Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1936 (5.1.1962)
- Date
- 1962-01-05
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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♦ Enero de 1962 O flû o B 4í S £ 2 tí £ ** a W fci « < O FRANQUEO PAGADO Concesión 908 TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. BUENOS AIRES, VIERNES 5 DE ENERO DE 1962 No. 1936 * 4 - •a * ■ EL EJEMPLA en toda la República PUEYRREDON 219« 19 «q. T. E. 83 2613 Buenos Aires Jordanwasser für die Negew-Wüste Dutzende von Räumpflü-1 gen puffen und quietschen einer neben dem an- | dern bei den Erdarbeiten für das riesige Staubecken im Zalmontal in Galiläa. Unter dem Lärm der schweren Bohrmaschinen und der ohrenbetäubenden Sprengarbeiten wird ein Tunnel durch den Schimronhügel bei Nahalal gegraben. Dutzende von Arbeitern mit Stahlhelmen arbeiten täglich in drei Schichten am Rau einer grossen unterirdischen Pumpstation nahe dem See Genezaret. Eine grosse Zahl von Schweissern arbeiten unter schwierigen Bedingungen in dem blendenden bläulichen Licht ihrer Azetylenlampen in den riesigen Stahlrohren, die mit Hilfe einer Drahtseilbahn gelegt worden sind. Dies ist nur ein Teil der Arbeit, die jetzt für die Herstellung der Jordan—Negew - Wasserrohrleitung durchgeführt wird. „Wenn die Rohrleitung fertig sein wird, können wir die bearbeitete Bodenfläche verdoppeln“; „Wenn die Rohrleitung fertig sein wird, können wir verschiedene neue Zweige der Landwirtschaft in Angriff nehmen“; diese und ähnliche Behauptungen hört man seit Jahren in landwirtschaftlichen Siedlungen und in den Entwicklungsstädten im Süden des Landes. Dieses grossartige Projekt, das viele Jahre hindurch nur im Entwurf existierte, und dessen Verwirklichung vor etwa sieben Jahren in Angriff genommen wurde, macht jetzt grosse Fortschritte. Ein Abschnitt der Leitung wurde bereits in Betrieb genommen. Das bedeutet aber nicht, dass in einer Woche ein Bauer im nördlichen Negew den Wasserhahn öfnnen und sein Baumwollfeld mit Jordanwasser bewässern kann. Darauf wird er noch zweieinhalb Jahre warten müssen. „Wir werden bis Ende 1963 arbeiten müssen, um den Bau der Rohrleitung zu beenden und erst im Winter 1963—64 werden wir allmählich die Leitung in Betrieb nehmen können“, sagte Herr Aaron Weiner, der Direktor von Tahal, der israelischen Wasserplanungs- Gesellschaft. „Es ist eine lange und komplizierte Leitung, die verschiedenen Prüfungen unterzogen werden muss, bevor sie endgültig in Benutzung genommen werden kann. Erst im Frühling 1964 werden wir Wasser durch sie hindurchleiten können“. Im ersten Stadium werden jährlich 180 Millionen Kubikmeter vom See Genezaret durch die Röhren nach Rosch Ha’ajin fliessen. Von dort wird das Wasser durch die zwei Jarkon—Negew- Rohrleitungen zusammen mit dem Wasser der Jarkonquellen weiter nach Süden geleitet. Zwei Jahre, nachdem die Leitung in Betrieb genommen werden wird, soll die Wassermenge allmählich v#ii JOSEPH LEVITTE Regierung, die Arbeiten zur Fertigstellung der Rohrleitung zu beschleunigen. Daher wurde vor einem Jahr die geplante Zeiteinteilung geändert, um die Bendigung des Projekts in dreieinhalb Jahren statt in den ursprünglich geplanten fünf Jahren zu ermöglichen. Durch diesen Beschluss wurden natürlich zusätzliche Ausgaben notwendig, teilweise abgetragen, das Dach aus bröckligem Stein wird durch Stahlpfeiler gestützt, und es wird ein Zement-„Ring“ gegossen. Dieser Ring hat einen Durchmesser von nur drei oder vier Metern, doch sind viele solcher Ringe notwendig, bevor die Stützmauern der Pumpstation fertiggestellt werden können, und für jeden Teil dieser Mauern wird DIE JARKON-NEGEW-ROHRLEITUNG vergrössert werden. Die zwei bestehenden Arme der Jarkon — Negew - Leitung werden die grossen Wassermengen, die erforderlich sind, nicht fassen können, und der Bau eines dritten Armes wird notwendig sein um das übrige Jordanwasser und die gereinigten Abwässer des Danbezirks hindurchzuführen. Voraussichtlich wird eine neue Leitung gebaut werden, um Wasser von Rosch Ha’ajin nach Tel Aviv zu bringen. Etwa um die Mitte dieses Jahrzehnts wird eine Wasserleitung vom See.Sohar in südlicher Richtung gelegt werden, parallel zu dem südlichen Teil der Jarkon—Negew - Rohrleitung, und diese Leitung wird durch Siedlungsbezirke des Gebiets von Gaza—Beer Schewa hindurchführen, um den nördlichen Negew mit Wasser zu versorgen. GEAENDERTE ZEITEINTEILUNG Der steigende Wassermangel in dem Bezirk zwischen Tel Aviv und Beer Schewa veranlasste die Berufungsfrist verlaengert Jerusalem. — Der Präsident des Obersten Gerichtshofes Israels, Jizchak Olshan gestand dem Verteidiger des nazistischen Kriegsverbrechers Adolf Eichmann eine Fristverlängerung bis Ende Januar zu, um gegen das vom israelischen Gericht ausgesprochene Todesurteil Berufung einzulegen. Dieser Entscheid erging nach einer Unterredung zwischen dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs und Eichmanns Verteidiger Robert Servatius. Bis zur Gewährung dieser Fristverlängerung war bei der israelischen Regierung noch nicht die Anfrage eingegangen, die wie angekündigt der argentinische Richter Dr. Issaurralde über die Entführung Eichmann vorzulegen beabsichtigt. (ITA) und so beschloss man, für diesen Zweck jährlich eine bestimmte Summe aus dem Entwicklungsbudget zur Verfügung zu stellen. Etwa 110 km nordöstlich von Herrn Weiners Büro in Tel Aviv, in der Nähe des Sees Genezaret, gähnt eine schwarze Höhle in dem blendend weissen Felsen des Berghanges. Alle paar Minuten kommt eine leere Feldbahn aus der Höhle heraus, und kurze Zeit darauf fährt sie mit einer kompakten Zementmischung beladen zurück. Innerhalb der Höhle rattert diese Bahn über hölzerne Gerüste. An einer bestimmten Stelle schütten die Kippwagen ihre Ladung in einen dichten Wald von hölzernen Stützen. Hier, tief in der Erde, werden das Dach und die Mauern der riesigen unterirdischen Pumpstation gegossen. Der Berg, in dem die Pumpstation gebaut wird, besteht teilweise aus weichem, sandigem Stein. Ein Laie mag dies für günstig halten, da es die Erdarbeiten zu erleichtern scheint. Die Fachleute aber sagen, dass sie einen harten Basaltfelsen bei weitem dieser weichen Masse vorziehen würden. PUMPSTATION Diese künstliche Höhle kann jeden Augenblick einstürzen, daher müssen besondere Vorsichtsmassregeln getroffen werden, die die Arbeit ausserordentlich in die Länge ziehen. Bevor ein grosser Raum ausgegraben werden kann, müssen zuerst drei parallel laufende Tunnel gegraben werden. Dann werden die Wände zwischen den Tunnels eine ungeheure Menge Zement gebraucht. Die Arbeiter, die die Stützen bauen, haben es vielleicht leichter als die anderen, die durch die langen, engen Kanäle kriechen müssen. Für ei¬ Wir gehen den Kanal entlang, der sich durch die Abhänge des Zalmon-Tales windet. Die Konstruktion dieses 70 km langen künstlichen Flussbettes ist beendet, und im nächsten Winter oder Frühling werden riesige Maschinen, die im Ausland bestellt wurden, diese ganze Fläche mit einer Zementschicht bedekken. An den Felswänden der verschiedenen Abschnitte des Kanals sieht man lange, wagrechte, parallele Zeichen. Es sind die Spuren der riesigen Bohrmaschinen, die innerhalb weniger Minuten zwanzig Meter tief in den Fels eindringen können. RIESIGES STAUBECKEN „Wir kommen jetzt zum Ende des Kanals“, sagte der Beamte von Mekorot, der am Steuer unseres Wagens sass. Ein überraschender Anblick bot sich uns, als wir um eine scharfe Kurve bogen. Man stelle sich fünfunddreissig nebeneinander liegende Fussballplätze vor, die ein einziges, riesiges Feld bilden. Die steilen Hänge der umliegenden Hügel formen ein gewaltiges Amphitheater und auf dem dunkelbraunen Boden dieses Beckens bewegen sich statt der Fussballspieler schwere Maschinen — das war das Bild, das sich unsern Augen bot. Wir hatten niemals zuvor eine solche Menge von Maschinen dieser Art auf einmal erblickt. Ich zählte 17 Nasser und U Nu Jerusalem. — Ben Gurion zeigte sich unangenehm überrascht von der Erklärung, die Nasser und U Nu gemeinsam in Kairo abgaben, um zu betonen, dass sie „die volle Wiederherstellung aller Rechte des arabischen Volkes in Palästina gemäss der Charter und der Resolutionen der UN unterstützen” würden. Diese Erklärung wurde kaum eine Woche nach Ben Gurions Besuch in Birmanien abgegeben — (ITA) hoch und schüttete sie dann in einen Euklid-Lastkraftwagen, der rechts an der Maschine entlangfuhr. Der Lastkraftwagen wurde mit 15 Kubikmetern feuchter Erde gefüllt, dann fuhr er fort und machte einem zweiten Wagen Platz, der sich unter dem Ladeband aufstellte. Auf diese Weise müssen eine Million Kubikmeter Erde für den Bau dieses grossen Staubeckens der Rohrleitung entfernt werden. Am Südende dieses Zalom - Staubeckens, wie es genannt werden wird, wird eine weitere Pumpstation gebaut, die das Jordanwasser noch 112 Meter höher zu dem höchsten Punkt der Rohrleitung hinaufpumpe» wird. Der Bau, in dem die Pumpen untergebracht werden, wird ausserordentliche Ausmasse haben. Für ein gewöhnliches Einfamilienhaus werden etwa 15 Kubikmeter Zement gebraucht , für eine normales Wohnhaus riesige Traktoren mit etwa 300 Kubikmeter. Dieschweren Raümpflügen und Geräten zum Ausgraben dahinter und etwa ein Dutzend grosse Lastkraftwagen des Typs Euklid, net ', " ' PUMPSTATION nen Besucher, der von draussen hereinkommt, ist die Luft unter dem Dach der Höhle unerträglich heiss und stickig. Wenn man dort nur steht und nichts tut, ist man schweissbedeckt. Man kann nur über die Geduld und Ausdauer staunen, mit der hier tagtäglich gearbeitet wird. Wir steigen den Berg hinan entlang dem gewaltigen Rohr, durch das in zwei Jahren unter einem Druck von 30 Atmosphären Wasser zum Jordankanal gepumpt werden wird. ben denen unser Wagen wie ein Zwerg wirkte. Eine Maschine, wie wir sie früher nie gesehen hatten, fiel durch ihre Aehnlichkeit mit einem Kamel auf. Es war eine riesige Maschine, die eine dicke Erdschicht von dem linken Hügel „abrasierte“, indem sie sich langsam nach Osten hinschlängelte. Ein laufendes Band hob die abgetragene Erde einige Meter se Pumpstation wird jedoch mit Fundamenten und Mauern nicht weniger als 18.000 Kubikmeter Zement erfordern. Wenn es diesen höchsten Punkt auf seinem Weg erreicht hat, wird das Wasser durch die Schwerkraft nach Süden fliessen. Nachdem es durch fünf Tunnels und Kanäle hindurchgeleitet wurde, wird das Wasser die letzten sechzig Kilometer nach Rosch Ha’ajin durch eine Rohrleitung mit einem Durchmesser von 2,74 Metern fliessen. Bis jetzt sind etwa 40 Prozent der 77 Kilometer langen Leitung gelegt worden. Die Gesamtkosten können berechnet werden, wenn man erfährt, dass jeder Meter dieser Leitung 1000 IL kosten wird. Die einzige Ursache, die den Bau dieser Leitung verlangsamt, ist das Herstellungstempo der Rohre. Die Beschleunigung der Herstellung würde die j Produktionskosten beträeht- ¡ lieh in die Höhe treiben. N«u«r Hafen für Elat Jerusalem. — Pläne für die Errichtung eines neuen Hafens mit einer grösseren Tiefe als der in Elat bestehende wurden geprüft, um einer grösseren Anzahl von Schiffen das Anlaufen dieses Hafens zu gestatten. Die Ausschreibung für den Bau des neuen Hafens wird in Kürze stattfinden, wie Pinchas Guisburg, der Generaldirektor des Transport-Ministeriums bekannt gab. — (ITA) Registro de la Propiedad Intelectual No. 656.635 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadfvia 831