das wohl noch einige Wochen anhalten muss, damit die Herbstkur der Enthalt samkeit auch anschiägt und ausser der Doppel-Phantasie auch mein Gewicht abnimmt. ist der Beruf des Journalisten. Wovon ernährt sich der Mann der Feder und der Presse? Von den diplomati sehen und gesellschaftlichen Empfängen, an denen es in der Hauptstadt Israels nie mangelt. Patriotismus und Berufseifer verlangen es dass man sich mit derselben Loyalität den Buffets der Ostblockstaaten zuwendet. wie dem der NATO-Mäcbte, um dem eigenen israelischen Vaterland keine Scherereien zu machen. Und die jüdisch - arabische Freundschaft hinwiederum erfordert es, dass man zum Beispiel bei der Einweihung der Karawanserei in Abugosch nicht den Tafelgenüssen aus Tausend- und Einer Nacht entrât. So bieten die internationalen und nationa len Kontakte immerhin ei- .nen Ausgleich für die radi kaie häusliche Diät. Aber man kann ohne manches auskommen, w’as man für unentbehrlich hielt, nach dem schlichten Rezept: ,,Iss die Hälfte“. (Man darf das nur nicht dahin interpretie ren, dass man auch die andere Hälfte noch dazu isst). Würden sich alle Bürger des Landes mit Uebergewicht zu einem Abmagerungsverband zusammensehliessen und radikal an ihre Entfettung berangehen, so hätte das auch wirtschaftlich die besten Er gebnisse: die Lebensmittel- Preise würden sinken. 'Allerdings sinken sie vor Jom Kippur nicht, obwohl nier die ganze Nation in den Hun gerstreik zu treten pflegt . aber ein Tag im Jahr ist eben zu wenig Der jüdische Kalender sieht freilich nin destens fünf Fast-Tage im Jahre vor. aber die vier übrigen erfreuen sich nur noch geringer Popularität. Merkwürdig: die Ess-Gebrauche von den Mazze Knödeln bis zum Gefiliten Fisch sind weit beliebter als die Fast-Tage, Das wäre eine These für einen Psychologen unserer Hebräischen Universität.! Stcn Söderberg: Hammar skjöld, Eine Bildbiographie Kindlers Biidbiogi aphien, Kindler Verlag München, 1962. — Ueber die Reihe der Kindlerschen Bildbiographien ha ben wir an dieser Stelle bereits gesprochen, als wir über das Buch von Ludwig E. Reindl über Zuckmayer berichteten. Diese Form bibliographischer Veröffentlichungen ist überzeugend. Die Kombination von Bild und Text verleiht der Dar Stellung des Lebens bekannter Persönlichkeiten einen neuen Reiz, ist lebendig und eindringlich. Die technische Ausstattung dieses Buches ist ausgezeichnet, man darf sagen, in hohem Masse künstlerisch. Bereits die erste Aufnahme vom Sitzungssaal der UN ist ungewöhnlich gelungen. Hammarskjöld, der Im Dienst für den Frieden umgekommene Generalsekretär der UN. war durch seine Stellung und Begabung, einer der Hauptakteure der internationalen Politik. Sein Werdegang und seine Erfol ge ziehen in diesem Buch in schlichter Beschreibung, aber in einprägsamen Bildern an dem schauenden Leser vorüber. Es ist ein Bildbericht, eine durch Bilder geschickt illustrierte Kurz biographie. die jeden Menschen beeindrucken wird. — (h. s.) Lázaro Schallman: Cuentos Israelíes, Editorial Candelabro, Buenos Aires, 3962. Der bekannte und sympathische Journalist Lázaro Schallman hat im Auftrag des rührigen Verlages Candelabro eine Auswahl von israelischen Erzählungen verschiedener Dichter und Schriftsteller vorgelegt, die so recht ins israelische Leben einführen. linier den Erzählern finden wir berühmte Nam«n wie Agnon, aber auch neue moderne Schriftsteller, die in Israel geboren wurden und mit Ursprünglichkeit ihr Thema gestalten. Editorial Candelabro hat mit. diesem Band die spanisch geschriebene jüdische Literatur bereichert. (A) —:o: — Dieter Lattmann: Ein Mann mit Familie, erschienen bei Kindler, München 1962. — In diesem Buch flackert die Unruhe der Nachkriegsgeneration, die nach neuen Lebensformen, nach neuen Wegen sucht.. Das macht den Roman lebendig, schafft eine lebensnahe Atmospbä rc. zumal das Buch schön und nicht in einer übertriebenen Sprache geschrieben Vom Archiv des Grauens Das Staatliche Museum Auschwitz hat unlängst dem Internationalen Suchdienst USD) des Internationalen Comités vom Roten Kreuz, Arolsen (Waldeck), Mikrofilme der ,,Rönten-Befund-Bücher“ des Häftlingskrankenbaues des Konzentrationslagers Auschwitz, die Zeit vom 5. März 1941 bis zum 7. Mai 1942 umfassend, zur Verfügung gestellt. In diesen insgesamt sechs Büchern, die für den ISD deshalb von besonderem Interesse sind, weil unter Umständen durch die Befunde Krankheiten bewiesen werden können, die während der Haftzeit entstanden, sind über 11.000 Namen aufgeführt. Ferner hat der ISD u. a. empfangen: eine Bescheinigung der Stadtverwaltung Breslau, 33 ehemalige weibliche Häftlinge aus Ungarn betreffend, die aus dem Konzentrationslager Reicnenbach in ihre Heimat zurüekkehrten tJuni 1946), vom Internationalen Roten Kreuz (Genf) eine Liste von Juden, die zu der „Groupe des Travailleurs Etrangers“ (2,- 3. Sektion' gehörten und eine Rückführungs Bescheinigung von 23 ehemaligen Häftlingen aus dem Konzentrationslager Zittwerk^ bei Klein-Schönau. Im ersten Halbjahr 1962 ist die Zahl der beim ISD in Aroisen eingelaufenen Anfragen beträchtlich gestiegen (sie beträgt etwa 20.000 mehr als im 2. Halbjahr 1961). Das gilt vor allem für Zuschriften, mit denen Bescheinigungen in Verbindung mit Wiedergutmachungsverfahren erbeten werden. Eine umfassende Arbeit ist beim ISD dadurch entstanden, dass — im Zusammenhang mit Kriegsverorecher-Prozessen — Staatsan waltschaften nach Zeugen suchen; allein im ersten Halbjahr 1962 hat der ISD 15.000 bei ihm registrierte Fälle daraufhin geprüft, ob die betreffenden Personen ln einem bestimmten Lager waren, überlebt haben und gegebenenfalls als Zeugen auf gerufen werden können. .... E. G. U ist. Das Schicksal eines Mannes wird gezeigt, der den Krieg erlebl hat, der in den Jahren danach durch alle Krisen hindurehging, bis es ihm gelang, eine „Position“ zu schaffen. Dennoch hat er seine Probleme, wenn diese auch nicht äussei + in Erscheinung treten. -r ist, Repräsentant seiner Generation, unzufrieden. Wahrscheinlich ist dies nur das ewige Streben der neuen Generation, aus dem Zauberkreis von Wunsch und Wirklichkeit einmal heraus zubrechen und neue Grund lagen für das Zusammenleben der Menschen zu berei ten. <A).— Josua Trunk: ..Gestalten und Ereignisse“. 165. Buch dsr Schriftenreihe des Ver- J»ges ..Unión Central Israe Uta Polaca“. Buenos Aires 1962. — Zum 10. November Erinnerung - Mahnung-Hoffnung von HARS SILREB Die Tempel brennen, gottgeweibte Stätten, in Schutt und Asche stolzen Glaubens Pracht. Die Juden wissen: keiner wird sie retten, sie spüren schon des Hasses kalte Ketten und warten stumm in der Novembernacht. Die Menschen brennen. Mord rast durch die Gassen, vom Himmel stürzt des Todesfluges Brand erbarmungslos auf irre Menschenmasen. die Völker können nicht das Grauen fassen und fragen bitter, wo sich Gott befand. Die Herzen brennen. Doch der Flammen Gluten löscht aus der Kinder tiefes Tränenmeer. Noch einmal wendet sich der Menschheit Los zum Guten, und wenn auch immer noch die Wunden bluten, es reitt der Glaube neu und schicksalsschwer. Hebraeiseher Unterricht irinrn msn (•■"ip-on /1 * -laaa .na maxn T T : * t : - TT ~aan atfa nxapan ,mftn amax aman ,"nas t t; t t : - » : t - hk1?) apsr ,npT3T pn:r .maan naxn niax ■ : * t t % t *’Si7KT niKD pP33 ms?an nx tnin*n itznp waa nfxa .na ft’psnrn ^xaizr rix nx Taaan . *• T .* I v V v : - T an ,natf uoo-a ** t t : ira ,i2oa n^y T : * T V T .ü'pbürpb aainnxn niTna t : t * - t ,nninp atön tana pan Ttp? (1929) irann rapa 7]x -ns? otts ••t bv TTrrn .aam aitrm a-a (m^iï rr-DS ma nusina) n^an nirn -an *“ T jrm nni3?.n x*n pan Tan nnaa .Pinar pxa nnra D*n *??a anpa pxa naa nxsa? pan .psan ,*?inör nrna Tnnp pino ~aa bv nrptf nnn x-ni .)TT np anan ]p x-n pan ,a’Taa nnra nipT : TT *• : « .nnina nian a^aas man t ” ~ t; v v : -p 3*73 ÍT3 nTn x^n » V T V * N T : T üfriao ,naD? Taa .prp aarrnpipna ^xnör Va pp “p pn ii aapi nx tzoatf na .inT3 nx na T * V T nntpnp npa o*?ix T T : I T T pap pp xb nxa pan HERRON — JEVRON (Columna derecha) La ciudad de Jevrón es la que se encuentra a mayor altura eu el Estado de Israel. Su altitud es de 1000 mts. sobre el nivel del Mar Mediterráneo. En la actualidad Jevrón se halla fuera de los límites del Estado de Israel, y pertenece al gobierno del Reino de Jordania. Jevrón es una de las ciudades más antiguas del mundo y es mencionada con frecuencia en la Biblia. Pertenecía a Ca leb ben Yefune, uno de ios primeros conquistadores de Eretz Israel durante la época de Josuá. En esta ciudad comenzó David su reinado sobre Israel, hasta que conquistó Jerusalem y la convirtió en su capital. Pero a pesar de todo, la mayor sant.icidad de la ciudad se debe a que en ella •se hallan las tumbas de los Patriarcas. (Columna izquierda) En la gruia denominada Majpela (Gruta “labrada“) se encuentran los restos de Abraham y Sara, Itzjak y Ribca, Yaakow y Lía, Patriarcas del pueblo hebreo. Durante centenares y miles de años santificaron Jos hebreos esta gruta ele vando sus preces en ella. Durante la conquista arábica en el año 1300 estos construyeron una mezquita allí, casa de oración para los musulmanes. En los ültimos siglos, Jevrón era un importante centro de estudios de la Tora hasta que en el año 5689 (1929) los judíos fueron matados por asesinos árabes y la comunidad quedó destruid». HEBRON — CHEVRON (Rechte Spalte) Die Stadt Chevron ist die höchstgele gene in Erez Israel, (ihre Höhe ist 1GÖ0 m über dem Mittelmeer-Spiegel. In der jetzigen Situation befindet sich Chevron ausserhalb der Grenzen von Medinat. Israel, und sie untersteht der Regierung des jordanischen Königreiches. Chevron ist eine der ältesten Städte der Welt und wird oft in der Bibel erwähnt. Sie gehörte Kalew ben Jefune, einer der Eroberer von Erez Israel in den Tagen Jehoschuas bin Nun. In dieser Stadt begann David seine Herrschaft über Israel, bis er Yenuschalayim esoberte und n: ihr sein« Hauptstadt gründete. Hauptsächlich, kommt Chevron aber ihr heiliger Charakter wegen der Patriarchen Gräber zu, (Linke Spalte) die sich dort befinden. In einer Höhle, genannt Höhle Machpela ( — Doppelhöhle) sind Abraham und Sara, Yizchak und Riwka, Yaakow und Lea, die Stammväter des jüdischen Volkes, begraben. Während Hunderten und Tausenden von Jahren zollten die Juden heiligen Respekt dieser Höhle und beteten in ihr. Als die Araber Erez Israel vor 1300 Jahren eroberten, errichteten sie über ihr eine Moschee, eine Botstättc für Moslems. In den letzten Generationen war Chevron ein w ichtiges Zentrum des Tora ( Studiums). Jedoch im Jahre 5689 <1929) wurden die Juden durch arabische Pogromisten ermordet und der Jischuw zerstört.

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