Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1870 (21.4.1961)
- Date
- 1961-04-21
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 21 de Abril de 1961 LA SLMAMA ISRASLllA A fio XXII — No 1870 — 15 KéAEW , KAy£m£T CitSMEt COMITE CERTHOEUROPtO Corriente* 2294 — VI Stock - T. E. 48-3695. 48.568! DREIZEHN JAHRE MEDINAT ISRAEJ Am heutigen 5. Ijar sind 13 Jahre vergangen, seit auf dem heiligen Boden von Erez Jisrael ein souveräner Staat proklamiert worden ist, der den Namen „Israel” erhielt. Dieses Ereignis erfolgte zwar auf der legalen Grundlage des Beschlusses der „Vereinten Nationen” vom 29. November 1947, aber doch als Akt der Selbstbefreiung des jüdischen Volkes in seiner Gesamtheit in einem Augenblick, da starke politische Kräfte am Werke waren, die erwähnte Weltentscheidung zunichte zu machen oder sie mindestens sc lange wie möglich hinauszuzögern. Das Unwahrscheinliche aber setzte sich durch; eine durch Jahrtausende unterdrückte Nation half sich selbst, als ihr dies als das Gebot der Stunde erschien. Die „Träumer und Phantasten”, wie man Theodor Herzl und seine Mitkämpfer einst genannt hatte, erwiesen sich in dem, was sie aufgebaut und weitergegeben hatten als die wahren Realisten, die vor der jüdischen Oeffentlichkeit die Stimme der Mahnung und der Warnung hatten ergehen lassen ohne verstanden zu werden. Es war in der Hauptsache nur das kleine Häuflein der Zionisten, das vor 64 Jahren d°m Ruf der jüdischen Gej schichte und des jüdischen j Lebenswillens Folge leiste, te. Die vielfach verspotteten Zionisten schufen die Weltorganisation, mit der dann grosse Staatsmänner von gleich zu gleich verhandelten, die nationalen Fonds und die Hebräische Universität; sie schufen die Bedingungen, die es ermöglichten, dass Hunderttausende unseres Volkes nach Erez Israel gehen konnten, und das ein neues „jüdisches Staatsvolk” im Lande entstand. Heute schart sich die jüdische Welt alle Juden ohne Unterschied ihrer Weltanschauung alle Juden, die Juden sein wollen, um Israel und die zionistische ■ Bewegung, um Keren Ha-1 jessod und Keren Kajemeth | Lejisrael, um diejenigen ' Ideale, die einmal nicht in j ihrer ganzen Beaeutung erj fasst worden waren. Eine . zerstreut lebende Nation | will seine alte Heimat wiederaufbauen in Harmonie! mit allen freiheitliebenden | Völkern und ist bereit, hierfür Opfer zu bringen, die i weit hinaus gehen über all i das, was bisher getan wor-! den ist, um eine bessere i jüdische Welt vorzuberei-1 ten. Nur in diesem Geiste j kann der Jom Haazmauth i gefeiert werden, als Tag j der jüdischen Solidarität, I Alter Nazi Berlin. — Die Spruchkammer Berlin hat das in Berlin noch vorhandene Nachlassvermögen des früheren Reichsorgafiisationsieiters der NSDAP Dr. Robert Ley einge-ogen. Es waren nur noch rund t 000 Mark. Ley hat sich am 25. Oktober 1945 im NJrnbtrger Kriegsverbrecher-Gefängnis erhängt. Betroffen sind die vier Kinder f.eys, die beule unter anderem Namen in der Bundesi -publik leben. Es sei gescbichtsbekaniit, dass Ley zur ersten Garnitur des Nationalsozialismus gehörte und überzeugter An. tisemit gewesen sei. heisst es in der Begründung der Spruchkammer. Ley war bereits 1924 zum Nationalsozialismus gestossen und wurde ein Jahr später GauleiteT im Rheinland. Im Mai 1933 wurde er Führer der Deutschen Arbeitsfront, der Nachfolgeorganisation der aufgelösten Gewerkschaften. Als Anerkennung seiner Arbeit erhielt er von Hitler ein Geschenk von einer Million Mark. DER SINGENDE RABBINER Weitere Pflanzungen Nachdem die vom Keren Kajemet Leisri.el in Gilat angelegten Agavenpflanzun. gen erweitert werden konn. ten und sich wirtschaftlich rentabel und erfolgreich erwiesen, hat man begonnen, Agaven auch in anderen Teilen des Negew zu pflanzen. Für die vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anlässslich des Hinscheidens me;nes lieben, unvergesslichen Mannes, Herrn ADOLF STEIGMANN spreche ich im Namen der ganzen Familie meinen herzlichsten Dank aus. Frieda Steigmann geb. Saling Die Grabsteinsetzung für unsere lieben Eltern JOSEF und HEDWIG METZGER findet am Sonntag, den 30. IV., um 10 Uhr in Tablada manzana 3, statt. Familien GRUENEBAUM ». HERLITZ Die Grabsteinsetzung für meinen treuen, geliebten. unvergesslichen Mann, Herrn JOSEF HENDEL findet am Sonntag, den 23. April, in Tablada (manzana 17, tablón 695, sep. 48) um 10 Uhr 30 statt. Im Namen der Hinterbliebenen NETTY HENDEL Bei Regen wird die Zeremonie auf Sonntag, den 7. Mai verlegt. Die Grabsteinsetzung für unseren unvergesslichen Gatten Vater und Grossvate-r. Herrn BERNARD0 GELLER findet am Sonntag, den 23. April, um 10 Uhr in Tablada, manzana 44, tablón 530, statt. Familie Geller der Freude aber auch der Verantwortung vor der Menschheit. 4us unserer Arhe?» Anlässlich der Barmizwahfeier von Marcelo Ernesto Cahn führten seine Cousine Susy und sein Vetter Pedro Cahn eine Sammlung zu Gunsten des KKL durch, welche die Summe von $ 1.100_ergab; auf den Namen des Barmizwah werden Bäume in Israel gepflanzt. Das Ehepaar Juan und Ruth Aronsohn, geb. Heide spendeten anlässlich der Barmizwah ihres Sohnes MIGUEL RUBEN den Be trag von $ i 000 —: auf den Namen des Barmizwah werden Bäume in Israel gepfan2t. Anlässlich der Brith Milah des Sohnes des Ehepaares Miguel und Judith Teitelbaum geb. Tauber führte Herr José Starkand eine Sammlung für den KKL durch, welche die Summe von $ 1.060.— ergab; das Kind, Marcelo, wird in das „Seier Hajeled” eingetragen. Herr Federico Steinmetz spendete anlässlich seines 70. Geburtstages S 300.—. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbeitern. Unser Telegrammdienst Telegramme ur.c Raum- Spenden bei jeder Gelegenheit, bitten wir. unter nachfolgenden Telefon.Nummern aufzugeben: 70-9931 73-4916 66-7004 64-2966 54-3209 48-3695 Sel:r-‘ta“ia1 48-5683 Die Familie Carlebach, mit ihrem -Stammsitz in Lübeck, war in Deutschland ein Begriff. Rabbiner Saiomon Carlebach, der Stammvater der Familie, gehörte zu den Schülern von Samson Raphael Hirsch und As riel Hildesheimer, war ein jüdischer Gelehrter und Schriftsteller Seine Ehefrau Esther, geb. Adler hatte trotz ihrer zwölf Kinder immer noch Zeit sich mit musischen Dingen abzugeben. Ihre Gedichte wurden in einem kleinen norddeutschen Verlag pubuz.ert. Vier Söhne von Rabbiner S. Carle, bach waren Rabbiner in Leipzig. Köln Hamburg und Berlin. In Berlin wurde auch Schlomo Carlebach. genannt nach seinem Grossvater, als Sohn von Raobi Naphtali Hartwig Carlebach geboren. 1931 zog die Familie nach Baden bei Wien, wo der Vater bis zu seiner Auswande rung nach Amerika Ober, rabbiner war; in den USA wirkt er jetzt für die Keliila Jacob in New York City. Auch Schlomo wurde Raobi ner und einige Jahre der geistliche Leiter einer Kleingemeinee in New Jersey. Vor etwa vier Jahren jedoch begann er cie Gitarre zu spielen. Was ein Hobby sein sollte, wurde zu .i’.em Bessesensein und heute ist ,.Reb Schiomejc“ einer der populärsten bänger und Gitarri.-den ir. Amerika. Schlomo Carlebach. Schüler der Lakewood Jeschiwa und der Luoavvitscher Jeschivva und auf weltlichem Gebiet der Columbia Universität und der Scnoo] of Social Research, versuchte schon von der Kanzel aus, seine Gemeindehörer religiös zu erwecken und aufzu. rühren; ihre Gleichgültigkeit zu überwinden, war ihm ernstes Anliegen. Dann sah er wie Musik eher den Weg zum Herzen findet und die Apathie besiegt. insbesondere das Chassidische sein Frohsinn und seine Trauer sein Feuer und seine Beziehung zum Wunder haben es ihm angetan und oestimmen die Ni. bunim. die er vorträgt. Sei ne erste Schallplatte heisst „Lieder meiner Seele". Seine Hörer, insbesondere Frauen und Jugendliche, sind von meinen Liedern fasziniert. Die Kritik, insbe sondere von mancher ortho doxen Seite blieb über den ..Chassidisenen König von Rock *n Roll* nicht aus. An Verteidigern tehli es ..Schlo- Festnahme von Juden in Italien Rom. — Drei jüdische junge Männer wurden zusammen mit mehreren „Neo. Faschisten“ in dieser Stadt verhaltet und bald darauf wiedei. dank der Intervention bedeutender jüdischer Persönlichkeiten Roms In Freiheit geselzt Während dieser Zeit wurde in Bologna e.n Denkmal für die Opfer der Konzentrationslager e.ifhüilt. Eine Urne, die Ascne ur.d Erde aus den Krematonen von Gusen enthielt, wurde im Denkmal beigesetzt, fast alle Juden, die aus Botogna deportiert worden waren, sind in Gu. sen ermordet worden. Oer Präsident der jüdischen Gemeinde von Bologna befand sich auch unter den Teilnehmern der Zeremonie. iiit.o’1 nicht, nicht einmal unter den Lubawitsenern, die sagen dass er mit dem Medium der Musik manchen jungen Menscher jüdischem .dein nahe georacht hat. Dr. Bernardo Goldstein j MEDICO j CdNiieljFfa — Hospital Fernández! R imo X — i>«m h.'eucMung - Electro;^riLgran m* j CUBA 4*141 — 7. E. 73-8782 u. YC-S3IÏ j .-sonnabend: 14—16 Ll»; I foosnitas; Montas jis Freitag: 15—lfî ï’hr I *. m «i M DIE BRUECKE ZWIümnEN UNS UND ISRAEL, 1ST DIE BLAUE PUECHSE DES K.K.L. Crma'1: I EINHEITSKAMPAGNE 1961 GEBEN luer ISRAEL bedeutet GEBEN luer SICH SELBST •Im Bai mizwah-Jahr Israels: Annahmestellen: CAMP ANA UN IDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 und sämtliche seKretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden