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Jüdische Wochenschau · 1962-10-26 · 1983 (26.10.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1983 (26.10.1962)
Date
1962-10-26
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Viernes. 26 de OituVrf de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXII!. — No. 1992 — > SRAEL- Ueberfülle und Hunger Während in einer Reihe von Ländern eine Ueberfülle an Lebensmitteln herrscht und man auf Mittel und Wege sinnt, die landwirtschaftliche Produktion einzuschränken, gibt es auf der anderen Seite in weiten Teilen der Erde Hunger und Unterernährung. Kein Wirtschaftler kann sieb heute den weittragenden Fragen verscbliessen, die die demographische Entwicklung — die mit Recht immer wieder erwähnte „Bevölkerungsexplosion“ in vielen Gebieten heute schon und in immer wachsendem Masse stellt. Jeden Tag vermehrt sich die Bevölkerung unserer Erde um rund 96.000 Seelen. Betrug im Jahre 1961 die Zahl der Weltbevölkerung 3.033 Millionen Menschen, so wird für das Jahr 1975 mit einer solchen von 3.828 Millionen und im Jahre 2000 endlich mit einer von 6.267 Millionen gerechnet. Die in Rom sitzende FAO (Food von Dr. KURT 0TTENS00SER (Israel; Anleihe der Weltbank Washington. — Das Abkommen über eine Anlei he von 22 Millionen Dollar für den Bau von Strassen in Israel zur Erneuerung des bestehenden Verkehrsnetzes ist von der Weltbank für internationalen Wiederaufbau und Entwicklung bestätigt worden. Das betreffende Dokument wurde von Sir William illif, dem Vizepräsidenten der Bank, und Arie Manor, dem Wirtschafts-Attachi der Israel-Botschaft unterzeichnet. (ITA) and Agriculture Organiza Hon der UN! beschäftigt sich intensiv mit den damit in Zusammenhang stehenden Problemen der Erschliessung neuer Böden für die landwirtschaftliche Produktion, der Intensivierung der Landwirtschaft, um auch ei ne wachsende Bevölkerung auf unserer Erde mit Lebensmitteln versorgen zu können. Israel nimmt an diesen Arbeiten einen lebhaften Anteil und leistet dabei oft einen wichtigen Beitrag, der in weiten Kreisen seine Anerkennung findet. ..JAHR DER ERSTKOEMMLINGE“ Die Regierung Israels hat das jetzt begonnene Jahr als „Jahr der Erstkömmlinge“ erklärt zum Gedenken der Bilus, die vor 80 Jahren als erste Pioniere nach Israel, das heisst dem damaligen Palästina gekommen waren, um das Land der Väter zu erlösen und den vernachlässigten Boden des Landes der Väter wieder aufzubauen und auf diese Weise in fried licher und produktiver Arbeit zu erobern und wieder zu bearbeiten. Auch Ministerpräsident David Ben Gurion will zu sei nem üblichen Vorwort zu dem jetzt erscheinenden Jahrbuch der Regierung auf dieses Ereignis eingehen und dabei nachweisen, dass die Basis, auf der der Staat Israel errichtet wurde, dieser Pionierarbeit zu danken ist. die von den Bilus begonnen und von weiteren Generationen fortgesetzt wurde. Sollen neue landwirtschaft- *-4-4-+4~+< HOTEL ARMON \ ISRAELS SCK0ENES TOURISTENHOTEL jD i e beste Küche \ Angenehmer Aufenthalt 2 Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) ► ♦-* * * 4 4 * 4 4 *♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ 44 4 4 4 - * ♦ ♦ ♦ ♦ ♦* '♦♦♦♦♦♦♦♦* 4** ..... [ HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN ] HAIFA - Israel j j VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM j | HAIFA. Hadar Hakarmel, Nonfaustr. ] r4 4 4 4-44-4-4-44.4 4 444 444 44 4 4 4 4 4-4-4-+*-*-*-* ♦-♦-♦-♦.».4 Dr. MAX FLHCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. 14-+-*-4-*-4* liehe Böden erschlossen werden, so sind drei Dinge notwendig. Mit harter Pionierarbeit müssen die Böden für die Landwirtschaft bearbeitet und gewonnen werden. Es muss für die Bewässerung der neu gewonnenen Böden durch ein entsprechendes Irrigationsnetz gesorgt werden, und letztlich muss, um eine intensive Ausnützung zu ermöglichen, der Boden mit geeigneten Düngemitteln angereichert werden. VORBEREITUNG DER BOEDEN Israel dient heute vielen der jungen Länder als ein Vorbild für den Aufbau landwirtschaftlicher Siedlungen, und nicht nur aus Afrika, sondern auch Asien und selbst aus Lateinamerika kommen zahlreiche Studienkommissionen und Studenten, um die hier entwickel len Methoden der Rückgewinnung von landwirtschaftlichen Böden zu studieren. Aber Israel selbst hat diese Aufgabe für sein Land noch keineswegs selbst voll erfüllt. Noch weite Strek ken. besonders im Galil und Negew, harren der Erlösung und des Wiederaufbaus. Man darf nicht vergessen, dass cas Galil einstmals mit zu den besttragenden Provinzen der Welt gehörte und seine landwirtschaftlichen Produkte, seinen Weizen und besonders sein Oel auf die damaligen Weltmärkte sandte, wo bereitwillige Abnehmer dafür vorhanden waren. Auch der Negew hatte ein mal eine hochstehende Landwirtschaft, wie selbst heute aus den noch erhaltenen Anlagen festgestellt werden kann. So hat Isfael, auch wenn es anderen Völkern als Lehrer und Vorbild dienen kann, doch selbst noch viel auf diesem Gebiet zu leisten. DAS BEFRUCHTENDE WASSER Aber das wichtigste Pro blem bei der Erschliessung neuer Böden für landwirtschaftliche Produktion ist die Bewässerung. Schon heute herrscht in vielen Teilen der Welt Wasserknappheit, und man sucht daher mit wachsender Dringlichkeit, das Problem der Entsalzung von Meerwasser zu lösen. Dies ist eine Aufgabe, der sich Israel auch im eigenen Interesse mit aller Energie zugewandt hat und auf dem Künstlicher See im Toten Meer Tel Aviv. — Eine amerikanische Firma aus Chicago will im Toten Meer einen künstlichen See von etwa 100 Quadratkilometern schäften. Mit dem Bau eines 55 Kilometer langen Deiches soll in wenigen Wochen be gönnen werden. Innerhalb ven drei Jahren soll das Projekt, dessen Kosten auf 75 Millionen Israel-Pfund geschätzt werden, vollendet sein. Bei den Arbeiten sollen 800 Menschen beschäf tigt werden. Der künstliche See soll zur Gewinnung von Pottasche dienen. Zum Bau des Deiches müssen zehn Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. UTA) es nun wichtige Fortschritte machen konnte. Israels Reg.erung bildete vor drei Jahren zusammen mi< der nordamerikanischen Firma Fairbanks Whitney Corporation eine eigene Gesellschaft zur Auswertung der patentierten Verfahren des aus Russland stammen den. jetzt in Tel Aviv wohnenden Ingenieurs Alexander Sarchin für die Gewinnung von Süsswasser aus Meereswasser. Während die bisherigen Methoden mit dem Mittel der Verdampfung arbeiten, hat Sarchin seine Methode auf einem System des Ein frierens aufgebaut. Während Einfrierung unter Verdampfung in der ganzen Welt bekannt ist. und angewandt wird, ist der Prozess des direkten Einfrierens, wie es das Sarchin System benutzt, verhältnismässig neu, aber es ist billiger und rentabler. Nach drei Jahren intensiver Arbeit unter Investierung von mehreren Millionen Dollar, konnte eine Ein heit gebaut werden, die sich im Laufe von einem Jahr des Einlaufens als gut bewährte und Anfang 1963 in Elat aufgestellt und eingesetzt wird. Gleichzeitig geht die Gesellschaft jetzt auch an den Verkauf solcher Anlagen in der ganzen Welt. Das Interesse ist gross, und eine ganze Reihe von Beste! lungen auf solche Anlagen liegt bereits vor. Auch die Regierung der USA will der Gesellschaft jetzt den Auf trag auf den Bau einer grossen Anlage nach dem Sarchin-Prinzip erteilen. Israel leistet also auch auf diesem Gebiet seinen Beitrag zu der Lösung die ses schweren und so dringlichen Problems. Kann, wie man jetzt berechtigterweise erhoffen kann, die Entsalzung von Meerwasser auf der Basis eines erträglichen Preises erzielt werden, so dürften riesige Flächen der Menschheit zur Pi'oduktion von Lebensmitteln erschlossen werden. Israel kann dann auch den Negew landwirtschaftlich ausnützen. Die Tatsache, dass zwei Drittel des Bodens Israels Wüstenboden ist. der dann mindestens zu einem grossen Teil landwirtschaftlich ausgenufzt werden kann, be weist die Wichtigkeit dieser Ing. Alexander Sarchin vor einer Entsalzungs-Anlage in der Versuchsstation vo-n Tel Bamch bei Tel Aviv. Angelegenheit für Israel, das noch in diesem Jahrzehnt dis dritte Million Juj den auf seinem Territorium I zur Ansiedlung bringen will.; ANREICHERUNG | DER BOEDEN I Bei einer modernen, inten- I siven Landwirtschaft muss ' aber auch der Boden stän ¡ dig durch Düngemittel angereichert werden. j Israel nun gehört zu den wenigen Ländern in der Welt, in denen sich die Rohstoffe für solche Düngemittel Pottasche, Phosphor und Nitrogen, nahe beieinander finden. , ln grosszügiger Weise geht man daher jetzt an; den verstärkten Ausbau der i Toten Meer-Werke, wobei I auch die Weltbank Israel ei-! ne grosse Anleihe in Verbin- ¡ düng mit nordamerikani-' sehen Banken gewährt hat! Auch die Phosphatwerke im; Negew werden schnell wei ' ter ausgebaut, nachdem im I Bezirk von Arad im Negew i neue grosse und wertvolle j Phosphat-Vorkommen ent i deckt wurden. In der „Fer-! tiiizers and Chemicals Cor- | poration“ in Haifa endlich I besitzt Israel eine Fabrik, die mit ihren modernen Ein! ric-htungen und ihren vorzüg- 1 iichen Laboratorien alle < Wünsche nach den entsprechenden Düngemitteln befriedigen kann. Für Israel ist nicht nur der Eigenbedarf an Düngemitteln gedeckt. sondern auch eine wichtige Exportchanee gegeben. Auch hier gilt der Satz, wer sich selbst hilft, hilft auch anderen. Israel leistet somit seinen Beitrag zur Lösung einer Frage, die von Tag zu Tag von grösserer Bedeutung für die ganze Menschheit wird. Israel-Pavillon in Lagos Tel Aviv. — Die Israelische Messegesellschaft gab bekannt, dass Israel sich an der Messe in Lagos im westafrikanischen Staat Nigeria mit einem eigenen Pavillon beteiligt, der sich im wesentlichen auf Bauprojekte und Bewässerung, Textilien. Autoreifen, Sperrholz und Kühlschränke konzentriert. Da Nigeria zu Israels grössten Abnehmern in Westafrika gehört, kommt dieser Ausstellung. an der etwa vierzig Staaten mif nationalen Pavillons sowie eine grosse Anzahl von Importeuren aus verschiedenen Ländern teilnehmen, besondere Bedeutung zu. (AWZ) INDUSTRIAL & COMMERCIAL BANK (ISRAEL . LATIN AMERICA) LTD. INCOBA INVESTMENT & TRUST. Co. L,d. AS0CIAD6 m BANK HAPOALIM TEL AVIV — ISRAEL tNC OBA INVESTMENT & TRUST Cia. (GALERIA DEL OBELISCO) Äv. CORRIENTES 1145 T. E. 35-6565

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