Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1753 (12.2.1960)
- Date
- 1960-02-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Año XXI. — No. 1753 — 5 I S R SEM Viorne», 12 de Febrero d« Neue Horizonte der Luftfahrt Niemand, nirgends in der ganzen Welt, hebt heutzutage noch den Kopf, wenn das Dröhnen eines Kolbenflugzeuges, oder selbst das Heulen der modernen Düsenflugzeuge mit Windeseile über ihn hinzieht. Seitdem Orville Wright, vor genau 56 Jahren zum ersten Mal, mit seiner Aeroplan genannten Rappelkiste, für einige Meter den Boden verliess, hat das Flugzeug sich nicht nur als das beste, angenehmste, schnellste und alles in allem gesehen billigste Transportmittel erwiesen, sondern es hat auch der menschlichen Geographie neue Horizonte eröffnet und die moderne Zivilisation bis in die entferntesten Winkel der Erdkugel getragen. Ca. 10.000 Flugzeuge fliegen Tag und Nacht auf den Flugplätzen der ganzen Welt an und ab. Allein die grössten 12 internationalen Luftfahrtgesellschaften haben im vergangenen Jahr über 20 Millionen Passagiere über eine Distanz von 500 Millionen Meilen, d. h. 2.000 Mal die Distanz von der Erde zum Mond, befördert. SCHNELLER, HOEHER, BEQUEMER UND BILLIGER Durch ein Vierteljahrhundert wuchs die Geschwindigkeit der Flugzeuge ununterbrochen um durchschnittlich 8 Meilen jährlich, bis jetzt das moderne Düsenflugzeug eine gänzlich neue Periode der Luftfahrt einweiht und immer mehr die Maschinen mit Kolbenantrieb verdrängt. Durch die neuen Flug-Maschinen wurde die Stipendien der Claims Conference für das Studienjahr 1960/1961 Nach eingegangener Mitteilung beginnt — entsprechend dem siebenten Jahresprogramm — die Verteilung der internationalen Stipendien für das Studienjahr 1960/61 durch die Claims Conference. Die Verteilung erfolgt an jüdische Opfer des Nationalsozialismus, die zur Ausübung des jüdischen Lehrerberufs, zu wissenschaftlichen Arbeiten auf jüdischem j; Restaurant »Paso Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259$ Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE ^*'****VVV*VVW**VW»WWWWWWVWWWWWVWWW\ hotelTacIFSS' Río Ceballos Sierras de Córdoba;; * Casilla Correo 34 Inh. LEO KAHN * Auskünfte: 70-7018 Bevor die „Sabena” 1924 begann, ihre Fluglinie wie feine unsichtbare Ketten über die unerforschten und undurchdringbaren riesigen Urwälder des Belgischen Kongos zu legen, konnte die Zivilisation nur im Schnekkentempo, parallel zum Kongo-Fluss, in dieses Gebiet Vordringen. Heute fliegt die ,,Sabena-’ über 30 Flugplätze im Kongo an, und zugleich wurde dieses Gebiet mitten im rückständigsten Teil Afrikas ein modernes, hochentwickeltes, reiches Land. Aldous Huxley behauptete einmal, die gesamte menschliche Aktivität bestehe ausschliesslich im Transport von Materialien von einem Ort zu einem zweiten. Welche enormen Resultate und Fortschritte eine solche Aktivität jedoch mit sich bringen kann, wurde nirgends und von niemandem besser bewiesen als durch die ,,Sabena” in Belgisch- Kongo. DIE ZUKUNFT GEHOERT DEM HUBSCHRAUBER Es ist kein Zufall, dass gerade die ..Sabena” auch auf einem anderen Gebiet der Luftfahrt jetzt bahnbrechend wirkt und allen änderen Luftfahrtgesellschaften na” eine Flotte von Maschinen aller Grössen vom DC3 bis zum DC7 (und in Kürze den Weg weist. Wie alle internationalen Fluggesellschaften besitzt die „Sabeauch schon Düsen - Riesen Boeing 707), die in die ganze Welt die Botschaft des belgischen Könnens, der Gastfreundschaft und des Dienstes bringen. Neben diesen,,klassischen” Maschinen hat jedoch die „Sabena” seit einigen Jahren zum ersten Mal eine Flugmaschine zum Ziviltransport eingesetzt, die bisher nur für militärische Ziele, hohe Persönlichkeiten oder andere Sonderaufgaben benutzt wur den: den Hubschrauber. Das zeitgemäss übereinstimmende Anwachsen des Flugwesens und der grossen Bevölkerungszentren der Welt hat die ständig grösser werdenden Flugplätze immer weiter an die Peripherien der Städte verdrängt. Es entstand so langsam die paradoxe Lage, dass der Flug z. B. von Brüssel nach Orly (Paris) schneller zurückgelegt werden konnte als die folgende Autofahrt von Orly zum Zentrum der Lichterstadt. Zugleich verschwand mit den Riesen-Flugzeugen das Romantische und Lebenslustige am Flug. Der Flugpassagier schwebt in einer Höhe von mehreren tausend Metern in Ruhe über den Wolken fern von der Erde und ohne die Schönheiten der Landschaft aus der Luft bewundern zu können, was ein einzigartiges Erlebnis darstellen könnte. Der Helikopter hingegen unterbricht nie den Kontakt zwischen dem Fluggast und den Schönheiten der Landschaft. Ein Flug per Hubschrauber zwischen Brüssel und Paris z. B. (wo man mitten in der Erde praktisch um 40 Prozent kleiner. Es gibt heute auf der ganzen Welt keinen Ort mehr, der sich in einer Entfernung von mehr als einem Tag vom nächsten Düsen-Flugplatz befindet. Zugleich wurden die Flugzeuge bequemer, fliegen höher und ruhiger und wurden ständig grösser, bis sie wie die neuen Boeing 707 jetzt 165 Passagiere in allem Komfort aufnehmen können. Grössere und schnellere Flugzeuge bedeuten billigere Flüge und gewonnene Zeit für die Gesellschaft und für den Reisenden zugleich. DIE SOZIALE FUNKTION DES FLUGZEUGS Das Flugzeug ist aber nicht nur ein profitbringendes Transportmittel, sondern spielte in den letzten Jahrzehnten eine immer wichtigere Rolle bei der Erschliessung von öden und unerforschten Gebieten. In Israel z. B. wäre die Erschliessung und Entwicklung Elats und des Süden ohne den Lufttransport, der anfangs die einzige Verbindung zum „Norden” war, nicht möglich oder zumindest wesentlich langsamer gewesen. Ein noch eindeutigeres Beispiel von der Bedeutung und sozialwirtschaftlichen Funktion des Flugzeuges wird von der belgischen Luftfahrtgesellschaft „Sabena"’ gegeben, die seit ihrem ersten Kurzstrecken-Flug im Jahre 1923 mit ihrer Million Passagiere im vergangenen Jahr heute eine der führenden internationalen Luftfahrtgesellschaften geworden ist. Gebiet und jüdischer Kunst, Literatur und Soziologie befähigt sind. Im letzten Jahr kamen 178 Stipendien zur Verteilung, die sieh auf $ 115.000 belaufen und zwar in Oesterreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien. Schweden, Schweiz, England, Jugoslawien, Nordamerika, Kanada, Argentinien, Brasilien, Uruguay, Australien und Südafrika. Israel - Marken SER<,8S,M,iUKFNhMiT «/M1,ERERBLOCKS - MARKEN MIT PLATTEN NUM. i “ KOMPLETTE BOGEN «plancha», _ VOLL. STAENDI t& SAMMLUNGfcN - WERTVOLLE AUSGABEN - EHSTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUF.NSWUERD1GE BERATUNG Alfonso MOR1TZSON Guanacache 2351, dep. 2 MS- CABILDO .. Stadt neben der Place Balard abgesetzt wird) ist ein unvergessliches Erlebnis. Bisher hat die „Sabena” als einzige zivile Luftfahrtgesellschaft die Vorteile des Hubscraubers erkannt, aus dieser Erkenntnis die logischen Konsequenzen gezogen und einen regelmässigen Hubschrauber - Verkehr geschaffen. Im September 1953 stieg der erste Sikorsky-Helikopter mit den Farben der „Sabena” auf dem eigens eingerichteten „Heliport de l’Allee Verte” auf, wo genau 118 Jahre vorher der Erfinder der Dampflokomotive George Stevenson im ersten Eisenbahnzug Platz genommen hatte. Nur wenige Monate vergingen, bis sich erwies, dass die „Sabena” die Anziehungskraft des Helikopter-Dienstes richtig eingeschätzt hatte. Der einzige Flugplatz der Welt im Zentrum einer Grosstadt, l'Allee Verte, musste immer mehr ausgebaut werden, bis er heute zu den modernsten und geschmackvollsten Aerodromen der Welt gehört. Hier können stündlich 24 Hubschrauber aufsteigen oder landen, und obwohl der Sikorsky S 58 der „Sabena” nur 12 Passagiere befördert, hat der belgische Helikopter- Dienst bisher über eine viertel Million Passagiere nach 12 Städten in Belgien, Frankreich, Holland, Luxemburg und Deutschland transportiert. Für den Fluggast aus Israel, der mit der „Sabena” (über Athen und Wien) nach Brüssel kommt, stehen Hubschrauber - Verbindungen nach Stuttgart, Köln, Bonn, Düsseldorf, Paris, etc. bereit, und selbst für den erprobten Luftreisenden bietet der Helikopter-Flug noch ein neues, einzigartiges Erlebnis. Die Helikopter-Flüge werfen keine Profite ab, haben aber der „Sabena” ein Prestige eingebracht, das von den grossen internationalen Gesellschaften beneidet wird und haben u. a. englische ENTWICKLUNG DES NEGEW Tel Aviv. _ Ein Fünfjah- .sehen und sozialen Gesiehtsresplan zur Entwicklung des Negew sieht eine Vergrösserung der Bevölkerung dieses Landstriches um das Fünffache vor, so dass hier einmal 100.000 Menschen wohnen werden, Zur Durchführung dieses Planes sind rund 900 Millionen Israel-Pfund nötig. In den letzten fünf Jahren wurden vom Staat im südlichen Negew allein 200 Millionen IL investiert. Der neue Fünfjahresplan beruht auf vier Grundkonzeptionen: Im Negew sind die Naturschätze des Landes konzentriert; er bildet eine Landbrücke zwischen dem Indischen Ozean und dem Mittelmeer; es bestehen günstige Bedingungen für den Fremdenverkehr im Winter, und die Besiedlung des Negew ist vom politipunkt aus unerlässlich. Die Regierung und die Jewish Agency werden ,rn Rahmen des Planes 550 Millionen I'L aufzubringen naben, während der Res’, aus den Reserve- und Amortisationsfonds beschafft werden soll, die sich bei den sogenannten Entwicklungsbctr.eben und anderen Unternehmungen anzusammeln beginnen. Der Bruttogewinn dieser Enwicklungs _ Betriebe dürfte sich bis Jahresande auf zusammen 40 Millionen IL belaufen. Sie alle, einschliesslich der Kupferwerke von Timna. werden noch in diesem Jahr voll rentabel werden und aus ihren Einnahmen die laufenden Betriebsausgaben und zum Teil auch eine Dividende ausschiitten können. (AWZ) JUEDISCHE GEMEINDE IN ALASKA Alaska, der 49. Staat der Vereinigten Staaten, hat vor einiger Zeit in Anchorage mit der Gründung der Gemeinde Beth Schalom seine erste jüdische Gemeinschaft bekommen. Die Juden Kanadas und der USA freuten sich über diese durch einen geistigen Führer, der kein Rabbiner ist, vollzogene Gründung einer kleinen Gemeinde im hohen Norden, der sie durch Uebersendung einer Sefer Tora und anderer Kultartikel ihre Hilfe zu kommen liessen. Die Gemeinde hat sich vernünftigerweise keiner der verschiedenen jüdischen Richtungen angeschlossen, um eine Zerplitterung der wenigen Kräfte zu vermeiden. Eine der ersten Pflichten sah die Gemeinde in det Schaffung einer Religions- und französische Gesellschaf, ten angespornt, das belgische Beispiel nachzuahmen, während jetzt auch in Israel der Ansatz für einen zivilen Helikopter-Dienst geschaffen wurde. schule. Bisher gingen die Kinder in eine unter der Leitung der in Anchorage Regenden Luftstreitkräfte gegründeten Sonntagsschrie, in der der jüdische Unterricht von dem einzigen dort stationierten jüdischen Armeegeistlichen erteilt wurde. Da militärische Notwendigkeiten hie und da einen längeren Ausfall des Unterrichts hervorrufen, hat die Gemeinde ihre eigenen Unterrichtsklassen geschaffen, die ihrerseits auch den Kindern aller Militärs und der militärischen Hilfskräfte offenstehen. Verstreut i-m weiten Lande, in unzugänglichen (regenden, leben noch einige jüdische Familien, die von der Gemeinde unter ihre Fittiche genommen wurden und hie und da, besonders zu Peisach mit koscheren Lebensmitteln versehen werden. Ein Mitglied des Vorstandes der Gemeinde von Arvohorage, der Kaufmann A. H. Romick, wurde kürzlich Ln das Staatskabinett al# Handelssekretär berufen. 2KEREÍ1KAYEHETH cn o :d GÛ , .:i'v' Ä’,V **'r v ' A'Sät* - * . »r X. o I DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL