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Jüdische Wochenschau · 1962-02-09 · 1946 (9.2.1962) · p. Seite 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1946 (9.2.1962)
Date
1962-02-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes. S de Febrero de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Ario XXIII. — No. lí>4fi — 5 Eine Stadt der Zukunft HAFENBAU IN ASCHBOB von HELENE BENJAMIN Für die meisten Einwan-, derer dauert die Reise von ihrem Herkunftsland durch i die Transitlager der Jew-; ish Agency bis zu ihrem endgültigen Wohnort in Israel etwa 20 Tage. | Was erwartet sie dort bei der Ankunft? [ W'ir stellten diese Frage j Schlomo Levv, dem krafti-' gen, temperamentvollen Nordafrikaner, der die Absorptionsabteilung der Jewish Agency in Aschdod Jam leitet. Seine Antwort war: I Eine aussichtsreiche Zu-1 kunft. Die erste Schwierigkeit jedoch ist die Unter-, bringung. Man baut im Eiltempo, aber in noch grösserem Tempo kommen jeden Monat die Einwanderer an. j EINE STADT DER j WUNDER j Schlomo Levys Ansicht nach ist das sechs Jahre al-: te Aschdod Jam, an der Küste des Mittelmeers <siid- | lieh von Tel Aviv) gelegen, ■ ein Wunderkind unter den neuen israelischen Städten! im Süden des Landes. Die ’ Rogosin - Textilfabrik, die grosse Kraftanlage, der Bau I des zukünftigen Hafens und ' die Diamantenindustrie bieten gute Arbeitsmöglichkeii ten. Das Klima ist eins der! besten in Israel. Die Bautätigkeit geht in raschem Tempo vorwärts. In Asch-1 dod Jam verwandeln sich riesige Flächen von Sanddünen in eine lebhafte Stadt. Man muss Schlomo Levy verzeihen, wenn er auf Aschdod Jam stolz ist. Er kam kurz nach dem Sinaifeldzug hierher, als die Stadt nur im Kopf einiger unternehmender Planer existierte, hielt durch während der ersten mageren Jahre und ist jetzt glücklich, dass jeder Tag neue Anträge von Einwanderern bringt, die sich hier niederlassen wollen. Grosszügig und voller Enthusiasmus, möchte er jeden Antrag bewilligen, aber seine Liste der verfügbaren Wohnungen ist schon überbesetzt. Die Asb3.sthütten. in denen ca. 120 Familien auf ihre endgültigen Wohnungen warten, sind über-; füllt. I Nur ein einziges Mal hat Schlomo Lcvy den haifaer Haf?n gebeten, eine Einwanderergruppe einige Stun- ' den dortzuhalten. Dies ist die Geschichte, die mir Le-1 vv selbst erzählte, und die ' sich jed? Woche während des jetzigen Winters wie-, derholen kann. I „Morgens bekam ich die Schlüssel. Aber das beaeu- , tet nicht, dass die Wohnun-1 gen wirklich fertig sind. Es , bedeutet nur, dass man die Menschen irgendwo unterbringen kann. Jetzt hatte ich 20 Schlüssel in der Hand, das hiess, dass 20 Familien aus den Asbesthütten ausziehen mussten und diese für die neue Gruppe, die i nachmittags kommen sollte. I instandgesetzt werden mussj ten. Wir setzen die Neuan- \ kömmlinge nie sofort in | endgültige Wohnungen, son-; dern diejenigen, die in den; Asbesthütten wohnen, haben den Vorzug. Dies Verspre-1 chen geben wir allen Fami- HOTEL LAGO V RIO CEBALLOS — CORDOBA? | Casilla Correo 34? í itrn -K«IN -itw Umgeben von Wasser Pension Familiar M. Flamm unter Aufsicht I. Ehrw , der Rabbiner Dr. J. Fink und Dr. J. Oppenheimer CHASCOMUS lien, die wir in den Hütten unterbringen. Wenn wir es brechen würden, würde niemand mehr zu der Jewish Agency hier Vertrauen haben. So war alles bereit, aber das Wetter liess uns im Stich. Früh am Morgen begann es, in Strömen zu regnen und man hätte nichts und niemanden befördern kennen, ohne durch und durch nass zu werden. Ich rief Haifa an, aber unsere Leute im Hafen sagten, es gäbe keine Möglichkeit des Aufschubs. Ein weiteres Schiff würde in wenigen j Stunden erwartet, und die , Hütten müssten freigemacht I werden. Regen oder Sonnenschein, die Lastwagen ( würden abfahren, sobald sie vollgeladen wären.! So nahm ich mein Fahr- , rad, fuhr zu den Asbesthütten, ging von einer Tür zur ' anderen und erzählte mei- J ne Geschichte Ich wollte i mein Versprechen nicht bre- ' chen und die neuen Wohnungen an Spätergekommene vergeben. Doch es gab j keinen Platz, um die Neuankömlinge provisorisch unterzubringen. Die einzige I Lösung war, dass die Menschen in den Asbesthütten für die Neuen Platz mach-i ten. bis der Regen aufhör-' te. Diese Hütten haben eine Fläche von 32 qm. in drei, winzige Räume geteilt. Ei-1 nige Familien hatten sieben , oder acht Kinder, die zu zweit oder dritt in einem Bett schliefen. Aber jede dieser Familien, die am nächsten Tag übersiedeln j sollten, waren einverstanden, den Neuankömmlingen bis zum nächsten Tag ein , Zimmer freizumachen. Ich I kann mir nicht vorstellen, ■ wie sie in dieser Nacht ein , Auge schliessen konnten, | aber sie taten es, und alles war in Ordnung.” BALANCIERT DIE WOHNUNGSZIFFERN Auch heute noch, vier Wochen, nachdem ein verzweifelter Einwanderer, der nicht verstehen konnte, warum seine Bitte zur Uebersiedlung nach Aschdod Jam abgelehnt wurde, auf ihn einschlug, ist Schlomo Levy voller Zuversicht, dass zum Schluss alles in Ordnung sein wird. Er balanciert seine Wohnungsziffern wie ein verzweifelter Finanzmann, der versucht, um den Ban- Auf Eeichtboof* montierte Kräne laden Steine für de« Ban von Wellenbrechern ab krott herumzukommen. Er rechnet mit halben Stunden und halben Wohnungen und überredet jeden Bauarbeiter in der Stadt, ein wenig länger zu arbeiten, damit seine Rechnung aufgeht. Nur einmal verlor Schlomo Levy seine gute Laune. Das war in einer Nacht, als eine Gruppe von Einwanderern bei den Asbesthütten vorfuhr und drei Familien sich weigerten auszusteigen. , Sie weigern sich, in Aschdod zu bleiben?”, fragte er ungläubig. ..Das ist in drei Jahren noch nicht vorgekommen. Die Menschen betteln darum, hier wohnen zu dürfen. Was ist mit ihnen los?” Was los war. war für jeden leicht verständlich, der weniger vernarrt war in seinem Enthusiasmus als Schlomo Levy. In dem kalten Licht der Scheinwerfer machten die kahlen Asbesthütten, ohne Elektrizität, in dem dunklen Hof einen wirklich deprimierenden Eindruck. Sie erschienen wahrscheinlich diesen müden verängstigten Menschen wie ein Lager, nach' dem sie schon auf der anderen Seite des Mittelmeers lange genug in Lagern gelebt hatten. Sie riefen Eindrücke der Vergangenheit bei diesen Einwanderern w'aeh. die auf der Suche nach einer besseren Zukunft I waren. | ASCHDOD WIRD WEITER WACHSEN Aber glücklicherweise i kommen die meisten Einw'anderergruppen am Tage an. wenn Erwachsene und I Kinder um die Lastwagen : herumstehen und in einem wilden Sprachengemisch ihnen ein frohes Willkommen > zurufen. Dann hat man /eit, den Neuankömmlingen alles i zu zeigen, die Häuser im! Bau, die sie bald beziehen i werden, und von der Zu- 1 kunft zu sprechen, wenn der i Hafen fertig und Aschdod Jam eine der schönsten Städte Israels sein wird. I Doch bevor diese schöne Zukunft verwirklicht wird, braucht Aschdod Jam Hiij fe um Tausende von neuen! Einwandererfamilien unteri zubringen. Jetzt ist die I Stadt noch jung und kann , nicht alles allein schaffen. Aber sie hat genug Raum , zur Ausdehnung und ist ent- | schlossen, weiter zu wachsen Reaktiona«r« Stroemungen in USA New York. — Ein Bericht über das rapide Anwachsen von Verbänden der extremen Rechten in aen Vereinigten Staaten bildete das Thema einer Diskussion, die im Nationalrat des Amerikanisch-Jüdischen Kongresses stattfand. Dieser Rat, der sieh aus über hundert Mitgliedern aus den verschiedenen Teilen des Landes zusammensetzt, ist der leitende Ausschuss dieser Organisation. tITA) Israel-Woche Guatemala in Guatemala. — In Anwesenheit des Präsidenten ldigoras Fuente und des Erzichungsministers Anehissi wurde die Israel-Woche geschlossen. Man schätzt, dass lund 15.000 Menschen diese Ausstellung im Palacio Naeicnal besucht haben. (ITA) Córdoba 38 T. E. 2910 ZIMMER MIT PRIVATBAD Telef. Auskünfte in Bs. Aires:76-2312 u. 70-5805 ♦ ♦ ♦- Restaurant Paso Paso 452 (al fondo) — T. 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Bei verschiedenen Gelegenheiten hat sich die Interpol geweigert, bei der Dingfestmachnng ehemaliger nazistischer Kriegsverbrecher mitzuarbeiten. In einer anderen Resolution protestierten die 50 Delegierten gegen die Ausbildung deutscher Truppen, zu denen frühere Nazi-Offiziere gehören, auf englischem Boden und ersuchten die Regierung, die Konvention über Völkermord, die schon von 33 Regierungen unterzeichnet wurde,-ebenfalls zu ratifizieren und ferner die Konvention der UNESCO gegen Diskriminierung zu unterzeichnen. Lacfv Reading wurde wieder zur Präsidentin des bri, tischen Sektors, und Jacob Halev.v zum Präsidenten gewählt. UTA) HO SOLO iDESDE LA PLATEA!!! Los lugares que desde la pantalla le emocionan, le maravillan, le "transportan", VEA¬ LOS,% CONQZCALOS,%VIVALOS.^% USTED MISMO ti DE EXCURSIONES * EXODO 4 VIAJES CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10,14'y 16 I. E. 49-3491 /45-4957 /49-0433/45-7607/49-1229

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