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Jüdische Wochenschau · 1961-04-14 · 1868 (14.4.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1868 (14.4.1961)
Date
1961-04-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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i ‘ 4ír- •2395 4w gibt ■ <5 um on ¡j?.. D ^math fiera««, 14 de Abril de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1868 fril freí, fn - ^AGXe fraile ^st £lnh««skamuns«r Avi-!32i, deportes earopo de íalizará ej °- a partir un torneo Participa- 00 equipos, numerosa nuestros ar a núes. INSERES 3 Jahren. nmeldun- 4 Uhr eiifa ORS Copetín nraum d. r 150.- 300- Ein antisemitischer Abgeor dneter! von GEORG KUENSTLINGER Einer der prominentesten Oesterreicher, der als Opfer dos Faschismus Jahre im KZ zugebracht hat, Nationalratspräsident und Exaussenminister Ing. Leopold Figl, schlug die Hände vors Gesicht, als sein Parteifreund, der Landtagsabgeordnete Heribert Pölzl in j seiner Gegenwar' den ehe.' maligen Staatssekretär des , Exaussenministers und jetj zigen Aussenminister Oesterreichs, Dr. Bruno Kreisky, in unflätiger Weise wegen dessen jüdischer Abstammung beschimpfte. Da es sich um eine Wahlveran. staltung handelte, überging der prominente Spitzenfunktionär der OeVP (Oesterreiehische Volkspartei) in seiner nachfolgenden Rede die grobe Entgleisung des Parteifreundes. Der Bundesobmann und steirische Obmann der OeVP, Dr. Gorbach, muste dann sein Bedauern über das Vorkommnis zum Ausdruck bringen und liess wissen, dass er bereits in seiner Partei dagegen Stellung genommen ha.1 be. Ganz gleich, ob es sich um eine ungewollte Entgleisung oder einen mehr oder weniger bewussten Vorstoss eines Exponenten antisemitischer Gruppen handelt — man darf nicht zulassen, dass man in der Qefc“nt zum Teil wieder gut machen soll, Abgeordneter Probst, der Zentralsekretär der SPOe, die Frage aufgeworfen, ob vielleicht der Antisemitismus eine der geistigen Grundlagen der OeVP- Reform sei. Es war einigermassen befriedigend, dass der nachfolgende Sprecher der OeVP diese Unterstellung als Beleidigung bezeichnete und sich sodann von den Aeusserungen des steirischen OeVP-Abgeordneten Pölzl distanzierte. Wir wollen darin einen Beweis erblicken, dass die OeVP — zumindest offiziell — antisemitische Exzesse verurteilt, aber wir fragen uns, ob es sich diese Partei, die sich gerne als die stärkste und führende Regierungspartei bezeichnet, leisten kann, einen Mann weiter in den Reihen ihrer Abgeordneten zu behalten, der auf Grund eines Gesetzentwurfes des Justizministeriums mit Gefängnis oder Arrest bis zu einem Jahr für seine Aeusserungen bestraft werden müsste. Wir können uns nämlich nicht vorstellen, dass die Abgeordneten der OeVP im Nntionalrat dieses Gesetz mitbesehliessen _ die OeVP wird es ohne Verw'ässerung des Inhaltes mitbeschliessen müssen! — und einen erklärten Antisemiten in den Reihen ihrer Abgeordneten behalten, der mit seinen Aeusserungen zugleich das Absehen Oesterreichs im Auslande schädigt. Die westlichen Demokratien sind sehr hellhörig für jedes Aufkeimen neonazistischen Rassenwahnes. Das aussenpolitische Prestige Oesterreichs, das sehr wesentlich auf der gemeinsamen Aussenpolitik der beiden Regierungsparteien beruht, würde empfindlich leiden. Wir hoffen zuversichtlich, dass im neuen OeVP-Regierungsteam atavistische Lue. gerianer ausgeschaltet werden und wollen annehmen, dass es die OeVP nicht nötig hat, sich durch Neo.Antisemitismus die Gunst von Kreisen zu erwerben oder zu erhalten, die offenkundig von jenen Abgeordneten vertreten werden. COMITE CEUTKOEUROPEO Corrieni*« 2204 — VI. Stock — T. E. 48-3695. 48.568! FIESTA DE IOM HAAZMAUT PARA CHICOS Como todos los años real!, za el Keren Kayemeth Leisrael — Comité Centroeuropeo un acto para festejar el día de Iom Haazmaut, especialmente para todos los chicos de nuestro sector. El acto se realizará el día jueves, 20 de abril pxmo. a las 17 horas en la Escuela “David Wolffsohn”, Amenábar 2972, que gentilmente nos ha cedido su salón de fiesta para este fin. Programa: Saludo: Rabi- I no Dr. Nathan Blum. Proi grama presentado por los < siguientes colegios: “Achj duth Jisroel , “A.C.I.B.A. , | Culto Isr. de Belgrano,! “Lamroth Hakol’ . Una pe. ¡ iícula israelí “Los defenso-; res. El acto finalizará con la entrega de un regalo para cada niño! Invitamos a todos los chicos que participen en número mayor posible en esta fiesta de Barmizwah de nuestro Estado Israel! Es werden Zeugen gesucht Gegen den ehemaligen riumsmauer in Richtung Schutzhaftlager-Führer des Wildpark ereignet haben. KZ - Dachau, Egon Zill, > 3. Zill soll im Juni oder Hchkeit über den'Vorfall mit schwebt bei der Staatsan. Juli 1941 zu dem Revierkaeinigen Entschuldigungen waltschaft München II ein; po Heyden angesichts eines zur Tagesordnung übergeht, neues Verfahren. Er wird mit Gesässbacken - D -ch. Für di*> Sozialistische Partei folgender Verbrechen beschuss eingelieferten jiidi- QesterreS hat im Rahmen schuldigt:! sChen Häftling gesagt harter Parlamentas - Debatte Izi!1 soll im Spatsomben, er wolle den Juden über die neue Novelle zum mer 1940 einen Berufsverabends nicht mehr lebend Opferfürsorgegesetz, die das brecherhäftling, der beim , sehen. Daraufhin sei der an. Unrecht an den Verfolgten Arbeitskommando „Garaj geschossene Häftling durch : genbau” im KZ-Dachau tä- ¡ Heyden getötet worden. ■---- , tig war, durch einen Sehlä-! fenschuss getötet zu haben. Austausch mit Ungarn Dieser Häftling, der als i Strafarbeit einen mit Beton. 4us unserer Arbe?* Anlässlich unserer Generalversammlungam 27. März gab Herr Werner Rosenberg die Eintragung unseres Vorstandsmitgliedes, Frau Ana Marbach für ihre langjährigen Ve-dienste in der unermüdlichen Mitarbeit für den KKL, in das „Goldene Buch” bekannt. Die Herren Leon Lang und Jacobsohn übergaben unserem bisherigen Präsidenten, Heri;n Werner Rosenberg für seine Bemühungen um das Zustandekommen des Ferienheims in Los Cardales die Summe von $ 4.000.— zu Gunsten des KKL. Anlässlich der Brith Milah des Sohnes des Ehepaares Maxime und Edith Weinmann, geb. Strauss in Mar del Plata ergab die durchgeführte Sammlung für den KKL die Summe von $ 3.150.—; das Kind, Carlos Enrique, wird in das „Sefer Hajeled eingetragen. Herr Pablo Alexander überwies uns eine Spende von 8 1.000.— anlässlich der Brith Mil ah seines Sohnes Marcelo, welcher in das „Sefer Hajeled” eingetragen wird. Herr Pablo Lachmann überwies uns eine Spende von $ 1.000.— für die Pflanzung von Bäumen zum Andenken an seine Eltern: Gustav und Rosa Lachmann s. A., ferner die Summe von $ 500.— als Spende anlässlich der glücklichen Geburt seines Enkels: Gustavo Roberto; aus diesem Anlass -wurde uns ein weiterer Betrag von $ 660.— ügergeben, welcher von Verwandten und Freunden gespendet wurde. .Das Ehepaar Enrique und Hansi Tobias geb. Deutsch überwies uns eine Spende von 8 1.500.— anlässlich der Barmizwah ihres’ Sohnes Carlos Miguel, welcher in das „Sefer Barmizwah” eingetragen wird. Das Ehepaar Jorge und Magda Brummer geb. Keyszcz spendete den Betrag von 8 1.000.— zu Gunsten des KKL aus Anlass der Barmizwahteier ihres Sohnes Bernardo; auf den Namen von Bernardo werden Bäume in Israel gepflanzt. Anlässlich der Feier der Silbernen Hochzeit des Ehepaares Max und Ruth Chotzen, geb. Orgler war das Ergebnis der von Herrn Peter Chotzen durchgeführten Sammlung die Summe von 8 1.100.—, wofür Bäume auf den Namen des Jubelpaares gepflanzt werden. Frl. Juana May überwies uns für die Kolonie Avigdor die Summe von 2.430 — Pesos ate Beitrag für die Sprinzak-Aktion. Wir danken allen unseren Spendern und Mitarbe:tern. r Personen die zu diesen Vorgängen konkrete Angaben machen können, werden gebeten, ihre Wahrnehmungen dem Bayerischen Landeskriminalamt III a/1 — München 34, Postfach, mitzuteilen. Selbstverständlich können auch andere zusätzliche Angaben über evtl. Verbre London. — Die Möglichbrocken beladenen Sehubkeit eines Austausch von Be. karren über einen Kieshausuchern im Wege einer unfen hin- und herfahren garischen und einer britimusste, hatte in seiner Ver. sehen Delegation wurde von zweiflung einen Fluchtver- Barnett Jänner, dem Präsisuch unternommen und war denten des Je-wish Board of durch den Posten angeschos- Deputies enthüllt. Jänner . ssen worden. Zill soll dem chen, die Ziil begangen hat, berichtete von einem Brief, verwundeten Häftling dann gemacht werden, sofern sie Wechsel mit Beamten der! einen Schläfenschus gege- 1 eidesstattlich bekräftigt wer. Geben haben. | den können. Die oben vom 2. Im Juli oder August Gericht gemachten Angaben 1940 soll Zill dem Kapo des beziehen sieh nur auf das Arbeits . Kommandos „Bau gegen Ziil laufende Verfahder SS-Unterkünfte” bedeuren. tet haben, dass er einen missliebigen Häftling am; —~ ~ Abend nicht mehr sehen AMCRIPANTIll} wollte. Der Kapo Friedrich AmERILAW 1 UR aus Nürnberg soll daraufhin! Die bekannte bonaerenser ungarisch -jüdischen meinde. Das Schreiben der ungarischen jüdischen Führer aus Ungarn bat den Ausschuss um Einschreiten gegen die Verbreitung antijüdischer Propaganda, die in England von ungarischen Gruppen betrieben wird. Sir Barnett äusserte, er habe geantwortet, dass „er sich dieser schädlichen Ein. flüsse bewusst sei und Massnahmen ergriffen wurden llUBg die Mütze des Häftlings au.; Reiseagentur „American, sserhalb der Postenkette ge-; tur” hat das israelische worfen und diesen mit Prü- \ Schiff .Theodor Herzl” iür gel gezwungen haben, seine . eine Reise um die Welt ge- Mütze zurückzuholen. Dabei chartert. Das Schiff „Theowurde der Häftling erwar.! dor Herzl” ist ein moder- Er berichtete ferner, dass; tungsgemäss durch die Bener Hochseedampfer, der ®eDDrden diewaehungsmannschaften er. I seine Reise von Buenos Alse Wühlarbeit aufmerksam schossen. Der Vorgang sol!! res beginnen wird und in verfolgen. (ITA) I sich entjang der Kremato- I hundert Tagen über Brasi. -- | lie-n, Südafrika, Mauritius, j Ceylon, Indien und Philip- | pinen, Japan, USA, Mexiko,; Panama, Trinidad, Brasilien j nach Argentinien zurück- | kehren wird. Der „Theodor ] Herzl” ist ein schwimmendes Hotel mit modernstem Komfort, Klimaanlagen, Galerien für Spaziergänge, Kino und einer Küche, die den verwöhntesten Ansprüchen genügt. Die Vorbereitungen zu der Reise sind bereits beendet und neues kompetentes Bedienungs - Personal steht den Gästen zur Verfügung. Das Schiff wurde 1957 erbaut und gehört zu den modernsten Passagierdampfern und wird auf sei. ner Weltreise 17 Länder und 22 Häfen anlaufen, in denen es dreissig Tage ankern wird und die übrigen siebzig Tage auf hoher See sei». Nach kurzer und schwerer Krankheit entschlief gestern unser Mitglied und Administrator, Herr JULIQ SCHWARZBAUM Wir werden stets sein ehrendes Andenken bewahren. Der Vorstand des F. S. BAR KOCHBA Für sie so vielen Beweise aufrichtiger Anteilnahme anlässlich des Hinscheidens unseres lieben Vaters, Herrn SALLY KATZ danken wir herzliehst. SEINS KINDER ¡EINHEITSKAMPAGNE! 1961! GEBEN fuer ISRAEL! bedeutet GEBEN j luer SICH SELBST t flm Barmizwah-Jahr Israels: i- ¡Mobilisierung der Herzen; Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAEL, COMITE CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3’ — T. E. 47-3820 und sämtliche Sekretariate der angesehlossenen Organisationen und Gemeinden

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