Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1863 (24.3.1961)
- Date
- 1961-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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FRANQ JEO P/.GADC ç 8 “ * « ia Concesiva 908 t! C h 3? S < o Conosión 1629 TARIFA REDUCIDA MANA ISRAELITA Año XXII. BUENOS AIRES, VIERNES 24 DE MARZO DE 1961 No. 1863 EL EJEMPLAR! •n lod« la Rapublici. í| Buenos Aíras PUEYRREDON 2190 1» isq. T. E. 83 . 2613 C orgen algerischen Juden Der überwältigende Sieg de Gaulles bei der Volksabstimmung über Algerien, dessen Zukunft als mehr oder minder selbständiger Staat mit arabischer Selbstverwaltung gesichert erscheint, hat wohl die überwiegende Mehrheit des französischen Volkes mit Freude erfüllt, der algerischen Judenheit jedoch gewissermassen die Aufforderung überbracht. das Land, darinnen sie über 24 Jahre gelebt hat zu verlassen. Das nahe Marokko mit seiner Judenpoli. tik ist eine ernste Warnung. Die Vorboten meldeten sich schon früher in der Form von Zerstörung von Synagogen und Mord und Raub, Der erstarkte arabische Nationalismus nach der Façon Nassers duldet keine Juden. Und so heisst es. zum Wanderstab zu greifen. von Dr. YOMTOV Ll'DWIG BÀTO Juden in Algerien Schein den Islam an. zum viele Rockwell wieder in Haft New York. — Nach Demonstrationen seiner Anhänger vor einem Kino in 1 Boston wurde vor einigen ,den. Die pariser Kundge- Tagen der „Führer” der; bungen 1898 gegen den für , kleinen amerikanischen Na- Juden eigneten sich sehr geriens aber, den Franzopieyfus eintretenden Zola 1 zipartei, G. L. Rockwell, ersehnen die französische sen, Italienern und Spa_! hatten in der Hauptstadt Alneut verhaftet. Seine Gewanderten nach Spanien Sprache und Kultur an. niern. die. von Habgier ge-'Setiens einen legelrechten , folgsleute hatten gegen die und anderen Ländern aus. Nach längeren Kämpfen trieben, die Naturschätze j Pogrom zur Folge, zu dem Vorführung aes Filmes Mit dem Sturz der fanati-; setzte 1870 Adolphe Credes Landes skrupellos aus-! s>ch auch der französische ' Lxodus protestiert. Es sehen Almohaden in der mieux. der bekannte Führer beuteten, waren die Juden Ant.senntenfuhrer Drumond kam zu Krawallen in die zweiten Hälfte des 13. Jahrder französischen Judenheit,; als Konkurrenten im Handel; einfand. So gerieten die Juüber 2.000 Menschen verhunderts besserte sich wieder damals französischer geradezu verhasst. Die wirti den zwischen zwei Feuer, wickelt waien. (AWZ) der die Lage. Später kamen Justizminister war. ein De. sehaftliche Struktur der jüden Juden ass der onris en | _ Einwanderer — unter ih- : kret durch, wodurch den : dischen Bevölkerung Alge. 1 und den re igiosen Fanatisnen bedeutende Rabbiner — Juden die französische riens wies eine weitgehende mus “er Araoer.; sind 10.000 Juden aus Alge. aus Spanien und von den Staatsbürgerschaft verliehen Aehnlichkeit mit der osteu. j Nach der Niederlage! rien nach Israel eingewan- Balearischen Inseln, die die i wurde. Mit der Emanzipaj ropäischen Judenheit auf: Frankreichs in Jahre 1940 dert. Die Zahl der algerireligiösen und geistigen tion der Juden in Algerien einem Häuflein von Grossführte die Vichy-Regierung sehen Judenheit wird heute Führer stellten. ■ wurden jedoch die letzten kaufleuten. die sich mit Ein-; antisemitische Gesetze in; auf 150.000 Seelen (gegen- Als 1519 die Türken Alge. ' Reste ihrer nationalen Ge- :und Ausfuhr befassten, stand Algerien ein, hob die fran. über einer Gesamtbevölke. rien eroberten, besserte sich meinde-Autonomie vernicheine Mittelschicht von Kleinzösische Staatsbürgerschaft rung von etwa 10 Millionen» die Lage der Juden. Die tet. Das Gesetz hob die Juhändlern und Handwerkern i der Juden auf. und als in ' geschätzt. Juden wohnten damals in denheit als Nation auf. er- : und die grosse Masse der; den Jahren 1942 43 die deutbesonderen Vierteln der ein, kannte sie nur mehr als re. darbenden Lohnarbeiter gesehe Armee das Land be. -tun wesentnener¡leii wird zelnen Städte, zahlten eine 1 ligiöse Gemeinschaft an und genüber, deren Kulturni-' setzte, erging es den Juden *lcVerr!lcJ _ ^"Jjff ndC_-.,.S. besondere Steuer und mussbestimmte, dass ihre Rabbi- 1 veau den primitiven orien. sehr schlecht. Nach Beenditen eine eigene Tracht tra- , ner vom Zentralkonsistoritalischen Lebensverhältnis-| gung des Krieges wurde allgen. Kulturell fand eine ge- ' um in Paris ernannt werden sen entsprach. mählich der frühere Rechtswisse gegenseitige Beinflussollen j Die Dreyfus-Affäre wühlzustand wieder hei gestellt, sung der Juden und der Ara. j Bedauerlicherweise hörte te die antisemitischen Leij aber die immer stärker wer rael finden, andere werden nach Frankreich und nach Amerika auswandern. Jedenfalls wird aber der jüdische Staat bei der Evakuierung dieser uralten jüdi- Der Vizepräsident der ber statt, wobei die Juden mit der französischen Herrdenschaften der Massen dende arabisch . nationale Hi» auf 94 Zionistischen Organisation viele Gebräuche ihrer Nach, schaff der Judenhass in Al-1 nicht nur im französischen Bewegung reagierte sehr TahrhnnHPi-t» vniw T eiHÄn für Algerien richtete einen barn übernahmen. i gerien durchaus nicht auf. Mutterland, sondern auch m feindselig den Juden gegen-. Kä , »urückhliekf leidenschaftlichen Appell an ■ Ungeheure Hoffnungen Die Araber missgönnten den Algerien auf. Ja. hier trieüber, und seitdem den 25. Zionistenkongress, entfachte unter den Juden Juden das ihnen verliehene ben es die Judenfeinde noch ganz unter den Einfluss des eine giosse Rolle spiele^ in dem er um die sofortige die Eroberung Algeriens französische Bürgerrecht, viel arger. Es kam zu Auskanoer Diktators geiiet, enheit wollen nun Einleitung einer Hilfsaktion durch die Franzosen 1830 das sie über die Muselmaschreitungen gegen die Jusind Angriffe seitens del/auf dem Boden der Väter in bat. Er verstand es, den und der Tag des Sieges, der nen in eine Reihe mit den den. wobei Synagogen über. Rebel en aut die Juden gar einer glücklichen 7m Kongress zu beeindrucken u. Aw. wurde als besonde. Eroberern stellte. Der fallen und jüdische Hauser nicht mehr . . kunft enWegen<>ehen und begreif’ ch zu machen. rer Festtag festgesetzt. Die | christlichen Bevölkerung Al-. und Laden geplündert wur-1 Seit dem Befreiungskue0 ° ‘ dass die algerischen Juden : ______;- nach Israel kommen wollen, vorher jedoch die Sicherheti haben müssten, genauso heudziUrfe' und' auch fii Aussensteheftde war der Appell der algerischen Juden ein neuerlicher und tra gischer Beweis dafür überzeugender als alle Re ieti ( HiAuf »arfii Im i nager der Truppenbetreuurig nicht bieten können. I sind frohe Stunden mit einj heimischen Mädchen. Streu, i ge orientalische Sitten seiner Feidv-ecr icf zen hier Grenzen die auch v, holori« und kurvenreif hwk iiefve^Meierte Frauen ¡spitzer arabischer Keil tief | fen und in der Sinai-Wüste draufgängerische Soldaten v,el hüHen^nichts da«e^ h,'„11“! vom Brunnen »«■“<*• Hinter! m das Gebiet des Staates ¡ keine Abenteuer und keine 1 nicht überwinden können, j % ,. . - I outnant Hnlcni üa-r.» dem hochmütig einher- Israel eindringt. j militärischen Lorbeeren, | Die dänischen Soldaten des ' ' ss zlonii>tische j ,_4__ ‘V '; schreitenden Kamel pflügt j Während wir an den präsondern nur die nüchterne ‘ dritten Zuges brauchen iner ein weissgewandeter Bauer j sentierenden Posten vorbei- ¡ Routine des Postenschiebens i dessen nicht einmal das vpriurHct cpíhc Tn die ma§ere Erde mit dem fahren, erinnern wir uns an den öden Drill am Gewehr ¡ Fernglas zu Hilfe zu neh- •lionsfahVt nffenhan mit ^Iol/PEug. Aus einer flachen die kriegerischen Wirren, i — und die Langeweile. j men, wenn sie hübsche is- 1 Mulde treiben halbnackte , aUs denen die Internationa- _ Unter diesen Umständen realische Mädchen in Biki- Buben schreiend eine , ]e Polizeistreitmacht der ist es nicht verwunderlich,! nis bei der Feldarbeit beschwarze Ziegenherde ins Vereinten Nationen geboren wenn Henrich Olander, 21; obachten wollen. Feldwebel Dorf zurück. In der Ferne wurde. England und Frank. Jahre alt und Feldwebel im Olander sagt: „Zwei Kilozur Linken verlieren sich! reich waren im Ueberra-; dänischen Bataillon, die Ta-! meter jenseits der Grenze Bewegung noch immer eine j dal herunterstiege, wichtige und sehr wertvolle . der junge norwegische Of- Rolle zu spielen hat. J fizier Algerien — wie übrigens spekl die ganze nordafrikanische eil'em Training für das in- Küste — gehört zu den ältesten Ländern der jüdischen Diaspora, haben sich doch die ersten jüdischen Einwanderer dort bereics irn 4. Jahrhundert v. d. Z. niedergelassen. Nach dem Sturz des zweiten jüdischen Staates im Jahre 79 d. Z. Hat sieb die Zahl der Juden in Algerien noch weiter vermehrt. aber als später im römischen Reich das Christentum Staatsreligion wurde. erfuhren auch die Rechte der Juden im Lande eine starke Beschränkung. Unter der byzantinischen •. Herrschaft über Nordafrika : verschlechterte sich die Laternationale Geländcwageni rennen, das Soldaten ver- I schiedener Hautfarbe auf dieser Strecke mitunter im Kampf gegen die Langeweile veranstalten. „Ich wette“,. sagt Leutnant Holsoi. aL er seinen weissen Jeep mit SO Stundenkilometern brausen lässt, „ich wette, dass hier innerhalb von 24 Stunden die tollste Schiesserei im Gange wäre, wenn wir uns plötzlich zuriiekziehen würden“. Wenn HoNoi wir sagt, meint er die 5500 Soldaten lind Offiziere aus sielien Na. 1 tionen. die in der UNEF (United Xations Emergenj die grünen Aecker in der kah'en und bizarren Landschaft der Sanddünen. Im Osten ist der Xegew. Hinter einer Wegbiegung taucht plötzlich eine quadra. tische mit einer Zeltplane überdeckte Sandsaekbarrikae’e auf. Die blaue Fahne schungsangriif über Aegypge zählt, die ihn noch vom 1 gibt es ein militärisches ten hergefallen. Nassers , Ende seines Gaza-Dienstes i Ausbildungslager für israetrennen. Mit gezieltem ' Schwung treibt er die Holzkugel über die Hindernisse einer Minigolfanlage im Camp des dritten Dänen- Armee wurde von den Israelis auf der Sinai-Halbinsel zerschlagen. Da der Weltfrieden auf des Messers Schneide zu stehen schien, trat die Vollversammlung z.ugcs. Zwei Steinwürfe von der Vereinten Nationen zu hier entfernt versperrt ein mit dem Zeichen der Vereiner Hotsitzung zusammen ' Schlagbaum die¡ Strasse von und beschloss die Aufstelnach Asehkalon. lung einer internationalen! Die Abwechslungen Streitmacht, „um die Einder öde Dienstbetrieb Stellung der Feindseligkeiten zwischen Aegypten und Israel zu erreichen und zu ge der Juden. So befahlcy Forces) zusammengefasst Kaiser Justinian dem Statthalter Afrikas, alle Synago. gen ln Kirchen zu verwandeln und den Juden die Abhaltung von Gottesdiensten zu verbieten. Trotzdem gewann zu jener Zeit die jüdische Religion, nach Ucberlieferung arabischer Schrift, steller. viele Anhänger unter den Berberstämmen. Mit der Befestigung der mohammedanisch - arabischen Herrschaft in Algerien begann eine neue Pe riode der Unterdrückung, die so weit ging, dass der Ka’il' Abdul Mumin von al. sind. um an der ügytisch-is-! raelisc-ben Grenze, Wache i zu halten. Die steile Staubfahne, die! der dahinrasende Jeep hinter sich aufwirbelt, leuchtet rot im Licht der untergeben, den Sonne. Die Landschaft bietet ein Bild paradiesischen Friedens. Milder, winterlicher Regen hat die Lehmhügel im Westen mit einem Teppich zartgrüner Vegetation überzogen. Rosa Wolkengebirge stehen über einten Nationen wellt träge im Abendwind. Neben der Flagge steht einsam der UNEF- Beobachlungsposten. Den blauen Stahlhelm tief in die Stirn gepresst, präsentiert er mitten in dieser biblischen Landschaft den Ka rabiner Seitenge soi legt im Vorbeifahren gri'ssend die Hand an die Mütze. Er sagt: ..Die Posten sind telefonisch unterrichtet worden, dass ein Of. fizier vorbeikommt, damit sie rechtzeitig antreten.” die lische Mädchen. Am Nachmittag arbeiten sie auf den Feldern. Sie kommen bis auf wenige Schritte an unsere Postenstände heran und laden uns ein nach Tel Aviv zum Tanzen. Aber da ist die Grenze...“ Gerüchte wollen wissen, dass diese Grenze des Hasden -ses zwischen Arabern und UNEF-Soldate-n vorenthält, 1 Juden in manchen orientaliversucht eine umsichtige j sehen Nächten durch zärt- Fjihrung durch ..Truppen- ' liehe Beziehungen zwischen überwachen“. Das war am! betreuung“ zu bieten. Vom UNEF-Soldaten und israe. ___ __ 5. November 1956. genau 25 Schildkrötenrennen bis zum I lischen Mädchen überspielt :• mit aufgepflanztem 1 Minuten nach Mitternacht. \ Wochenendausflug zu den ' wird. Tatsache ist, dass im;ewthr. Leutnant Hol- Zehn Tage später, morgens Heiligen Stätten in Jerusa-' vorigen Jahr unternehum halb zehn Uhr. landeten lern gibt es kaum eine kurz- , mungslustige Soldaten drei die ersten UNEF-Truppen i weilige Idee, die den Ver. I israelische Mädchen im auf dem ägyptischen Wiigniigungsmanagern nicht j Postenwagen nach Gazastenflugplatz Abu Suweir: j eingefallen wäre. Aus den 1 Stadt eingeschmuggelt ha- 41 dänische Soldaten und alle sechs Monate stattfin- , ben. um mit ihnen in einer vier Offiziere. Sie trugen . denden Sportwettkämpfen J Villa am Strand eine Party blaue Stahlhelme und blaue gehen regelmässig die hartzu feiern. Aber noch vor Armbinden. trainierten und scharfgej Mitternacht, ehe das Fest Vier Jghre sind seither drillten Inder als Sieger he-r; seinen Höhepunkt erreichte. DIE ERSTEN BLAUHELME IN ABU! SUWEIR Leutnant Holsoi nennt die dem tiefblauen Mittelmeer. 1 Grenze kurz ADL: Armistice Weitverstreut an den schattigen Hängen ducken sich Demarcation Line, Waffen-! Stillstands - Demarkations- 1cm Juden unter Androhung die flachen Lebmbuden der der A’i-weisung den Ueber. Beduinendorfer. Bauchartige tritf zum Islam forderte. Tonkrüge elegant auf dem Damals nahmen sehr viele Kopf balancierend, kehren Linie. Sie verläuft etwa pa. I mat und in das zivile Berufsleben zurückgekehrt. „ , , , .. . Für die neuen UNEF-Soldarallel zur Mitfelmeerkuste | {erii d¡e ajje sechs bis zwölf und schhcsst den Gaza- ^[0tlate ausgewechselt wer- S*reifen ein, der wie ein derii gdj{. es jm Gaza Streivergangen Um die einst so vol’> die den blauen Turban vielbeachteten UNEF-Sol- | ,auch beim 100 Meter-Lauf datten ist es still geworden. n*cht ablegen. Der jüngste Die Veteranen von Abu Su- Schlager des Programms weir sind längst in ihre Hei.! war die Aufforderung: „Verlebt Weihnachten auf Insel Zypern'“ der umstellte ägyptische Militärpolizei das Haus und nahm die Mädchen gefangen. Ein ägyptisches Militärgericht verurteilte sie zu fünf Jahren Gefängnis. Die Mädchen sitzen noch heu- Das einzige, was die Ma- I te. Registro de la Propiedad Intelectual No. 656.635 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831