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Jüdische Wochenschau · 1960-09-21 · 1814 (21.9.1960) · p. Seite 17

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1814 (21.9.1960)
Date
1960-09-21
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German, Spanish
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Miércoles. 21 d» Sepliombr« d« I960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Afio XXI. — No. 1814 — 17 PUEYRREDON 21901. St. Israel im Spiegel seiner Briefmarken Zum 12. Unabhängigkeitstag hat die israelische Postverwaltung zwei Briefmarken herausgegeben, die Blumen tragen. Es ist eine schöne Sitte, zu Geburtstagen Blumen zu schenken. Schon zum 11. Jahrestag hatte die Israel-Post drei Marken mit Blumen ausgegeben (Nos. 151-152-153, wobei die Nummer, wie auch im folgenden, dem Katalog von Yvert entnommen sind). Die wichtigsten Ereignisse in den zwölf Jahren des Bestehens Israels sind durch Briefmarken ausgedrückt, und die israelische philatelische Chronik kann zur gleichen Zeit als Geschichtsübersicht dienen. Die ersten Marken, die nach dem 14. Mai 1948 herausgegeben wurden, trugen nur die Aufschrift Doar Ivri, d. h. „jüdische Post“ (Nos. 1—9). Das Wort „Israel“ erscheint erst auf den im September des gleichen Jahres herausgegebenen Marken (Nos. 10—14). Die folgende schöne Marke (No. 15) zeigte die blau-weisse Fahne. Im Februar 1949 erschien eine Jerusalem gewidmete Marke (No. 16) und legte Zeugnis von dem festen Willen des Volkes ab, seine Traditionelle Hauptstadt zu besitzen. Die Marken 18 bis 2o waren den Streitkräften zu Land, auf dem Meer und in der Luft gewidmet. Die Abzeichen der Hagana, dem Kern der Armee, sind auf den Marken 116 bis 118 zu sehen, während die Nummer 84 die von den Fallschirmspringern gespielte Rolle feiert. Unzählig sind die Dörfer Und Kibbuzim, die an der Verteidigung des Landes teil hatten. Die Briefmarken Pctach Tikwa (Nr. 17), Merha. na (Nr. 161), Dagania (Nr. 162) und Jessod Hamaala (Nr. 160) -wurden zur Erinnerung an das 50jährigfi Bestehen dieser Orte herausgegeben. DIE GRUENDER DES STAATES Die israelischen Briefmarken haben dazu beigetragen, die Gründer des Staates zu ehren. Wir verweisen auf die Nummern 49 und 78, die Theodor Herzl darstellen. Eine soeben herausgegebene Marke zeigt das berühmte Bild Herzls auf der Rhein. . brücke. Die Marken 62 und 63 tragen das Bild von Prof. Chaim Weizmann, dem ersten Präsidenten des Staates Israel. DER AUFBAU DES LANDES Der Keren Kajemet hat den Boden Israels erschlossen. Zur Feier seines 50jährigen Bestehens wurden die .Marken (Nr. 46—48) herausgegeben, die einen von einem Pferd gezogenen Pflug und einen Traktor zeigen. Die ersten landwirtschaftlichen Kolonien wurden von Baron Edmond de Rothschild gegründet, dem die Marke Nr. 82 gewidmet ist. In Ri. chon le Zion und Sichren Jaakow hatte der B-aron moderne Kellereien einrichten lassen, in denen die israelischen Weine gekeltert wurden, die Weltruf erlangt haben. Der Weinbau wird durch eine Sondermarke (Nr. 79) gefeiert, auf der man zwei Arbeiter sieht, die mit grosser Mühe eine Weinrebe tragen. Die zu Rosch Haschonu 5719 (1958) und 5720 (1959) herausgegebenen Marken stellen d:e im 5. Buch Mo. ses erwähnten Früchte dar ist (A 18). Tel Aviv, dks 1909 von einer Gruppe von 300 Einwohnern (Nr. 36) gegründet wurde, zählte an seinem 50jährigen Jubiläum 400.000 Einwohner (Nr. 151). Keine Stadt der Welt hat in einer so kurzen Zeit einen derartigen Aufschwung ergebt. Der Einwanderung der Jugend ist die Serie Nr. 86—91 zu Ehren der Jugend- Alija gewidmet, die kürzlieh ihr 25jähriges Bestehen feierte, und die 30.000 iüdivor einem Schiff zu sehen ist, und durch Nr. 87, wo ein junger Jemenit ein Flugzeug besteigt, das ihn aus Aden holen gekommen ist. DIE EINGLIEDERUNG DER EINWANDERER Im Weltflüchtlingsjahr hat Israel am vergangenen 7. April zwei Briefmarken herausgegeben, die seinen eigenen Beitrag auf diesem Gebiet symbolisieren. Das gewählte Thema ist die NACHRICHTEN AUS ISRAEL ’j oso vnn» fHH II u &G Dédié à l 'Exposition PhiLitéiùpie Nationale <• TA VIV» I960 L' timbre-poste représente un courrier postal juif, d après une gravure sur cuivre, éditée à Prague en 174/. *a*ajv trin njiiunl uiipio mn*3 *31 mi,v im nmn lun « juin .N'spn nnui ihidi osnnui nuiim Am 9. Okiober erscheint nicht nur eine Gedenkmarke anlässlich der Eröffnung der philatelistischen Ausstellung in Tel Aviv, sondern auch dieser GEDENKBLOCK, der nur während der Ausstellung ausgegeben wird. Das Motiv der beiden Ausgaben stellt den alten jüdischen Postreiter in Prag dar (alte Gravuere). (VIII, 8), nämlich W'eizen, Gerste, Weintrauben, Feigenbaum, Granatäpfel, Oliven und Datteln. Die Mariae Nr. 111 trägt die goldene Frucht der Jaffa-Orange und wurde gelegentlich des in Israel ab. gehaltenen Internationalen Ackerbau-Kongresses herausgegeben. Die Marke 61 der Serie „Frohe Feste" zeigt Haselnüsse. DIE SAMMLUNG DER ZERSTREUTEN Zum 70. Jahrestag der Biluim, der ersten Pioniere des Zionismus, ist die Marke Nr. 64 erschienen. Die 1950 erschienene Marke Nr. 29 symbolisiert die Einwanderung im allgemeinen; auf ihr steht man ein Schiff, das sich der Küste nähert, und einen stehenden jungen Pionier, der die Arme aus. streckt. Die Masseneinwanderung der letzten zwölf Jahre, die die jüdische Bevölkerung von 600.000 auf über 2 Millionen erhöht hat, hatte die Entwicklung aller Städte und die Gründung neuer Städte zur Folge. Die Briefmarken "zeigen die Etappen dieser Entwicklung: Jerusalem (Nr. 16, 68 und A 14) Haifa (A 7 und 8), Tiberias (A 17), Safed (70 und A 18), Aschkalon, der neue Mittelmeerhafen (A 19), Elat endlich, das erst 10 Jahre alt sehe Jugendliche aus der europäischen Katastrophe errettet hat. Da die heutigen (Bürger Israel die Nachkommen der biblischen zwölf Stämme sind, so hat Israel eine Markenserie herausgegeben, (97 bis 108), von der eine jede Briefmarke das Emblem eines der zwölf Stämme aus der Bibel trägt. Auch die Wüste wurde wieder besiedelt. Die Negew-Marke Nr 35 zeigt nur Kamele. Aber die Marke Nr. 71 feiert „die Eroberung der Wüste" gelegentlich der Ausstellung, die in Israel stattfand. Die Marke A 12 zeigt den berühmten Löwenfelsen. DIE VERKEHRSMITTEL Israels Handelsmarine hat in diesen 12 Jahren einen aussergewöhnlichen Aufschwung genommen. Die Marke Nr. 135 würdigt ihre Rolle bei der geheimen Einwanderung und zeigt ein Segelschiff. Die Nummer 137 zeigt die „Zion”, eines der modernsten Schiffe. Der Lufttransport ist nicht weniger bedeutend. Die Marke Nr. 156 trägt ein Flugzeug der El Al. Die Rolle der Verkehrsmittel bei der Einwanderung wird durch Nr. 86 unterstrichen, auf der ein junger Einwanderer Einwanderung und Eingliederung der jemenitischen Jud.en. Eine Marke erinnert an die Aktion „Fliegender Teppich”, d. i. die Operation, bei der durch Skymaster-Apparate 30.000 Juden aus dem Jemen von Aden nach Israel transportiert wurden. Die andere zeigt eine jemenitische Familie, die „unter ihrem Weinstock und ihrem Feigenbaum lebt (Micha 4,4). LITERATUR, WISSEN_ SCHAFT UND KUENSTE Die Wiedergeburt des Hebräischen als lebende Sprache und im alltäglichen Ge. brauch war das mächtigste Instrument für die Eingliederung der Neuankömmlinge und die Schaffung des Volkes. Israel hat eine Marke (Nr. 163) dem Pionier des modernen Hebräisch, Eliezer Ben Jehuda, zur 100. Wiederkehr seines Geburtstages gewidmet. Der Dichter Bialik erhielt seine Marke (Nr. 156) im Jahre 1959, und der jiddische Schriftsteller Scholem Alechem wurde anlässlich seiner Hundertjahrfeier in. der gleichen Weise geehrt. Die Briefmarke mit dem Bild des Maimonides (Nr. 66) wurde 1952 herausgegeben, als der Internationale Kongress über die Geschichte der Wissenschaft in Israel stattfand. Der Rolle Einsteins in der Entwicklung der Universität (die selbst auf Nr. 31 dargestellt ist) wurde durch die Marke Ni. 110 gedacht, die sein Bild und gleichzeitig die berühmte Relativitäts-For. i mel trägt. Zu den Zehnjahresfeiern wurde eine Ausstellung der Künste und Wissenschaften in Israel zu Jerusalem veranstaltet, für | die eine Marke herausgege. I ben wurde Nr. 139). , Die Fassale des Bezalel- Museums (Nr. 120) versinnbildlicht die israelische Cunst (Nr. 120). Der Musik sind zwei Briefmarkenserien (ewidmet (Nr. 92—95 und 113—115). Der internationale Harfen-Wettbewerb der 1959 in Jerusalem stattfand, bot Gelegenheit zur Ausgabe einer Marke, auf der die Har fe des Königs David abgebildet ’st (Nr. 195). JUGEND UND SPORT Der Sport ist im Leben der israelischen Jugend von grosser Bedeutung Die Margen 34, 67 und 133 zeigen seine verschiedenen Aspekte (Makkabiaden). Gelegentlich des Kongresses der jüdischen Weltjugend, der in Israel zu den Zehnjahresfeiern abgehalten wurde, ist die Marke Nr. 140 ausgegeben worden. FREMDENVERKEHR Der Briefmarkenverkauf j bildet für Israel eine Devi- | senquelle. Eine andere wichj tige Einnahmequelle ist der Fremdenverkehr, und die Marke trägt durch die Re-! produKtion der schönsten Landscnaften (Luftpostmarken Nr. 9'17), der wichtigsten historischen Punkte und der heiligen Stätten aller Konfessionen zu seiner Förderung bei. INNERE ANGELEGENHEITEN Gewisse Einzelheiten der Stadtverwaltung gaben Anlass zu Emissionen, so der Umzug der Postbehörde aus ihrem alten kleinen Haus (Nr. 80) in ein modernes grosses Gebäude (Nr. 81), die Fortschritte auf dem Gebiet des Telefon- und Telegrafenwesens (Nr. 146 bis 149), die Umwandlung der alten Einteilung des Pfundes (Pruta) in Agora. Bei dieser Gelegenheit wurde eine neue Serie (Nr. 164 bis 173) anstelle der alten Marken gedruckt, die die alten Münzen aus biblischer Zeit (21 bis 26, 37 bis 42 und 72 bis 75) zeigten. Der Magen David Adom, der in Israel dem Roten Kreuz entspricht, hat Anlass zu der Marke Nr. 96 gegeben. INTERNATIONALE EREIGNISSE Im Jahre 1952 fand in Haifa eine nationale Briefmarken-Ausstellung statt. Aus diesem Anlass erschienen die Marken A 7 und 8. Eine zweite, diesmal internationaib •»vui'.faii'.nhA Ausstellung VERSUCHSWEHrr. EXPORT „Tnuwa“ — _ue gr ise landwirtschaftliche Verkaufs-Kooperative — hat j vor kurzem dei ersten Auftrag für die 'Lieferung von 30 Tonnen „Galil” - K^.se, Sorte Roquef'.rt. nach USA bekommen. Weitere Aufträge sind in Aussient gesteht worden, wenn du. Sendung in gutem Zustand ankommt. ¡EXPORT NACH AFRIKA Im Rahmen des Hancelsabkommens zwischen £ rank, j reich una Israel für das Janr j 1960, das im Januar d.eses | Jahres in Jerusalem ur.ter-; schrieben worden ist, teiiien | die französischen Behöiaen Exportquoten israelischer Produkte Ländern der französischen Hoheitsgebiete :n Afrika zu. Die Auftei.ung der Quoten ermögiicnt Israel, in diese Länder Auios, Zement, elektrische Eisschränke, Kühlanlagen, Zitrussäfte und -Sirup, chemische Produkte, Salz, Rasiermesser, Schuhe Reiss . erschlösse, usw. zu exgo-t.eren * 4 ERDNUSSOEL *' Eine Sendung von 500 Tonnen Erdnussöl im Wert von 165.000 Dol.ar, von der „Schemen“ _ Fabrik Haifa hergestellt, ging nach Hol. land und nach Deutschland ab. Die Ausfuhr der ^Schemen“-Fabrik beläuft sich von Anfang 1960 bis heute auf 450.000 Dollar. KARTOFFELN 500 Tonnen Kartoffeln wurden nach Schweden ausgeführt. Somit beläuft sich die Ausfuhr von Kartoffeln in dieser Saison (seit Januar) auf 3.585 Tonnen, hauptsächlich nach England. wurde 1957 in Tel Aviv veranstaltet. Damals erschienen 4 dreieckige Marken, die zusammengesetzt ein Viereck ergeben (Nr. 124—127). Zu internationalen Ereignissen hat die israelische Postverwaltung im Jahre 1954 zwei Marken, Nr. 27 und 28, ausgegeben, die unter die U.P.V.-Marken fallen. Zur Feier des zehnten Jahrestages der Annahme der Charter der Menschenrechte durch die UN hat Israel sei. nerseits eine Marke über die Menscnenrechte emittiert, die die Nummer 145 trägt. Israel hat den Geist des Friedens, von dem es erfüllt ist, durch seine Marken, besonders durch seine Flugpostmarken, unter Beweis gestellt, denn dort ist die Friedenstaube dargestellt (Nr. 51 bis 60 — A 1/6). Israel hat bei verschiedenen Gelegenheiten seinen Nachbarn den Olivenzweig dargeboten, und es erwartet vertrauensvoll die Erfüllung des Prophetenwortes: ..Die Völker werden ihre Schwer, ter zu Pflugscharen umschmelzen und kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und Briik derlichkeit wird unter den Völkern herrschen.” ”•

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