Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-09-21 · 1814 (21.9.1960) · p. Seite 21

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1814 (21.9.1960)
Date
1960-09-21
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611853--0752-9611874
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Miércoles. 11 de Septiembre de I860 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI — No. 1814 — 21 Israels Hilfe für Afrika Die Annahme einer antij ICO STIPENDIEN israelischen Resolution bei TUER KONGO der Konferenz der unabhänpinanzminister Eschkol. g^en ataaten Afrikas m Ad- I Rahmen seiner Westdis Abeba hatte zwar Ent- , afrika.Reise den neuen Kontäuschung beim israelischen , at besuchte> hatte für Aussenministenum hervor- Qebiet ein Geschenk gerufen, doch die Regierung * .t bracht: Israel will war der Auffassung, dass die , mj aus Kongo 100 Hilfsarbeit in Afrika fortgeie® gewähren. Dieses setzt werden muss. Sachkenam besten, wie ner sind überzeugt, dass es Israel seine Aufgabe gegensich hier um ^.in® über den afrikanischen Staation auf lange Sicht handelt aulfasst; Es wiU ihnen wfrd'^äJtrauen und das bei ihm aufgespeicherte Schlagworte, die noch aus der Kolonialzeit stammen, müssen langsam iiberwun. den werden, und dann werden sicn auch politische Erlöse einstellen. Zur Ueberwindung des Misstrauens ist eines notwendig: Die israelische Hilfe muss sich grundsätzlich von den Masnahmen zur Wirtschaftsförderung in der Kolonialzeit unterscheiden. Israel kann auch nicht ver- ' Wissen vermitteln und seine Erfahrungen für den Aufbau zur Verfügung stellen. vermeiden, dass es immer die einheimischen Regierungen an Gesellschaften beteiligt. Ein Vertreter der Gesellschaft „Dizeiigoff-Schifffahrt” bekräftigte gerade kürzlich, dass die Gesellschaft immer in Zusammenarbeit mit Regierungen oder Wirtschaftskrisen des betreffender. Landes Vorgehen wolle, um nicht als „fremder Ausbeuter“ aufzutreten. Dieses Prinzip befolgen auch zwei andere grosse Gesellschaften, die in Westafrika tätig sind.. die Gesellschaft für Auslandsarbeiten der Solei Bone und die Wasser- Ausser der Einladung an bau.Geseilschaft. Studenten aus Afrika zum Studium nach Israel, schickt der Staat Sachverständ ge nach Afrika, zum Teil in Zusammenarbeit mit den UN. Gerade jetzt wurde ein und anderen staaten Landwirtschafts _ Fachmann _...... „„ , v.at Die S'üei Bone-Gesellschaft hat viele grosse Arbeiten, wie Strassenbau, Bau von Hotels und von ganzen Wohnvierteln in Ghana, Li allgemeinen nur etwas über 5 %> zufrieden gibt. Die Gesellschaft er öffnete Vorratshallen in den westafrika. nischen Gebieten und unterhält dort ständig Warenlager im Werte von etwa 100.000 Dollar. Die wichtigsten Artikel, die verkauft werden, sind Zement, Baumaterial, Kaiser-Frazer. Autos, Kühlschränke und elektrische Artikel. Dazu kommen Konserven, Textilien und weitere Konsumgüter. Die Regierung stellte Dizengoff-Westafrika einer Kredit von 2.5 Millionen IL zur Verfügung durch den sie ihre Vorratshallen und Lager sowie ein Verteilungssystem aufbauen konnte. Unter anderem wer- Grundsteinlegung in S. Miguel Unter einem strahlenden das jüdische Volk auf sei- Friihlingshimmel, in Anwe- |nem Wege begleitet hat und senheit der Rabbiner Dr. Blum, Harf und Dr. Rosenberg. fast aller Präsidenten und vieler Vorstandsmitglieder der Gemeinden und Organisationen sowie zahlreicher Gäste, welche der Einladung des „Hilfsvereins“ gefolgt waren, fand am vergangenen Sonntag auf dem schönen Parkgelände von San Miguel die Grundsteinlegung des Gebäudes statt, das einen Mittelpunkt kulihm zu allen Zeiten War. nung, Mahnung und Aufrichtung erteili hat. Als die Geretteten, die Ueberle-enden der grössten jüdisc. en Katastrophe in das gastl ehe Argentinien kamen, nahen sie die Erinnerung an die früheren nationalen und geistigen Leistungen mi gebracht, und das „Lied“ von Moscheh rabenu wurde m ihnen abermals lebenaig. Der Hilfsverein krönte seine turellen und religiösen Lej historische Leistung durch bens bilden soll. Nachdem J dieses Werk, das wir heute die argentinische und is-J feiern, das keinem Luxusoeraelische Nationalhymne verklungen waren, ergriff der Präsident der Asociación! Filantrópica Israelita, Ing. den die Waren durch eine diirfnis entspringt, sonjern echtem jüdisenen Lebenswillen. Mit einem Appell an künftige allgemeine bessere Koordinierung jüdischer Ge- Fuertn. das Wort, um so grosse genossenschaftliche |woh. au dieses Ereignis ais | samt-Auigaben una mit dem Organisation in Ghana (die auch auf den 20. Jahrestag dankerfüllten „Scnehechejoder Errmhtung des Alters über 50 Geschäfte verfügt) weiter verkauft. Die Gesell- Lanawuisaiaua _ r awmwiu. , ... „i« v,at weuer vmauu. nach Ghana entsandt, nach-! "me* die ’ eir‘neimischen |schaft cul alles, um Waren dem vorher ein Regierungs. herangezogen i y°n guter Qualität zu hearzt Plane für das Gesund- | nur in ihrem Auftrag j*™ die afrikanischen suchen ‘ „mit HUfe grosser | heitswesen in diesem Staate gearbeitet Die Geseiischaft Abnehmer gut zu bedienen Geldsummen Einfluss auf ausgearbeitet hatte, die afrikanischen Länder zu I Auch sowelt es sich nehmen, denn es hat das Geld gar nicht, und die Erfahrungen der Vereinigten Staaten zeigen zur Genüge, dass das Hinwerfen von Geld noch längst keine Sym pathien schafft. Unseren Freunden und Bekannten wünschen wir EIN GLUECKLICHES NEUES JAHR Elias Teichner und Frau Amenabar 3465 SIS H —i-innnfwannnnnnri/ um wirtschaftliche Massnahmen handelt, versucht Israel alles. um Erinnerungen an die Kolonialzeit zu vermeiden. Die Kolonialmächte hatten sehr oft grossen Firmen die Möglichkeit zur Betätigung in Kolonialgebieten gegeben, und gerade diese Handelsgesellschaften (obwohl sie nicht selten wertvolle Arbeit heimes hinzuweisen, der in diese Tage fällt In schlichten Worten gab der Redner einen Ueberblick über das bisher Geschaffene, das ganz allmählich gewachsen sei. Entgegen manchen Befürchtungen habe sich hier iüdi scher Gemeinschaftssinn hat zeitweise 4000 Afrikaner j Israel beabsichtigt seine beschäftigt, denen etwa 30 j wirtschaftüchen Verbindun- Israelis 'als Fachleute) ge- ¡gen mit Westafrika wesentgenüberstanden. Die Leiter lieh zu erweitern: Eine groswunderbar“ ^«^7^ und der Gesellschaft waren im- : se Ausstellung soll in Ghaj mer darauf aus einheimi-! na, Liberia, in Sierra Leone, sehe Fachkräfte auszubilden ’ in Nigeria und anderen Län- und keine Kluft zwischen ' dern gezeigt werden und den Ausländern und den den neuen Staaten einen Ue. Einheimischen zu lassen. Die Wasserbaugesellschaft .Vered“, die von S. Iron geberblick über Israels Leistungsfähigkeit geben. „Echte Partnerschaft und leisteten) wurden zum Stein ¡leitet wird,"ist eir e Neugrünvöllige Gleichberechtigung des Anstosses. Die eingebodüng. Nachdem verschiedene renen Politiker warfen den Gruppen Wasserbau-Arbeiausländischen Firmen Aus- | beutung vor und rechneten! sich aus, dass die Direktoten durchgefiihrt hatten, beschloss das Aussenmin'sterium, iiesen Aufgaben-Kom- — ist die Parole unter der wir unsere Hilfsarbeit in Afrika betreiben, und wir hoffen die neuen Länder von der Aufrichtigkeit unseres Wollens überzeugen zu können“ — so fasste ein führeni ren und Aktionäre der Geplex einer Zentral-Gesell- ' Seilschaften auf Kosten des schaff zu übertragen. Land- .! Kolonia.gebie'es grosse Pro- | wirtschaftsminister Dayan der Mann aus iRegierung» fite einsteckten. iwies darauf hin, dass sein J 1"*~ ‘ t | Eine solche Konstellation 'Ministerium und die Wasserj versuchte Israel dadurch zu Verwaltung (Minhal hama. --- jim) über die meisten in Allen Freunden und Bekannten wünschen ein herzliches Ruth G. de Hautemann Esteban Hautemann Amenabar 2432, Dep. 9. -......—-Frage kommenden Sachverständigen verfügen. Daraufj hin einigten sich die zu- | ständigen Behörden dahin, | dass die Gesellschaft für Wasserbau - Arbeiten dem I Landwirtschafts-Ministerium I unterstehen, jedoch allge-! meine Richtlinien vom Ausj senministerium erhalten solle. Die Gesellsch ft arbeitet! jetzt in 10 Ländern Asiens B 318 kreisen die Politik Israels gegenüber den Entwicklungsländern zusammen, und nach diesen Grundsätzen soll die ArbeP in Afrika betrieben werden. man müsse nun an die Verwirklichung eines seit langem gehegten Planes gehen, nämlich, den religiösen und geistigen Notwendigkeiten nu” schDss Rabb. Harf seine tiefempfundenen Worte. Feierlich wurde alsdann die Kapsel mit der Gründungsurkunde in den Grund, stein .-.‘ingelassen. Hierauf wurde den Gästen ein „Ehrenweir.“ serviert. Zuvor hatte noch Dr. Loewe im Namen aller Insassen d.eses schönen Heimes herzl.che Worte des Dankes an die Leitung und alle Mitarbeiter gerichtet, die aus einer „Schicksals . Gemeinschaft“ eine .Leber sgemeinschaft” innerhalb der Gemeinschaft; z-u schaffen verstanden hat- Rechnung zu tragen. Indem j ten. Alle Teilnehmer dieser der „Hilfsverein“ auf den ¡Feierstunde hatten das humanen Ideen des unverj Empfinden, dass hier in eingesslichen AdoUo Hirsch .facher äusserer Form einer weiter aufgebaut habe, grossen jüdischer, Idee Auskonnte er etwas vollbringen, druck verliehen worden und was der gesamten Kollekti- Mas jüdische Leben im allgevität zugute kommt und den meinen bereichert worden höchsten jüdischen Idealen war. dient. und Afrikas, und ihre Um- DAVID NEUBERGER SEGUROS GENERALES SARMIENTO 309 T, E. 32-5331/8 i 2 n 2 n n a i id Ein glückliches, gesundes und erfolgreiches 12 n 2 n n m za n 2 w *5 wünschen allen Freunden und Bekannten BERNARDO HOLLÄNDER und Frau Avda. Felix Uriburu 1364 H 307 —k~^i—i-nnrynniuuuui.u^i. ELFRENTE JUVENIL JUDIO SUD - AMERICANO J.N.D.A. CENTRA Vidal 2957 Invitamos a todos los jóvenes a asistir a los servicios religiosos que se realizarán con motive de las fiestas de Rosh Hashaná e Iom Kipur en sus respectivas comunidades y les desea un feliz año nuevo i nnnn naus m ty? E 314 '******* *^**“^^-~~‘'*-riiyrrwiiuLiiruinjTjiji. Sätze für I960 übersteigen | die 10 Millionen - Dollar- | grenze. | Aehnliche Umsätze will auch d.e Gesellschaft Dizengoff-Westafrika erreichen, j die den Handel mit diesen j Gebieten zu fördern hat. Im; letzten Jahre natten ihre Umsätze fünf Millionen Dollar betragen (darunter etwa drei Millionen für Importwaren aus Israel); in diesem Jahr hofft die Gesellschaft auf 10 M ilionen Dollar zu kommen Sie steht in scharfer Kokurtenz mit anderen ausländischen Gesellschaften, und sie kann nur preiswürdig sein, indem sie sich mit sehr geringen Gewinnen (im Zu wenig Mittel London. — Die von Grossbritannien angeregte Weltflüchtlingsjahr - Kampagne zur Aufbringung von Geldmitteln für die Arbeit des ¡UN . Flüchtlingskommissars hat ihr Ziel nicht erreicht. Wie der Kommissar, Dr. Lindt, in seinem Jahresbericht mitteilte, wurden für sein Programm in diesem Jahre — ohne die Arbeit in Nordafrika — etwa über sechs Millionen Dollar (rund 25 Millionen DM) bereitgegestellt. Weiherede des Rabb. Hanns Harf In seiner Festansprache erinnerte Rabb. Harf an den am Tage zuvor in unseren | Synagogen verlesenen er- ( greifenden Abschiedsgesang unseres Lehrers Mose, der i Familie Jakob Reich wünscht allen Verwandten und Freunden ein gutes neues Jahr. Liniers 495. E 309 Man hatte gehofft, dass die Geldmittel zwölf Millionen Dollar erreichen würden. Unter die Zuständigkeit des UN - Fiiichtlingskommissars fallen gegenwärtig 1.4 Mil- Ionen Flüchtlinge. Darüber hinaus sollen noch 200.000 Fliichtl nge aus Algerien, die in Tunesien und Marokko leben, betreut werden. — (AyVZ) ♦ Montag, den 3. Oktober im Teatro Odeon < das meislumslrillene Werk von J. P. SARTRE 1 .„Bei geschlossenen Türen64. Regie: GERT HAUCKE und als amerikanische Erstaufführung „AUFRUHR“ von HEINZ PETER BRUNEGG Regie: JACQUES ARNDT Eintrittskarten an der Theaterkasse: Esmeralda 367, Tel. 45-3591, werktags von 10—12 und von 15—20 Uhr n " 2 Die BARMIZWA unseres Sohnes MIGUEL findet s. G. w. am Schabbat Schuwa um 9 Uhr in der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, statt. Rabbiner Hanns Harf und Frau Suse geh. Hallenstein Empfang Sonntag, den 25. September, von 16 bis 19 Uhr im Gemeindehaus Arcos 2319. ******** ********** -... - H^-wMywwwirvwwwuwimviniwwvwwmmwwjmj ENRIQUE BRAUN und Frau IRMA geb. GOLDSCHMIDT danken auf diesem Wege allen für die anlässlich der Barmitzwa ihres Sohnes M I C K Y WEIL erwiesenen Aufmerksamkeiten und wünschen allen Verwandten, Freunden und Bekannten i 2 n 2 n n 21 ta' m? Für die uns zu unserer GOLDENEN HOCHZEIT so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir allen Verwandten und Bekannten herzlichst und wünschen gleichzeitig 12 n 2 n n 2 1 ta m tsr? Melian 3680 JULIUS STEIN und FRAU ROSA, geo. FUERTH --^nnnnnAIW--n-nrr(nj1Jui

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.