Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1884 (12.6.1961)
- Date
- 1961-06-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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ttiie Ausstellungen Vo" k S. BRAUN ,JS«- * M ¡¿d? "irtsciiÿ ***rStfc_ 10di koijin ‘ftschaíCáe I Suter (¡„_ r!¡B StDgg « 1896-0 Uchthcis ¡cbicbte (|S smus“ .V(r- S-Jernsiin, II % Jsun ¡teilting ,Je s Davidsir- Weine ns?hon-Lerieps d> at#€ SJiisa bebräisetari ttsr“ ad gezeigt. KuriosiUien li Temnerj. * mit lä- ‘-hgültialat, ■ er mitTereWete. dan uden Ber- U nur ein an der M- Keionien in i Justizrat uchte den sierte sieh;innungs|exveue. mistigen im < und mme feurige der Richjiidiscker (,,So mir. iropäjsche - Frankfcpt :t exotisch durch die gt wurde, als welcher Stadt jm Orient er stammte, erwiderte er in trefflichem sächsischen Dialekt: ,,Ich bin aus Wanzleben“. „Es ist wenig bekannt, dass um ^in weniges später eine zweite Schau ähnlicher Art veranstaltet wurde, diesmal in Hamburg und gemäss dem Wunsch des Barons Edmond de Rothschild. Soweit der Schreiber dieser Plauderei das in Frage kommende Schrifttum durchgesehen hat, bat er nur an einer Stelle Näheres über sie gefunden und zwar in David Jellins Buch ..Katawim Niwchcrim’’ (Ausgewählte Schriften), erschienen im Jahre 1936 bei Rubin Mass-Jerusalcm. Entkleidet man seine blumenreiche Dars'ellung der Melizot, so ergibt sieh etwa das Folgende: Das Schiff, das in Jaffa mit grossen Kisten beladen wurde, ankerte im Hafen von Alexandrien. Dort erwartete man die Ankunft der ..Rhodos“, die direkt nach Hamburg fahren sollte. Planmässig musste sie 17 Tage später in See stechen. Deshalb nahm die Zollbehörde di? Ladung aus Jaffa an und baute sie hübsch nebeneinander vor der Zollhaiie auf. So war über Nacht ein wahrer Messepark in Alexandrien entstanden, der viele Neugierige aus der Stadt anlockte. Das Ereignis ward zum Stadtgespräch, und auch die üeyntische - Presse widmete ihm viele Worte des Lobes. Jel'in fuhrt dann die Leser nach Hamburg, von dessen Grösse und Bedeutung als Handelsplatz er viel zu berichten weiss. Dann aber beschreibt er die Ausstellung, in der landwirtschaftliche Erzeugnisse aus aller Welt gezeigt werden, daneben dann auch modernste Acker- und Gartengeräte und Maschinen. Mitten in dem von erlesenen schönen Bäumen umschlossenen Park steht nun auch der Pavillon Palästinas in seiner vollen Pracht. Seine Erstellung kostete nicht weniger als 15.000 Mark. Eine rotweisse Flagge weht vom Dach des in orientalischem Stil errichteten Bauwerks. In das Fahnentuch sieht man eingewebt den Namen Palästina. Betritt man den Pavillon, so sieht man sich einem grossen Gemälde gegenüber das vom Meister Luetkens aus Hannover geschaffen wurde. Es zeigt eine Dorfstras e aus dem Heiligen Lande und zu beiden Seiten ein paar der bescheidenen Siedler. Ein weiteres Bild zeigt Teile Jerusalems. Nun aber die Schau selber. Zu beiden Seiten des Eingangs wurden von sachkundiger Hand die für Palästina charakteristischen Bäume eingepflanzt, wie Dattelpalmen, Oliven. Orangen, Mandeln und Granatäpfel. In einem besonderen Innenraum installierte man eine Weberei, zu deren Seite auf Tischen Seidenraupen nebst Kokons zu sehen sind, und ia gemessenem Abstand kunstgewerbliche Erzeugnisse aus Oliven- und Tannenholz. In einem weiteren Raum sind die verschiedenen Kcrrarten des Landes ausgestellt. Hiilsenfriichte. Sesam, Durra, Kartoffeln, neinem eigeborenen hat.?r die Xairschuttert, Geiste sah Hilfe fiehin schraken wieder ¡¡glich, die verteidigen und starke as l'nsrige m Kibbuz m uns«* aber Eich. ,re Lehrer , Unglück, r, um die zeugenden, jie Bedeuaber vor ¿er aufgefögiiehkeit Anerkenr Kibhuz- „eue Einauch ein m, der die nen hinzur ÿcb als ttet. d*Ss leutschland Brief .nie« nur die e„ SW denpá ein« , ' Sadis* n_ lórdcr des tenlos dabeistanden und weder Widerstand noch Hilfe leisteten. Ich möchte noch zwei weitere Briefe von den vielen Hunderten zitieren. Einer von diesen kommt von der Nichte Adam Tcherniakows, des Leiters der Warschauer jüdischen Gemeinde, der den Tod jeder Form von Zusammenarbeit mit den deutschen Mördern seines Volkes vorzog: „Als eine Frau, die se bst al’e Schrecken der Hölle Hitlers mitgemacht hat, als Zeugin des Todes ihres Onkels, die Maidanek und Auschwitz erlebt und alles verloren hat, all ihre Verwandten und Freunde, erlaube ich mir, Herr Staatsanwalt, Ihnen die tiefen Gefühle meiner Hochachtung auszudrücken. Seit Anbeginn des Prozesses habe ich von neuem — ich hoffe, zum letzten Mal — a:le Schrecken durchlebt, aber ich glaube, es war der Mühe wert. Jüdisches Blut ist nicht länger wohlfeil und wird es nie wieder sein.” Der folgende Brief drückt am klarsten die Gefühle aus, die dieser Prozess und die Anklagerede in den Herzen und Seelen der Ueberlebenden geweckt hat. „Gestatten Sie mir, Ihnen meinen tiefempfundenen Dank auszusprechen, dass Sie die Tränen gelöst haben, die sich in dm vielen Jahnen In meinem Innern ang«_ sammelt hatten, seit ich in Eile von meinen Eltern Abschied nahm und sie nie wiededsah. „Es war im Sommer 1942, einen Abend vor der Vertreibung, ich war damals neun .fahre alt, als eine christliche Bekannte zu uns kam, um sich von «es zu verabschieden. Auf die Bitte meiner verzweifelten Eltern hin nahm sie mich mit, sodass ich durch ihre Hilfe und die vieler anderer gerettet wurde. „Seitdem bin ich duich viele Wechselfäl * des Le. bens hindurchgegangen ,. Mein Herz zog sich vor Schmerz upd Leid zusammen, aber ich habe nie eine Träne vergessen. Erst als ich Ihre Anklagerede hörte, ging die Uhr rückwärts und meine Tränen flössen _di« Tränen eines Waiscnmädchers. Ich danke Ihnen. Herr Staatsanwalt, dass Sie mir und vielen anderen geho'fen haben, Tränen zu vergiessen. Mögen diese Tränsn in die W*fschal« der- Gerechtigkeit fallen.’ ISRAEL - BRIEFMARKEN A.4 WIEDERVERKAEUFEH - ALLE KEUAUSCA BEN ZUM OFEfCrfeLLB* PREIS Agencia Filatélica cficial J tW 4C*i»<le de4»rael.! Mt 1/W — a*»a«i Wie*« Re« l'e'ebki VOM LEO BAECK-INSTITUT Lite ra rische No tizen Am Sonntag, den 14. Mai 1961 fand in Jerusalem eine Sitzung des Board des Leo- Baeck-Instiiuts unter Vorsitz von Dr. S. Mosrs statt, an der drei Mitglieder des New Yorker Board teilnehmen. In der Sitzung wurde über die verschiedenen Arbeitsgebiete des Instituts beraten; das Pubîikatioi.s-Programm sieht Veröffentlichungen in englischer, hebräisch :r und deutscher Sprache vor, die der Periode von der Emanzipation bis zum Jahre 1933 gewidmet sind. Fernerhin hat der Board des Instituts beschlossen, in das Arbeitsprogramm auch die wiss nschaftlich historische Erforschung der Lage der Juden in Deutschland während der Naziherrschaft aufzunehmen. Unter anderem soll durch Befragung von Menschen, die an dem Olivenöl und Rosenwasser und dann als Krönung die verschiedenen Weinsorten und ein aufs sorgfältigste gepflegter Weinstock. Bevor der Zutritt zur Ausstellung gestattet wurde, prüfte ein Comité die Anordnung der Gegenstände. Verantwortlich hierfür war der Gärtner Naftali Glücksmann aus der Siedlung Maskeret Bat ja (Ekron) Nachdem plies gutgeheissen war, trank man auf das Wohl der Ko'o«ien und ihrer wackeren Bewohner vom feurigen Risehomvein fRischon Lezionb Doch noch durfte das Publikum nicht die Ausstellung betreten: denn es kamen die Vertre+er der städtischen Behörden und die Presseleute nebst einem Fotografen. Erst dann cah für die Besucher frei, die Leitung den Eintritt die mittlerweile schon in Massen gekommen waren. Der Andrang war mehrere Tage hindurch gross und Glücksmann konnte sieh kaum der vielen Fragen erwehren. die ihm von gehässigen Zw-eifern, aber nicht weniger auch v?n Freunden des Aufbauwerkes gestellt wurden. Jeden Ta" erschienen auch die Mitglieder des Comités, unter ihnen di? Herren Minden. Tuch und Wolf. Bemerkenswert war es. w’ie aus den gewohnhei'smäsrigen Nörglern und Snöttern. an denen es nicht fehlte, überzeugte BeLsher der Chowcwe Zion-Ideen wnirderr. angesichts der wohlgeordneten Produkte, di« aus dem Heiligen Land h'erhergebracht und von den schwer um ihre Existenz a’s S’edler ringenden Chalu. zim angebaut worden w'aren. Ein jüdisches Kochbuch Im Editorial Sigal erschien ein neues jüdisches Kochbuch, herausgegeben von den Damen Jeanne Baebmann, Uka Besthof und Rccha Würzburger. Das Buch führt den Titel „La Cocina Jud'a Moderna” und gibt eine Fülle von Rezepten und Anregungen für die gute koschere Küche. Dass die Vorschriften für die Kaschrut genau beachtet W'-erden, dafür garantieren die Namen der Autorinnen IHca Besthof, Toch’er des Raw Kein s. A., die jetzt in Israel l'id, und Frau R«. cfca Würzburger, die durch ihre sozia’e und pädagogische Arbeit sich eines sehr gute» Name« geschafft hat. Ei« Zeitwgschreiber muss einfach aks können. Er muss sogar vers'efeu, ein Kochbuch zu besprechen. Wenn er auch nicht ki-vhen kann, se kann ei doch essen. Und die nach diesem Kochbuch breitete'’ Speisen sind ausgezeichnet. Wer sie essen will, kaufe sieh die- «M Wegweiser für die Nieder*« jüdische Küche. damaligen Geschehen aktiven Anteil hatten, der Versuch gemacht werden, das vorhandene Tatsachenmaterial in wichtigen Punkten zu erweitern. Dieses Material soll als Grundlage für eine Darstellung der Ha'tung der deutschen Juden in dieser Epoche dienen und ihre innere und äussere Reaktion auf die Entrechtung Beraubung und Austreibung durch die Nazis zeigen. Das LBI bittet alle, die durch Material oder persönliche Aussage die Forschung fördern können, sich mit dem Institut in einem ceiner Arbeitszentren — in Jerusalem (Bezalelstr. 18). New’ York 129 East 73rd St.), oder London (Devonshirest. 4) in Verbindung zu setzen. Im Rahmen seines Arbeitsprogramms beschloss der Board auf der gleichen Tagung weiterhin, einen Auftrag für die Abfassung einer einbändigen Dars’ellung der „Geschichte der Juden in Deutschland von der Emanzipation bis zur Nazihrrrschaft“ zu vergeben und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitzus eilen. Die Durchführung dieses Plans hängt davon ab dass sich ein qualifizierter Wissenschaft'er fin.’en wird, der in der Lage und bereit ist, eine solche his*erische Darstellung zu verfassen. Ghetto-Kunst Eine Ausstellung von Kunstwerken aus den Ghe ti des Zweiten Weltkrieges wird in den kommenden Monaten in Paris und Mai. land gezeigt werden. Der „Maariw’* dreizehn Jahre alt Die bekannte israelische Tageszeitung Maariv, die die grösste A-uflage in Israel hat, feierte in diesen Wochen ihre Barmizwah mit einer umfangreichen Frei, tagsausgabe. DL? Auflage soll sich auf mehr als 75.003 belaufen. Das Abendblatt wurde 1948 von dem bekannten und begabten Journalisten Dr. Azriel Carlebach gegründet. Azrlel Carlebach konnte di? ZeLtur.g entwikkeln und ein Verlagshaus für Bücher und eine Jugendzeitschrift hinzufügen. Vor einigen Jahren starb Dr. Carlebach auf der Hö_ he seines Schaffens. — Di? Zeitung w’ar lange ein politisch-unabhängiges Organ, ist jedoch in jüngster Zeit auffallend gut über die internen Schwierigkeiten der Mapai o ientiert gewesen und wurde dann zum Sprachrohr der Anhänger Lavons. 25jaehriges Jubilceum Hier feierte der Jerusalemer Buchhändler und Bibliophile Herrmann Meyer das 25jährige Jubliäum sei. nee Firma „Universitas”, de.- führenden Firma für alte Karten Palästinas, für Graphik des Landes und landeskundliche We ke in allen Sprachen. Zugleich beging er seinen 60. Geburtstag. Horrmann Meyer stammt aus Berlin und wurde zunächst Anwalt. Daneben wandte er sich früh der jüdischen Bibliographie zu und wurde als Sammler Schöpfer der umfassendsten Mosrs Mendelssohn. Bibliothek. Nach seiner Uebersiedlung nach Jerusalem wurde aus einem Hobby ein Beruf, ein Antiquariat und ein Verlag, die sich beide bei allen Buchliebhabern einer hohen Wertschätzung rfreuen. Vortragszyklus Der Zürcher Journalist Err st Oppenheimer hielt im Rahmen des Kurses „Bür. ger und Staat in der Demokratie’’ an der Dortmunder Volkshochschule eine Reihe von Vorträgen. Er sprach ausserdem in Baden Baden, an der Technischen Hoch, schule in Karlsruhe und an der Militärakademie Koblenz über verschiedene Themen. Schweizer Naturfreunde Eine 36 Personen umfassende Gruppe des Touristenvereins .Naturfreunde” aus der Schweiz weilt zur Zeit in Israel. Diese Orgamsatirn hat bereits wiederholt Israeireisen durchge. frhrt; einzelne Teilnehmer befinden sich zum zweiten oder örit en Male Im Lande. Der Landesverband der israelischen Naturfreunde veranstaltete verschiedene Empfänge, ebenso wurden die schweizerischen Gäste von Behürdevertretern begrüsst. HEBREO SIN MAESTRO «o* AHARÓN KO sfetN traf îo n-riay .116 viene (m.s.) xa .ni a-ti, Já bn T obrero ‘reí s .117 medio día Dnnx .112 po-el izo-ho-rúyim * - r: t da (wv.) ]ipj .118 *e levanta (m.s.) ü?r .113 no-len kam día Di- .119 diario pire .114 yom i-tón adonde? .120 Comida, cena nnnx .115 Van a-ru-já rare retía nrran xa reí *;* T T i T; - - T .Dnnxrrnnx * ~t: t “ -?rnnto n'? px?na rev rniir ,tínn retía rep re ntfru •UN ^3 .->j?â-nnnN nnötzta1? /}n'7iz>n nnnxn nsn .piren ‘re pn nano nnsi nsn "»j?33 rmre m ,mn - -pire ‘re« ,area rrore K73 area xn>p th are nnnxn?^Mn nrix ]x*p .]n'ren *re ."»pan-prre mn ,xa nVn M nstfn?ap nnx,pnr-!pn:r .yatf ,re®‘ a miayn 1 t : “v t t : t t -npa .Dp -a» /ja ,|a?n¡ré - -pire ns'x mm ,aio?"»pan .arerrpire .nanpío -pire reix px- ,mn .are-prre rnaix nparrpre nsrx .pire pxj xa x1? nVn ■ onnsn-nnrix nnxi -t: t ~ - - :?aiü x*? piren ‘reis •’ix ,rpn ,ny*rv px -rraa nare px ,n*pa x*?i uv *?a nrec? n^nnn de lectura en hebreo fácil con puntuación y también materia! para adelantados, se puede solicitar a la Organización Hebreo en su país o dirigirse a : Brit lent Olamit, P.O.B. 7111, Israel* Publicado por «i NtM Irtit frtwil Hebraeisch ohne Lehrer 111 k« mmt (männl. Einzahl) 112 Mi i teg 113 steht auf (männl. Einzahl) 114 Zeitung US Mahlzeit U€ Arbeit 117 Arbeiter 12S-wohin? «tue Fragewort) 118 gibt ¡.männl. Einzahl) 119 Tag - .