Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1908 (8.9.1961)
- Date
- 1961-09-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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VfenMM, S Ae 9«|rti«Mfere Ai 1M1 L& SK MAMA ISRAELITA AA« XXII. — N«. 1444 — 7 Leuchtkaefer in der Finsternis In den Nächten der schwarzen Zeit wurde den Jjden im Ghetto Lodz nicht erlaubt, Kerzen anzuzür.den, erstens damit es :n ihren Herzen noch düsterer werde und zweitens aus Furcht vor Bombenangriffen aus der Luft. In einer engen Stube des Ghetto Lodz versamrm Iten sich einige Minjanim am Bosch Haschana-Abend um gemeinsam zu beten, gemeinsam die inbrünst'gen, von ganzem Herzen kommenden Gebete zu Gott zu senden: verflossen st das Jahr des Fluches, ein jahr des Segens bricht an! Doch ein strenges Verbot erging von der Gestapo und dem Judenrat: man dürfe auch nicht die kleinste Kcze aufflackern lassen. Und so mussten die Juden lie im bitteren und finsteren Ghetto eingeschlossen waren, in der ersten Nacht des Losch Haschana in stocktiefem Dunkel beten. Doch sofort als der Vorbe- Schnellzug Jerusalem-Tel Aviv Wieder ein neues Projekt, — aber in den letzten Jahren erlebten wir es ja glücklicherweise, dass nicht wenige solcher Pliine auch tatsächlich zur Ausführung gelangten. Diesmal also handelt es sich darum, dass ei rie besondere Schnellziigsbahn auf einem besonderen Beton-Unterbau direkt von Israels Landeshauptstadt nach Tel Aviv gebaut werden soll, wodurch die Fahrt ganz wesentlich besch’eunigt und in 35 Minuten absolviert werden könnte. Naturgemäss wäre die Durchführung solch eines Bauprojektes für die Entwicklung Jerusalems von gewaltiger Bedeutung. Es bestände die Möglichkeit, direkt vom Zentrum der Hauptstadt bis zum Zentrum Tel Avivs zu fahren: und ver allem würden die Siedlungen im Gebirge in der näheren ur.J weiteren Umgebung der Hauptstadt ganz wesentlich entwickelt werden können. Man erwartet eine Delegation aus Schweden, wel che angeblich abschliessende Verhandlungen mit den israelischen Behörden und Investoren in dieser Angelegenheit führen wird. Schon vor einiger Zeit waren Vertreter schwedischer Gesellschaften zu diesbezüglichen Beratungen nach Israel gekommen, und man hatte ferner auch nordamerikanische Ingenieure über das erwähnte Projekt konsultiert. Der starke Unterbau der geplanten Eisenbahn soll ein besonders rasches Fahrtempo ermöglichen. Die Eisenbahn wird durchschnittlich fünf Meter über dem Boden fahren und rncht durch Strasseniiberführungen und dergleichen behindert werden. Der Betonunterbau soll rund 70 cm breit sein. Die Schnellbahn wird ohne Schwierigkeiten die Höhenunterschiede zwischen Tel Aviv und Jerusalem überwinden können. Interesse für den Plan zeigen ausser israelischen Gruppen mehrere ausländische Gesellschaften Die jerusalemer Stadtleitung und das Verkehrsministerium haben weitgehende Hilfe zugesagt. Nach Ansicht verschiedener Sachverständiger ist das heutige System des U-eberlandverkehrs von der Ebene d. h. von Tel Aviv, ins Gebirge per Auto höchst unzulänglich. Die Wagen werden unnötig abgenützt. die Fahrt ist ermüdend und dauert relativ lange. Auch die zur Zieii bestehende Eisenbahnverbindung scheint, so meint man, jedenfalls für den Personen- Schnellverkehr, nicht ausreichend zu sein, besonders, wenn man an die zukünftige Entwicklung denkt. ter in der traditionellen Weise das ,,Barchu et Hasmem Hamewurach” (preiset den Gelobten Namen) auit timte. kamen durch die uftenen Fenster der Wohnu ig von Raw Melech Rojtbar* in der Dworskastrasse tausende Leuchtkäfer herein >eflagen und erhellten mit starkem, flimmernden Licht ’¡o Stube der Betenden. Zuerst begriffen die Menschen nicht was geschehen war Aber bald erkannten sie: Ein Wunder! Ein Wunder it" geschehen! Die Leuch* käfer waren die Boten Gottes, sie sollten das heilige Fett in der Nacht, da Gott Sein Volk Israel richtet, bestrahl'-r. Doch sofort bemerkte'! die jüdischen Polizisten und die Gestapo das Licht; sie glaubten, die Juden hätten sich erlaubt, das st-^nge Verbot zu übertreten und vor dem Gebet Kerzen jnzuziinden. Da kam ein gAnzer Trupp von SS-Männern begleitet von jüdischer, Polizisten, und sie schrien: .Juden, löscht die Lichter aus sonst schiessen wir'*1 Und siehe, es gesc iah das zweite Wunder: die Leuchtkäfer bedeckten die Uniformen der SS. ihre Am >s und ihre Henkersfritzen *■ Ein älterer SS-Mann begriff, dass hier etw's Seit sames vor sich gehe Wo kamen sie plötzlich hc, so grosse Schwärme' von Leuchtkäfern und zu so ungewöhnlicher Jahre-: jeit? Friedrich Schulze — so hiess der SS-Mann — schwor „beim Führer“, das müsse der Anfang vom Ende sein“, und er begann an das schreckliche Ende m lenken: ,,Mit einmal nebf de1* jüdische Gott, der s:c! bisher taub und blind ges eilt hatte, an, seinem auserwählten Volk Wunder zu offenbaren.“ Der Kommand nt des SS-Trupps Friedrich S'-aalze befahl den Rückzug, er erlaubte den Juden, zmnde zu beten. Reb Mordechai, ein überlebender Flüchtling des Ghetto Lodz, erzählte- . Das Wunder der Leuchtkäfer, die die erste Na.-it des Rosch Haschana mit ihrem goldenen Licht dur?-'giänzten, zerstreute die Finster nis in den Herzen der y enigen von den mörde,'ischen Aktionen Uebriggeblicbenen“. Raw Mordechai 'äffte hinzu, er glaube, seien gar keine Leuchtkäfer gewesen. Im Ghetto gab es •■inen alten Fuhrmann, namens Reb Joel, und dieser galt bei allen als ein heiliger Mann Denn bei allen Aktionen war er am LeVn geblieben, ging von Haas zu Haus, von Tür zu Tür und half und rettete und tröstete und richtete Verzweifelte auf. Nur von ihm, dem Zadik, meint Reb Monlei-hai, ist das grosse Licht ausgegangen, das die Aug“n der Menschen von Fletsch und Blut für Leuchtkäfer bieten. Und so möge der Wille des heiligen Zadik ge ¡chehen auf dass uns beschießen sei ein Jahr des Lichts und des Einladung nach Pelen New York. — Emma Shaver, die bekannte lyrische Sängerin, die in erster Reihe den Vortrag jiddischer und hebräischer Volkslieder pflegt, ist von der polnischen Regierung zu einer Reihe von Konzerten in Polen eingeladen worden, wie hier verlautete. Die Aufforderung erging vom polnischen Kuiturministerium. (ITA) hellen Glückes über 11 wo Juden auf dieser E'\1e leben, auf dass Rutim und Glanz, Jubel und Freude beschert seien unserem Volk im Staate Israel und in der Welt. Amen. t/ I. Hocbbergj ► UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUÜPFTEN ♦ \ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN ► '■’UER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROE5SEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungsh3us \ CalJe AWDONAEGUI 2083 4 Quader vo- Station Urquiza Die Europareise zum Kongress bewirkte was Betrübliches: Der Anzug wellt ur.d beutelt sich: Ihm fehlt die Sprungkraft innerlich. Beim' nächsten Mal staunt jedermann: Man sieht der Carlton- Kleidung garnichts an, weil, das, was sie im Innern birgt, die Formbestätigkeit bewirkt. 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