Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1917 (20.10.1961)
- Date
- 1961-10-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Vlrrne*, 29 il«1 Octubre «le 1961 ISRAELITA Zwanzig Jahre Ok: American Federation of Jews frorn Central Euyope. die Vereinigung der zenlraV'iiropiiischen Juden jn den Vereingten Staaten von Nordamerika, hat einen vorzüglichen Bericht iibcr ihre nunmehr zwanzigjährige Arbeit während der Jahre 1940 bis 1960 herausgegeben. In einer geschmackvollen und'gut gedruckten Broschüre wird Rechenschaft abgelegt; die vielfachen Aufgaben und die Leistungen der Föderation weiden gezeigt. Hervorragende Mitarbeiter schreiben über ihre Fach- und Interessengebiete. Das Heft ist in englischer und deutscher Sprache abgefasst, ohne dass hierbei wohl eine bestimmte Planung waltet. Offensichtlich hat man es den Autoren überlassen, in welcher Sprache sie gerade schrieben. Darunter leidet ein wenig die Einheitlichkeit, wenn auch diese Zweisprachigkeit für die Föderation ebenso wie für ihre Schwesterorganisationen in anderen Ländern typisch ist und ein Problem widerspiegelt, das Problem der Einordnung in einen neuen Sprachkreis, das für die. südamerikanisehc Emigration aus Mitteleuropa weniger glücklich wie in den englisch-sprechenden Staaten gelöst worden ist. Von den vielen Aufsätzen ziehen die Ausführungen über .Berufliche Eingliederung und wirtschaftliche Leistung der deutsch-jüdischen Einwanderung in die Vereinigten Staaten (1935 bis 1960) aus der Feder der Dokfores J. und E. Hirsch die Aufmerksamkeit auf sich. Diese interessante und wertvolle Arbeit ist nicht nur instruktiv, sie legt ein beredtes und eindrucksvolles Zeugnis für die innere Weithaftigkeit der Einwanderung von vertriebenen Juden aus Mitteleuropa ab, die trotz aller Leiden und Verfolgungen, deren Opfer sie waren, zu einem wichtigen und konstruktiven Mitglied der amerikanischen Gesellschaft geworden sind. Wir empfehlen diese Veröffentlichung zum Studium besonders denen, die an soziologischen und geschichtlichen Fragen unserer eigenen Erlebnisse interessiert sind. Gleichzeitig geben wir die Anregung der CENTRA, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, deren Bearbeitung für das Leben und die bürgerliche Sicherheit der Juden in vielen lateinamerikanischen Ländern eines Tages von entscheidender Bedeutung werden könnte. — <h. s.) Prof. Mesche Davis in Buenos Aires | Der Dozent der Ilebräi- , sehen Universität in Jeruj salem, Prof. Mosche Davis, wurde von dem Kongress! zum Studium des jüdischen Lebens in Argentinien, der dieser Tage in Buenos Aires Tel Aviv, Jarkonstr. 90 ELEGANTE ZIMMER — Ai.LE MIT KUEHLLUFT ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUEfHE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TERRASSE HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL (Vorherige Zimmerbeste .lung ist unbedingt erforderlich) DAS SELBST „ CELOFANBAND AUCH BEDRUCKT MIT IHRER propagé * FABRICANTES NEUMANN y Cía. CORRIENTES 569 - Bs, Aires Tel. 49-5850 j abgehalien wurde, eingela- | den. um mit Rat und Tat an der zukünftigen Gestaltung der Arbeit zu helfen. Prof. Davis war vor einem Jahr bereits in Argentinien, um hier eine Arbeitsgemeinschaft jüdischer Sozialwissenschaftler zusammenzustellen, die die Vorbereitung fiir die künftigen Forschungsarbeiten, welche die Hebräische Universität in allen Ländern der Galut durchführen will, zu treffen. Prof. Dav;s -.sr auch als Rabbiner und Schriftsteller bekannt, und der jüdische Verlag Candelabro berief in seinen Räumen eine Pressekonferenz, um über die Herausgabe eines Buches von Prof. Davis, das als Sammelwerk viele Beiträge bekannter jüdischer und nichtjüdischer Autoren über Israel und seine politische und soziale Vergangenheit und Zukunft bringt, zu sprechen. Das Buch bat in den Vereinigten Slaaten einen grossen Erfolg errungen und soll sich vor allem an die nichtjüdischen Leser wenden, aber ebenso die jüdischen Kreise erfassen. Das Buch ist in drei Abteilungen ,,Die Rolle Israels in der modernen Well”, ,,Was lehrt uns die Geschichte?” und ,,Der neue Staat” eingeteilt'. Es wird bereits von Herrn Luis Fabricant übersetzt und soll insbesondere als modernes Quellenwerk zum Studium und Verständnis des jungen Staates dienen. Der dynamische Direktor des Verlages, Dr. Asher Mibashan, sprach über das jüdische Verlagswesen^ und betonte, dass man hier nicht genügend jüdische Leser hat, die die Herausgabe eines neuen Buches garantieren können, sodass man Werke suchen muss, die auch von niehtjüdischen Kreisen gelesen werden. Dazu kommt, dass die Jugend nicht typisch jüdische Bücher lesen will und der Leserkreis sich so weiter verkleinert. Das neue Buch von Prof. Davis wendet sich sowohl an nichtjüdische wie jüdische Leser und kann als Lehrbuch fiir Erwachsene benutzt werden. Der Verlag <?andelabro besteht seit dem Jahre 1953 und hat bereits vierzig Bücher herausgegeben, von denen zwei neuauigelegt werden und zwar das Buch von dem israelischen Staatspräsidenten Jizchak Ben Zwi „Jüdische Stämme” und das Buch „Jüdische Gestalten” von Frau Df. Erna Schlesinger s. A.; auch neue Bücher sind in Vorbereitung. Danach sprach Herr Prof. Davis über den Kongress und die neuen Aufgaben zum Studium des jüdischen Lebens in Argentinien und über das Buch, in dem sich hervorragende Schriftsteller über die Entwicklung und politische Zukunft Israels geäussert haben, das erste Buch in spanischer Sprache, das so ausführlich alle diese Probleme behandelt. Israel ist ein kleines Land und hat viele neue Probleme und Aufgaben zu lösen, und dieses Buch soll uns vor allem zum Studium und Nachdenken anregen und für den jüdischen Staat neue Freunde werben. Das Buch wendet sich auch an die jüdische Jugend, um sie mit den geschichtlichen Ereignissen der Vergangenheit und der heutigen Zeit bekanntzumachen. Ano XXII. — No. F»7 — 5 (Menilken an Fridtjof Nansen Genf. — Der is. äolisch'. Beschluss, ein Stip-ndium zur Untersuchung der Vf - ebenste des nor\ve?iscacn Polarforschers Fridtjof Nansen zu schaffe/!, der nach dem ersten \V:"tk kg vielen jüdischen Fl ’ h'lirgen gehoben hat, wurde von Felix Schnyder, dem Hochkommissar der UN 1 r d o Flüchtlinge, lohend rrc'- kannt. Der Kommissar pah dieser Anerkennung reifgentlich einer Un'e redime mit M. Bartur, dem Chef der ständigen israelischen Mission in Genf Au-druek Die Hundertjahrfeier für Nansen wurde in Israel mit zahlreichen Veranstaltungen über den Rundfunk in den Schulen und von anderen Institutionen begangen die das humanitäre Werk des grossen Menschen freundes würdigten. (ITA! Kein Raum für Antisemitismus •P — — - * * * * * * * MUNRO* * T. E.: 795 8710 u. 740-1925 % «a***********#*****#****-*************** MALER Ä-R BEITEN! Günter Stern, H. Rosenhain : LEANDRO N ALEM 2530; WWWWtWHWWWVlWWttVWWHWiWMV > ijj Restaurant »Paso;: Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-92591 Unter Aufsicht des Vaa4 Haraboataa der Kehllla MITTAGS- und ABENDTISCH »on jetzt an auch Sonntag: abends geöffnet Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten * New1 York. — Das Gewissen der lateinamerikanischen Völker würde nicht zulassen, dass nazistische Elemente sie zu antisemitischen Exzessen anstiften, so erklärte Dr. Moisés Goldman, der Präsident der lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses mit Sitz in Buenos Aires, auf einer Versammlung der Führer des JWK. Dr. Goldman und Rabbiner Fritz Winter aus Montevideo, Präsident des uruguayischen Comités des Kongresses waren zu einem Frühstück im Sitz des JWK. eingeladen. Die beiden Herren aus Südamerika führten Besprechungen mit lokalen Führern verschiedener Organisationen. Goldman erklärte, dass die Verhältnisse in Südamerika zufällig so gelagert seien, dass sie den Neonazis Gelegenheit bieten, Unfrieden zu säen, doch die Masse der südamerikanischen Völker“, die den Wunsch nach einer harmonischen Zusammenarbeit zwischen allen Sektoren der Bevölkerung für den Fortschritt ihrer Länder und der Menschheit hegt“. lehne diese Elemente ah. Er könnten Probleme, sosar ernste Probleme in den lateinamerikanischen Ländern auftauchen, so versicherte Goldman, ..aber Pogrome sind nicht zu befürchten“. Das Gewissen Südamerikas werde solche Exzesse nicht zulassen und die organisierten jüdischen Gemeinden würden sie auch nicht tolerieren. Die Einheit der lateinamerikanischen Judenheit, die von dem Jüdischen Weltkongress mit seinen angeschlossenen Organisationen in allen diesen Ländern gefördert wurde, sei eine Garantie dafür, dass die antisemitischen Hetzer keinen Erfolg haben .könnten. Rabbiner Winter aus Montevideo, der Gründer des uruguayischen Verbandes der Christen und Juden berichtete von seinem kiirzlij chen Besuch in Paraguay, wo er mit Hilfe von bekannten christlichen und1 jüdischen Persönlichkeiten in Asuncion einen eben solchen Verband gegründet habe. Er verwies darauf, dass gegenwärtig in vier südamerikanischen Ländern diese Organisationen bestehen, nämlich in Argentinien, Costa Rica, Paraguay und Uruguay. Dr. Winter gab der Hoffnung Ausdruck dass es auf dem ganzen lateinamerikanischen Kontinent zur Gründung von Verbänden der Christen und Juden kommen möge. (ITA) Fonds zur Abgeltung von V ermoegensverlusten politisch Verfolgter Wien, II., Taborstrasse Nr. 2—6 Der Fonds zahlt im Rahmen seiner Statuten, welche am 2. Juli 1961 im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht wurden, Entschädigungen fiir konfiszierte Guthaben auf Bankkonten, für Wertpapiere, Bargeld und Hypcfhekenforderungen und für die Entrichtung der Judenvermögensabgabe und Reichsfluchtstcuer. ANDERE VERMOEGENSVERLUSTE KOENNEN NICHT BERLJECKSICHTIGT WERDEN. Formulare sind ab 1. September 1961 ausserhalb Oesterreichs bei allen österreichischen dipomatischen Vertretungen, sowie bei den wichtigsten jüdischen Organisationen zu erhallen. Alle Interessenten worden gebeten, ihre Anträge möglichst bald zu überreichen, da der Fonds Zahlungen. abgesehen an Personen, die das 70. Lebens,ahr vor dem 31. August 1962 erreicht haben werden, erst leisten kann, wenn alie Anträge bearbeitet würden. Wer seinen Antrag verspätet überreicht, verzögert die Auszahlung an sich und an alle anderen Antragsteller. Die Anmeldefrist endet am \ 31. AUGUST 1962 ) Sie wird auf keinen Fall verlängere werden. Anträge, die nach dem 31. August 1962 eingehen, können nicht mehr bearbeitet werden. Los lugares que desde k donan, le maravillan, le “ LOS, CONOZCALOS,! MISMO ~ " ' EXCURSIONES N0S0L0 DESDE — ]lÁ PLATEA!!! le emo- VFA- 1 USTED VIAJES CORRIENTES 2063 T. E. 49-3491 /4: uiiinhKvm PLANTA BAJA, 0F. % 10, 14 y 16 »957 / 49-0433/45-7607/49-1229