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Jüdische Wochenschau · 1960-01-20 · 1846 (20.1.1960) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1846 (20.1.1960)
Date
1960-01-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Viernes, 20 de Enero de 1461 L A «S » 1 ‘ ISRAEL1TA A ».>Mr Xo. IM« 25 JAHRE KOLONIE AVIGDOR Salzburger Begleitmusik H. Sw.: — Die Kolonie Avigdor war viele Jahre hin-; durch Ausdruck des Aufbauwillens einer Gemeinschaft. I die aus ihrer Zertrümmerung neue, jüdische Kräfte ge-' schöpft hat. Am Jubiläum dieser Kolonie bringen wir unj sere herzlichen Glückwünsche ur.d unsere aufrechte Be- : wunderung für alles zum Ausdruck, was an positiven j und erfreulichen Leistungen von dieser Kolonie und ihj ren Menschen, unter der Leitung des Gemeindevorsitzenden Hermann Freudenstein, geleistet worden ist. j Der Wiederaufbau einer Existenz war für niemanden leicht, abgesehen von den wenigen, die sich durch Beziehungen oder einiges mitgebrachtes Geld leichter einl ordnen Konnten. Nur der zähe Wille zum Aufbau und die j Erkenntnis einer selbst gewählten Aufgabe gab der Ko-; lonie den Mut, die Energie und den unbeugsamen Wil-! len, aus dem Nichts etwas zu schaffen, ein ..Etwas”, das nicht nur zur Lebensgrundlage für den Kolonisten wur-1 de, sondern auch dem Lande, in dem wir leben, nützlich ' lll!i!''l!:''!!lllillllllllllllllllllllllllllllll!llllllllllllllllllllllllllll^ Die Frage des Bedarfes an Herrenoberbekleidung war in Deutschland Anlass zu einer grossen Yerbraueherunifrage. CARLTON gestatte* sich, diese Umfrage jvachzuahmen und wäre den Lesern dankbar, nachfolgenden Anschnitt ausgefülr und unfrankiert einzusender. an: j JARLTON — Ernst Koppel — Maipü 484, ler piso Zur Auffrischung meines Kleidervorrates benötige ich fiii' Herbst und Winter folgendes: i { In Jerusalem wurden ungen des p;edners ¡n Xahawar. und darüber »inaus — wie keine andere jüdische. t der Teilnahme des Au j riah vviil xom Schreiber T ~ ~ ~ .1- .* 4 - Mowl/,» in . ... hf »L, i ‘ »JA. lil CI Uff Leistung hier — dazu be:trug den jüdischen Namen in SKenministers Golda Meir der argentinischen Oeffentliclikeit zu ehren und ehren zu lassen. Immer, wenn die jüdische Kollektivität Argentiniens sieh auf ihre Leistungen fürs Land beruft dann bezieht sie sich als erstes auf ihre Kolonien, zu denen seit 25 Jahren auch Avigdor gehört. Das ist richtig ur.d wahr. Und den jüdischen Kolonien hat das argentinische Judentum in erster Linie seine Wertschätzung, seine Bedeutung und seinen Einfluss zu verdanken. Das sol. mit aller Deutlichkeit an dieser Stelle und an diesem Tage hervorgehoben werden. Die treue Begleiterin der jüdischen Siedlung auf dem ländlichen Boden Argentiniens ist die jüdische Presse, die sich in einer recht ähnlichen Lage befindet und neben der jüdischen Kolonisation die andere grosse Säule ist. auf der das argentinische Judentum ruht, und der es sein Ansehen verdankt. Heute will man das mitunter nicht recht wahrhaben, weil die Menschen, die wirklich die Zusammenhänge kennen, meist nicht mehr da sind, und die Ep’gonen der Gründer nur ihre schönen Häuser. nicht aber die echte Pionierarbeit sehen. Das kann des Finanzministers Eschkoi und hoher Beamter beider Ministerien Bespredieser Zeilen bestätigt werden kann, der den Vortrag dort gehört hat, und wurde •, on Herrn Lueth auf seiner chungen mit dem Präsiden- , Pressekonferenz wahrten der Zionistischen Orga-1 scbeinlieh wiederholt _ nisation. Dr. Nachum Gold-; und mjf jgecht. Dagegen hat mann, aufgenommen, dei j er eg vermieden, wie ebensieh kürzlich in Wien um £aljs bekund vverden kann di‘> lange überfällige Rege- , zu behaupten, was ihm im lung individueller Wiederzweiten soeben zitierten Satz gi.tmachungs - Forderungen I unterstellt wurde. Nun aber von Juden, iru“eJ' ln j fuhr das ..Salzburger Volks- Oesterreich gelebt hatten, | jQigtt“ fortbemüht hat. Bekanntlich! ' läuft seit geraumer Zeit: ’^n Qesteneicher werd,rüber eine Kontroverse otri ff verschmerzen was u f i cor Hamourger Senator ofauch zwischen dei oster* f Bestreben reurhischen uno der westj verzapft? difi ßutter vo£ deutsche g gseinem eigenen Kopf weg- Als sich der in hiesigen i zubringen. Es rundet nur aber nicht die Wahrheit und die historische Entwicklung I preisen seit Jahren bestens | ¡e'in’"’ Charakterbild, wenn verdecken. Und die Wahrheit ist: die Kolonisation und! b‘ekannte Hamburger Se- | eL. dem deutschen Volk ei nats-Direktor Erich Lueth vor einiger Zeit wieder als die jüdische Presse sind die Grundlagen des Lebens der Juden in Argentinien. Dies gilt wie für alle Sektoren auch riir unsere ..deutsch-jüdische1’ Kollektivität, auch1 ¿frn gesehener Gast in Iswenn die Führung der Gemeinden in unserem Sektor | faej aufhielt. grifi er in diebisher weder die Bedeutung der Kolonisation, ausser in! Auseinandersetzung ein,; einigen Redensarten, noch die Bedeutung der jüdischen i nachdem er von berufener Presse erkannt und verstanden hat. AS MASSKLEIDUSG. Stras er.anzug: ‘ mitteischwer . leicht . schwer . Abendanzug: blau / dunkelgrau . vor? Smoking . importiert Frack ... national .. Mantel: Ulster .. Ueberzieher . Raglan . Gabardinmantel . Welche Stoffe ziehen Sie ne Kollektivschuld anlastet von der sieh dieser schäbige Schlaumeier durch parterreakrobatische Kunststücke zu befreien versucht.“ So wird ein Mann mit Dreck beworfen, der wie anlassung eine herbe Kritik an unserer Gemeinschaft1 u°n'~Ppaicrmieshehörden i wenige in Deutschland seit ZU Üben, wenn die Gerne,noen und Organisationen in den j ,llfm * gemacht wor-lvi(len Jahren als Gründer - aotmeiksam gemacht ^01 , ARtjon jFriede mit Israel“ und lange Zeit hindurch auch als Mitbegründer im Vorstand der Hamburger „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ alles daran Seite auf die Verschlep- Deswegen gibt das Jubiläum von Avigdor auch Verj , sstaktik der Österreich!- Städten mehr Verständnis für Avigdor — und die andej war in einem Vortrag, j ren landwirtschaftliche. Ansiedlungen — bewiesen hät-: d,,r er jn N.ahariah hielt-, ten. wäre die Abwanderung nicht «o stark gewesen. Nur \ und auf einer Pressekonfedas zenri-aleuropäiscN' Ccmile des KKL. eigentlich zu! renz in Haifa forderte er ‘ ’ " ’ " - “ zuständigen Wiener die Amtsstellen auf. ihren stets; dieser Aufgabe garnicht berufen, hat eine Zeitlang mit : Erfolg diese Lücke in der Kulturarbeit ausgefüllt, nachjdem die ACIBA leider ihre Tätigkeit für die Kolonien 'eingestellt hatte. Hier läge aber eine Verpflichtung, die! nicht einem Comité und auch nicht einer Organisation! unseres Sektors zufällt und sei sie selbst wie die ACIBA _ ¡die grösste, sondern allen, einer Dachorganisation, die | £'ufths fanden durch Zei-! d was er insbesondere an 'zu schaffen unser Sektor leider noch nicht fähig war. | tungsberichte ihren Weg ln j ,,rerem jüdischen Volk Ohne jede wirkungsvolle Unterstützung durch die \ dje Oeffentlichkeit. 1 Organisationen und Gemeinden unserer Kollektivität hat j j)arauf sajsich das unbefriedigenden und unveri *'**— - bindlichen Versprechungen j go^tzt hat. wiedergutzumaendiieh die Tat folgen zu 1 ^'c.n, was der „Herr aus lassen. Diese- Erklärungen I Bi^unau , seinerzeit m ■ - j-u I Deutschland angerichtet. FERTIG KLEID LSG: Strassenanzug einreihig (2 Knöpfe 2 oder 1). , zweireihig . sich Avigdor entwickelt. Die Kolonie ist zwar kleiner geworden. als sie war. und niemand kann sagen, was die Zukunft ihr oder uns bringen wird. Wenn aber die Kolo- ,.Salzburger Volksblatt“ veranlasst folgendes zu nie heute 25 Jahre alt wird, dann waren es 25 Jahre; kommentieren. Snortanzug . Raglan dunkel oder Abendanzug . sportlich . Flanellhose . Regenmantel . Sportsakko ■. Regenmantel mit Wollfutter . Gabardinmantel . Ulster . Ueberzieher . Autocoat Wünschen Sie persönliche Beratung zu Hause . im Büro . Wünschen Sie Anproben zu Haus« . im Büro . Dürfen wie Sie bei uns erwarten? . W ann benötigen Sie Ihre Kleidung? .. Zahlen Sie bai? .••• W ünschen Sie die Eröffnung eines Bckieidungskontos? . ... , 6 Monat« Wünschen Sie Zahlungserleichterungen auf Monate Dürfen wir uns mit Ihnen in persönlichen Kontakt bringen? . der schwersten körperlichen und geistigen Arbeit, der höchst2n menschlichen Anstrengungen, auf einem neuen Boden sesshaft zu werden und trotz aller Fremde das Alte, das Hergebrachte, die Tradition, das Judentum, das Juclesein mitzubringen und so fest einzupflanzen, dass es für alle Generationen erhalten bleibt. Zum Juoiläum entbieten wir der Kolonie und jedem einzelnen ihrer Siedler unseren brüderlichen Gruss, unsere Anerkennung und unsere Sympathie für eine in unserer Gemeinschaft einmalige Leistung. Mögen die nächsten Jahre Euch, den Siedlern, Erfolg bringen und jenes persönliche Glück, das ihr Euch durch Eure Arbeit und Euren Willen zum begonnenen Werk verdient habt. ..Er... erklärte die hervorragende Rolle, die Oesterreic-her bei dem Blutbild an den Juden Oesterverbrochen hat. Uns Juden interessiert mehr als der Versuch, persönlich zu verunglimpfen, die Frage, was das „Salzburger Volksblatt“ dazu vei anlasst hat. Leider ist die Antwort eindeutig — es geht alles natürlich’ um den ,DURCHAUS WILLKOMMEN" Düsseldorf. — ..Die Zeit i te für sinnvoll halte, vorerst fü, einen Jugendaustausch | noch keine Jugendlichen Vornad Zuname ÜJi.asse . Wohnort .. Telefon . /riestellt bei . ¿elbsh'i'.TIä . Rentner. -BITTE AUrtjfJELLEN UND EINSENDEN!- Hinter jedem Kleidungsstück steht — mit seinem Keennen und seiner Zuverlaessigkeit die Leistung des grossen Fachgeschaeftes Grosse Auswahl in HEMDEIS fuer die Herren und ihre ßoehne iJartion zwischen Israel und der Bundesrepublik oder für einen Besuch israelischer Jugend in der Bundesrepublik ist noch nicht reif. Dennoch sind deutsche Jugendgruppen in Israel durchaus willkommen.” Dies stellte Walter Posth, der Vorsitzende des Landesrings Nordrhein- Westfalen, als Ergebnis einer zwölftägigen Studierei- -e des geschäftsführenden Ausschusses des Landesju. nach Deutschland zu sehikken. (AWZ) Jugend zum Eichmann-Prtzesi Bonn. — Jugengruppen aus der Bundesrepublik sind in Israel willkommen, um als Beobachter am Eichmann-Prozess jeweils einige Wochen teilzunebmen. Diese Einladung hat der Vizepräreichs gespielt haben, könne-j schnöden Mammon, das den nicht abgeleugnet werden.... t Juden Oesterreichs geraub- Die österreichische Regiete Gut, das jene Leute berung habe von Westhalten wollen, statt es ih- Deutschland Millionen von ( Opfern zurückzugeben. Dollar für Wiedergutma- ■ ~ ’ chungsleistungen an die Opfer des Nationalsozialismus erhalten, das Geld sei jedoch nicht zu dem 7weck verwende«, worden, zu dem es gegeben wurde.“ Was im ei sten hier zi; j rer Eigenschaft als Vorsittierten Satz ausgeführt zender der New Yorker wird, entsprach in der Tat j „Claims Conference” versinngemäss den Erklärun- ' handelt hat. Hoffen wir, dass das „Salzburger Volksblatt“ nicht repräsentativ für die hoffentlich ihrer Verantwortung bewussten österreichischen F.egierungskreise ist, mit denen Dr. Goldmann in seigendringes durch Israel I sident des Deutschen Gefest. Nach seiner Rückkehr sagte Posth in Düsseldorf, die 19köpfige Delegation habe auf ihrer Reise bewusst vermieden, Kontakte mit offiziellen Stellen aufzunehmen. Inoffizielle Begegnungen mit dem Leiter der Deutschland - Abteilung im israelischen Aussenministerium und Gespräche mit Redakteuren der linksgerichteten Zeitung „Radak” hätten erkennen lassen, dass man es auf israelischer Sei- Maipü 484 I Mai pu 982 31-7845 T. E. 31-0357 Foto Kasjer AVDA. J. B. Justo 4363 T. E. 59 - 9105 FUER ALLE FESTLICHKEITEN meindetages, der Marler Bürgermeister Rolf Heiland, als „offiziöse Anregung” israelischer Behörden nach der Rückkehr aus Tel Aviv der Bundesregierung übermittelt. (AWZ) Geschäftliche Mitteilung Vob 5. bis 9. März 1961 findet in Frankfurt die führende Muster - Messe für Konsumgüter und Artikel des täglichen Bedarfs statt. 22 Industriezweige — mit mehr als 3.000 Ausstellern aus Deutschland und dem Ausland sind dort vertreten. Dieses unvergleichlich vielseitige Angebot der Konsum- und Gebrauchsgüterwirtschaft, lockt Käufer aus allen Kontinenten und vermittelt Konvakte mit wichtigen internationalen Geschäftspartnern. Alle weiteren Auskünfte durch die Deutsch-Argentinische Han- Am 26. Januar 1961 feiert s. G. w. unsere liebe Mutter und Grossmutter, Frau HELENE DAVIDSOHN *eb. PERLEBERG in voller geistiger Frische ihren 8«. GEBURTSTAG. Empfang am gleichen Tage von 17 bis 19 Uhr bei Meyerheim, Florida 527, 4. St. Buenos Aires. LÜACB (Kalender) Fi'eitac, den 20. Januar 3. Schwat Sonnabend, den 21. Januar 4. Schwat Parschat BO 2. B. M. XIII — XIII 16 Haftara Yirmeyahu XLVI 13 — 28 5. Schwat Sonntag, den 22. Januar Montag, den 23. Januar Dienstag, den 24. Januar Mittwoch, den 25. Januar Donnerstag, den 26. Januar Freitag, den 27. Januar Sonnabend, den 28. Januar Schabbat SCHIRA Parschat BESCHALACH 2. B. M. XJJ1 17 Haftara Richter IV 4 — V 31 Sonntag, den 29. Januar Montag, den 30. Januar Dienstag, den 31. Januar 6. Schwat 7. Schwat 8. Schwat 9. Schwat 10. Schwat 11. Schwat - XVII 16 12. Schwat 13. Schwat 14. Schwat Mittwoch, den 1. Februar 15 Schwat Chamiscba assar bischvvat — Neujahrsfest der Bäume Donnerstag, den 2. Februar 16. Schwat Freitag, den 3. Februar 17. Schwat

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