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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-07-31 · 31 (31.7.1896) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
31 (31.7.1896)
Date
1896-07-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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; parasch mi^arke hazzibur », 7, 11, wa einwenden, daraus stützend ivnides oder Karo im TchnlchM Mer lecbol hattorah als Mohel ,em<4 wogegen eine mir un- Zulässigkeit eines mumer ten soll, so sei dem gegenüber em s'L in jeder Beziehung er «Bergl. Chulin p. h\ 13»), n darf, ist eine unangesochtem j und Schulchan Aruch das.; l n&"> sein. Wer gar keine; 'Ott glaubt, verliert eben des- ■ religiösen Mt zu vollziehen. I nnerung des Schulchan Aruch j :§ wichtigen Aktes beherzigt j dem besten und srömmsten; en. Diese Erinnerung rührt;j : aus Wien (1250) her. i Mb. Dr. Aschkanaze. \ 'ine Zeitung des Judentums';en des Berliner Gemeindelerbeansstellung einen Artikel , die sich um die Ausstellung j sttaben: vier, namhaft macht.; e hervorragendsten Leistungen verständlich; daß aber das err Geheimrat Goldberger meinen Zeitung des Judennur ein Zusall - B de» sein wird. nn Nr. 31. Jahrgang V. er n e Berlin, 31. Juli 1896. Nebst einer wissenschaftlichen Beilage „Ieschurun". Redakteur: R. Lev in. Bezugspreis vierteljährlich: Verlag: Siegfried Cronbach, Berlin W. 57. Eren und frei! Deutschland u. Oesterreich-Ungarn Mk. 2,00. Telephon: * alle andern Länder Mk. 2,50. Redaktion VII, 4236. * Expedition VI, 796. Post-Zeitungsliste Nr. 108. Die „Wochenschrift" erscheint an jedem Freitag mindestens 20 Seiten (2Va Bogen-, der „Ieschurun" Mitte und Ende jeden Monats mindestens 4 Seiten (ff, Bogen) stark. Zu beziehen durch die Post (Zeitungsliste pro 1890 Nr. 108) oder unsere Expedition. Inhalt: Die Messiasidee iin 36 gw.elo. I. Von Dr. S. Bernfeld. — Der Ehasen. l. — Der numerische Niedergang des Judentums. Von Bernhard Traubenberg. — Wochen-Chronik: Der „Scheiterhaufen-Brief". — Jüdische Stiftungen. — Frau Dr. Lieber. — Paulus Meyer. — Das sinkende antisemitische Schiff. — Wieder kein Jude. — Der Jud' Nietzsche. — Das Argentinische Hilfswerk. — Russische Juden in Amerika. — Wiffenschaft und Litteratur: Das „Westfälische Gebetbuch". — Israel in Egypten. — Das Buch der Bücher. — Die aegensinnigen Wörter im Alt- und Neuhebräischen. — Feuilleton: Briefe aus Krähwinkel. V. — Der Fortschritt. Von S. Horowitz. (Fortsetzung.) — Epigramme und Sentenzen. — „Kauft nicht bei Juden". -- Eine Jüdin als Wachtmeister in den Freiheitskriegen 1813/14. — Hier und dort. — Aus dem Leserkreise. — Kalender. — Anzeigen. Die Wesüllsi-ee fin de siede. Tiere: Wir kochen breite Bettelsuppen. Mephistopheles: Da habt ihr ein groß Publikum. (Faust, erster Teil.) I. In dem kleinen, seichten See, der unser öffentliches Leben darstellt, hat es in den letzten Tagen ein niedliches Stürmchen gegeben. Herr Theodor Herzl, ein Journalist von Rang, hat vor einigen Monaten eine Broschüre, „Der Judenstaat", veröffentlicht, die gar keine neuen Gedanken, nicht einmal einen rechten Schwung auszuweisen hat, aber nichtsdestoweniger in dem engeren Kreise, der sich mit dieser Frage beschäftigt, wegen der Person des Verfassers Aufsehen erregen mußte. Nachdem jene Broschüre veröffentlicht war, unternahm es Herr- Theodor Herzl, persönlich für seine Vorschläge in den großen Zentren Europas zu agitieren, wiederum mit dem Erfolge, daß dabei ein großes Geräusch entstanden ist, ohne daß von eineili praktischen Erfolge die Rede sein könnte. Mag man sich nun zu dieser Erscheinung stellen, rvie man ivill, jedenfalls ivird man sie gewissenhaft registrieren müssen; ein künftiges Geschlecht wird die Glossen dazu machen und dabei eigenartige Betrachtungen über die Armseligkeit unserer Zeit anstellen. Es wird mir nicht einsallen, Herrn Theodor Herzl deshalb zu tadeln, weil er erst jetzt das Judentum entdeckt und Anzeigen werden mit 85 Pfg. für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Bei Wiederholungen oder größeren Aufträgen tritt eine Preisermäßigung ein. Alle Annoncen-Expeditionen sowie unsere Expedition nehmen Anzeigen für dieses Blatt entgegen. sich mit dessen Zukunft zu beschäftigen begonnen hat. Meine, freilich unmaßgebliche Meinung ist es zwar, daß nur derjenige sich mir der Zukunst des jüdischen Stammes beschäftigen darf — ich meine in dem Maße, öffentlich aufzutreten und neue Bahnen vorzuzecchnen —, ivelcher die Vergangenheit Israels in allen ihren Einzelheiten kennt, dem das jüdische Schrifttum, dieses großartige Monument des schaffenden Genius Israels, nach allen Seiten hin bekannt ist. Nichtsdestoweniger weiß ich, wie wenig man mit solchen Ansichten in unserem Zeitalter durchdringen kann. Ein Blick auf unser Gemeindeleben, aus unsere öffentlichen Zustände, auf unsere Lehrer und Leiter wird uns belehren, ivie ivenig Vernunft dazu gehört, um die Judenheit zu regieren. Hingegen muß ich an Herrn Herzl den Mut loben, mit dem er aufgetreten ist. Wenn wir aufrichtig sein wollen, so müssen wir zugestehen, daß sich bisher mit solchen Fragen zu beschäftigen wagten: unpraktische, unverbesserliche Idealisten, einige geschäftskundige Ignoranten und allerhand Narren. Leute von einer gesunden Mittelmäßigkeit gingen dieser Sache aus dem Wege. Herr Theodor Herzl, ein Journalist von Rang und keineswegs durch hervorragendes Wissen oder durch besondern Reichtum au Gedanken beschwert, ist der erste seines Genres, der dem Judentum seine Feder geweiht, was gewiß nur Anerkennung verdient. Natürlich wird weder die Broschüre noch die persönliche Agitation des Herrn Herzl irgend welche praktischen Erfolge haben. Sein „Judenstaat" ist eine Utopie, aber ohne jede soziologische Grundlage, und ermangelt auch jeder poetischen Schöpfungskraft, die wir als Hauptbedingung einer gutgeschriebenen Utopie bezeichnen müssen. Was von dem Auftreten Herzls bleibt, das ist die Förderung der sogenannten „zionistischen" Bewegung, die dadurch neue Nahrung und neue Aufmunterung erhält. In der großen Heerde unselbständiger Nachäffer, die geistesarm stets auf eine Parole von außen warten, um ihrem Leben irgend einen geistigen Inhalt zu geben, wird jetzt eine „große Bewegung" entstehen, die von geschäftskundiger Hand geschickt wird ausgebeutet werden

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