Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1857 (3.3.1961)
- Date
- 1961-03-03
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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tmamo jeü i/.xAui S £ 3? o» e < L Conc««icn 908 Coaosio» 1S2S TARIFA REDUCIDA MANA ISRAELITA Ano XXII. RUENOS AIRES, VIERNES 3 DE MARZO DE 1961 No. 1857 EL EJEMPLAi •n iodo la Rapublin 4, Bueno* Air*« PUEYRREDON 2190 1* isq. T. E. 93 . 2613 Im Mittelpunkt des Weltinteresses: Unruhiges Afrika B. B. S — Afrika, der schwarze Kontinent, bis vor kurzem noch vergessen und wenig beachtet. klassischer Erdteil des Kolonialismus, befindet sich in einer stürmischen Entwicklung. Zeitweise musste man den Eindruck gewinnen, als würden die Weltmächte alles daran setzen, um jede für sich, den ganzen Kontinent als ihre ureigene Einfluss-Sphäre zu gewinnen. Ein bewaffneter Konflikt drohte. In viele kleine Staaten geteilt. steht Afrika — von e-L : nigen Kolonialgebieten abgesehen — heute im Zei- * 1 chen der Freiheit. Die Vertreter der neuen Länder, deren Namen schwer zu be.! halten sind, erscheinen bei allen internationalen Konfe- | renzen und bilden bereits ei- ’ neu wichtigen ..Block'’ bei den UN. der allein schon! durch die Vielzahl seiner \ Stimmen von Gewicht ist. ' In wenigen Jahren hat sich das Bild einer Vollver- 1 Sammlung der Vereinten i Nationen völlig geändert.! Die ..Farbigen", bisher stets in der Minderzahl, erreichen allmählich die Mehr-! heit, jedenfalls nach dem i äusseren Eindruck, den der [ Besucher des gewaltigen ' UN-Gebäudes in New York gewinnt. Der Schritt in die Freiheit ist nicht allen dieser neuen Länder gut gelungen. Der Kongo liegt lm Bruderkrieg. , in welchem die verschiede. , nen Grossmächte eine unglückliche Rolle spielen, j Werden die UN die Ruhe : wiederherstellen, um neue Lebensbedingungen für jun. 1 ge Nationen zu schaffen? — Aber es gibt noch andere Gefahrenherde, die eine Bedrohung für den Weltfrieden darstellen, vor al'em Algier im Norden und die Südafrikanische Union im Süden des Kontinents. Noch sind die Wege nicht klar, die von der französischen Regierung beschriften werden, um einem blutigen Kampf ein Ende zu machen, der mit einer beispiellosen Grausamkeit geführt wird. Noch wissen wir nicht, ob die weisse Regierung Südafrikas von ihrer radikalen Unterdrückungspolitik ge. gen Schwarze und Inder abweichen und einen Kurs der Vermittlung einschlagen wird, um im letzten Augenblick den Ausbruch eines Aufstandes zu verhindern und damit eine Erhebung der schwarzen Massen des Landes zu vermeiden, die mit der Kraft einer Natur, katastrophe zu unübersehbaren Folgen führen kann. Freundschaftliche Verbin düngen mit den neuen Staa ten Afrikas anzubahnen, ist eine Aufgabe, die sich das kleine Israel selbst gestellt hat. Ueber dieses Thema wurde bereits viel geschrieben. Es dürfte eines der Ruhmesblätter einer jungen Nation sein, die Zusammenarbeit mit Völkern aufzu. r.ehmen. die am Beginn ihres eigenen staatlichen Lebens und Aufbaus stehen. Eifersüchtig verfolgt der Erzfeind Israels, der ägyptische Dikfator Nasser Melitta i Ceuta .Spun.: Y. ARAB. REP. /(SYRIEN) bOamrVjs TUNISIEN: ' ■> O l05L,0-JC! E Madeira Tort (0!«O VEREINIGTE ARABISCHE REPUBLIK 1951 Colomb- Beyar IF N; :Spon j Konansdit Inseln (Spo: X a T f t t h ) ms Vi* o Cisnetos MAURETANIEN Oluctóe» **■ b- *• KOUDAM i. 6a SENEGAL S C H A D H. I. 6» tamy IV't-Tl o 25. i. 60 0 J?kar IX IT.-G Am S IA 5.1. 60 FRANZ Sakatra Sethursf Arógoojj 50MALIIAND O IsrcoVo PORT.-GUINEA t. 1. 60 5.SSO'. G E R 10.60 GUINEA 1. 7. 60 o Mois Abeba ÄTHIOPIEN 1. Jahrtaasend y. (kr. E IF E N fisi'jao SIERRA-LEONE ZENTR.-AFRIK. REF. (UIANGI-SCHARI) 13.1.60 Soioi rodo No 1.1. 60 KÜSTE 77. 4. 61 ACCT O KAMERUN LIBERIA 77. 4. 60 7. i. 60: S Mogadiscio i$306.' FERNANDO F00 UGANDA 5- P:j‘ekt ) obi» K SPAN-GUINEA REPUBLIK s-or. î. : o» Aquator Sao Tora i (Pürt)ÄM ’.'b-eri!!# RUANDA- URUNDI DN-Tiouhafiigob 0 N G 0 30. 6. 60 (But. Kaionií) KONGO 15. L 60 Nairobi Branoii; o / —- - TANGANJIKA «nabháng ig 1961? Oúressdíam ü \*reuhondasbiet luluobourg Sansibar ó rrataU.i Niassaland Xtitanga Eliscbe C0M0RCK (fr!.) u 0RD-; AFRIKA 1961 snabhüngig« Lânder mmm ■mm RHODESIEN EM. Piotekf.}: Sal‘^? /MOZAMBIQUE Süd; (5nt. Proteid.) - rslbsiverr ■ XvN'.Y lane^orlve Gebiete, die bis Ende 1961 unabhängig werden WMmm SUOWEST-AFRIKA •hm Vbikerbandmandat taropa Ins. (frz.) MADAGASKAR ietschuanaland: Gebiete mit Ttiloutonomie Wmdhvk Äoitisduai 25. 6. 60 liN-tnuhondgea. Louienfo Maiguts obhängige Länder Dit Dal»« bezeichnen dee Tag bzw. da: Jahr der Unabhängigkeitserklärung. 0 500 1000 lern SÜDAFRIKANISCHE SWAZILAND (Bul. frotan. ¡SäSKsg Port flizobeth o Jnf. rrotekt.) mmm È&méi s FAZ ¿o*-» Stil» Möglichkeit hierzu bietet. Gerade jetzt hat er Erklärungen abgegeben, dass die neuen Länder Afrikas nicht auf Israel angewiesen seien und sich mit Aegypten verbünden sollten. Schon werden Verhandlungen mit der afrikanischen Republik Ma. ]i gemeldet, die den Zweck ägyptische Auf. für Mali zu leb vei folgen bauhilfe sten. Man kann hieraus ersehen. dass die Entwicklung Afrikas durchaus nicht nur aus allgemeinen politischen Gründen oder einem wachen Interesse für das Geschehen in unserer. Zeit bedeutsam ist, sondern auch uns als Juden unmittelbar betriflt. Haben doch diese freundschaftlichen Verbindungen Israels zu neuen afrikanischen Staaten eine grosse Chance eröffnet, aus der Umklammerung Israels durch die hasserfüllte Arabische Liga und die blindwütige Politik Nassers herauszugelangen. Noch sind alle Völker weit davon entfernt, sich gegen, seifig in einem friedlichen Wettstreit zu hellen. Die Hilfe ist ein Instrument der Politik geblieben, einer Politik. die nicht den Frieden sucht, sondern die Macht. — So ist Afrika ein Prüfstein geworden, eine Gefahr, aber auch eine Hoffnung. Die jungen afrikanischen Länder werden selbst ihr Wort zu sprechen haben, das, wie wir erwarten wollen. ein Wort des Friedens und der Volkerversöhnung sein wird. Nachrichten aus aller Welt i Aeltestes Stadttor Palaesthias London. — Das älteste bekannte Stadttor Palästinas ist in einem jetzt beendeten umfangreichen Grabungsunternehmen bei Tel el Farah am Westufer des Jordans nordöstlich von Nablus freigelegt worden. Wie der Direktor des transjordanischen Amtes für Altertiidie. I mer. Dr. Dajani, mitteilte. se Entwicklung und verstirbt. überall störend ein. 7i; r»iic:l w-n sir'li ihm die stand das Tor einst am Westrand der stark ummauerten Stadt Tirsa, die vor den waren. (AWZ 4.000—5.000 Jahren ihre ¡grösste Bedeutung hatte. I Zu den übrigen Funden aus dieser Stadt, die den Ausgräbern der französischen biblischen und archäologischen Schule von Jerusalem in Zusammenarbeit mit dem Palästina-Museum gelangen, gehören Häuser, Vorratsräume und Gräber mit reichen Beiga. ben. Unter den Fussböden wurden die Ueberreste mehrerer neugeborener Kinder freigelegt, die in besonderen Gefässen beigesetzt wor- A eu es Elektro nett geh i rn Jerusalem. — Eine elektronische Rechenmaschine, die die seismischen Messdaten der natürlichen Erdbeben von jenen unterscheiden kann, die bei Kernexplosionen gewonnen werden, soll jetzt in Israel gebaut werden. Das Gerät wird im Wcizmann-Institut in Rechowot konstruiert. In israelischen Fachkreisen erhofft man sich von dem neuen Elektronengehirn einen Beitrag zu den Bemühungen, ein internatio-; nales Abkommen über die lAeehtung von Atomexplosio. | nen zustande zu bringen. i IIiedersehen hi Israel Tel Aviv. — Während einer Rundfahrt 40 holländischer Touristen durch Israel ereigneten sich erschütternde Szenen des Wiedersehens mit früheren holländischen Juden, jetzigen Israelis, die in einigen Holländern ihre Lebensretter wiejderfanden. Bereits am Ha ’ fen hatten ein Hafenarbeiter und zwei Israelis, die sich zufällig am Hafen befanden. unter den Holländern ihre Retter entdeckt, worauf es dramatische Begriissungen gab. Der Höhepunkt ereignete sich im Kibbuz Dovrat bei Afule. >.o eine junge Gruppe aus Holland sich vor 12 Jahreangesiedelt hatte, von der manche die Menschen fanden, die sie seinerzeit vor der Gestapo versteckt gehalten hatten. Die Reise der Holländer, eine ausgesprochene Mittelstandstour, war in jeder Hinsicht ein Erfolg. (AWZ) Registro de la Propiedad Intelectual No 656.635 Impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia 831