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Jüdische Wochenschau · 1961-05-19 · 1877 (19.5.1961) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1877 (19.5.1961)
Date
1961-05-19
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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95 © £ 4. w- ~ FRANQUEO PAGADO t 2 ,9 i» c O i. a Concesión 908 < G Año XXII. BUENOS AIRES, VIERNES 19 DE MAYO DE 1901 No. 1877 EL EJEMPLAt en toda la RepuElici Buenos Aires PUEYRREDON ZI90 D> T. E. 83 . 2613 uq. Dramatische Szenen im Eichmann Prozess DEUTSCHER PFARRER SAGT AUS (Fortsetzung von Seite 1) [ dem Ort, wo er wohnte zu?T*SÄS.t| JJUUTSUJtWli rfAKU&K SAUT AUS zählte, im Aufträge seiner, Verbrechen, die Eichmann I iol'm benutzte, er jede Einwerden, nachdem er von Mitglied de5 Höchsten Ge- ■ bestand öa/auf dass dieser Vorgesetzten die nazisti-; gegen die .jeden Ungarns sicht und jedes Gefühl aus. i dem Schicksal der Ausrot-1 richtes von Pennsylvania, \ Mann in ein Ghetto gesehen Konzentrationslager begangen hat. Becher war scllaItete-” I tung der Juden in Riga er. war bisher das Zeugnis, das i schleppt werde _ besucht zu naben nachdem der Leiter des nazistischen ViF«AIS f,FHftFE | fahren hatte Der Richter i am schwersten den Ange.l Ebenso hat Eichmann das diese von den Alliierten be- Wirtschaftsbüros in Buda-?,£irHirvKTHUER fragte: ..Ist Herr Floessner klagten belastet hat. Hier- Gesuch Lily Tschesfreit worden sind. Göring pest. Er w'ar der hauptdeportiert worden?” Der, von gab sich sowohl der, k€s a[,golehnt die darum hat ihm mitgeteilt nicht sächliche Unterhändler ’ bei Der Zeuge Gruber setzte 1 Zeuge “hortete: „Ich Verteidiger Dr. Robert Ser-1 gebeten h3tte> in das Gebiet gewusst zu haben, welchen dem von den Nazis geplan. seine Aussage fort und un- TelSS das nlCht’ abeJes ge^; vatIUS’ W1€ d*r Angeklagte damals noch nicht vw Umfang die gegen Oie Juten Geschäft. „Juden ge. terstrich, dass Eichmann 1 h(,rtä fwe gross<: Zivncou-l selbst, Rechenschaft Wah. I den Deutschen okkupierten den gerichteten Verfolgun. ge„ Lastwagen” auszutauniemals einem seiner Gesudazu, um das wahr? rend an allen vorherge- Frankreicbs „»wandern a* gen angenommen hatten. sChen. Die Nazis haben dache statt^egeben hat Nie-’ Motlv seiner Demission an-, henden Verhandlungstagen! dürfen Göring hat als die Verantmajs eine gewisse Anzahl ( mals hatte er eine Zusage ' zugeben ” j Eichmann teilnahmslos die wörtlichen hierfür bezeichjüdischer Leben schonen erteilt oder überhaupt ei. , Auf eine weitere Frage 1 meisten Zeugen mit einem Sara Burter ein« ^1:kk > ’mtor- Hlmm er> wollen, wenn sie dafür Last. . ne klare Antwort gegeben. 1 des Richters berichtete der gelangweilten Gesicht an-« denUche AiT Goebbels Bormann. Hey. wagen bekommen, die von1 Er sagte nur nein oder Zeuge darüber, dass er mit horte, erblasste er und be f J dr.ch und Eichmann,’ Der der Armee dama.s drin-, kommen Sie am nächsten zwei katholischen Bischö. wegte nervös seine Lippen, | au£ .sie wies^ar^ Nazi-Gouverneur von Polen, gend ‘ gebraucht wurden. Tag wieder. I fen vor dem Kriege zusamwahrend der Aussage des Arier„ und h t ri,rauf. Dr Hans Frank, habe bei Die Verhandlungen schei- 7,.,», men ge arbeitet hat, um die ®*cbt€Fs Musumanno. Er ” Eichmann interveniert, weil terten. Dann sprach der Zeuge Auswanderung der Juden rückte auf seinem Stuhl hin,, ihre Mutter in Frank- I über seine traurigen Ertah., ^f'D\?udt7c“:nd besonders I hin und her und schrieb Fe*h besuchen zu dürfe«, rungen in verschiedenen au* in Nntbpn l Eichmann antwortete. Rb.f TH n” Tr f h Der Staatsanwalt nahm ' rungen in verschiedenen aus «euiscuianu. üe*ü,,utTs' d“‘ “Z* Notizen""’"1 EichnlMn antwortete, dass B.ut zu waten aber E.ch-( auf dje Erklärung d^s Be. KZ%or alIem im KZ Da. nach Brasilien, zu bewerkdann ,n seinen Notizen. ira Hinblick auf die . Endlö, ch*r B€Zug und wies darauf 1 chau, wo ihn die Gestapo : Der Papst Pius Musumanno hat u. a. er. _ das lfete dfe nicht geändert. , bin, dass eg Eichmann ge -m Jahre 1940 einsperr£ XI. zeigte sich sehr verklart, dass Eichmann einer Ausrottung - die Frau in Der Nazi-General Karl' wesen sei, der den Vor-1 Der Zeuge sagte: „Dort in i standmsvo.l. kleinen Gruppe höchster na- Deutschland zu verbleiben Köhler habe auf Veranlasschlag, Juden gegen Last- Dachau hat mir die SS alle Auf eine weitere Frage zistischer Fahrer angehort | babe sung von Eichmann den I wagen auszutauschen nicht, Zähne ausgeschlagen.” Er des Richters entgegnete der hat, die fur die Ausrottung Am g März 1943 fand ei. Befehl gegeben, dass all-, realisieren wollte, offenfügte hinzu dass er sehr Zeuge: „Alle Länder haben der Juden und die sögene Besprechung im Büro alliierten Flieger, die jüdi. f sichtlich, weil er es vorzog,, lange eingesperrt war. ihre Tore vor den Juden nannte Endlosung verant- Eichmanns sta.tt in der scher Abstammung sind die Ermordung der Juden! Dann bemerkte der Geistliverschlossen, die Schweiz wörtlich war. Diese Gruppe üb€1. die apersmäsjige Zu- und die von den Deutschen fortzusetzen. che: „Aber wir wollen wie die anderen”. Der Zeu. hat auch den Plan lur die! sarnnlensetziing und den gefangengenommen werden,!; nicht von mir sprechen, die Se hat dann, bevor er den 1 Endlösung entworfen. physischen Zustand der descl'ort erschossen werden AUSSAGE EINES DEUT. 1 juden haben viel mehr' lei. Zeugenstand verliess, eine! Es war der Angeklagte, | portierten Juden oc',’chtet SCHEN GEISTLICHEN den müssen als ich. In ei. persönliche Erklärung ab-j—so sagte der Zeuge — der wui'de. Es wurde bcs-fclos. Menseheit ¡Trost und Hilfe finden möffl SE>lpFAENGER SS überschrieben werden solle. Eichmann ordnete die Uebertragung an. — Eichmann verlangte von einer ausländischen Gegewesen sei. NEUER ZWISCHENFALL riUbMdiJUijrfiU' ~ ** . i Wachen in eine zuges den Befehl erhaben, , nehmung des protestantidgr Juden schliefen, scheint. Ich spreche den' mandos, auszuführen be-! welches Schicksil ihn ereine Sondertruppe „Todesj sehen Priesters der ««mt-j ’ „ Gefange.. Wunsch aus. dass diese garn, die von dem Zeugen warte. — kommandos” aufzusteUen, sehen evangelischen Kirche anfzustehen und Schnee Verhandlungen dazu beitra-1 als ein fahrender Schlacht- \ Ein Polizeichef!n Baden die von Eichmann organi. , Heinrich orueber entge schütten Nur zu dem §3n werden, gesündere Be. hof bezeichnet wurden. Die fragte Eichmann an. ob siert worden sind, mit d«m Dieser Geistli-1 Zweck damit die i Ziehungen zwischen Israel | einzige Aufgabe dieser Kom. ein jüdisches Krankenhaus Ziej, alle Juden zu verniehcbe wurde von den Nazis in *_ ® t unepnentziindune uncl Deutschland herzustelmando wai* Juden zu su_ dem Wohlfahrtsausschuss ten nachdem man sie ihrer ein *rr 1 bekommen und daran zu |.Ien und ieh hoffe> dass hier-¡eben und zu ermorden. der Vermögen beraubt hat Sn Gr^ grundgehen. Die SS-Wachen die ganze Eichmann habe diesem Ge-j den Juden zu hellen. G ue £ zv-iTl neraf «m »WWW». Se"ne"f » »nl &mT. das» •ilST, lSgy ¿n»S,me» svS.rL.|i«at? dieser Meth.de ZEÜG,N AOg frHil and wieder auch bei dem ihm verschiedene ubergehen um „Kugeln zu FRANKFuRT ur.d hin und wieder al?cn . Kn._h„n 7Prbrnf,h„n wor sparen”. Ich kann jedem bei den Exekutionen dabei K-ochen zerbrochen 0 - (die Sicherheit geben, dass) Als nächster Zeuge ' . das, was ich in Dachau ge. schien Frau Charlotte Salzstischen Sturmtruppe, der : ARGENTINISCHER FALL Der Geistliche erklärte, s€hen und miterlebt habe, berger-Wreschner. die in, im Geheimen geblieben ist; n; nr„pnt,n;c„i,A d3jS tr„in .d€n Jahren 1938 dazu angetan war, dass je.1 Frankfurt geboren wurde I und lediglich Befehle aus.; Berlin ersuchte A,s der amerikanische j Ä5 «Id" * ausbricht. und von 1934 bis 1944 in führte. Ganz im Gegenteil! um 5£ Richter diese Schilderungen! UdfntprB5b^ habe gesehen, wie man j Holland lebte. Zu diesem , Er war eines der Mitgbej Erlaubnis> dass ein Jude abgab wollte der Staatsan. i1,?“4 hab?’ UI^er lhn®n ddh ganze Famihen in die Gas- Zeitpunkt invadierten die der des engsten Kreises des Mever Israel Meywa t frühere Aussagen von l^'LaeeTer J^en habe kammer g6SChiCkf hat , Deutschen Holland und nazistischen Oberkommanerho^f Leb-Argentinien rel Koir.andanten der Todes- ^on Tae zfi Tae ver 5ebten 3l,e in UnSer6n ®a' rangen alle Juden, den ' dos, die Plane zur Ausro -, sen dürf wo die argen kommandos verlesen, wur- | a‘cb \°" Tdg 2“‘JL® Iracken in grauenvoller gelben Steni zu tragen Im tung der’Juden ausgearbei. tinische Staatsbürgerschaft de aber hierbei vom Ver- A?gS,t V?r dass ' f«iteren Verlauf der Ver-. tet: und durchgefuhrt haben,. (erwerbfin solle Dieses Ge. teiafger unterbrochen. I überhaunt kein»^ Möglich- W’r kra.nk werden konnten, fdgungen um de diese Zeu. Ei stand in unmitte ar sucll wurde voir! Auswärti- Das Gericht entschied,1 ha hi :. sl ' denn allgemein "^rde un. | gm nach Ravensbruck ge- Verbindung mit Hitler, Bor- Amt dem sS-Führer dass es sich mit den Doku. ¿ih zS erSn t€r d?ne]t’ dlf krank waren bracht, einem KZ fur Frau. ■ mann Himmler, Heydrich! Adoi£ Eichmann vorge]egt nienten die vorliegen und i , , -,.„..„1.,. , , 1 und ln den Krankenbau ge-j en, wo Frauen aus ganz Eu- und lb entrop. er ic -. Ejne woche später liess die es zur Verfügung habe, schickt wurdendle °pfer ropa eingesperrt waren u. j ter Musumanno hob aus- (Eichmann. auf di^ses Sehrei. hetrniieen würde Gestapo-Beamten Gu-enther für die Gaskammer ausgea. Genevieve de Gau.le, drucklich hervor, dass er b dlir„h seinen Adiutan- Iääi!*«**•" -»*>«, <*■"*>• rd ^^'ns-iSÄo.sr.^Ä tierte daraufhin ein Doku- H kPin<» stiihv ScMi«sslich berichtete der Schwester oes Bm&ermei. rin^ er alten a . dasg 7vie>yei*h0ff aus .prinzim^nt mit der Erklärung ei-1 WP;OPri a,.Ph h mi h 1 Zeuge auch über die medi-1 sters von New Yoik, La mann a e z . 0 w piellen Gründen” nicht ausnes gewissen Schulz, der 6PiW M i zinischen Experimente, die i Guardia. (nur Obersturmbannführer | wandern dürfe und daSs er Mitglied der Einsatztrup. j d , "L ' d!,b ^at | an jüdischen Gefangenen 1 Die Zeugin selbst wurde " aL ohne weiteres und oheinem Augenblick zum pen gewesen ist. Dieser ' S' vorgenommen wurden. Die J im Jahre 1945 in das Ghet-1; Erlaubnis seiner unm,t. | anderen ins Ghetto There_ Schulz hat seinerzeit darum ■ d. - 1,. g B s L’ckPa se Menschen wurden als to von Theresienstadt überbaren Yf.“g^ftzte”', f sienstadt deportiert werden ersucht, von seinen Funk-!g« lhr Br0t backea! Versuchs - Kaninchen ge-! führt. Dort hatte sie: eine tnt ™ »™m er^ gehabt. ürde tionen enthoben und an ei- , ,, , , braucht. Auch ich und vie- Begegnung mit vier SS-Offi. I Fäils jemand ron ihm lr Schliesslich wurde ein nen anderen Posten versetzt! , % s aatsanw’a fragte:^ and€re wurden dazu ge.'zieren, unter denen sich gendwne einen Ausweis ver- Brief vorgelegt, den Eichzi. wer en ■ er wollte nicht dej* ZeuSen er den An. nomrnen um festzustellen, auch Eichmann befand. Aljraiag^; ,durBe eJ slcb dlrekt|mann ans Auswärtige Amt U ■ « - , geklagten erkennen wurde vje gross dje menschliche le benahmen sich einwand-1 auf Hitler berufen. geschrieben hatte. Eich- XaU Ichrkannte ihn "aber’ Widerstandskraft bei Druck ( frei. Eichmann warnte sie HATTE ENTSCHEI- | man" Sab darin die iua^ wenn 'ich iiu^ietzt identifi- und Kalte ist Es wurden davor, xrgendetwas auszu. DUNGSRECKT "nsarL .... 1 . J uns Versuche von Ersagen, was sie in Ravensteilte zieren sollte, wurde mir 1 - Richter Musumanno er- ~ ¡klärte dann weiter: Eich., sandtschaft in Berlin dass 1 mann war kein einfacher sie einen leisem Angeer. Offizier der nationalsoziali. stellten entlass . mehr Juden töten. KEIN FREIES GELEIT; sung, dass einer ungarL Der Staatsanwalt teilte zieren sollte, wurde mir frierungen vorgenommen. brück gesehen habe. Dann! Der Ankläger legte' noch I gegeben werden dürfe. mit, dass drei jyeiteren Zeu. das schwer fallen. Er w W ¡wurde er plötzlich aussereine Reihe weiterer Doku. Dies« Familie war Eigentügen der Verteidigung kein immer hart wie ein Stuck FRAGEN AN DEN I ordentlich grob und erklärj mente vor. Hiernach hatte i merin eines Kinos in Heifreies Geleit zugestanden Eisen oder ein Marmor- ZEUGEN te: „Sonst wirst Du durch Eichmann ein volles Entdelberg. Der Chef dieser werden könne. Dr. Serva-j block. Ich vertraue darauf, I I den Schornstein fahren.” : sCbeidungsrecht über be-, Familie würde sofort in ein an die Zen; <Mit anderen Worten droh. I stimmte Juden. Sehwedi- KZ eingewiesen werde«. ^enaussaffe über den Fall te Eichmann^ dass sie verscbe Funktionäre baten das; Eichmann gab zu, dass genaussage uoer aen ran; werden würde.) des Bernhard Floessner, ° der ein Beamter des deutj die AUSSAGE Herzen, aber Eichmann war sehen Innenministeriums ge. MUSUMANNOS kein Soldat. Der Unter. Lwesen ist. Dieser Floessner, tius batte für Kurt Becher, dass der Angeklagte mir Theodor Horst Grell und i das nicht schlecht auslegt. Hans Juettner um freies Ich bin nicht aus Rachege- Geleit gebeten. Dagegen erlüsten gekommen und auch klarte sich cas Gericht be reit, die eidesstattlichen Erklärungen dieser Zeugen entgegenzunehmen. Die drei Zeugen haben nicht mit Hass in meinem deutsche Aussenministeri. | er diesen Brief unterzeich, um darum, einem Juden! net habe, der von erneu* namens Alfred I. Philippson j anderen geschrieben wordie Erlauhais au geben, an den sek schied zwischen ihm und ¡ein Freund des Zeugen, hat- Die Aussage des nord-: {a propiedad intelectual No Säü.SSS eine«* Soldaten ist der, te darum ersucht, von sieiamerikanischen Richters ¡ genaue Kenntnis von de«f dass, wenn er seine Uni-nein Posten enthoben zu I Michel Angel» Musumanno, Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadert*

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