Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1979 (28.9.1962)
- Date
- 1962-09-28
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613471--2358-9613480- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vierae«, 28 de Septiembre de 1982 JÜDISCH* WOCHEN No. 1*79 — 9 Die Erloesung der „Bne Israel 99 Vor der Staatsgründung nannte man jeden Bodener werb in Palästina aus fremder Hand „Erlösung“. Eine Erlösung erfuhr soben ein alter Zweig am Baume Israels, die ,,Bne Israel“ aus Indien, die ein Generationen dauernder halachischer Streit vom Volkskörper fern hielt, durch den Beschluss des Oberrabbinats in Jerusalem, dass Eheschliessungen mit ihnen — wenn auch nur bedingungsweise — gestattet seien. Die etwa 30.000 Juden Indiens, von denen ein Drittel ausgewandert sind, lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die Coehin-Juden an der südlichen Malabarküste mit einer sehr interessanten Vergangenheit und einer einst stattlichen Mitgliederzahl, zählen nur ca. 1000 Seelen. Sie unterscheiden sich in weisse und schwarze Juden in streng voneinander getrennten Gemeinden, da die schwarzhäutigen Juvon Dr. S. GOLDMAN»? Jüdisches Leben der Jetztzeit Brüssel. — Ungefähr 70 Gelehrte aus 14 Ländern nahmen an einer dreitägigen Konferenz über das jüdische Leben im heutigen Europa teil. Diese Konferenz wurde gemeinsam vom Inst' ut für zeitgenössisches Judentum, der Hebräischen Universität und dem Nationalen Zentrum für das Studium des Judentums der Universität Brüssel organisiert. An den Debatten über Themen wie z. B. Quellen und Methoden für jüdische geografische Statistiken, geistige Strömungen und den Wiederaufbau des jüdischen Gemeindelebens, nahmen Sachverständige aus Belgien, Dänemark, Frankreich. Jugoslawien Westdeutschland, Grossbritannien, Luxemburg, Holland, Israel, Italien, Portugal, den USA und der Schweiz teil. (ITA) den als Abkömünge aus Mischehen betrachtet wer den. Die Bagdad-Juden. 4000 an Zahl, wanderten Ende des 18. Jahrhunderts aus dem heutigen Irak ein und Hessen sich in Bombay, Kalkutta und anderen Orten nieder. Aus ihrer Mitte j stammen die „indischen | Rothschilds“, die später in : England hohe Stellungen einnahmen. Die Hälfte aller indischen Juden gehört zu den „Bneij Israel“, von denen 5.000 bis i 6.000 nach dem Freiheits- ' krieg nach Israel einwan derten und sich konzentriert in Beer Schewa. Dimona und Kirjat Schmone ansiedelten. Abgesehen von ihrer Ueberlieferung, dass sie Abkömmlinge der verlorenen zehn Stämme seien, ist ihr Ursprung in Nebel gehüllt. Von Geschlecht zu Geschlecht erzählt der Vater seinem Sohn folgendes: Vor etwa zwei Jahrtausenden gelangten unsere Ahnen auf zwei Schiffen aus dem Heiligen Lande an die Küste Indiens, wo sie Schiffbruch erlitten, bei dem sich nur sieben Paare unweit Bombay ans Land retteten. Bei den Einwohnern der Umgegend, in der sie sich festsetzten, waren sie als „Oelkelterer für den 7. Tag (Shanvar Telis)“ bekannt. Das Oel, das sie für den Schabbat bereiteten, wurde später ein Teil ihrer Ernährungsweise neben der Landarbeit und der Holzbearbeitung. Ihr Unwissen ist der langen Isolierung von jüdischen Zentren zuzuschreiben. Es fehlten ihnen Torarollen und Bücher über Bibel und Talmud. Sie hüteten Schabbat und Besc.hneidung, von den Festtagen den 1. Tag Rosch Haschana und Jom Kippur (Tag des Verschliessens der Tür wohl wegen des Neila- Gebets), den sie fastend, in weissen Gewändern in ihren 1 Quader von der Lqguna J Pension Familiär ^444^ j M Flamm jj unter Aufsicht der Herren Rabbiner *, Di. FINK und Dr. OPPENHEIMER CHASCOMUS F. C. N. G. R. Sukkot •H,n ÎTOTD Zimmer mit priv. Bad ¡j| CHASCOMUS CORDOBA .‘18 T. E. 2910 Inf. in Buenos Aires: T. E. 76-2312 jiiimmmiimmiimimiHimmiiiiuimmmmmimmmmmt: ¡ E U R 0 P A E IS C H E R FACHMANN¡ übernimmt Reparaturen von | RADIOS — COMBINADOS ET. E.: 70.9931 von 14—16 und ab 20 Uhr ntiHiiiimimmiiHHHiiiiuiiniiiiiHuniiuiiiiiiniiinHiiiiiniiu t ISRAEL - BRIEFMARKEN : Ai* WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA-! BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial : del Estado de Israel, V1AMONTE 558, I/B — Bu«i«, Aires, Rep Argentina J J î£S»*ÏSÏi.IISSSSS«ISI;i:ïîiiJiii,i*;ïtïJitïï33S*aî!ï£SiEaSâîSÎ § JUAN JULIUSBURG ¡! MALERARBEITEN! m m m m i 73-1148 BLANCO ENCALADA 164*. 1 3 IM Wohnungen verschlossen, verbringen. Pessach, wenn auch ohne Mazzot und Seder, und Tischa beaw in ihrer Weise. Der 15. Sch'wat ist als besonderer Feiertag dem Gedenken des Propheten Elijahu gewidmet. Das einzige hebräische Gebet, das sie verstehen, ist Sch‘ma, das sie bei allen Gelegenheiten rezitieren. QUELLEN UEBER DIE „BNE ISRAEL“ Der Rat der Aeltesten der Bne Israel — Rabbiner gibt es bei ihnen nicht — betonte insbesondere, dass ihre Gemeinschaft von jeher auf „Tahara Mischpacha“ besonderen Wert legte, und wies auf die Quellen hin, als das Oberrabbinat auf die Initiative von Oberrabbiner Nissim an deren Erforschung herantrat, da immerhin Hinweise auf Verdächtigungen vorliegen. Ein Mitglied der Gemeinschaft, H. S. Kehimkar weist in seinem Buch: „The History of the Bene Israel of India“ (Tel Aviv 1937 — veröffentlicht 40 Jahre nach seinem Tode) auf die Anspielung arabischer Juden hin. dass in den Adern der Bne Israel kein reines jüdisches Blut fliesse. Das gleiche bemerkt Dr. E. Moses, ehemaliger Bürgermeister von Bombay und Führer seiner Gemeinde, in einem Brief an den ,,Jewish Advocate“, eine jüdisch-indische Zeitschrift, im Februar 1945 über die Vorwürfe der Bagdader Juden, die sich erhoben über die Bne Israel fühlten. Sehr spärlich sind die Nachrichten, die aus hebräischen Quellen zu uns fliessen. Der Weltreisende R. Benjamin von Tudela <12. Jahrh.) erwähnt lediglich bei seinen Berichten aus Indien die Juden Malabars, die die mündliche Lehre kennen. Der Rambam erwähnt in einer seiner Responsen im Jahre 1194 an die „Chachme Lunels" die indi- Rothschild-Feier in Frankfurt Frankfurt. — Am 150. Todesfeg von Meyer Amschel Rothschild fand am Grabe des Gründers der jüdischen Bankiers-Dynastie eine Gedenkfeier stat". Der Bürgermeister der Stadt und Mit glie-W des Stadtrats ehrten den berühmten frankfurter Bürger. Persönlichkeiten des jüdischen religiösen und gemeindlichen Lebens nahmen an der Veranstaltung teil. (ITA) Mehr Einwanderer als Einheimische Haifa. — Der von der Personalabteilung der „Amidar“, der nationalen Gesellschaft für Wohnungsbau für Neueinwanderer, herausgegebene Rechenschaftsbericht enthält einige interessante Daten über die Angestellten der Gesellschaft im verflossenen Geschäftsjahr. Von den 760 im Bericht aufgeführten Angestellten waren 90 Prozent Einwanderer und nur 10 Prozent im ’Lande Geborene. Die Einwanderer stammen aus 25 verschiedenen Ländern, darunter 14 europäische sowie elf asiatische und afrikanische Länder. Fast 43 Prozent dieser Angestellten kamen erst nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges ins Land. Nur sieben Prozent der Altansässigen leben bereits über 30 Jahre kn Land. (AWZ) sehen Juden, die keine Kenntnis von der schriftlichen Lehre haben und nur Schabbat und Mila beobachten. Anscheinend berichtete ihm darüber sein Bruder David, der zum Handel mit Diamanten in Indien weilte. Aber diese beiden Feststellungen werden auch von an deren Forschern gemacht. Zu einer religiösen Renaissance gelangten die Bne Israel unter dem Einfluss eines wohlhabenden Junen David Jecheskel Reebabi aus Cochin, der Ende des 18. Jahrhunderts anlässlich seines Besuches in Bombay durch seine religiöse Aufklärungspropaganda lebhaften Widerhall bei den Bne Israel fand. In ähnlicher Weise wirkte Samuel Jecheskel (um 1796), ein kriegsgefangener jüdischer Soldat, der in Erfüllung eines Gelübdes eine Synagoge in Bombay erb ute und die dortigen Juden binnen kurzem in die traditionelle Lebensführung und Gebrauchsliturgik hineinbrachte. Sie passten sich dem sefardischen Ritus unter Benutzung von Gebetbüchern an, die in die Marathi-Sprache übersetzt worden waren. Durch die Einwanderung der Bagdad-Juden, von denen sich die Bne Israel als die wahren „Kinder Israel“ distanzierten, die andererseits dem indischen Kastengeist entsprechend auf die weniger vornehmen Bne Israel herabblickten, kam es zu einer Art Schisma. Die Rabbinen Babels, Mosche Chajim Schlomo, Jeche.-kel Esra und Elijahu Esra, entschieden, dass die Bne Israel den Karäern gleichzustellen und Ehebündnisse mit ihnen verboten seien. Rabbi Samuel Abo, dar 1835 inmitten der Bne Israel gelebt hatte, sandte wegen ihrer Zulässigkeit in den Kreis der jüdischen Gesamtheit Anfragen an die Weisen von Safed und Tiberias unter genauer Schilderung ihrer Eigenart, und die Antworten lauteten, dass es verboten sei, sie dem jüdischen Volkskörpar fernzuhalten. Es bedeutete im Gegenteil ein grosses Verdienst, sie auf den Weg von Tora den Juden näherzubringen. Schliesslich liegt uns noch das Urteil des Weltreisenden Jakob Saphir (1822 bis 1885) vor, der 1860 in der Mitte der Bne Israel weilte und in seinem Buch ..Eben ha’saphir“ u.a. die Beobach tung verzeichnete, dass sie unter ihrer Oberkleidung ein kurzes Gewand tragen, an dessen Ecke sich eine Schnur befindet, die sie jeden Morgen küssen, um dann den Faden um die Lenden zu gürten. „Sie versuchen, sich mit Herz und Seele den Juden zu nähern. Es bedeutet eine Ehre für sie, in deren Mitte zu beten.“ „Und dieses ist — so folgert er — ein wahrhaftiges Zeugnis, dass ihr Ur sprung heiliger Saat — sera kodesch — entstammt.“ Israels Finanzlage ist besser Washington. — Eine Besserung der Finanzlage Israels wurde in dem Bericht festgestellt, den der Direktor des Internationalen Währungsfonds. Per Jacobsen, nunmehr, wie alljährlich, über die Währungen in der Welt im Jahre 1962 veröffentlicht hat. Jacobsen führt aus, dass „Israel im Januar dieses Tahres nach eingehenden Beratungen mit dem Intern<a‘ionalen Währungsfonds den Beschluss fasste, das IL neu zu bewerten und das verwickelte System der verschiedenen Kurse abzusehaffen. Dies tat -s. ohne die internationale Institution um Hilfe zu ersuchen, da es darauf vertraute, dass sich sein? Reserven nach der Fnu-ertung ständig vermehren wiirder. Dieses Vertrauet wurde inzwischen durch die Tatsachen gerechtfertigt.“ (ITA) Israel-Delegation in der Türkei Istambul. — Ein« landwirtschaftliche Delegation "Us Israel, an deren Spitze izra Dänin, der Chef der Abteilung MittHost des Aussenministeriums steht,;raf nach einer zweiwöchigen Informationsreise durch die ganze Türkei in Istambul ein. In Ankara waren die Delegierten vom türkischen Landwirtschafts - Minister empfangen worden In Smyrna wurde bei der internationalen Ausstellung der . Tag Israels“ gefeiert. (ITA) 12.195 PERSONEN reisten in den letzten 3 Jahren durch Viajes Bittermann nach Israel, Warum hat der groesste Teil der juedischen Reisenden nur Vertrauen zu VIAJES BITTERMANN? 1. Weil sich VIAJES BITTERMANN streng an die Abmachungen halten. 2. Weil VIAJES BITTERMANN sich Prestige und Dank durch die hoechst erfolgreiche Veranstaltung von Aus* fluegen und Rundreisen erworben haben. 3. Weil VIAJES BITTERMANN bestrebt sind, den Reisen den zu seiner vollsten Zufriedenheit zu bedienen. Daher werden auch Sie sich mit VIAJES BITTERMANN in Verbindung setzen, wenn Sie eine Reise nach Israel oder an irgendeinen anderen Ort in der Welt zu machen beabsichtigen. CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, Ol. 9, 10; 14 y 160t T. E. 49-3491/45-4957/49-0433/45-7607/49-12$J§| - ,V *4 v o', :