Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1866 (6.4.1961)
- Date
- 1961-04-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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/ 2 — Jueves, G de Abril de 1961 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXII. — No. 1866 (Vorbem.: Wir veröffentlichen diesen Artikel in ehrendem Andenken, an den grossen Freund unserer Zeitung, deren interessierter Mitarbeiter Herr Dr. Mayer Ebner s. A. bis zum letzten Lebenstage gewesen ist. Die Red.) Am Lebenslauf des vor fünf Jahren verstorbenen Führers des rumänischen fudentums Dr. Mayer Ebner lässt sich die Geschichtsöedingtheit der Entfaltung | ron Individualitäten klar erner zum Gedenken von Dr, E. WEINSTEIN mit den von ihnen irei gewählten Farben für Kappe und Band das Bekenntnis zum Judentum zur Schau und bekundeten damit den unbeugsamen Willen, als Gleiche unter Gleichen zu gelten. Diese Parole übte eine zündende Wirkung auf die jüdischen Massen, und als Dr. Theodor Herzl 1897 mit dem ersten Kongress dem Der wenige Jahre später , tat, (1914) erfolgte Ausbruch des ersten Weltkrieges, in dessen Verlauf Dr. Ebner etwa drei Jahre als Geisel in Sibirien! das von der breiten Oeffentlichkeit mit gesteigerter Spannung erwartet wurde, war ein kategorisches „Nein“. Und dieses verbringen musste, bewirkfnegative Votum wurde dem te infolge der russischen! Regierungspräsidenten für tennen. Zum ersten Kon gress (1897) kam Dr. Ebner i nicht mit leeren Händen: er i tonnte bereits auf eine beäeutende Tat im nationalen Bereich hinweisen. In der damals österreichischen Bukowina war der deutsche Liberalismus der Magnet, der die Juden dieser Provinz unwiderstehlich an sich zog. Dieser assimilatorischen Tendenz machten Dr. Mayer Ebner und seine engeren Freunde mit dem nationalen Weckruf an die jüdisch-akademische Jugend ein Ende. Sie gründeten 1891 die akademische Verbindung „Hasmonäa“, die die geistige Rückkehr zum Judentum proklamierte. Im Spiegel jener Zeit musste dieser Akt als revolutionäre Handlung gewertet werden. Es war der Auftakt zur nationalen Wiedergeburt in dieser Region, die geografisch den südöstlichen Zipfel der alten österreichisch-ungarischen Monarchie darstellte. Jüdische Studenten trugen in der Au- Judentum eine Tribüne von Weltrang schuf, waren die Juden der Bukowina, dank der Vorarbeit Dr. Ehners und einer Reihe anderer füh. render Intellektuellen, die j später seinem Beispiel folg- ‘ UUK0Wlna ten, für die Aufnahme der zionistischen Idee reif und empfänglich. Damit begann das zweite Stadium in der Lebensbahn Dr. Mayer Ebners. Er baute das zionistische Distrikscomite, das unter der Leitung von Sigmund Weiss, glas gestanden hatte, zu einer Landesorganisation I aus, die. in der Folge alle! Schattierungen im zionisti- : sehen Lager umfasste. Galt ' I sein Kampf in diesem Re. i vier der Assimilation, so1 stiess er auf der zweiten j Front, die den Namen ,,Ge-! genwartsarbeit“ trug, auf einen harten Gegner. An der Spitze der Kultusge. | meinde stand Dr. Benno i Straucher, der als Vertreter der Czernowitzer Juden im 1 Gemeinderat, im Landtag | und im Wiener Reichsrat , der jüdischen Politik jener Besetzung der ~ Bukowina naturgemäss eine Unterbrechung jeder politischen Tätigkeit. Die durch den Krieg bewirkte Umwälzung auf dem europäischen Kontinent, als deren Konsequenz der Zusammenbruch der Donaumonarchie anzusehen war, führte zum Anschluss der rischen Tribüne aus den Begriff der jüdischen Nation zum ersten Mal formulierte und die Forderungen der jüdischen Minderheit im Lande der Bukarester Regierung zur Kenntnis brachte. Es kam wenige Jahre später die Affaire des jüdischen Studenten David Falik, der 1926 im Gebäude des Czernowitzer Tribunals vom Cuzisten Totu erschos. wurde. Die heroische la der deutschen Franz Jo-; Tage die pichtung wies. sef-Universität in Czernowitz I j De FREY Abosado PUEYRREDON 2190 1* itq nachm 16—19 Uhr yvv^wvwvwwwwwvvw REAL PEN I Füllhalter > I REPARATUREN | Í* Spezial jeschäft £ CORRIENTES 5ö9 | T E. 49-5850 I rlWVWVW •VWVWWVVWW ’ J. Liebling \ FOURRIERE — 4 SPERRHOELZEH j DIA7. VELEZ 5224 al 46 i T E 43-234S 0340 v 3021? 0 ■ »•-1 Propiedades Frankenberg Gerat Sie Kostenlos und unverbindlich oeim Kaut oder Verkauf von GESCHAFFTEN WOHNUNGEN HAEUSER Manuela Pedraza 2530 pl o. Dp B T. E. 70-7244 Im Kampf gegen das Straucherregime wuchs der an Jahren jüngere Dr. Mayer Ebner in einer in Wort und Schrift geführten scharfen Polemik, in der die jüdische Oeffentlichkeit de begabten Träger neuer Gedankes zu entdecken schien. Die Opposition gewann zusehends an Terrain, und 1910 konnte der von Professor Dr. Leon Kellner und Dr. Mayer Ebher geführte „Jüdische Voiksrat“ zwei Abgeordnete (Prof. Kelnner und Dr. Max Fokschaner) in den Bukowinaer Landtag entsenden. an Rumänien, womit auch im Schicksal der Judenschaft dieser Pro- I vinz eine entscheidende ' Wendung eintrat. In diesem neuen, dem dritten Stadium I seiner Laufbahn sehen wir Dr. Mayer Ebner vor völtig neuen, überaus verantwortungsvollen und ge. 1 schichtlich denkwürdigen I Aufgaben. Die rumänische Staats, j führung in Bukarest legte I besonderen Wert darauf, dass die in den neuen Gebieten lebenden Minderhei-! ten ihren Anschluss an Rui n.änien aus freien Stücken | proklamierten. Zu einer sol. ' chen Manifestation konnte , sich die Führung der Juden in der Bukowina umso , schwerer entsehliessen, als! das altrumänische Regime! nach den zwei Fronten aus den Juden unter Ignorierung J gerichtet: Erez Israel und der Bestimmungen des Ber- ] Gegenwartsarbeit. Der i liner Vertrages vom Jahre t Kampf auf diesen beiden 1878 die bürgerliche Gleich-; Fronten vollzog sich allerbereehtigung vorenthalten j dings unter völlig veränderhatte. f ten Bedingungen und Be- Dr. Wien, die Bukowina, Dr. Jancu Flondor, bekannt gegeben. Ueberflüssig zu unteri streichen, welcher Mut dazu | gehörte, diese Antwort dem , Regierungschef zu übermiti *5** _ teln, der gerade die rumii-! Hutung,, die Dr. Mayer Ebnische Nationalversammlung I in.e3?€r von‘politischem präsidierte, die im Synoj Zündstoff gelandenen Atmo. dalsaal der erzbischöfliche : | sphaie vor dem Plenum der Residenz zusammengetreten Bukarester Kammer offenwar, um in einer feierlichen, | Barte, wird noch spateren von nationaler Begeisterung! Generationen als ein Dokugetragenen Stimmung die ment Röschen Heldenmuts LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece ios Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Di. H. Swarsensky Pueyrredón 2190. 1? izq. T. E. 83-2613 80.6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450.— jährl. Vereinigung der Bukowina mit dem rumänischen Altreich zu verkünden und damit gemeinsam mit Bessa-! rabien und Transilvanien Grossrumänien erstehen zu ' lassen. Die Rolle der übri- I gen Teilnehmer an den geschichtlich entscheidenden i Sitzungen des Jüdischen Na. | tionalrates wird durchaus! nicht gemindert durch die I Feststellung, dass der Bc-! Schluss der jüdischen Re- . präsentanten den Geist Dr. Mayer Ebners atmete. ' In dem durch den weltpo- , litischen Umbruch geschaf. fenen rumänisch-staatlichen Klima blieb die öffentliche ätigkeit Dr. Mayer Ebners in Erinnerung bleiben. War Dr. Mayer Ebner als Vorsitzender des jüdischen Parlamentsklubs der anerkannte politische Führer der! nätionalorientierten Juden Rumäniens, so war sein Avancement zur zentralen Persönlichkeit der zionistischen Bewegung Rumäniens durch seine Erziehung und 1 Anlage, klar vorgezeichnet. | Zion war sein Lebensziel, I dem von 1891 bis zu seinem . im Dezember 1955 erfolgten Ableben all sein Denken und I Schaffen geweiht war. Mö- I gen heute Leute, die die! Weisheit als»ihr ureigenstes Monopol für sich beanspru. I chen, von „Zionut“ mit überheblicher Geste reden — es bleibt eine eherne, I durch nichts zu erschüttern-; de Wahrheit, dass zionisti. i sehe Kämpfer vom Range Dr. Mayer Ebners s. A. das geistige Fundament für die Errichtung des jüdischen Festnahme Mengeles dementiert Jerusalem. — Das Pressebüro gab ein „kategorisches Dementi” heraus und erklärte die in Paris umlaufenden Versionen von einer Festnahme Mengeles in Argentinien und seines Transports nach Israel als unzutreffend. Das offizielle Communiqué der Regierung besagt, dass das „Gerücht jeder Grundlage entbehre.” (ITA) \ Straucher war aus . gleitumstanden Den Kampt j Staates geschaffen und das . ... dem ständigen S.tz um dm Gleichstellung der ollf der ]Velt för d natio_ seiner parlamentarischen. , rumänischen Juden mit dem j nale Postulat des jüdischen JUDITH SCHENKOLEWSKI KUL FUSSTICKEREIEN Schabbosdecken - Tallisbeute.’ - Käppchen . Maz. zot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett- und Tischwäsche BEBEDERO. 2585 T. E. 73-9155 und politischen Tätigkeit während dgr Kriegsjahre, noch nicht zurüekgekehrt. Nach Wien und in die westlichen Provinzen der Monarchie waren übrigens schon in den ersten Monaten des Krieges nicht allein Tausende von jüdischen Bcwchj nern der Bukowina geflüchtet, auch die Behörden, und mit ihnen die jüdische Kul- | tusgemeinde hatte in der 1 Reichshauptstadt ihren Sitz aufgeschlagen. Die Last des schicksals- , schweren Entschlusses lag! dsrnzufolge auf den Schulj tern Dr. Mayer Ebners und ) einer Reihe anderer Männer, die sieh durch ihre | langjährige Tätigkeit im jü_ : dischen Leben der Bukowina | einen Namen geschaffen I hatten. In mehrtägigen Be-; ratungen die oft bis in die , späte Nr.cht dauerten, wur. I den die Argumente pro und | kontra in den Sitzungen des Jüdischen Nationalrates ein- ( gehend geprüft. Das ResuL Staatsvolk führte Dr. Ebner im Bukarester Parlament, zum Teil in der Kammer und zum anderen Teil im Senat. Den rumänischen Machthabern, füi die die rumäni- '■che Bewohnerschaft Altrumäniens eine „Quantité négligeable” war, klang die Sprache dieses Judentums ganz neuartig.-Sic horchten gespannt auf. als Dr. Mayer Ebner von der parlamenta- Volkes empfänglich ge macht haben. Dr. Mayer Ebner, der in Basel an der’Wiege der Bewegung stand, war es vergönnt, in Jerusalem den Traum sei. es Lebens verwirklicht zu sehen. Verstaerkte Einwanderung Jerusalem. — Aus offiziellen Quellen stammt die Mitteilung von einer leichten Erhöhung der Einwanderung während des Jahres I960, in dem 23.644 Einwanderer im Vergleich zu 23.045 im Vorjahr registiert worden sind. Die Gesamteinwanderung seit Staatsgründung beträgt 990.000, worin die Touristen inbegriffen sind, die sich später für ständig im Lande niederliessen. Insgesamt 122.000 Israelis sind bis Ende 1960 in andere Länder ausgewandert. Im vergangenen Jahr reisten 55.000 Is. raelis ins Ausland, zumeist um Verwandte zu besuchen oder als Touristen. (ITA) apQduyc\ HUTSALON j Jetzt in I ï S e I g r a ü ö I ‘moldes 2 5 6 I I 1 T. E. 73-2229! 1 73-9155 i Jacobo M- Lapidus dipl. Mohel TUCUMAN 2396. 4’ J T E.: 48-2124 ’ NERVENu. GEMÜTS, j i KRANKHEITEN! | Dr. M. J. KUHN j i prov.!? RIVADAVIA 2625 III f l Tel. 48-7524 I? Jont.. Mittwoch, Freitag i VP— 20 Uhr. Tel. Anmel-1 i düng erbeten. * i Dr. B. Schwartz ZAHNARZT ESTOMEA 2283 — 52-8214 RAYOS X ¡ PALM i '1 NTOSE! 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Dienstag, Mittwoch u Freitag von * * » » 19 Uhr J ¿£s wird gebeten, s;ch vorher teleioniscb anzuroeiaer. ♦ * ÎSANTA FE 1391 Malerarbeiten « E. 44-9493 u. 44-1542 Ï A ♦ 7S7533Í Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchleuchtung — Eleetroeardiogramnie CUBA 2(41 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 Sonnabend: 14—16 Ubr Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr §