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Jüdische Wochenschau · 1961-04-11 · 1867 (11.4.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1867 (11.4.1961)
Date
1961-04-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 11 de Abril de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1867 — 7 Theodor Hercl PUEYRREDON 21901. St. * * T. E. 83 - 2613 Die Beziehungen zwischen digungen der Israelis An- Israel und der zionistirchen ..lass, während viele Dele- Weltorganisation befinden gierten der Diasporaländer sich noch im Anfangsstaihr Unbehagen dieser Frage dium und werden wohl noch! gegenüber nicht verheim. viele Jahre hindurch andaulichten. Die Vorwürfe von ern. Da diese Beziehungen I israelischer Seite erreichten erst seit relativ kurzer Zeit! einen Höhepunkt durch die bestehen — 13 Jahre sind j Erklärung des Ministerpräkeine lange Zeitspanne in! sidenten Ben Gurion, dass der Geschichte einer nun- ¡Mitglieder der Zionistischen mehr schon über 60 Jahre j Organisation, die selber keibestehenden organisierten | ne Absicht der Einwande. I es für unbedingt notwendig 1 die zionistische Bewegung — bedürfen sie rung hegten, kein Recht hätverständlicherweise einer , ten sich Zionisten zu nenzusätzlichen Periode beidernen. Aber auf dem letzten von Rabbiner Dr. ISRAEL GOLDSTEES (KO-PRAESIDENT DER ZIONISTISCHEN EXEKUTIVE) Es ist die Aufgabe der ( Freunde für Israels Sache Zionistischen Organisation, : zu gewännen. Dies bedeutet Israel politisch und wirt. : für den jungen Staat eine schaftlich zu stärken und j mächtige Hilfe in seinem ihm neue Arbeitskräfte zu-| Existenzkampf, ohne die er zuführen Wir leben in einer j vielleicht nicht imstande Zeit, in der bedeutend mäch-; wäre zu bestehen, tigere Nationen als Israel j Doch dürfen Israel und Bewegung des jüdinicht als seifiger Anpassung. Die schwierigsten Jahre dieses Anpassungsprozesses, Jahre des anfänglichen Zögerns und der Unsicherheit, der Unklarheit und der Missverständnisse, sind glücklicherweise bereits hin. ter uns. Die israelische Regierung hat vor einiger Zeit Kongress enthielten sich fühlen ohne die Gewissheit, beide Seiten der Anschuldierachten, sich fremde Hilfe die Ergebenheit zu sichern. Kleine Nationen j schen Volkes können sich nicht sicher selbstverständlich betrach. ten. Tatsächlich ist ein klei. dass andere grosse oder ner Teil dieses Volkes, und gungen und Sel'bstbezichti. . kleine Völker bereit sind, zwar die Menschen, die sich gunge« und verfassten stattihnen zu Hilfe zu eilen, ' mit der Existenz eines jüdidessen einen einmütigen ( wenn sie angegriffen werj sChen Staates nicht abfinden Aufruf für idealistische Alija den. Jedes Volk, selbst das j können, auch heute noch der aus den westlichen Ländern.! mächtigste, bedarf der Un_ Tdee des jüdischen Nationa. Ebenso stimmten beide Sei- \ terstiitzung befreundeter lismus feindlich gesinnt, ten überein, dass in Israel Staaten in den Vereinten besondere Bedingungen für i Nationen, um seine politicien Status der zionistischen die erfolgreiche Absorbie- I sehen Ziele zu erreichen und Organisation offiziell defij rung dieser Einwanderung Einfluss auf andere Völker niert und das Abkommen! geschaffen werden müssen. ' auszuüben. (Amana), das zwischen der \ Ein anderes wichtiges | Israel ist in einer viel Regierung und der zionisti- Thema dieses Kongresses heikleren Lage als alle ansehen Organisation unterwar die dringende Notwen. | deren Völker, da es von zeichnet wurde, legt die ge- ' digkeit zionistischer Erziefeindlichen Nachbarn um- Diese Gruppe könnte ihre Position innerhalb des jüdischen Volkes bedeutend verstärken, wenn nicht ihre Argumente und Schlagworte stetig von den Freunden Israels widerlegt und berichtigt würden. Auch gibt es Staaten, die eine intensive genseitigen Verpflichtungen hung in der Diaspora. Man geben ist, die. noch dazu Von , anti-israelische Propaganda fest. Von Seiten der ziom stischen Organisation liegt die von dem 24. Zionistenkongress gutgeheissene De finition der war sich klar, dass das iw dische Erziehungswesen n eiht nur erweitert, son. Aufgaben vor. Aber diese offiziellen Deklarationen sind nicht genug. Sie müssen durch tägliche Zusammenarbeit in einer Atmosphäre gegenseitigen Vertrauens und guten Willens zu einer allgezwei grossen Mächten un. j {reiben, die auch auf man terstützt werden. | ehe Israel wohlgesinnte Ju. . , Was hat Israel den gresj den nicht ohne Wirkung dern auch inhaltlich vertieft sen Mächten und den kleij bleibt. Es ist daher notzionistischen werden müsse, indem es in nen Nationen zu bieten? In wendig, dass auch diese, Masse he. einer \yeiL die nach moraj von nicht-jüdischer Seite bräisiert und auf Israel {¡schon Prinzipien regiert kommenden Angriffe von jiiorientiert wird. | würde, hätte Israel viel zu j discher Seite beantwortet Eine Neuerung des 25. Ziobieten. In einer nüchternen werden. nistenkongresses war . die , Welt der praktischen Po. j Kein Volk rüstet sich | Zulassung jüdischer Organi. ' litik hat dieses kleine Land j spontan zur Handlung. Es sationen, die bisher keiner-; verschiedene Vorteile in die muss geführt, und organi- : lei Beziehungen mit . der zio. j Wagschale politischer Be-! siert und auf den richtigen genseitigen Realität werden. | nistischen Organisation unrechnungen zu werfen, aber \ Weg gewiesen werden, sonst Wenn das nicht gelingt, lauterhielten. Diese Körper- nicht genügend, um gegen ■ werden seine Energien nutzten sie Gefahr, meinungslos j schäften sind von nun an 1 die Vorteile einer Freund-1 los verschwendet. Innerhalb zu werden. Die Beziehungen j nicht nur ergebene Freun- [ schaft mit den arabischen : jeden Volkes muss es eine de Israels, sondern auch zio. | Nationen mit ihrem Men 1 gut organisierte, schlagfä. r.istisch beeinflussbar, beschenreichtum, ihren woi. . liige Gruppe geben, die sonders bezüglich Erziehung ten Gebieten und ihren Boweiss, was sie will, und die zwischen den beiden Institutionen waren oft durch Zögern, Ungewissheit und Missverständnisse gekenn , und Aliya. Im günstigsten \ denschätzen aufzukommen. | es versteht, andere für ihre zeichnet, abeT die allgemei ne Entwicklung ging in Richtung praktischer Zusammenarbeit, zum Nutzen Kräfte zuführen, der Regierung als auch der | Um ein allgemeines zionistischen Organisation. Der 25. Zionistenkongress, Fall können sie in Zukunft Israel muss sich vorläufig , Ziele zu gewinnen. Eine der der Zionistischen Organisaj mit der Freundschaft jun-! grössten Taten Theodor tion neue unverbrauchte ger Nationen in Afrika ’und; Ilerzls war die Schaffung l Asien begnügen, aber auch! der zionistischen Weltorga- Bild | diese Länder werden j nisation, der es gelang, die von dem Charakter des 25. schliesslich und endlich ih-! Mehrheit des jüdischen Vol. Zionistenkongresses zu er. j re aussenpolitischen Bezie.! kes von der Notwendigkeit der vor kurzem tagte, ist f halten, genügt es, die Be. \ hungen ihren praktischen; der Errichtung eines jüdi. ein wichtiger Faktor in di~ sem Prozess. Er war in Die . sehen Staates zu überzeuschlüsse dieses Kongresses Interessen anpassen. zur Kenntnis zu nehmen. | Anziehungskraft, die der ¡ gen. Heule, da der jüdische mehr als einer Hinsicht ein j Wenn wir nun die Pflichkleine israelische Staat im! Staat Wirklichkeit ist, ist Wegweiser in der gewünsch. : ten der Zionistischen Orga- Augenblick ausübt, ist da- : das Bestehen einer zentraten Richtung. Drei wichtige nisation gegenüber Israel,' her in der heutigen Welt len Gruppe, die aus Israel Themen machen diesen diejenigen Israels gegenüber nicht sehr gross und bedeuunbedingt ergebenen Men. Kongress bemerkbar, das der Zionistischen Organisa. | tenden Schwankungen unterwichtigste Thema war das tion und diejenigen beider worfen. Glücklicherweise hat Israel einen Freund und Bundesge. der idealistischen Alija aus gegenüber dem jüdischen den Ländern der freien Welt. j Volk festlegen wollen, so Bei früheren Gelegenheiten 1 kommen wir zu folgenden nossen, auf den es sich je gab dies Thema zu Anschul- Schlüssen: derzeit verlassen kann, das jüdische Volk. Dieses in der schen besteht, ebenso notw'e-ndig wie zuvor. Die Zionistische Organisation hat heute viele Aufgaben im Dienst des jüdischen Staates zu erfüllen, aber ausserdem eröffnen sich ihr WALTER KATZ s. A. Nach einem mehrwöchi-1 die charaktervolle Person- _ _ __ gen schweren Krankenlager | lichkeit des allzu früh Ab- , besteht aus vielen grossen ganzen Welt zerstreute Volk, | noch einige spezielle Ar. dessen Angehörige ergebene; beitsgebiete. die vor einigen Bürger ihrer jeweiligen Länj der sind, fühlt sich stark mit Israel verbunden. Es Jahren noch nicht bestanden. So muss heute die Zionistische Organisation junge und ältere idealistische Ar. beitskräfte für Israel werben, die eine gute berufliche Ausbildung haben, industrielle und kommerzielle verschied am 1. Pessachta. j berufenen. In Anlehnung an 1 und einflussreichen Ge. ge Herr Walter Katz, der das Wort aus dem „Lied meinden in verschiedenen seit einigen Jahren dem; der Lieder” dürfe man von Ländern, besonders ib den Vorstand der Theodor Herzl j Walter Katz sagen, dass ' Vereinigten Staaten, aber ... Gesellschaft angehörte. In auch für ihn „die Liebe: auch in kleinerem Masstab i Unternehmen gründen kön. diesem bescheidenen und lie. | stark gleich dem Tode” , in Europa, im britischen 1 nen, im Besitz finanzieller benswerten Menschen ver- ' war. Liebe und Güte zu ver. Commonwealth und in Süd. I Mittel und bereit sind, aus liert die Kollektivität einen ■ breiten war der Inhalt sei-! afrika, d. h. in Ländern, die den freien Ländern nach Is. treuen und selbstlosen Mit- ■ nes Lebens. Doch nicht nur ■ eine wichtige Rolle in den rael zu kommen und alle arbeiter, welcher auch der . die Familie, sondern auch i Vereinten Nationen spielen,! ihre Fähigkeiten und Mittel Gemeindearbeit und jeder die vielen Freunde und Bej die z. T. wirtschaftliche Hil- I dem jungen Staat zu Veränderen jüdischen Institu. , kannten, die er hatte, durf. fe leisten können und mit fügung zu stellen, tion, die seines Rates be. j ten auf ihn vertrauen. Sie denen es sich lohnt, Handurfte, in Ergebenheit dienalle werden seiner dankbar *e- | gedenken und seine immer. Im Rahmen einer kurzen währende Bereitschaft, für Trauerfeier, wie sie durch j das jüdische, das nationale delsbeziehungen zu unter, halten. Das jüdische Volk ist jederzeit bereit, Israel zu unterstützen, seine kul. die Pessaehtage bedingt | und religiöse, Ideal zu ' tjurellen und moralischen war würdigte Herr Rabb. kämpfen, nie vergessen. Werte zu propagieren und Harf ui Tablada. am Montag I „Sechet zatfik. lewracbah”.. zu . verbreiten und neue Aufgabe der Zionistischen Organisation ist es weiterhin die jüdische Erziehung der Jugend so zu gestalten, dass sie, nicht nur fundamentale jüdische Werte ver. mittein, sondern in den jungen Menschen eine tiefe Liebe für Zion erweckt und sie mit dem Wunsch beseelt, Israel zu sehen und womöglich sich dauernd mit ihm zu verbinden. Auch muss diese Erziehung das. Studium der hebräischen Spra.! che und Kultur einschlies- | sen. Diese zionistische Er-; Ziehung soll in den verschiedenen Ländern der Diaspora beginnen, aber nicht dort enden. Die Zionistische Organisation ist nicht zu ersetzen;! w’ürde sie nicht bestehen, j so müsste sie geschaffen j werden. Doch ist es selbstverständlich, dass die Bcj Ziehungen zwischen Israel I und der Zionistischen Organisation auf Gegenseitigkeit beruhen müssen. Israel ist der Zionistischen Organisation verantwortlich, nicht nur, weil es verpflichtet ist, alles zu tun. um es dieser ’ Organisation zu ermöglichen dem Staate nützlich zu sein, sondern weil es Israel obliegt, eine Situation zu schaffen, in der sowohl der Staat aus auch die Zionistische Organisation dem jüdischen Volke dienen können. Die Sache des jüdischen Volkes steht über den Interessen des Zionismus und des Staates und beide müssen dem Volke dienen, um seinen Bestand zu sichern. Israel muss die Zionisti.! sehe Organisation ermächj tigen, alle Aufgaben durch, j zuführen, die mit der Hilfe des jüdischen Volkes für den j Staat, die Einwanderung j und Besiedlung des Landes Zusammenhängen. Formell j hat der Staat bereits der Zionistischen Organisation 1 diese Ermächtigung erteilt, j aber der Wert aller formel. : Irn Erklärungen liegt in der \ Art, in der sie angewandt j werden. Die Zionistische Or- I ganisation ist Israels mit! speziellen Vollmachten und j Verantwortungen ausgestat.! toter Vertreter. Aber sie | führt auch ein unabhängi. I ges Eigenleben als ein In- I strument des jüdischen Vol.; kes, das dazu dient, die grossmügliehe moralische, politische und ökonomische Unterstützung Israels durch! das jüdische Volk zu erwir. I ken und gleichzeitig auch ' die Kräfte innerhalb dieses j Volkes zu mobilisieren, die dessen Fortbestand sichern, j Die Zionistische Organi- | sation muss auch die einzige, von der israelischen Regierung ermächtigte Körperschaft bleiben, die be. rechtigt ist, alle mit Ein. Wanderung und Besiedlung ) zusammenhängenden Fra- | gen zu verwirklichen. Die i Beziehungen auf diesen Ge. bieten sollen nicht nur bei I aussergewöhnlichen Gele.; genheiten wie Kongressen j bestehen. sondern ständig ■ im Laufe der täglichen Ar- , beit. Die Zionistische Crga. j nisation muss die erste Stelle sein, an die sich die j Vertreter Israels wenden, I um mit den jüdischen Gemeinden in Kontakt zu treten. Wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist, so wird die Autorität der Zionistischen Organisation in Frage gestellt und ihre Fähigkeit, ihre Aufgaben Israel gegen. | über zu erfüllen, stark be- , einträchtigt. Man sollte niemals ver- I gessen, dass Israel und die; Zionistische Organisation existieren, um das jüdische , Volk in seinem Kampf gegen die Kräfte der Assimilation und des Antisemitismus zu stärken. | Es ist äusserst wichtig, : dass das Volk im Lande Is. , rael, und besonders seine Jugend, sich mit dem jüdischen Volk verbunden fühlt und bestrebt ist, den jüdi- I schen Gemeinden in der Welt die nötige Hilfe auf kulturellem Gebiet zu lei. I sten. Es ist die Aufgabe der Zionistischen Organisation, den jüdischen Gemeinden in der Diaspora ein Gefühl i der wechselseitigen Abhängigkeit des israelischen I Staates und der in anderen i Ländern lebenden Juden zu vermitteln. Ebenso ist es : die Pflicht Israels, seine Ju. ' gend in dem gleichen Gefühl zu erziehen, j Im Kampf gegen den An.; tisemitismus fällt Israel eine ambivalente Rolle zu. Bis jetzt hat das Bestehen des Staates hauptsächlich Eisenhower-Besuch in Israel Jerusalem. — Der Expräsident der Vereinigten Staaten hat die Einladung des Staatspräsi.! denten Ben Zwi, Israel einen Besuch abzustatten, angenommen. | Eisenhower teilte mit.; er w'erde Israel während | seiner bevorstehenden : Jrientreise besuchen. — I HTA) dazu geführt, dass die Völker der Welt mehr Achtung für die Juden empfinden. Andererseits hat die Grün- 1 düng des jüdischen Staates { bei mehreren Völkern, vor j allem in den arabischen I Staaten, starke anti.jiidij sehe Gefühle hsrvorgerufen. I Aber letzten Endes fallen die positiven Werte Israels als Heim für die Heimatlosen und als Stätte höchster jüdischer Selbstverwirkli. chung viel stärker ins Gewicht als die negativen Erscheinungen seiner Existenz. Doch senr viel wird in Zukunft davon abhängen. in ■ welchem Masse Israel der Welt ein Beispiel nicht nur ] an Mut, Tüchtigkeit und Un. ternehmungsgeist, sondern auch an idealistischem S're. | ben. moralischer Grösse I und kulturellen Leistungen I geben W’ird. Dies zu erwir- : ken ist die Aufgabe der is- I raeiischen politischen, gei. , stigen und intelektucllen Führerschaft. Aber alle die. s? Aufgaben liegen keineswegs ausserhalb des Tüligkeitsbereichs der Zionistischen Organisation und ihrer Führer, da es die Aufgabe dieser Organisation ist, eine Brücke zwischen Israel und dem jüdischen Volke zu schlagen, um dies hohe Ziel dem israelischen Volk vor Augen zu halten. EINWANDERUNG Im Monat Januar MCI sind 1.770 Juden nach Israel eingewandert.

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