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Jüdische Wochenschau · 1961-04-06 · 1866 (6.4.1961) · p. Seite 9

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1866 (6.4.1961)
Date
1961-04-06
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German, Spanish
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Jueves, 6 de Abril de 1961 LA SEMANA ISRAELII A Año XXII. — No 1866 — 9 Ein grosses Rettungs werk pädagogische Probleme galt es zu überwinden, welche medizinischer. und hauswirisehaftlichen! Welch grosse Verantwortung galt es zu tragendenn jedes Kind wurde a's Individuum angesehen, mit seinen Problemen und Schwierigkeiten, und für jedes Kind musste Rechenschaft abgelegt werden! Das Ganze aber blieb, Innerhalb dieses vielschich.; rechtfert-gen zu können, ligen Einwanderungswerkes angesichts der Notlage vie. verdient ein Ausschnitt ganz }er im Lande bereits befind, besondere Hervorhebung, I Hoher Jugendlicher, die ihschon wegen seiner Einmaj rer Sorge und Betreuung iigkeit. ¡n der Geschichte anvertraut waren. Eine Reider Einwanderungsbewegun. se nach Deutschland über. gen in der Welt: die Ein. zeugte sie von dek Grösse Wanderung von Kindern und Und Notwendigkeit der Auf. Jugendlichen. Die Idee war gäbe. Nach ihrer Rückkehr in Deutschland schon vor übernahm sie die Leitung 1933 aufgetaucht, Kinder des Büros der Kinder- und und Jugendliche nach Paläjugendal.ja, angegliedert an solange die glückliche Komstina zu überführen, um die ..Deutsche Abteilung”, | bination von Miss Szolc. und sie dort unter besonders zu 1 gab diesem Büro — bis zu schaffenden pädagogischen ihrem im Jahre 1945 erfolg- Bedingungen aufwachsen zu ten Hinscheiden — ständig lassen. Siegfried Lehmann steigendes Ansehen, den hatte das Kinder- und Ju- Glanz und die Liehe ihrer penddorf Ben-Schemen ge- Persönlichkeit, die finan. gründet, Recha Freyer die ziells und organisatorische Icee der ,,Jugendhilfe” ini- Verantwortung ist bis zum liiert. Jahre 194S bei Georg Lan- Die Erfolge dieser Bcwe. dauer geolieben. Es war eipung der ..Jugendhiifc” ne eigentümlich und ganz konnten anfänglich natiir. persönliche Verantwortung. Loh nur gering sein, denn Die Jewisb Agency hat bis Eltern trennen sich nicht zum Ende des Weltkrieges ohne Not von ihren Kindern, die Verantwortung für die- Das änderte sich, als die Elses Riesenwerk von grösstem gezwungen waren, .sich ter Tragweite nie getragen, selbst mit Auswanderungs- Im Jahre 1935 gelang es plären zu beschäftigen und Georg Landauer, die grosse nicht unzufrieden waren, ih. zionistische amerikanische Frauenorganisaticn „Hadassa” mit Hi,fe ihrer Präsidentin Mrs. Rose Jacobs für das Werk zu interessieren und vertraglich zu binden, ren Kindern vorher Unter, bringungs- und Ausbildungsmöglichkeiten in einer guten pädagogischen Atmosphäre beschaffen zu künnen. Das war selbst in dem damit dieser Arbeit erst die an Experimenten reichen finanzielle Basis gebend, jüdischen Palästina eine Unter heftigen Protesten der neuartige Idee, die sich Jewish Agency in New erst institutionell in der öf- York und Jerusalem, die eifentlichen Meinung durchpe Minderung ih’-es Prestisetzen musste. ges und ihrer Einnahmen Es war kein Wunder, dass befürchteter, ist dieser Ver- Dr. Arthur Ruppin. der Leiter des Gesamtkolonisations. werkes, dem Gedanken anfänglich ablehnend gegenüber stand. Dem Lande fehlten die notwendigen Einrichtungen, es mangelte an geschulten pädagogi. trag zustande gekommen und aufrecht erhalten worden, der bis zum heutigen Tage.die Durchführung dieses einzigartigen Werkes sichert. Die Arbeit, die organisarisehsn Grundlagen und paschen Kräften, die soziale, dagogischen Möglichkeiten medizinische und — last not entstanden aus dem Nichts. least — die finanzielle Ver- Die Kinder kamen in Grup. Georg Landauer die Verantwortung trug, kein Or.; ganisationsgetriebe, son. dem eine pädagogische Provinz mit grossen pädagogischen Zielen, die immer neu erfriert, immer neu erprobt nicht immer unter den schwicrigsl en Verhältnissen des Lances durehgesetzt werden konnten. Und es war sclViesslich eir.e gewaltige Organisatiors. und Finanziemngsaufgabe. Bis Ende 194R muss'en 3.5 Millionen Dollar aufgebracht werden davon kamen a’lein au USA mehr als 2 Millionen Dollar. Vorr der Grösse des Werkes zeugen ein paar Zahlen: bi; zum Ausbruch ces Weltkrieges wurden 5000 Kinder und Jugendliche ins Land gebracht: bis zum Ende des Krieges waren es 11.000 und als Landauei diese Arbeit verliess.' konnte die Jugend, alija auf eine Zahl von 20 000 Kindern und Jugendlichen zurückblicken. Dieser Teil ■ seiner Arbeit war ihm besonders ans Herz gewachsen. Parteipolitische Kombinationen, die das Gesicht und die Arbeit des Landes 1 immer stärker und nicht zum Guten bestimmten, führten dazu, dass man glaubte, auf seine Erfahrung seine Integrität, sein pädagogisches Talet und organisatorisches Geschick verzichten zu können. Es war für ihn ein tragischer Ab- IQ GÏN MAESTRO ocr y RA RON ROSEN y ...1.16 clase, lección, 712# .11 ve— * shi-ur ahora lÿD» .17 nombre D# .12 cj-shar T 1 shem e" ...3.18 air.ilia nns#a .13 T T t * be... tn ùh-pa-ja pnr ero .19 de donde? ÍJ’KQ .14 ri-snon rre-a~yw segundo .yÿ 2Q desde, proviene (p) zD ,a .15 ske-ni mi..me..(mm)!X*7-?nr-nÿ p,x rxa - ] ■:ü 7irr i3;3i; - t : " 71172? *¡C?DS7 ,]3 -?]'71S3 nx -! •T'm 1 •’ix -?nnx ■’0- -3x .X'1? -? D2? 717 — T T t : * : *• ’T .D*“isa^ XM -? ^rn rx^ - .717 nm D7 717 t .•piDQ5? pxo - .‘pxiaç? xin -?xin n?p - px .rrntfina nnx-?C2? 7X1Q2? - .ipinaa xim anssa x^n ,n nsefa" T T D2?’l DE? 7X10®- ,nx D31 HPX Dà 1ÜDÎ7 ¿- - : t- - t : ” riciP r¿7 T “ t f7'2? 7X173® .*7X7^3 xini x'n? 717 “PX rX73- ♦ 1 T “ 1 - rx7 .7-7:11773 7X -;...? i:xa? 7',73j173 7PXt : t " M-tterîal de lectura en hebreo fácil *'' puntuación y también Kebraeisch ohne Lehrer Deutsche Uebersetzung zu Tafel '2 111 Lektion 13) Familie '15 > von 17) jetzt 19) erster 12 i Name 14) weher? 16) und 18) in 20) zweiter Länder..amen: Mitsrayim fAegypten) Ilungaria schied vjn einem iiebweworantwortung schien ihm eine pen. in Deutschland zusam. denen Ar’oeitsfelde. das sei zu grosse. Die Jewish Agenmencezogen und vorbereitet, resg>eichen in der Welt cy for Palestine, die Trägesoweit es Zeit und Umstände njckt Hatte rin der Gesamtvsrantwor. irgend zuliessen. Sie wurden tung, war ihrer Natur nach vorzüglich den landwirt- _ Weicher Stolz aber muss keine soziale und pädagogi. schaftlichen, geschlossenen jeden erfüllen, der an einer sehe Einrichtung. Dr. Rup- Siedlungen im Lande unter rolehen Erziehungsaufgabe pins Widerstände — und eigenen pädagogisch ge. wer konnte damals sagen, schulten Instruktoren zuge. dass sie unberechtigt wateilt. Die Unterbringungsren — zu überwinden, war moglichkeiten mussten erst kein geringe Aufgabe. Georg Landauer überwand sie .aber erst nachdem er auch die Widerstände von Miss Henrietta Szold überwunden hate. Miss Szold, teilhaben durfte. Die Namen von Miss Szold und Georg Landauer werden für immer mit oiese-m einzigartigen Rettungs- und verbunden „ARBEITENDES ISRAEL' eine amerikanische Jüdin, aneesehen und verehrt von allen Gruppen des Landes, erweitert werden mussten. : war damals die Leiterin der wi.3 z- Bdl? Jcn d®m i Sozialabteilung des Jüdi. chitelcten Erich Mende.sohn ni,.at«c erbaute moderne ..Ludwig ne Einwanderung von Kin- Tietz“ in aer Haifa Bay. lern und Jugendlichen nicht1 Welche grosse soziale und geschaffen, die pädagogischen Kräfte in eigenen Ein, Erz'ehungswerk richtungen erst herangebilbleiben, det werden. Einige Gruppen i j wurden landwirtschaftlichen | - — I und technischen Schulen zu-; t i geführt, die zum Teil auch ,,Keine llUZLSllSolie erst ins Leben gerufen oder , r , [ ur.d auch als künstlerische Sujets ins Blickfeld rücken, Der israelische Landes, ramentv0ll bewegten Dar.! fl zu™ e|ne "a,tyerband der Maler und stel-u„gen: Johanan Benya , ^he kurd.sche Matrone nei Bilahauer eroffnete kürzlich kov z€igt den Menschen an 1 der Wasche auf einem Bl1’ zusammen mit der jerusasich an eiRem Werktag, und lemer Stadtyerwaitung und der sehr bekannte Maler zum Thema hat. Johanan Simon drückt den der Histadrut eine grossere Betrieb in den Hochöfen der ^L;!l€ U"fh,:dle„..JSrfl„b.e; Kupferminen des Negew in abstrakter Form und in seiner täglichen Arbeit’ de Zilla Neumam.s oder eine jemenitische Korbfleehterin bei Teva Richter- Rauch. Ruth Sch oss bat eine sehr gute Tusehzefc.inung Lasten tragender Fvau- Dies ist eine besonders; stark£.n Farben aus Ruthjm; Alexander Bogen zeigt interessante, nicht nur vom ■ T..vin 7piat „;np Kan.u„.n : eine orientalische, einen künstlerischen Standpunkt „erei in elrem Bild voller 1 Fruchtkorb £uf ihrem Kopf Avirbt-io» Vfranctait-nncr Wir- - 1 11 . 5 OIIU VOUCl tracrpnrIP „ in _ tragende Frau in wunderbaren Farben. Joseph Kos. nn stellt den s°n°gi Stc'lt. .ein Ac*uare:) , Olivenernte in seiner gut Gefahr*’ bekannten virtuos geschiif- New York. — Auf Fragen sehen Nationalrates, des erbaute moderne Hand- «’oer rechtsradikalo Kräfte Waad Leumi. Sie glaubte eiwerkerschule beim. Strassenbau Fabriken, bei de- Wäsche. NAZiPARTEI IN USA ANERKANNT Arlington. — Ein Anwalt aus Virginia bestätigte das Recht der winzigen nordamerikanischen nazisti-; sehen Partei ein eigenes Statut zu haben, damit sie auf diese Weise den Gesetzen des Staates Virginia gerecht werde. Der Anwalt sagte: „Es ist kein Verbrechen, sich Nazi zu nennen. Die Kriminalität wird durch Taten und nient mit Worten bewiesen.” Der zuständige Beamte erklärte, dass man das Bestehen dieser Partei erlauben müsse. Der Vorstand des Verbandes jüdischer Kriegsveteranen schrieb ei.; nen Brief an den Gouverns-ur des Staates Virginia, J. Lindsay Almont (Sohn), in welchem eine Revision der. Verfassung des Staates Virginia verlangt wird. Der I Gouverneur gab das Schreiben an die zuständige! i Kommission weiter. j Das Gesuch der Nazipartei um ihre Anerkennung war mit Hakenkreuzen geschmückt und wurde von: George Lincoln Rockwell, dem Leiter der nazistischen Bewegung in Nordamerika, vorgelegt: Eines ' der Ziele dieser Partei ist es, die politische Macht. mit allen gesetzlichen Mitteln zu ergreifen und die i Jugend ih dem Sinne zu erziehen, dass sie die Gefahr j erkennt, welche „von jener Rasse droht, die sich' überall ausbreitet.” (ITA) in der Bundesrepublik er, I klärte BundOsverteidigungsminister Strauss auf einer Pressekonferenz in New York, es gäbe in der Bundesrepublik gegenwärtig kein wirkliches Nazipro- 1 b'em. In der Bundesrepublik fänden immer wieder | Prozesse gegen Verbrecher aus der Hitierzeit statt, . auch gegen solche, die von | alliierten Tribunalen freigesprochen worden seien. j Bei einer Frage über die 1 politische Jugenderziehung in Deutschland verwies : Strauss auf die von den dafür zuständigen Ministerien aufgestellte-n Grundsätze. —! (AWZ) I Fuer die Begnadigung von Hess London. — Die londoner Zeitung ,,Sund„y Express” , hat sich für eine Begnadi-! gung des ehemaligen Stelli Vertreters Hitlers, Rudolf | Hess, ausgesprochen, der : im Spandauer Gefängnis ei. I ne lebenslängliche HaflMrafe verbüsst. wichtige Veranstaltung. Wir Leb<2n und Drama in sch;;. sehen hier einen besor.den satten Farben. Na. ren Aspekt des israelischen chum Gutma Lebens v^llemht den cha. Vorgang der Strassenpflaste rakteristischstc« und zwar run in dicem Bild v£n pla. - y , . . das Land im Alltag seine katartiger Wirkung dar‘ da , leneKn Art und dekorativen Leute beim Schafscheren,; sind die Fis, her Sde Xib€_ \ Farben aus Haya Schwarz riassees von Schmuel Katz 1 zelgt eine Strasssnverkauien . ., . , und Joschua Bauernfreund. I rm ln Sa?d’ ein Blld’ des‘ Der Künstler lebt ja heute i | sen spezifische Atmosphäre nicht mehr in einem Elfen. I Schön .und stark in ihrer : mächtig in uns eindringt, beinturm. er ist sin Schrei. Wirkung sind auch die Ar- . Indem wir von Bild :.u ber der Gescnichte und beiten Aharon Giladis: eine | Bild wandern, wünschen wir steht mitten im brausenden yemenitische Bauernfamilic uns. dass diese Ausstellung Leben. Der nüchterne All- und ein Sämann — wie ja I noch viel reiehaltiger und tag gibt ihm eine untiidii- 1 nun überhaupt die Einwan- 1 weitgespannter sein möchche Kette vor. Kunstthemeii. derer aus den orientalischen tc. ist nicht länger farblos und Ländern im Arbeitsprozess 1 Hanna I’cfor niedrig, sondern gewinnt an j ~ —-—■ 1 ---- Grösse und Dramatik.! Besonders in Israel ist . der Begriff der täglichen | Arbeit ins Transzendente 1 erhobener Begriff gtworden.! Es ist darum interessant, in 1 diesen Bildern die neue is- 1 raelische Realität und das ' Antlitz unserer Tage in tau. 1 sendfältiger Form widerge. . spiegelt zu sehen, sei es in! Abstraktionen oder in kubi- 1 scher oder realistischer Mai nier, oder in Allegorien. j Es ist schwer, nier einige ■ Bilder, die teilweise von den grössten Malern des i Landes stammen, herauszu.! greifen, denn jedes ist in j seiner Art interessant. Da- I vid Meschulam und Joseph : Manor geben in abstrakter j Form die Quintessenzen des ■ Arbeitstages an sich, die Geschäftigkeit, die Emsig- I keit, in dekorativen, tempe- Die BAR MITZWA unseres Sohnes RAFAEL RICARDO bewies uns die Freundschaft so vieler, dass wir ihnen allen nochmals auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. SIEGFRIED DE LEVIE unc Frau ILSE?eb. LENK1EYVICZ Die BAR MITZWA unseres Sohnes MANUEL JAC0B0 findet s. G. w. am Schabbath, den 15. April, um 9 Uhr in Bel Israel, Conde u345. statt. Dr. CARLOS und MIRIAM KOST Empfang: Sonnabend, den 15. 4.. von 17 bis 20 Uhr in Chile 1407, piro 1 dep. C.

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