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Jüdische Wochenschau · 1962-02-16 · 1947 (16.2.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1947 (16.2.1962)
Date
1962-02-16
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German, Spanish
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rtiotiaer und Jude eh Politiker 1FREEDEN ein un5 «ui '■ereinet gegeben. Seisselerschiessungen, Ver-’ lewaltigungen. Pliinderunsen — hilflos und gequält (ersuchte er. Einhalt zu gebeten. ..Wann werden die Menschen aufhören, einander zu jagen, zu quälen, zu martern, zu morden?”, rief sr angesichts der kommuni- 'itsehen Terrorakte aus. Ernst Toller war ein zarter Lyriker, ein glühender Humanist, ein fanatischer als Kyegsteiwilliger hatte er die Front erlebt — ein Michael Üohlhaas der sozialen Gerechtigkeit. ein Ethiker, der ¡ich im Morast der politischen Parteien nicht zu- ,nii, - ivchtfand, ein reiner Parsi- P ier wü* val im Netz der Intriganten t der Roten and Interessenten, der danai). gr mit cjner fünfjährigen «!ÜL Festungshaft sühnen musste. „Toller ist während der urzen Zeit seines Kommandos immer des Glaubens genesen. alles gütlich schlichen zu können.” schrieb der damalige preussische Intenminister Wolfgang Heine u Tollers Entlastung und »ies auf dessen „Weltfremdfeit, Optimismus und Friedensgliiubigkeit” hin. Toller war ein gläubiger Sfensch. Nach der Lektüre feiner „Wandlung” sagte nd,,f Kelter Vd,en pal!.d lichtr ä ich licht " ar ein Mann und der G;;An der AUS. eÄÄ Megsgegner- Wnn p Uzenden d« Zentralrates ’■ n so "ab. nespekt % 1 ermordeten essen, wenn a ungliickiiegrilfen wer. manuel Birnin der Miin. 'Wik"'. ..l’sozialist und t, fand er er einen Seirheirs-Sozialefeindet, auf rite von den berlistet und ren Schrak- Bayern er Uromas Mann: „Dies ist ei-;rn konnte, ir Art Gebet, dieser Dichter?e Aufgabe Stengen riesiger Felsbrokien rollen in das tiefe Tal knab. FELS laubige ffaisteins. des ler für iei nach Sodom ¡t. rast in :htung von einer breiasse dahin, in sechs Kirasse 'von Schimon Do- ■asse ist zu ■ginnt l'ris auen Hügel hliessen uns en ein und ■in Taldas hr verengt und langsan, Endlich einen Trakipflug. Hier f zwischen ige sind vor aufgereiht Messer her n, erst langer und stärist vor Aneen. Bie hailang an, ah wobei sie uch aus ihir spucke"- ihre M«sser stossen--- ren^J mden ¿ COR*1^. hf ok»ÜBlkf don 11* vor bi«« M#1 % v<* I1E SOHARSCIILUCIIT Wir fahren weiter und kmmen immer langsamer »rwärts, je mehr 'vir uns fer „W’and” nähern. Einige Minuten lang fahren wir iurch eine breite Ebene und tuchen dann in die Soharrhlucht. Die Luft ist stikhg und heiss. Alle Farben snd verschwunden, mit Aussihme von rot, gelb und ihwarz, und natürlich dem sefen Blau des Himmels. Iber wer schaut zum Himtel? Wir blicken nach unfen, unter die Räder, und -chleiehen hinunter, einen Zentimeter nach dem anfern, wobei wir den niedriglen Gang einschalten. Dann halten wir. Hier <eht man deutlich die Ueerreste der römischen Fe- >ung Kasr-e-Zuera (Masad »har). - Dies war ein Verbindungsglied in der langen lette römischer und später iyzantiniseher Befestigunssinkte zum Schutz gegen de Wüstennomaden von Zin fed Paran im Süden. Weiter inten, in der dunstigen Ferfe, liegt die blaue Fläche ies Toten Meeres und jeneits davon die rote Schrante der Berge Moabs, Wir krieenen immer tiefer hinab. Die Kuryen sind iurz und scharf. Wir fahren in der Festung vorbei. Jetzt hront sie über uns. düster md bedrohlich Ich drehe nich um. W as, diese Wand ind wir hinuntergeklettert? Ind Du willst mir erzählen, lass hier eine Landstrasse rinabfiihren wird? Grosse Autobusse und 20 Tonnen whwere Lastwagen werden ünauf- und hinabfahren? iih weiss, dass es eines Tales so sein wird, in nur «enigen Monaten, und doch fct es fast nicht zu glauben. Du wirst sehen”, veripricht Uri ruhig und gelas- Er spricht nicht viel »nd vei-spricht noch weni- {•*'* aber er ist einer der «Snner, di« ihre Versprethfen halten. Die Fahrt von hier bis iua Ende der Schlucht, na- ** der Strasse von Sodom weh Bin Geddi. is^ ein Kin- ♦erspiel. Wir legen sie m *“Mig#n Minuten zurück. ist auf seine Weise fromm.” Er hatte etwas vom alten Prophetentum an sich, den ewigen Imperativ des sittlichen „Du sollst”. „Trifft Toller eine Schuld, so ist es die, dass er im Sturm der Ereignisse seinen eigenen Ruf zu warten, überschreien liess”. schrieb Stefan Grossmann 1919 unter dem Titel „Der Hochverräter Ernst Toller”, eine Arbeit, die als „Marginalie” in die neue Toller-Auswahl aufgenommen wurde. An Dramen enthält der Band „Die Wandlung”, ..Masse Mensch”, „Die Maschinenstürmer”, deren Hauptgestalten in ihrem Konflikt zwischen denken und tun, sein und sollen, autobiographische Züge tragen, und „Hinkemann”, das dichterisch und dramatisch stärkste. An Lyrischem findet man die Schönheiten des „Schwalbenbuches”, und einige Verse in .Vormorgen”. Am interessantesten jedoch sind die autobiographischen Aufzeichnungen „Eine Jugend in Deutschland” und „Briefe aus dem Gefängnis”. Die Autobiographie endet im Jahre 1924. mit seiner Entlassung aus der Festungshaft in optimistischem Ton: „Nein, ich war nie allein in diesen fünf Jahren, in der trostlosesten Vex-lassenheit nie allein. Die Sonne hat mich getröstet und der Mond... ein guter Blick, ein Gruss geliebter Menschen, Freundschaft der Kameraden, der Glaube an eine Welt der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Menschlichkeit, an eine Welt ohne Angst, und ohne Hunger. Ich bin dreissig Jahre. Mein Haar wird grau. Ich bin nicht müde.” Jedoch in seinen Briefen klingen bange Fragen auf. wie diese, die als Motto über sein Leben gestellt werden könnte: „Wird der ethische Mensch politischer Mensch, welcher tragische Weg bleibt ihm erspart?”. In einem anderen, an Stefan Zweig gelichteten Schreiben heisst es: „Es ist an der Zeit, dass Menschen aus freiem Willem, aus notwendiger Hingabe den Mut finden, die Idee zu leben, der sie gehören”. Und 1920 die Feststellung: „Draussen: Blut — Mord — Qual — Hunger .. Das drückt viel schwerer. Und die Ahnung um das Schicksal Europas in den nächsten Jahrzehnten .. Ich habe an die erlösende Kraft des Sozialismus geglaubt, vielleicht war das meine .Lebensliige’, vielleicht. ...” Ernst Toller war der jüdischste unter den Expressionisten seiner Zeit — sein Zorn, seine Anklage, sein Pathos, seine ethische Forderung hatten biblisches Format; sein Aussehen war jüdisch: ..Das schwarze, stahlblau schimmernde Haar Achad liaani von I/eon Simon. Jcwish Publication Socir-ty oi America, 1960. Neben Theodor Herzl hat wohl kaum jemand dem Zionismus und dem Staat Israel so sehr sein geistiges Gepräge gegeben wie Achad Haam. Bisher gab es nur in hebräischer Sprache eine Biographie Achad Haams. Nun hat es Leon Simon unternommen, uns eine ausführliche Biographie des grossen Denkers zu schenken. Niemand war in der Tat hierzu befähigter und berufener als Leon Simon, der lange Jahre ein intimer Freund Achad Haams gewesen ist und seine Werke ins Englische übersetzt hatte. Ascher Ginsberg, wie Achat! Haams Name eigentlich lautet. kam aus streng orthodoxer jüdischer Familie, beherrschte den Talmud und das rabbinische Schrifttum, wandte sich aber später verlieh in Verbindung mit der gelblichen Hautfarbe, der edlen Stirn und der wohlgestalteten Nase dem Gesicht einen wirkungsvoll fremdartigen Reiz” (Ernst Niekisch. „Gewagtes Leben”. 1958); und seine Kindheit in Samofschin. Posen, hat ihm sein Judesein iriih bewusst gemacht. „Ich danke an meine frühe Jugend, an den Schmerz des Knaben, den die anderen Buben .Jude' schimpften .. an die schreckliche Freude, die ich empfand, wenn ich nicht als Jude erkannt wurde... die Tage des Kriegsbeginns, an meinen leidenschaftlichen Wunsch, durch den Einsatz meines Lebens zu beweisen, dass ich Deutscher sei, nichts als Deutscher .. ...Aber bin ich nicht auch Jude? Gehöre ich nicht zu jenem Volke, das seit Jahrtausenden verfolgt, gejagt, gemordet wird, dessen Propheten den Ruf nach Gerechtigkeit in die Welt schrien, den die Elenden und Bedrückten aufnahmen und weitertrugen für alle Zeiten, dessen Tapferste sich nicht beugten und eher starben, als sich untreu zu werden?... ,Und wenn mich einer fragte, wohin ich gehöre, ich würde antworten: eine jüdische Mutter hat mich geboren, Deutschland hat mich genährt. Europa mich gebildet, meine Heimat ist die Erde, die Welt mein Vaterland.” Er verliess sein Vaterland, die Welt, 46jährig an einem Strick erhängt, in einem Hotelzimmer in New York, im Jahre 1939. Wie Kurt Hiller in seinem Vorwort meint, haben eine Anzahl Faktoren Toller zu diesem Selbstmord getrieben. Einer davon war sicherlich der Zusammenbruch seiner Konzeption, die sich als Illusion entpuppte. 1929 hatte Martin Buber von Gustav Landauer gesagt: „Er hat in der Revolution gegen die Revolution — um die Revolution gekämpft.” Auf Ernst Toller, der die Ermordung Landauers mitansehen musste, trifft das Gleiche zu — aber während Landauer dem Soldatenmob zum Opfer fiel, ging Toller ah seinem eigenen Zwiespalt zugrunde. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21. April Mittwoch, den 25. April Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September Fasten Ester Purim Sehuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Cho! hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tarnus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rosch Haschana weltlichen Studien zu. in denen er sich ein umfassendes Wissen besonders auf philosophischem Gebiet erwarb. Achad Haam wurde später der Begründer des geistigen Zionismus und seine Ideen, vereint mit. den politischen Anschauungen Herzls. haben die Grundlagen zum Staat Israel gelegt. Leon Simon hat es in ausgezeichneter Weise verstanden. un? ein Bild des Mensehen und Schriftstellers Achad Haam zu geben. Ein solches Buch verdient weitgehende Verbreitung. Faul Lazarus Gedenkbuch. Beiträge zur Würdigung der letzten Rabbinergeneration in Deutschland Jerusalem 1961. Paul Lazarus war der letzte Rabbiner von Wiesbaden, der 1939 nach Palästina auswanderte und in Haifa 1951 starb. Das vorliegende Buch behandelt in seinem ersten Teil das Leben und Wirken von Rabbiner Lazarus in Wiesbaden, um dann von seiner Tätigkeit in Haifa zu berichten. Paul Lazarus war einer der besten Vertreter der liberalen Rabbiner-Generaüon in Deutschlandder von sich sagen kennte, dass nichts Menschliches' ihm fremd war. Darüber hinaus enthält das Buch Erinnerungen an die überragenden Rabbiner N. Nobel und B. Jakob aus der Feder von Ernst Simon und Einst Jakob. Einen interessanten Beitrag über den Beginn seiner rabbinisehen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten steuert Helmut Frank bei, der zuletzt Rabbiner in Worms war. Ueber die letzten Jahre der Lehr ans!alt des Judentums und di; Tätigkeit Leo Baecks an diesem Institut berichtet, Wolfgang Hamburger. Wir erfahren, dass noch 1940 einige Kandidaten zu Rabbinern ordiniert wurden. Posten bekamen, aber leider ihr Ende in der Deportation fandenwie z. B Hanns Harf. <ier Nachfolger von Lazarus in Wiesbaden. Wrer sich ein Bild von der Tätigkeit der 1-elzten Rabbinergeneration in Deutschland machen will, sollte dieses wertvolle und aufschlussreiche Buch lesen. Dr. C\ Vogel Eine Biographie In Wien wird durch Karl und Gertrud Novotny eine Biographie über den Sänger Joseph Schmidt vorbereitet, die sich unter anderen auf die Angaben des in Israel lebenden Bruders des Künstlers stützen wird. HEBREO SIN MAESTRO por AHARÖN ROSÍN suficiente ¡7‘Spa.4 16 antes Eli? mas-pik kó-dem conviene ana .417 barco nax que-dai o-ni-á T * T. sino X*7X .418 costa f]in e-lá M error nxatf .419 fácil *7(7 sh'gui-á t * : kal guerra nan*7b .420 T T Z * primavera aasx mil-ja-md aviv T xin naxn-itfxn *3 ,nax T’ t: t * - T .paaa an ,ain *7tf áa-ja an ^rrn atfn axn •mr r»T laa-aa# ,raaa -J i TT; y * * t : 7D" T mp^n nn ,murin nx na '•'? irn rwi# oxn pPty % * r * : * - * v föv n*?x Pa nx ,2&?nP T V T v - .Pxnfcm Tixn “ r : * : ”s r t z ns ^rtfxn Puaul .. T - v “ T ~ na Pax?Pxnun nanxi nna .n^a ratfx asn« naxa nim T‘T! T I : . J I TS “Srvtom tx nrn ,*Pxnfe?^ T * T - X - T : .ddPdP V J \ I inma Vnni rja ,an aiPtf pmr nini? (x - t 1 t : j ,dV?u> np*n nan1? 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