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Jüdische Wochenschau · 1961-03-28 · 1864 (28.3.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1864 (28.3.1961)
Date
1961-03-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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Martes, 28 de Marzo de 1961 L A SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1864 — 7 Wissenschaft des Judentums (LEOPOLD ZUNZ ZUM GEDENKEN) Kürzlich waren 75 Jahre seit dem Tode von Leopold Zunz vergangen, dessen geniale Leistung die Begründung einer Wissenschaft des Judentums gewesen ist. Unter geschickter Verwendung der wissenschaftlichen Methoden einer neuen Aera brachte dieser grosse Gelehrte Licht in die Dunkelheit der Forschung des vorigen Jahrhunderts. Seiner zu gedenken, muss eine Ehrenpflicht aller an jüdischgeistiger und jüdisch-religiöser Arbeit interessierten jüdischen Menschen sein. Als zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts eine starke Tauf, und Abfallbewegung unter den Juden der deutschen Lande herrschte, als zahlreiche angesehene Juden und Jüdinnen, um mit Heine zu sprechen, das geforderte „Entreebillet zur europäischen Kultur“ lösten, gab es eine Gruppe junger jüdischer Menschen, die ganz anders reagierte. Zwar scheiterten bald die Bemühungen eines „Vereins für Kultur und Wisse schaft der Juden“, der einen Ausweg aus der geistigen Juden not zu finden suchte, doch der Autor der nur kurzlebigen „Zeitschrift fü-r die Wissenschaft des Judentums“ ragte derart durch Tiefe des Wissens, Schärfe des Urteils und Vollendung der Darstellung über andere Mitarbeiter hervor, dass sein Name nicht mehr vergessen wersen werden konnte: Es war Leopold Zunz. Am 10. August 1794 zu Detmold geboren, wurde das früh-verwaiste schwächliche Kind in die von Isaak Herz Samson begründete Erziehungsanstalt in WoL fenbüttel gebracht. Dort fand sich ein besonders geeigneter Lehrer, der sich des Knaben liebevoll annahm, und, da er bald dessen Begabung erkannte, ihn für das Gymnasium der Stadt vorbereitete, das der 15- Jährige bezog, um dann, sechs Jahre danach, an die Universität in Berlin zu gehen. In dieser Stadt blieb Zunz auch nach Beendigung der Studien mit geringen Unterbrechungen sein ganzes langes Leben. Er wirkte nacheinander als Prediger, als der Leiter der „Jüdischen Gemeindeschule“ und von 1839 an als Direktor eines Lehrerseminars. Schon im jugendlichen Alter von 24 Jahren entwarf er eine kleine Schrift „Etwas über die rabbinische Literatur“, die einen Grundriss für eine Neueinteilung des gewaltigen Gebietes der jüdischen Wissenschaften darstellte; damit erwarb er sieh den Doktorgrad der Universität Halle. „Lebensbeschreibung Salomon ben Jizehaks, genannt Raschi“ war seine zweite Arbeit. Doch hinter diesen anspruchslosen Titeln verbargen sich Schöpfungen von hohem geistigen Niveau. Als Zunz sein Predigeramt im Beerschen Tempel zu Berlin auf geben musste, geisselte er in seinen letzten Predigten „des Gotteshauses Verfall”, die Schlaffheit der Mitglieder, die „ihren Freisinn damit zu bekunden suchen, dass sie sich von allem Religiösen abkehren . Er, welcher der strengen Orthodoxie fernstand, hat stets für die Hebung des Kultus viel gelei. stet, war der „Dritten Rabbinerversammlung“ (Breslau 1846) ferngeblieben, weil er die Reformbestrebungen ia ihrer radikalen Form entschieden ablehnte. Beim Besuch des ersten Gottesdienstes in der Berliner Jü. ■ duschen Reform gemeinde soll er, nach seinen Ein.! drücken befragt, erwidert! haben: „Selbstmord ist kei- | ne Reform.“ | Nach Aufgabe seines Predigeramtes wollte er nur! noch Lehrer der Gesamtheit sein. Er sagte damals: „Was allein aus dieser Sintflut auftaucht, das ist die Wissenschaft des Judentums, denn sie lebt, auch, wenn sich durch Jahrhunderte kein Finger für -sie regt. Weil ich sah, dass ich in der Wüste predigte, habe ich aufgehört zu predigen; doch nicht, um dem Inhalt meiner Worte treulos zu werden.“ Dem Worte ist Zunz im edelsten Sinne treugeblieben. Damals begann seine bedeutendste Arbeit zu reifen: „Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, historisch entwickelt.“ Hier lieferte er den Beweis für seine Feststellung, dass zu allen Zeiten das lebendige Wort religiöser Belehrung ein wesentlicher Bestandteil des jüdischen Gottesdienstes gewesen ist, dass im Ablaufe der jüdischen Geschichte, entsprechend den veränderten Zeit- und Lebensbedingungen auf die Propheten, jene grossen Mahner und Künder, die Sehriftgelehrten gefolgt waren, die das Gottes wert übersetzten und erklärten, um schliesslich, im späteren Mittelalter, vom „Darsehan“, dem Prediger, abgelöst zu werden. Spätere Bücher wie „Die synagogale Poesie der Juden“ und „Literaturgeschichte der synagogalen Poesie“ stellen weitere gründliche Durchforschungen des weiten Gebietes des jüdischen Gebetes dar. Ei. ne Sammlung „Zur Geschichte und Literatur“ behandelt in meisterhafter Weise die einzelnen Sonder-1 gebiete der jüdischen Wis- : senschaften. Bis ins hoch, 1 ste Greisenalter hinein hat j dieser Mann die Feder gej führt und es ist schwer zu ■ sagen, was am meisten an Zunz zu bewundern ist: Der; ungewöhnliche Umfang der 1 Gelehrsamkeit oder die Geisteskraft, mit der er die Unmassen des von ihm be- 1 herrschten Materials zu j sichten und zu ordnen ver-; stand. Alle jene Denkmä. j ler deT Wissenschaft, die er ins Leben rief, sind bleibende Zeugnisse für die un- ' verwüstliche Lebenskraft des Judentums, und sie bej weisen ferner, dass der | I Strom der geistigen Ent- 1 Wicklung ununterbrochen J weite-rfliesst. | | Niemals ist Leopold Zunz ein weltfremder Stubengelehrter gewesen, der etwa den Zusammenhang mit der Gegenwart verloren hätte. In den Frühlingsstürmen des Jahres 1848 vernahm er den Ruf einer neuen Zeit. Seine damalige Rede auf die „Märzgefallenen“ soll die allgemeine Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt haben. Er begann damals auch, praktisch für die Berliner Stadtverordnetenwahlen zu arbeiten, wobei ihm seine Schlagfertigkeit und sein sprühender Witz sehr zustatten kamen. Er selbst pflegte als „heitere Unabhängigkeit“ das Wesen seiner Persönlichkeit zu bezeichnen. Es war sein ungeheures Verdienst, dazu beigetragen zu haben, dass sich, auf der Grundlage einer neu jiidischn Erziehung, die Kluft zwischen weltlicher und religiöser Bildung zu überbrücken begann, und, wenn auch die nachfolgende Epoche seine Erwartungen insofern nicht erfüllte, als die neue jüdische Wissenschaft innerhalb des jüdischen Volkes nicht die Bedeutung des alten Thora. und Talmudstudiums erlangte, sondern mehr eine Sache der Fachgelehrten blieb, so sind doch die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschungen in das allgemeine Bewusstsein übergegangen und aus der Keine Bestaetigung Bonn. — Nach den Ermittlungen der Deutschen Bundesregierung hat sich nicht feststellen lassen, dass der ehemalige Wehrmachts. general Martin Unrein zu Lord Russell of Liverpool die in der Presse wiedergegebenen oder andere strafrechtliche oder disziplinarrechtlich erhebliche Aeusserungen getan hat. Dies teilte Staatssekretär Carstens vom Auswärtigen Amt im Bundestag auf eine Anfrage mit. (AWZ) jüdischen Geistesgeschichte nicht wegzudenken. Von allen Juden hochgeehrt, eine Gestalt allgemeiner Ehrfurcht und Bewunderung, starb Leopold Zunz am 17. März 1886 zu Berlin im gesegneten Alter von fast 92 Jahren. Ein reiner Charakter, ein Idealist, ein grosser Jude ist mit ihm vor nunmehr 75 Jahren dahingegangen. Curt Wilk Neue EL AL-Flugzeuge 24 Stunden nachdem der erste Düsenriese „Boeing 707“ der Gesellschaft „Air France“ das neue Rollfeld von 2700 Meter auf dem Flugplatz von Lod eingeweiht hat, landete auf demselben Rollfeld ein zweites Beeing-Flugzcug, das dies, mal die Farben von El Al trug. Obwohl es sich bisher noch um ein Flugzeug handelt, das nicht EI Al gehört, sondern von der brasilianischen Gesellschaft Varig auf längere Zeit gemietet wurde, stellte der Flug von Ei Al den Beginn eines neu. en Kapitels der Entwicklung und des Aufschwungs dieser Gesellschaft dar. Im Laufe dieses Jahres wird El Al zuerst zwei und wenige Monate später ein drittes, vielleicht ein viertes „Boeing 707 “-Flugzeug erhalten. Der Pachtvertrag mit der Varig-Gesellschaft gibt inzwischen El Al die Möglichkeit, seine Mannschaften für die besonderen Probleme, die eine solche Riesenmaschine mit sich bringt, zu trainieren. Es handelt sich hierbei nicht nur um das Training des ^uncl des restlichen liegei sonáis, sondern auch um Planung der Verpflegung, die in einem Flugzeug, das über mehr als 130 Plätze verfügt (in Notfällen, wie z. B. zur Zeit des Kongo- Lifts, hat der Boeing sogar über 200 Passagiere aufge. nommen), entstehen, wie auch um Probleme der Unterhaltung der Maschine am Land, des Bodenpersonals, etc. 1» den kommenden Monatw wird El Al sieh mit dem Boeing der Varig auf diesen neuen Aufschwung in seiner Tätigkeit vorbereiten können. Mit den Britannia- Flugzeugen und selbst mit den älteren Constellation- Mascliinen konnte El Al ein hohes Niveau an Rationalisierung der Arbeit erreichen und gehört unter die drei internationalen' Gesellschaften, die ihr Maschinenmaterial am rationellsten und besten einsetzen. Dass das technische Personal von El Al auf der Höhe sein wird, auch mit den Boeing-Ma. schinen ein solch hohes Niveau zu erreichen, ist schon durch die Tatsache bewiesen, dass unter den Gesellschaften die den Boeing bisher auf der Nord-Atlantik-Linie eingesetzt haben, gerade die irische Fluggesellschaft Maschinen von El Al in New York betreut werden, einen neuen Rekord erzielt hat. Im vergangenen Jahr hatte El AI einen schweren Kampf auf der für interna tionale Gesellschaften ents «hehlenden Nord-Atlantik- Linien auszukämpfen gehabt. Nachdem El Al die er. ste Gesellschaft war, die -auf_dieser Linie die Bristol Brita'titTi*-.E]ugzeuge eingesetzt und miflünen zahlreiche Rekorde erzielt hatte, wurde Israels Fluggesellschaft vom schnellen'—Abbruch des Düsenzeitalters etwas überrascht und kam ins Hintertreffen bei der Bestellung seiner eigenen Voll - Düsenflugzeuge. Dies war aus finanziellen und Planungs-Gründen verständlich, führte jedoch dazu, j dass El Al die letzte der 10 i Gesellschaften war, die den Nordatlamik befliegen, und die hier Diisen-Riesen anbieten konnten. Es zeugt für den ausgezeichneten Ruf der Gesellschaft, für ihre geschickte Planung und Propaganda, wie auch für das technische Niveau sei-! nes Personals, wenn es El I Al trotz dieser Verspätung beim Einsatz der Düsenriei sen gelungen ist, nur den | Bruchteil eines Prozentes I vom Passagierverkehr auf j der Atlantik-Linie zu verlie. ] ren, der in den kommeni den Monaten zweifellos wie. | der eingeholt werden kann. | In diesem Jahr wird El i Al dank der neuen Boeing-! Flugzeuge 144.000 Passa- I gierplätze anbieten könen I und hofft tatsächlich die Zahl der im vergangenen I Jahr beförderten Reisenden ] (ca. 70.000) fast verdoppeln; zu können. Weiter ist El Al ) überzeugt, dass sein Ruf, verbunden mit dem Einsatz j der modernsten und bequemsten Flugzeuge, die 1 heute im Dienst sind, es crj lauben wird, wieder nahezu , drei Prozent der Gesamtzahl I der Passagiere über dem 1 Atlantik zu befördern. Auch glaubt die Gesellschaft neben einer weiter rationalisierten und intensivierten Ausnützung der anderen Linien durch die Britaimia- Flugzeuge noch neue Horizonte für ihre Farben eröffnen zu können. Nachdem der Amerika-Verkehr gänzlich von den Boeing besorgt werden wird, will El AI seine Britannia-Flugzeuge zur Eroberung neuer.Linien sen. den, wobei natürlich Afrika die besten Mögiichkeitten bieten wird. HEBREO SIN MAESTRO PO» AHARÓN ROÄÄN sf 1? saludo (lit. ‘P*2’) Qj1?# ken sha1-lam T n X*7 .7 ye nx ia a a-ni también i. .8 tu (m.) nnx gam a-tu T - 9. hu* .9 t« (f.) »s nx •Ua arn .10 qmén? hi mi?rrnra- 4 pnr "ix * T 1 ■ ’ "T T wITTi N'n - iprur nax di?P!X "B- .ntfa "ix »X*? - v * «rin ^x -?n#a naxv * -?ax -a- Jira ■’3X - •’ix - ■»a-?rmx -a- T ~ 'ix - «•JOT* S1K - tpnxj -ö- XVI Dlipnsr nag- ’’’IX T) ”1!pns7 nax T — T — - —; irTTn Mt t : —; ** .naftr ’•aj» ix*? .Drmx xvi ¡x1? - t 7 : — ’o- .nhVtp 'ix - ,rvn m nrix .ja -?...*ux ,ntfo xvi ,*?m xvr “ t T ijpnjp * ■fc — camt> w» tañida ia»|i« tu -tkm" 2 h —- üonft« a gamida ia»}«« es “Ais** Material de lectura en hebreo fácil con puntuación y también material para adelantadas, se puede solicitar a la Organización Hebrea en su país o dirigirse a: Brit Ivrit Olamii, P.O.B. 7111, Jerusalem, Israel, Publicado por el Brit Ivrit Olamit Hebraeisch ohne Lehrer Deutsche Uebersetzung zu Tafel 1 1) Grussform (wörtl. Friede) 2) ich 3) du (männl.) I 4) du (weibl.) 5) wer? 6' ja 7) nein 8) auch 9) er 10) sie Männernamen: Yitsjak, Moshe. Shlomo, Yosef, Avraham, Shmu'el Frauennamen: Shoshana, Warda, Rut DIE SEFARDISCHE AUSSPRACHE DES HEBRAEISCHER Die sefardische Aussprache unterscheidet sich von der döutsch-aschke. nasisenen in drei Lauten, und zw^ar wird das o als a, das au als o ausgesprochen und das tau (mit Punkt inmitten) oder ssaw (ohne Punkt) immer t. — In dem Wort taurossau — in aschkenasischer Aussprache — sind die drei Unterschiede enthalten, in se. fardischer Aussprache sagen wir torato Csein« Lehre).

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