Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1952 (23.3.1962)
- Date
- 1962-03-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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- Haifa 3× ep/1047930
- Oran 1× ep/1048048
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4 — Virrnn, 25 d? m2 LA SEMAK A ISMAELITA A fi« XXIII. — No. 1952 IM HAIFA i ¡ De;- Dagon Silo im Hafen von Haifa sieigert seine Leistungen im Umschlag importierten Getreides aus den im Hafen ankernden Schiffen von Jahr zu Jahr, wie sich aus den statistischen Daten ergibt, die der Gründer und Leiter des Unternehmens Dr. Rubin Hecht kürzlich der Wirtschaftskommission der Knesset mitteilte. die diesem Musterbetrieb einen Besuch abstattete. an dem ich teilnahm. Von 417.807 f im Jahre 1956 stieg die Leistung alljährlich, erreichte 1961 ungefähr 880.000 t und dürfte in diesem Jahr etwa eine Million Tonnen betragen, während sich die Umschlagsfähigkeit auf 1,5 Millionen t beläuft. Das Verhältnis zwi-, sehen Lager-Kapazität und Warenumschlag war im, Jahre 1960 bereits 1:40 gegenüber 1:7 im Hafen Rotterdam und 1:20 Maximal- Umschlag in den Silos der USA. Die Schweiz importierte weniger Getr?ide als Israel, und dort gibt es 22 Silo-Unternehmungen. die zusammen nicht mehr Arbeit leisten als das eine in Haifa Gab es im Jahre 1956 noch 74 Prozent der Getreidelieferungen in Säcken und nur 26 Prozent als lose Ware, so nahm angesichts der viel sparsameren Lagermethode im Silo die lose Ware gegenüber der in Säcke gepackten immer mehr zu, und 1961 kam bereits 89.2 Prozent des Getreides lose und nur 10.8 Prozent in Säkken an. Der Anteil des Dagon-Silos am.Hafenumschlag von Haifa — abgesehen von flüssigem Brennstoff — war im Jahre 1956 noch 38,7 Prozent und stieg im Laufe der Jahre derart, dass 1961 wohl die Hälfte aller Waren, did im Hafen Haifa umgeschlagen wurden, den Dagon-Silo passierte. Dagon erzielte in der letzten Zeit Rekord-Leistungen: so am 18. Oktober 1961 mit 6.278 t ausgefolgter Ware und am 2. November 1961 mit 7.256 t gelöschten Getreides und 12.027 t Umsatz. Im November 1961 wurden insgesamt 132.446 t Getreide aus den eingetroffenen Schiffen gelöscht und 117.840 t Getreide ausgefolgt, davon j 94,5 Prozent als lose Ware, j Der Gesamtumschlag von | Dagon war also im Novem-’ 92,9 Prozent des gesamten | Warenumschlags im Hafen j Haifa bildete (abgesehen von flüssigem Brennstoff).! Damit überbietet Dagon; nicht nur seine eigene bishe-; rige Leistung, sondern diej ser Silo stellt damit sogar' Weltrekorde auf. Das Durchschnittsquantum des gelöschten Getreides war im Monat November 1961 über 4.730 t täglich. An Regentagen, an devon MEIR FAERRER nen die Arbeit im Hafen schwer behindert ist, arbeitet der Silo fast ungestört weiter, da er durch den geschlossenen Warenweg vom Schiff durch die gedeckte Brücke mit Saugvorrichtungen und Transportbändern zum Silo vom Wetter weitgehend unabhängig ist. An solchen -Tagen schafft Dadels- und Industrieministeriums erspart das Silo-Unternehmen Dagon der Wirtschaft binnen eines Jahres 1 1.5 Millionen Dollar und 7 Millionen IL, nämlich durch billigere Seefracht. Vermeimeidung von Manko und Warenverderb, Verringerung der erforderlichen Arbeitskraft, verbilligte Versichestoren in sieben Ländern gegenüber verantwortlich ist, wurde ein fixer Satz von 10 Prozent des Investitionskapitals 'und für die neue pneumatische Anlage von 8 Prozent des Kapitals) .vereinbart. Ueber die Basis der Berechnung dieser 10 resp. 8 Prozent schweben Meinungsverschiedenheiten zwidarf, hat Verkehrsminister Ben Aharon eine Untersu chungs - Kommission eingesetzt. die jetzt ihre Vorschläge ausarbeitet. In Anbetracht des Umstandes, dass Dagon gegenüber dem Anfangstarif nur mehr 87 Prozent berechnet, obwohl in der Zwischenzeit der Lebenshaltungs-Index um 32 Prozent gestiegen ist, sollte die Regierung diesem Be- Allegorie des Purim-Festes ¡¡III -ff -, f* íA - o - '' ***«r ' üMwr'Wi »tj»» IM. UMt" gon fast 90 Prozent der im ¡ rungssätze und Gewichtsga Hafen geleisteten Arbeit. Laut Mitteilung des Han- Die Einwanderung in Israel New York. — Auf der 78. Jahresversammlung des United Hias Service im Roosevelt Hotel, wurde eine Resolution angenommen, die eine Erhöhung der jährlichen nordamerikanischen Einwanderung nach Israel von rund 156.000 auf 250.000 Menschen verlangt. Die Resolution fordert ferner eine neuerliche Ueberprüfung des Einwanderungsgesetzes in USA, „das die demokratischen Anschauungen über die Würde und den Wert des Individuums widerspiigelt”. Präsident Kennedy beglückwünschte den Hias zu seiner Arbeit für die erfolgreiche Eingliederung von Einwanderern, „deren Leiden diese Organisation durch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ersetzt habe.” Murray Gurfein, der Präsident der Organisation, teilte mit, dass im Jahre 1961 über 30.000 Juden, Männer, Frauen und Kinder, den Hias um Hilfe gebeten haben und diese erhielten. Er wies darauf hin. dass die Juden aus Kuba nicht aus Gründen des Antisemitismus dieses Land verlassen haben, sondern hier für der soziale und politische Wandel verantwortlich war Diese Juden leben seiner Aussage nach noch zum grossen Teil in Miami, doch viele von ihnen seien schon aul 29 Staaten im Lande verteilt worden. (ITA) rantie, Einsparung der überflüssig gewordenen Säcke, Vereinfachung der Handhabung der Ware, und schliesslich durch die billigen, degressiven Tarife des Silos, die in dem Masse sinken, wüe der Nutzeffekt und der Umfang der Arbeit steigt sehen der Regierung und der Dagon-Direktion. Auch die Meistbegünstigungsklausel für Transport- und Lager-Unternehmungen, welche von der staatlichen Investitionsbehörde approbiert sind, und die im Vertrag mit der Regierung/enthalten ist, wurde nie zu Gunsten trieb Entgegenkommen beweisen. Erfreulich ist es, Dr. Hecht über seine Beziehungen zu den Arbeitern sprechen zu hören: er hält die israelischen Arbeiter für besser als die europäischen. Algerier vor Gericht Paris. — Der Prozess gegen fünf europäische Algerier, die unter der Anklage stehen, Bomben in jüdische Geschäfte in Oran gelegt zu haben, wurde vor einem Militärgericht verhandelt. Die fünf Delinquenten sollen Mitglieder der OAS sein und Geschäfte von Juden angegriffen haben, die sie verdächtigten, die mohammedanische FLN- Bewegung zu unterstützen. (ITA) Es genügt, ihnen einmal etwas zu erklären, und sie verstehen die Maschinen und technischen Anlagen und erzielen maximale Leistungen. Der Kontakt zwischen der Diaspora und der Arbeiterschaft ist ausgezeichnet, und es wird hier nicht nur für die von der Gewerkschat vorgeschriebe, nen sozialen Leistungen, sondern darüber hinaus gelegentlich auch für ein kulturelles Programm gesorgt. Die Löhne entsprechen den von der Gewerkschaft bewilligten Maximalbezügen, doch werden überdies auch Sozialfälle berücksichtigt. Wenn Kinder eines Arbeiters heiraten, Verwandte aus dem Ausland eintreffen, die Operation eines Familienmitglieds notwendig wird, eine Eigenwohnung erworben wird, werden Anleihen zinsenfrei und ohne Wertbeständigkeitsbindung an Dollar oder Lebenshaltungsindex gweährt. Dazu steht ein Fonds von 150.000 IL zur Verfügung. Die Anleihen werden gegen Unterschrift zweier Arbeits-Kameraden ohne jede sonstige Sicherung gegeben. Jetzt wird ein gräumiges. modernes Restaurant und ein Erholungssaal für die Belegschaft gebaut. Die Arbeit geht ununtepbrochen in drei Schichten vor sich, und wenn auch viel Ware in Säcken zu behandeln ist. sind hier bis zu 280 Arbeiter beschäftigt, davon 140 fix, die anderen gegen Taglohn. Durchschnittlich verdienen die Arbeiter 50 IL pro Woche plus Prämien, 17 IL im Tagesdurchschnitt. Die Anregung für die Errichtung des Silo-Unternehmens in Haifa schöpfte Dr. Hecht seinerzeit aus Herzls ..Altneuland”, was ihn veranlasste, vor einiger Zeit diesen visionären Roman | Herzls in einer illustrierten j Prachtausgabe veröffentli- I chen zu lassen. Der Erfolg 1 dieses Werkes regte ihn nun : dazu an. auch Herzls .Ju- : denstaat” in ähnlicher Form I netiauflagen zu lassen. Wer j das Riesengebäude des Silos : besucht, ist von der dort ■ herrschenden kultivierten Atmosphäre tief beeindruckt, | die in peinlicher Reinlich-; kiet. in der ebenso schönen wie praktischen Linienführung der Architektur und der Einrichtung, aber auch in der reichaltigen archäologischen Sammlung, die die freundlichen Hallen und Gänge ziert, zum Ausdruck kommt. Während sonst im Land al-j von Dagon angewandt. le Waren und Dienstleistungen von Jahr zu Jahr teurer werden, gingen daher die Silo-Gebühren zurück, trotzdem die Arbeitslöhne gleichzeitig stiegen. Solche degressiven Tarife sind sowohl in Israel als auch in den anderen Ländern beispiellos. Sie wurden der Regierung sein-erzjit von Dagon-Direktor Dr. R. Hecht vorgesehlawen. ° Zu den anderen Ersparnissen gesellt sich noch die indirekte Ersparnis durch schnellere Abfertigung der Schiffe im Hafen, was die hohen Wartegelder herabsetzt und dem haifaer Hafen einen guten Ruf sichert. Als Gewinn des Unternehmens, das seinen 300 Inve- Dagon will auch im Hafen Elat, wo nicht nur Getreide sondern auch Kaolin. Phosphate und andere Exportwaren zu verschiffen sind, einen Silo errichten, wie Dr. Hecht auch für den neuen Hafen in Aschdod das Recht beansprucht, die Silo-Anlage zu errichten, falls auch dort eilte installiert werden sollte, was im Hafenplan vorgesehen ist. Die ausschliesslich privaten Investoren b< finden sich zu 70 Prozent im Ausland. Es sind 250 Leute in de: Schweiz, in Mexiko, den USA und einige in Frankreich Zur Klärung der Streitfrage. ob 10 Prozent Nettoprofit an die Investoren ins Ausland überwiesen werden LUACH - (KALEHDER) Freitag, den 23. März 17. Adar II Sonnabend, den 24. März 18. Adar II Parschat TZAW 3. B. M. VI 1’ — VIII 36 und in der zweiten Torarolle NIX 1 — 22 in 4. B. M. Haftara Ezequiel XXXVI 16 — 38 SCHABAT PARA Sonntag, den 25. März Montag, den 26. März Dienstag, den 27. März Mittwoch, den 28. März Donnerstag, den 29. März Freitag, den 30. März Sonnabend, den 31. März Parschat SCHMINI 3. B. M. IX 1 — XI 47 und in der zweiten Torarolle 2. B. M. XII 1 — 20 Haftara Ezequiel XLV 16 — XLVI 18 SCHABAT HACHODES Neumondankündigung Nissan 19. Adar II 20. \dar II 21. Adar II 22. Adar 23. Adar II 24. Adar II 25. Adar II 'I