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Jüdische Wochenschau · 1961-09-01 · 1906 (1.9.1961) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1906 (1.9.1961)
Date
1961-09-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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O« 1 i FRANQUEO PAGADO Concesión 908 £ - « £ 5 ¿ r® ií S W U TARIFA REDUCIDA < u . Concesión 1629 Ano XXII. BUENOS AIRES, VIERNES U DE SEPTIEMBRE DE 1961 No. 1906 * 4 - Iao ■■ EL EJEMPLA en toda la República PUEYRREDON 219« 1« feg. T. E. 83 - 2613 Buenos Aires DER UMZUG DES HADASSA-HOSPITALS Vor zehn Jahren stand eine Gruppe von Menschen, unter ihnen der Ministerpräsident David Ben Gurion und Dr. Kalman J. Mann, der Direktor der medizinischen Organisation Hadassa auf einem Hügel bei Ein Karem in der Nähe Jerusalems. Sie zeigten auf einen anderen Hügel. Dort wird das neue medizinische Zentrum der Hadassa errichtet werden, sagten sie, das grösste und modernste im Mittelosten. Das gewaltige Zentrum erstand. Es wurde im vergangenen Jahr eingeweiht und kürzlich eröffnet. Etwa 300 Patienten und über 1000 von unserem Sonderkorrespondenten ken beschäftigt. Der ganze Umzug wurde mit militärischer Präzision durchgeführt. Einige Abteilungen i blieben noch in Jerusalem, i da die Bauarbeiten in der neuen Klinik noch nicht beendet sind . ‘ Für die 300 Kranken, einschliesslich der Kinder, war es wie eine Uebersiedlung aus einem ärmlichen in ein; besseres Wohnviertel, von I überfüllten, provisorischen Sälen in helle, luftige Räume mit einem grandiosen Blick auf Ein Karem und ' die Hügel Jerusalems. Das Gebäude der medizi- , grösste medizinische Zen- | trum im Mittelosten sein, j Es besteht aus einem Kran-; kenhaus mit 500 Betten, ei- | ner Entbindungs-Klinik mit , 40 Betten, einer Schwestern-! schule mit Internat, einer Poliklinik, einer Synagoge. | Studienplätzen für 1.000 Studenten, Forschungslaboratoj rien und einer zahnärztli-; chen Fakultät. Weitere Abteilungen sind geplant und , werden errichtet werden, ' sobald die notwendigen Mittel aufgebracht worden sind. ■ Die Lage ausserhalb der; Stadt, in einiger Entfernung Angestellte übersiedelten dorthin von den vier Krankenhäusern in Jerusalem, in denen die Hadassa mehr als zwölf Jahre nach der Räumung des Krankenhauses auf dem Skopus vorübergehend untergebracht war. Von morgens sieben Uhr bis mittags fuhren 20 Krankenautos der Sanitätsgruppe der Armee, die man um Hilfe gebeten hatte, zwischen der Stadt und Ein Karem hin und her, und 120 Armeesanitäter waren bei der Ueberführung der Krannischen Fakultät ist noch ' weit von seiner Vollendung | entfernt, und Tischler, Maurer und Elektriker werden ' ständig von den Schwestern gedrängt, ihre Arbeit so 1 schnell und so geräuschlos wie möglich zu beenden; doch die Hauptgebäude sind fertig und bereit, die Kran- : ken und ambulanten Patien- ' ten aufzunehmen.! Die ganze Anlage soll bis; 1963 fertiggestellt werden. \ Sie wird Israels wichtigstes '■ medizinisches Lehr- und I Forschungs-Institut und das Eroeffnung der VI. Makkabiade Tel Aviv — Die VI. Makkabiade wurde im Stadion von Ramat Gan festlich eröffnet. Der Zeremonie, bei der 1.300 Sportler Aufstellung genommen hatten. wohnten Staatspräsident Ben Zwi und zahlreiche ausländische Diplomaten bei, während 40.000 Zuschauer die Tribüne füllten. Das mit Fahnen geschmückte Stadion war bis auf den letzten Platz von Israelis und Touristen besetzt. Bei Ankunft des Präsidenten ertönten die Hörner einer Ehrenkompagnie. Hierauf begann der Vorbeimarsch der 26 Mannschaften, an deren Spitze acht Fechter mit erhobenen Säbeln schritten. Als die Makkabi-Fahne aufgezogen wurde, ertönten sechs Kanonenschüsse und wie bei den olympischen Spielen wurden hunderte Tauben losgelassen, die sich wie eine Wolke in die Luft erhoben. Der Staatspräsident erklärte die Makkabiade für eröffnet. Im gleichen Augenblick betrat ein Israeli, Jochanan Lachar, im Laufschritt die Arena. Er hielt eine brennende Fackel in der Hand, die aus den Makkabäergräbern in den Judäisehen Hügeln gebracht worden war. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden 14 riesige Fackeln entzündet und ein Gebet zum Gedenken an die von den Nazis ermordeten Juden gesprochen. Hierauf folgte eine Vorführung von Massenfreiübungen durch junge Turner in ihren blauweissen Anzügen. (fTA) vom Universitäts - Viertel, wurde gewählt, um die Möglichkeit für zukünftige Erweiterung zu geben. Das etwa 120 Hektar umfassende Gelände des Krankenhauses liegt auf einem niedrigen Hügel fünf Kilometer westlich von Jerusalem und überblickt das idyllische Tal von Ein Karem, einem alten Dorf mit vielen Klöstern. Die natürliche Tö- ' nung der Landschaft — Felj sen in warmen Farben und ¡■dazwischen verstreut das silbrige Blattwerk der Oelbäume und das tiefgrüne der Zypressen — wird nur durch wenige unauffällige Steingebäude unterbrochen. Um den Verkehr zwischen den einzelnen Abteilungen zu ermöglichen, ohne sie durchqueren zu müssen, wurden die zentralen Gebäude um eine Verbindungslinie gruppiert, die etwa 400 Meter lang ist und von Nörten nach Süden verj läuft. Im Mittelpunkt dieser Linie befindet sich eine ' senkrechte ,.Achse”, wo mehrere Aufzüge die Verbindung zwischen den einzelnen Stockwerken herstellen. Die wichtigsten Hilfsdienste, wie Küche, Wäscherei, Apotheke und Vorratsraum für steriles Material befinden sich am unteren Ende dieser Achse. Darüber liegt die grosse Halle und die Abteilungen, für die eine gute Verbindung von ausserordentlicher Wichtigkeit ist — die chirurgische Abteilung und die für akute Krankheiten. Von dem Platz am Ende der Zugangsstrasse führt ein Eingang zur Poliklinik. Verwaltung, Abteilung für dringliche Fälle und zur grossen Halle. Die chirurgische Abteilung und die für dringliche Fälle liegen benachbart auf demselben Stockwerk, da- | mit die Apparaturen und; | sonstigen Hilfsmittel für Operationen von beiden Abj teilungen gemeinsam be- | nutzt W'erden können. Die , Laboratorien und Räume i für Heilbehandlung sind j ebenfalls so gelegen, dass |! sie sowohl den Krankeni hauspatienten wie der Poli- I klinik dienen, um die dop- ‘ pelte Anschaffung kostspieliger Ausstattung zu vermeiden. Röntgen- und Bestrahlungsräume befinden sich im zweiten und dritten Stockwerk über der grossen Halle. Südlich hiervon liegt der acht Stockwerke hohe Flügel, in dem die Laboratorien der Universität untergebracht sind. Die klinischen, Forschungs- und Studenten-Laboratorien stehen in enger Verbindung; dies erleichtert den Verkehr der j Studenten und Angestellten zwischen den Kliniken. Laboratorien und Unterrichts-; räumen. | Es ist Vorsorge getroffen worden, dass die Kranken : und die Behandlungsräume in Notfällen in die unteren Teile des Gebäudes verlegt werden können. | Die Krankenzimmer enthalten acht Betten. Sie sind | durch Vorrats- und sanitäre Vorrichtungen in Nischen von je 2 Betten untergeteilt.; Dies gibt den Kranken ein I Gefühl von Distanz und fördert gleichzeitig die Geselligkeit, die die Heilung günstig beeinflusst. Dr. Kalman J. Mann, Direktor der medizinischen Organisation Hadassa und ein geborener Jerusalemer, hat seit Jahren seine ganze Energie der Planung des neuen medizinischen Zentrums gewidmet. Er sieht in ihr nicht nur ein Vorbild, sondern eine Heilstätte für ganz Israel und —■ wie er hofft — auch für grosse Gebiete Afrikas und Asiens. Obgleich die Bauarbeit auf dem Gelände schwierig war, da viele Tonnen Steine und’ Felsen gesprengt und weggeschafft werden mussten, wurde sie doch wieder durch den Anblick der berrliehen Landschaft erleichtert. ,,Es muss ein Vergnügen sein, hier krank zu liegen”, ist der häufigste Kommentar der Besucher. Die Erstellungskosten der ganzen Anlage, einschliesslich der Einrichtung, werden schätzungsweise mit 30 Millionen Dollar angegeben. Die zionistische Frauenorganisatoin Hadassa hat sich verpflichtet, 22,5 Millionen aufzubringen; hiervon sind 18 Millionen bereits gesammelt worden. Ausserdem leistet die Hadassa einen jährlichen Zuschuss von etwa 1 Million Dollar zusätzlich zu den laufenden Unterhaltskosten des Krankenhauses. Die Hebräische Universität hat übernommen, die restlichen 7,5 Millionen aufzubringen und hat bis jetzt einen Beitrag von 2—3 Millionen Hollageleistet. Israelischer Humor 1 TIT0W UND „SHAVIT” Kennedy zu seinem Sekretär: „Klingeln Sie schneit in Israel an und fragen Sie, was wir tun sollen.” Bemühungen um eine Koalition Jerusalem. — Das Sekretariat der Mapai ist einberufen worden, um eine Kommission zu ernennen, die die offiziellen Besprechungen mit den anderen Parteien vorbereitsn und das Terrain für eine neue Regierungs-Koalition sondieren soll. Die Mapai-Minister hielten in Anwesenheit von Ben Gurion eine Sitzung mit den Führern der Histadrut ab. Zwar wurde die endgültige Entscheidung dem Parteisekretär überlassen, aber die vorherrschende Tendenz scheint eine breite Koalition zu begünstigen, bei der die Mehrheit der Mapai im Kabinett gewahrt bleibt. Die Beobachter glauben, dass die Forderung nach einer Mapai-Majoritäf die Möglichkeit ausschliessen dürfte, die Liberalen oder die Linksparteien zum Eintritt in die Regierung aufzufordern, da es unmöglich erscheint, genügend Ministerportefeuilles zur Verfügung zu stellen. Andere sind der Ansicht, die Lösung könne in der Parität der dem Kabinett angehörigen Minister zwischen dar Mapai und den übrigen Parteien gefunden werden, bei der Ben Gurion den Ausschlag geben würde. Inzwischen lehnte die Liberale Partei den Vorschlag der Cherut ab, einen parlamentarischen Block beider Fraktionen in der nächsten Knesset zu bilden. Einige liberale Führer äusserten, dies würde einen ,.Verrat” an den Wählern darstellen, die „uns ihre USA geben Luftbase auf London. — Der sauditische Finanzminister Telal Ibn Abdul Aziz teilte offiziell in Beirut mit, dass die Anlagen des nordamerikanischen Luftstützpunktes in Djachran innerhalb von acht Monaten geräumt werden würden. Telal bemerkte, sein Land verzichte auf eine jährliche Einnahme von 10 Millionen Dollar, um zu erreichen, dass die Nordamerikaner das Land verlassen. (ITA) Stimme nicht für eine derartige Sozietät gegeben haben.” Bei der Abstimmung über diesen Vorschlag der Cherut wurde die Ablehnung fast ohne Gegenstimme ausgesprochen. Nur Mosche Nissim war für eine solche Blockbildung. Der Vizepräsident der Cherut, Arie Ben Eliezer. gab der „Enttäuschung” seiner Partei Ausdruck und kündigte ah, seine Fraktion werde ihre Be- , m Übungen in dieser Richtung fortsetzen, da sie davon überzeugt sei, dass dies „die einzige Alternative sei, die man der Mapai entgegensetzen könne.” (ITA) ZEUGEN GESUCHT Der Jüdische Weltkongress sucht in Verbindung mit den zuständigen Staatsanwälten in Deutschland Zeugen für weitere Prozesse. In den ersten Tagen des Weltkrieges wurde der polnische Kurort Zakopane besetzt. Die Aktion ging zugleich gegen die Juden von Bialka, Dembno Nowi-Targ und Czany-Dunajec. Ueberlebende dieser Städte werden ersucht, sich zu melden. In Bonn wurde Wilhelm Koppe verhaftet, der Kommandant des Lagers Chelmno war. Ihm werden eine Reihe von Morden zur Last gelegt. Eine weitere Untersuchung betrifft das Lager Majdanek, wo 256.000 Juden vergast wurden. Dorthin kamen die Opfer aus Warschau, Lublin und Umgegend. Auch hierüber sollte man weitere Zeugen haben. Gegen Richard Nitschke, der im Jahre 1942 Hunderte von Juden, darunter Rabbiner Leiner aus Wlodawa und Sobibor erschiessen liess, ist e*n Prozess anhängig. Ueberlebende dieser Ortschaften werden ersucht, sich an den Jüdischen Weltkongress zu wenden. Registro de la Propiedad Intelectual No. «56.6*5 fntnoAdA An 1« T m nronia Prtí .TflT ATA

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