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Jüdische Wochenschau · 1961-04-06 · 1866 (6.4.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1866 (6.4.1961)
Date
1961-04-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Jueves, 6 de Abril de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1866 E PARTEI BEKENNT ENDLICH FARBE Wien. — Menschen, die Verfolgungen ausgesetzt sind, entwickeln gewöhnlich einen sechsten Sinn. Sie lassen ihrem Instinkt freien Lauf, der sie zumeist Schlechter beraten scheint der Redakteur der „Neuen Front“ gewesen zu sein, als er den Artikel „Rückfall in das Jahr 1945“ s artete, liier wird der Versuch unauch nicht betrügt und | ternommen, Verbrechen z dort Hilfe und A lehnung j bagatellisieren und deren suchen lässt, wo sie ihnen ' Bestrafung anzukreiden, auch gewährt werden kann, weil es ausser diesen Ver- Das wissen die Juden auf j brechen noch andere Ver- Grund ihrer'eigenen Erfah.; brechen gibt. Gehen wir zu ru„gen aus der Zeit der i einem bessern Beispiel Verfolgung genau. Nun hat über: Nehmen wir an, dass gar einer politischen Partei Oesterreichs, die immerhin acht Mandate im österreichischen Parlament hat, auf, diese Behauptung unter Beweis zu stellen und nur einen einzigen Fall in Oesterreich zu nennen, wo ein unschuldiger Mensch als Judenmörder nur „auf Grund übler Verleumdunpublik Deutschland nicht bedroht ist, wenn einige hundert oder gar einige tausend Mörder abgeurteilt werden. Die Verhaftungen, die im Zusammenheng mit Eich, mann erfolgen werden, stehen noch bevor, dann darüber, was Eichmann gestanden hat, ist derzeit nur NEUE METHODEN Die jüdischen Gemeinden Schwestern und anderen heilt ganz Nordamerika sind; rufenen Elementen bs. van den jüdischen Organisai kämpft wird. Das Zeichen sieh das Blatt gewendet, und die Verfolger und Mörder von gestern fühlen sich heute verfolgt und entwikkeln ihrerseits diesen sechsten Swi und damit den sicheren stinkt, von welcher Seite innen Hilfe zuteil wer. | der. kann. j ein Mörder sich damit verantwortet oder entschuldigt hätte, dass es ausser ihm nceh andere Mörder gibt, una solange man nicht die anderen Mörder verfolgt, sehe er nicht ein, warum man gerade ihn vor Gericht stellt. Was würde dazu die gen” verhaftet wurde! Oder j ¿gj. Untersuchungsrichter in masst sich die FFOe und ihr j Israel informiert. Vielleicht Zentralorgan das Recht an. j venlrsacht die Frage nach Zeugen bei Massenmorden j c|em> vvas Eichmann gestan. als Verleumder zu stem- , jjau manchen Mitglie-! dern der FFOe schlaflose peln? Die neuen die ie neuen Verhaftungen, j Nächte. Schliesslich sine ja , Amsieming m uc. mcnju.imcn i in Deutschland zum gro- [ die Kreise der Anhänger, der | nen der oroisraelische Film . lichkeit erregt i Teil — in Oesterreich FPOe der österreichischen Exodus” gezeigt wird, ■ gancia für die tionen des Landes aufgefordert worden oen Führer der nordamerikanischen Nazipartei, George Lincoln Rockwell, „unter Quaranta, ne zu stellen”. Das will besagen, sie sollen seine antijüdischen Hetzereien mit Nichtachtung strafen und vermeiden, Rockwells antisemitische Kundgebungen wo auch immer zu stören. Die Gemeinden wurden ebenfalls aufgefordert, die Gruppen Halbwüchsiger, die mit Plakaten vor den Kinos Aufstellung nehmen, in de. warne Neugierige, die gern einmal einen an Masern oder Diphtérie oder einer anderen ansteckenden Krank, heit Daniederliegenden sehen würden, sich fernzuhal. ten, weil er nichts anderes erreichen könnte, als die Epidemie zu verbreiten. Nach Ansicht der verantwortlichen Organisationen, haben diejenigen, die kürzlich gegen Rockwells Rowdies in Boston und Philadelphia tätlich vorgingen, ohne es zu wollen, nur die Aufmerksamkeit der Oeffent- Dieses muss man voraus- -Neue Front’’ bzw die schicken, um unsere Frage \ sa,g,cri:._Sl'e verstehen zu können, deren Beantwortung wir gern von ssen nur zum geringen Teil — 1 Oeffentlichkeit bekannt; es durchgeführt wurden, haben! kann doch kein Zufall sein, nur psychologisch, aber nicht faktisch, mit der Erder Freiheitlichen Partei Oesterreichs und 'hrem Zer.tralcrgan „Neue Front“ gehört hätten: Warum hat bei fast eilen Verhaftungen, — oder reden wir ganz offen — warum haben die Novaks immer Hilfe bei den Mitgliedern oder gar Funktionären der FPOe gefunden? Es liegt nahe : zunehmen, dass sie ihr sicherer Instinkt dorthin geführt hat. Die Freiheitliche Partei tat aber nach diesen Verhaftungen das Klügste, was sie hatte tun können — sie schwieg! greifung Eichmanns zu tun. Sie waren noch weit früher auf Grund von aufgefunden„i Dokumenten und Studien von Akten durch deutsche Gerichte verbreitet Sie sind das Ergebnis des dringenden Wunsches, end. 1 Recht fragen, , söit wann denn ein Verbrecher bestimme, ^b er vor ein Gericht gestellt werden kann. Die „Neue Front” sieht es nicht gern, dass neuerdings Massenmörder verhaftet wurden und schreibt wörtlich: j schliessen und die Schuldi „Ueberall treten Ankläger gen vor Gericht zu stellen, auf, die eine wahre Verhaf- | £>afar traten alle Parteien tungswelle fordern und eine ¿es Deutschen Bundestages Hexenjagd auf Menschen or-| ejnj denn sie wussten, dass ganisieren, die oft nur auf ¿er gestand der Bundesre- Grund übler Verleumdun. gen zu Neonazis und Judenmördern gestempelt werden.” Wir fordern nunmehr die „Neue Front” als Zentralorlich dieses Kapitel abzu. j Verbrechen in der Geschieh VERLEIH VON GESELLSCHAFTS. ANZUEGEN KAGNER Das einzige jüdische Geschäft in dieser Branche. 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Sie verweisen , darauf, dass die Kampfme. e der Menschheit an unse- | thocle-n. gegen antisemitische rem jüdischen Volke began- Unruhestifter Aehnlichkeit gen! Wir werden uns ni" mjt der Technik geschulter durch Hinweise, dass £-s I Aerzte habe, die nicht je. noch irgendwo in der We.t j*dem einzelnen Bazillus zu andere Verbrechen gibt von | Leibe gehen, sondern cs der Verfolgt ng der \erbre- , vorziehen, die Atmosphäre eher und Mörder unserer sie vorgekommen sind; aber der Nazismus hat im Her- Wir werden nicht akzeptieren, dass man Verbuchen zen Europas das grösste keimfrei zu halten. Das -antijüdischen Plakaten herumlaufen und Hakenkreuze tragen, dem Status der USA-Judenheit keinen wiiklichen Schaden zufügen kön. nen. Die Orgasisatoren dieser Demonstrationen können durch ,therapeutische'’ Methoden eher als durch Strassenkämpfe kaltgestellt werden, so urteilen die jüdischen Organisationen, die auf eine jahrelange Erfanrung im Kampf gegen den Antisemitismus in den Ver. verbrecherisehen Regimes, IHR INSERAT in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft: T. E. 83-2G13 die sich heute breit machen ‘ und glauben, dass die Zeit , gekommen ist, sich nunmehr frei zu fühlen, nachdem sie in der. ersten Nachkriegsjahren versteckt oder unter falscnem Namen ge- | lebt haben. Sie haben das j Selbstbewusstsein wieder j gewonnen und die ihnen an. geborene Frechheit, die ei-! ne der Eigenschaften war, j die sie als Mitglied in die I NS-Partei mitgebracht haj ben. Es ist vielen Kreisen; der österreichischer. Bevöl. I kerung hoch anzurechnen,! dass sie sich von diesen; Verbrechern distanzieren, i Dies möge sich die FPOe! unc ihr Zentralorgan, die „Neue Front”, in Stammbuch schreiben. (IPN) „ ... „ „ . . , . einigten Staaten zurückbiik- Quarantane-Zeichen an ei. , ken\önnen. ntr Tur, so setzen sie aus. j _ einander, solle nicht bedeuten, dass die Krankheit ignoriert werde, sondern dass sie von Aerzten, Kranken. REISEN leicht gemacht durch Viajes Globus Alsina 1418 - 6° piso T. E. 38-5860 — 58-1447 38-8304 — 37-7589 Herrenbekleidung Maipú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31-0357 à * * Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—18 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos t VERTRÄEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16-19 Uhr % PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83.2613 t I I í \ í I í í A va,

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