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Jüdische Wochenschau · 1961-09-23 · 1911 (23.9.1961) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1911 (23.9.1961)
Date
1961-09-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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WIE SIEHT EUROPA HEUTE AUS« PUEYRREDON 2190 — 1? izq. JüxJknuutaDkA&jeliicL T. E. 83-2613 An0 XXII. BUENOS AIRES, SABADO 23 DE SEPTIEMBRE DE 1961 No. 1911 Trauer um Dag Hammarskjöld Vereinte Nationen. — Frau Golda Meir, israelischer Aussenminister und Chef der UN-Delegation vor der jetzt tagenden Generalversammlung, sprach im Namen ihrer Regierung und in eigenem Namen das „tiefe Mitgefühl” zum tragischen Ende des UN- Generalsekretärs Dag Hammarskjöld aus. der einem Flugzeugunglück in Nordrhodesien zum Opfer fiel. Sichtlich erschüttert erklärte Frau Meir „Die Nachricht von der Katastrophe und dem frühzeitigen Tod des Generalsekretärs Hammarskjöld ist ein schwerer Schlag für meine Regierung und fiir mich selbst. Der Verstorbene wirkte unermüdlich für das Wohl der Menschheit und verlor sein Leben in Erfüllung seiner Pflicht. Ich habe dem Aussenminister von Schweden meine Aufwartung gemacht, um ihn zu bitten, der trauernden Familie und seiner Regierung unser Beileid zum Verlust eines verdienstvollen Sohnes des Landes zu übermitteln.” Ferner sandte Frau Meir an Frederick M. Boland von Irland, dem scheidenden Präsidenten der Generalversammlung, ein Schreiben, in dem sie die gleichen Gefühle zum Ausdruck bringt. (ITA) Jerusalem. — Während die UN-Fahne auf dem Dach des Gebäudes der Vereinten Nationen, im Niemandsland zwischen Israel und Transjordanien als Zeichen der Trauer um den plötzlichen und tragischen Tod des Generalsekretärs Dag Hammarskjöld auf Halbmast weht, gaben die israelischen Politiker, an ihrer Spitze Ben Gurion. ihrem aufrichtigen Bedauern für den frühzeitigen Tod des UN- Chefs Ausdruck. Gleichzeitig äusserten sie Besorgnis über den schweren Schlag, den sein Ableben für eine künftige konstruktive Arbeit der UN bedeuten könnte. Ben Gurion würdigte in seinem Beieidsschreiben das Verdienst Hammarskjolds als internationaler Diener der Oeffentliehkeit. der „bestrebt gewesen ist, den Frieden im Mittelosten zu stärken.” „Wenn ihm dies nicht immer gelungen ist”, führt Ben Gurion aus, „so war dies kein Mangel an gutem Willen von seiner Seite. Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für die Vereinten Nationen und im besonderen in einem Augenblick erhöhter Spannungen”. Am Morgen des Tages, an dem Israel von der Nachricht über den tödlichen Unfall Hammarskjolds überrascht wurde, erhielt Prof. Martin Buber von der Hebräischen Universität ein herzliches Schreiben des UN-Generalsekretärs. Dieser hatte ihm in der vorigen Woche, einige Stunden bevor er die Reise in den Kongo antrat, vom UN-Sitz aus geschrieben. In seinem Brief sprach Hammarskjöld über seinen persönlichen Plan, das grundlegende philosophische Werk Bubers „Ich und Du” ins Schwedische zu übersetzen, wobei er der Hoffnung Ausdruck gab, dass die Uebersetzung im Jahre 1962 in Schweden veröffentlicht werden würde. Dr. Hammarskjöld und Prof. Buber hatten sich zweimal gesehen. Das erste Mal, als Prof. Buber in New York weilte, und das zweite Mal, als Dag Hammarskjöld nach Jerusalem fuhr, wo er trotz seiner wichtigen diplomatischen Besprechungen Zeit fand, Buber in seiner Privatwohnung aufzusuchen. Bei verschiedenen Gelegenheiten hatte Hammarskjöld seine Wertschätzung und Bewunderung für die philosophischen Gedankengänge des grossen jüdischen Weisen geäussert. (ITA) Parlamentarischer Block Tel Aviv. — Ein neuer Die Tatsache, dass heute weniger Juden in Europa als vor dem Zweiten Weltkrieg leben, hat das Gesicht verschiedener Länder grundlegend geändert. Zu dieser Schlussfolgerung gelangt der bekannte amerikanische Schriftsteller John Günther in seinem neuen Buch Jnside Europe Today” in dem er seine Eindrücke niederlegt, die er im heutigen Europa gesammelt hat. Günther vergleicht das jetzige Europa mit dem der Vorkriegsjahre und stellt fest, dass die Ausrottung von sechs Mi'- lionen Juden in verschiedenen Ländern, wie Polen und mehreren Grosstädten, wie z. B. Wien und Berlin, seine Spuren hinterlassen hat. Das Fehlen der Juden mache sich hier bemerkbar, wie der Autor betont, denn es fehle ein gewisser Glanz, ein schöpferischer Funken, eine liebenswürdige Leichtigkeit, die verschwunden sind, uni Schwere und Humorlosigkeit Platz zu machen. Günther weiss, was er sagt, denn er hat vor dem Krieg lange Jahre in Wien gelebt und damals oft Berlin und Warschau besucht. Er schreibt Israels Erfolge dem Umstand zu, dass viele Juden dort leben, die das Glück hatten, vor Hitlers sechsmillionenfachem Judenmord aus Deutschland nach Palästina zu entkommen, und weil viele andere Juden aus Europa seither dort erwanderten. Die Verlierer waren nach seiner Meinung jene Länder, in denen die Juden von den Nazis vernichtet wurden, aber auch die Länder, aus denen die Juden nach dem Fall des Naziregimes nach Israel auswanderten. Günther unterstreicht, dass die Ausrottung der Juden durch Hitler nicht nur negative Folgen für Europa hatte, sondern dass es sich hier um das empörendste Verbrechen in der Menschheitsgeschichte handelt. Der Verfasser berichtet auch über die heutige Haltung der Deutschen zu den Juden. Er gewann den Eindruck, dass die deutsche Jugend sich dessen schämt, was Hitler den Juden angetan hat. „Vater, warst Du ein Nazi?”, so fragen viele Schulkinder, w'ie er erzählt, und es sei keine angenehme Frage, die die Eltern da zu beantworten haben. Ebenso werden viele Lehrer, wenn sie alt genug sind, um unter den Nazis unterrichtet zu haben — und es gibt Tausende dieser Altersklasse — von ihren Schülern mit Fragen bestürmt, wie sie sich in der Hitlerzeit verhalten haben. In den Schulbüchern, Staatsdokumenten und Regierungsschriften wird die Hitlerzeit recht summarisch behandelt, w'ie Günther sich überzeugen konnte. In den Schulbüchern werden die Nazigreuel gegen die Juden mit allgemeinen Phrasen wie „unter der Naziherrschaft herrschte .Gewalt“ ” kurz abgetan. Günther schreibt, er habe die Auffassung gewannen, dass die deutsche Jugend es schwer habe, sich ein Bild davon zu machen, was eigentlich damals wirklich vor gegangen ist. Das Buch „Inside Europe Today” ist vielleicht das aufschlussreichste Werk über den heutigen Stand der Dinge in Europa. WIE ICH ES SEHE IMUT ZUR ENTSCHEIDUNG |l -------von JEHVDA GOTTHEMER BORIS SMOLAR Wir haben uns vor einigen Wochen an dieser Stelle mit den Ausführungen beschäftigt, die der bekannte Philosoph Karl Jaspers zu den Problemen des Eichmann- Prozesses in der Berliner Zeitschrift „Der Monat“ gemacht hat. In Anbetracht der bedeutenden Persönlichkeit des berühmten Professors und in Anbetracht der Wichtigkeit dieses Themas i;ir viele Völker, insbesondere aber für uns Juden, setzten wir uns mit den dort geäusserten Auffassungen in xwei Artikeln „Die Meinung des Philosophen“ und „Jaspers machte einen Vorschlag“ kritisch auseinander und mussten einigen Ansichten widersprechen, die /on Jaspers geäussert worlen waren. Nun hat auch ein Leser des Monat zu den von Prof. Jaspers aufgeworfenen Fragen Stellung genommen, der frühere Generalkonsul Dr. Fuchs. Zunächst wird zugegenen. dass hier ein Novum vorliege'’, etwas ganz Ungewöhnliches, Beispielloses“. Der common sense sträube sieh lagegen, das „abgrundtiefe Verbrechen des Mannes Eichmann in eine normale strafprozessuale Urteilsformel“ zu bringen. Dieser würde ein besonderes, ihm adäquates Urteil verlangen. Sodann wird unterstrichen, dass zwar der Ausgangspunkt der Jasperschen Betrachtungen richtig sein möge, keinesfalls jedoch seinen Rückschlüssen aus dieser Sachlage gefolgt werde, die u. a. den Vorschlag enthalten, dass die UN um ihre Mitwirkung bei der Verurteilung Eichmanns gebeten werden müssten. Dr. Fuchs wendet sich — genau wie dies in unseren beiden Artikeln geschehen ist — gegen den Vorschlag des Philosophen, wonach das Jerusalemer Gericht seine Unzuständigkeit fiir die Urteilsfällung erklären solle. Natürlich ist dies unmöglich; denn das Jerusalemer Gericht hat sich bereits für die Durchführung des Prozesses für zuständig erklärt, kann aber nicht den Standpunkt plötzlich vertreten, für den letzten Teil des Verfahi-ens nicht mehr zuständig zu sein. Hierzu schreibt der Leser des Monats: „Ist das Gericb: — wie dies hier geschehen ist — einmal von der Weltmeinung •: als zuständig iür das Verfahren anerkannt, trotz aller besonderen Umstände, die dazu geführt haben, dann ist es auch zuständig bis zum Ende, dem abschliessenden Urteil — ja, es ist geradezu verpflichtet, unter seiner eigenen, in keiner Weise übertragbaren Verantwortung dieses Endurteil zu fällen.“ In seinen weiteren Ausführungen stellt Df. Fuchs fest, dass nach der üblichen Formel an Doppelmörder wegen Mordes in zwei Fällen, ein dreifacher Mörder wegen Mordes in drei Fällen zwei bzw. dreimal zum Tode verurteilt wird. usw. Es sei allerdings „grotesk“, wollte man Eichmann hier wegen Mordes an vielen Millionen Menschen oder wegen Anstiftung oder wegen Beihilfe dazu, „in juristischer Logik millionenfach zum Tode verurteilen“. Nach den Gesetzen der Logik, auf die sich Dr. Fuchs hier beruft, wäre dies weder grotesk noch falsch. Das Wort „grotesk“ ist in diesem Zusammenhang ausserordentlich unglücklich gewählt. Denn Mord oder Anstiftung und Beihilfe zum Mord von Millionen Menschen ist keine „grausige Groteske“ — wie Dr. Fuchs wörtlich sagt —, sondern ein unvorstellbares Verbrechen, das von Eichmann begangen worden ist. Er hat fürwahr sein Leben millionenfach verwirkt Im übrigen aber ist auch der Gedankengang des Dr. Fuchs nicht klar und folgerichtig aufgebaut. Auch die zweimalige Verurteilung zum Tode ist nun eine faktische Unmöglichkeit, denn niemand kann zweimal sterben. Ob man nun einen Verbrecher zweimal, dreimal oder millionenfach zum Tode verurteilt, ist bei der Vollstrekkung der Todesstrafe gleichgültig, denn diese kann nur einmal vorgenommen werden ... Dr. Fuchs macht dann einen anderen Vorschlag, der in seiner Tendenz keine wesentlichen Unterschiede zu dem Ausweg darstellt, den parlamentarischer Block wurde in der kürzlich j gewählten israelischen j Knesset gebildet, der sich aus der Mapai, Poale Agudat Israel und vier arabischen Deputierten für Mapai zusammenj setzt. Die Ankündigung; wurde von Finanzminij ster Levi Eshkol. dem | höchsten Mapai-Fiihrer i Josef Almogi und Vizeverteidigungs - Minister Shimon Peres gemacht mit dem Hinweis, dass Ministerpräsident Ben Gurion über die Verhandlungen auf dem laufenden gehalten wurde. Der neue Block stellt das Gleichgewicht zu den 46 Abgeordneten des „Klubs der Vier” her, dem die Liberalen, Mapam, die Religiös-Nationalen und Achdut Awoda angehören. (TTA) Prof. Jaspers f(ir den Fall Eichmann gesucht hat. Dr. Fuchs meint, das Gericht solle etwa folgendes Urteil verkünden: „Der Angeklagte v.lrd verurteilt weiterzuleben. Israel lässt ihm das Leben; es wird schlimmer sein als jede andere Strafe, die das Gericht erkennen könne Er wird nicht freigesprochen — wer könnte ihn freisprechen? — er wird an Israels Grenze geleitet werden; dann soll er hingehen, wohin er will“, Dr. Fuchs lässt seine Phantasie jagen. Er meint Eichmann würde das Kainszeichen an seiner Stirn tragen, bis vielleicht ein einzelner von Millionen sich treffen würde, an Eichmann auf seine eigene Rechnung die Bestrafung vorzunehmen, die er offensichtlich nach der Meinung des Dr. Fuchs auch verdient. Warum aber einem einzelnen Menschen das Recht zugegeben wird, die Todesstrafe ohne Gerichtsverfahren vorzunehmen, nachdem das nach der Weltmeinung zuständige Gericht wenn auch keinen Freispruch, so doch eine Freilassung anordnete, ist nicht zu erkennen. Diese Ausführungen sind so verworren, dass man sich mit der Feststellung ihrer Abwegigkeit begnügen muss. Israel ist ein Rechtsstaat, und das junge Land hat durch den bisherigen Verlauf des Eichmann-Prozesses den überzeugenden Beweis hierfür erbracht. Mit dem Hintergedanken, Eiehmann im Wege der Privatrache beseitigen zu lassen, werden israelische Richter nicht spielen. Diesen Vorschlag kann man deswegen nur als absurd bezeichnen. Dr. Fuchs macht einen weiteren Alternativvorschlag An der israelischen Grenze über die Eichmann ins Freie gelassen werden sollte könnten sich, so meint der ehemalige Generalkonsul, „deutsche Beamte einfinden, um sich den Verurteilten überstellen zu lassen“. Fuchs erklärt dann, Eichmann müsste entnazifiziert werden, und fügt hinzu, dies sei eine groteske Vorstellung — Schon wieder taucht das Wort „grotesk“ in den Ausführungen des Herrn Dr. Fuchs auf. Man ist geneigt das einzige Groteske in diesem Fall in seiner Stellungnahme zu erblicken. Wir nehmen nicht an, dass diese gegen Jaspers gerichtete Polemik ironisch gemeint ist, aber niemand wird sie ernst nehmen können. Wenn die Deutschen das Verlangen haben, über Eichmann zu Gericht zu sitzen, so haben sie immer noch die Möglichkeit, seine Auslieferung zu verlangen. Sie haben es bisher ebenso wenig wie andere Völker getan, die früher ein grosses Interesse an der Aburteilung Eichmanns für die in ihren Landesgrenzen begangenen Verbrechen zeigten, vor allem Polen, Der nur als naiv zu bezeichnende Vorschlag der Freilassung Eichmanns ist juristisch nicht haltbar; denn es gibt keine Freilassung ohne einen Freispruch. Die ganze Geschichte wirkt verwunderlich, weil es doch gerade Dr. Fuchs war. der sich auf juristische Argumente gegenüber dem Philosophen Jaspers berief um dann selbst mit einem Plan aufzutreten, der juristisch noch weniger tragbar ist als derjenige von Jaspers. Schon die vorgeschlagene Urteilsformel „Der Angeklagte wird verurteilt weiterzuleben“ stelle weniger ein No, vum als eine Unmöglichkeit dar, die den Stempel der Lächerlichkeit trägt. Spässe zu machen, auch wenn sie unfreiwillig sein sollten, ist in diesem Fall gewiss unangebracht. Fuchs meint zwar, dass ei ne solche Urteilverkünduna eine noble Geste sei, di? gewiss einige Verblüffung dann aber den Beifall der Welt hervorrufen würde Aus dieser letzten Bemerkung des Dr. Fuchs ergibt sich ohne Zweifel, dass er eine gegen Israel sich richtende Stimmung bei einer Verurteilung Eichmanns vermeiden wollte. Auch Jaspers hat dieses Ziel verfolgt, wenn auch in einer viel ernsteren Form. Ueberhaupl beschäftigen sich viele Menschen, besonders viele Juden. mit dem weiterer Schicksal des Prozesses unc (Schluss auf Seite 2) „Geiseln" für Adolf Eiehmann Washington. — Vrschiedene Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Melbourne in Australien sind davon benachrichtigt worden, dass sie als „Geiseln” bestimmt und zum Tode verurteilt wurden, falls Israel den Nazi Verbrecher Adolf Eichmannn hinrichten lassen werde. Dies teilte der Präsident des Australischen Verbandes der Vereine jüdischer ehemaliger Soldaten, F. A. Slutzkin, dem USA-Verband jüdischer Kriegsveteranen mit, indem er gleichzeitig anfragte, ob ähnliche Drohungen amerikanischen jüdischen Persönlichkeiten zugegangen seien. Aus der Kopie der an die australischen jüdischen Führer zugestellten „Benachrichtigung” geht hervor dass die Empfäger von ihrer „Wahl” als Geiseln für Eiehmann und ihrem Einschluss in die „Ausrottungsliste” in Kenntnis gesetzt worden sind. Ein Bild Eichmanns in SS-Uniform sowie ein Hakenkreuzabzeichen lagen jedem Brief bei. Die Angelegenheit liegt gegenwärtig in Händen des staatlichen Kriminalbüros von Victoria (Australien), dessen Beamte bemüht sind, die Nazis ausfindig zu machen. (ITA) Heue Opfer der Unruhen in Oran Paris. — Ein Jude wurde getötet und ein löjähriger jüdischer Junge verwundet, als die Unruhen in Oran im jüdischen Viertel, der Mella, wieder auf flammten. Arabische Terroristen erdolchten einen jüdischen Fussgänger, Emile Medina, auf einer der Hauptstrassen der Stadt. Wenige Minuten später erhielt der 15 Jahre alte Dada Douaty, ein jüdischer Junge einen Schuss in den Kopf und musste in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus geschafft werden Kaum wurden diese beiden Ueberfälle bekannt, als sich Angehörige des jüdischen Selbstschutzes an die Verfolgung des Mörders von Medina machten. Sie stellten diesen Mohammedaner und seine zwei Komplizen und schlugen auf die drei ein, bis die französische Polizei erschien und die Verbrecher verhaftete, als die wü tende Menge schon dabei war, sie zu lynchen. (ITA)

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