Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 16 (19.4.1901)
- Date
- 1901-04-19
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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Nachruf. Am 4. d. Mts. starb plötzlich in der Synagoge kurz vor dem Beginne des Gottesdienstes im Alter von 78 Jahren der Vorsitzende des Vorstandes unserer Synagogengemeinde, Hm Nathan Leiser. Wir verlieren in dem Entschlafenen einen Mann, der beinahe ein halbes Jahrhundert als Mitglied der Repräsentantenversammlung und des Vorstandes, seit dem Jahre 1876 als Vorsitzender desselben, in voller geistiger Frische bis an sein Lebensende in segensreichster Weise für das Wohl unserer Gemeinde gewirkt hat. Von tiefster Frömmigkeit erfüllt, seit seiner Jugend mit dem jüdischen Schrifttum vertraut und in den Anschauungen des traditionellen Judentums wurzelnd, hat der Verblichene stets auch anderen religiösen Ansichten Gerechtigkeit widerfahren lassen und so während der langen Dauer seiner Wirksamkeit den Frieden in unserer Gemeinde in mustergiltiger Weise erhalten. Sein glühender Eifer für das Judentum, sein reges Wirken für alle Interessen desselben, sein ausserordentlicher Wohlthätigkeitssinn werden uns stets ein leuchtendes Vorbild sein und sichern ihm in unserer Mitte ein unvergessliches Andenken. Thorn, den 7. April 1901. Der Vorstand und die Repräsentantenversammlung der Synagogengemeinde Thorn. -itao Adolf" ' Restaurant Königstr. 29* Grosser Mittagu. Abendtisch =-^ 5 Gänge I Mark, Beim KaiserL Patent amte sub Nr. 3163 eingetragene SchyLouarhe. Nährsalz-Cacao pr. >/2 Kilo Jt 3,— Chocolade pr. ys Kilo .42,—\x.J61,60 Hafer-Cacao pr.'/, Kilo Jt 2,— Pflanzen - Nährsalz - Extract pr. Topf Jt 1,70 Nährsalz-Hafer-Biscuits pr. Packe« Jt 0,26 käuflich In allen Apotheken, sowie besseren Droguen-, Delicatess- und ColoniaWaarcn - Handlungen! Alleinige Fabrikanten HEWEL & VEITHEN in KQLMa.Rb.tt.WlE& 1 | Blumeshof 9, Ecke Lützowstraße gj | Töchter-Uerrfionat «. FortbUdnrrgs-Kirrfe 1 j Geschwister Lebenstein. | J. Dobschiner, CiMkllküMikimt. Importeur echt rrrss. und türk. Tabake Berlin N.W., Karlstr.42. Telephon: Am» 3, Räcknitzstrasse 3. DRESDEN Englisches Viertel. Trau Ci na Ulallersteiit Israelitisches Töchterpensionat und Lehranstalt Gegründet 1883. ORNATE für Kultus- und Justiz-Beamte, gut und preiswürdig von G. Herbert, Berlin, Alte Jaoobstr. 5 ptr. Tel.-Anschluss Amt IV, No. 1255. Berlin, Meinekestr. 3, am Zoolog. Garten. | Wollmannsches Töchter-Pensionat 1 r.-—. , Fortbildungs-Kurse. - -- 1 Vorsteherin Marie Kutnewsky, geprüfte Lehrerin. | Lfplchsche Schneiderakademie. ARD Berlin, Rotes Schloß 2. Herren-, Damen- und Wäschesciinelderel. pen und Speisen. — Wenige Tropfen genügen! — In Fläschchen schon von 25 Pf. an. ZuhabenmDelikatess-u.Kolonialwarengeschäften.<^^^^ Thora-Vorhänge Thora-Mäntelchen J. A. Hietel, Leipzig I. Israelitische Heilu. Pflegeanstalt f. Nervenu. Gemütskranke zu Sayn bei Coblenz am Rhein. Bestand seit 1869. Gesonderte Abteilungen für 150 Kranke. Neuerbautes separates Kurhaus für Nervenkranke u. Erholungsbedürftige, auch in Gesellschaft v. Angehörigen. Prospekte kostenfrei. Die ärztliche Direktion: Die Verwaltungs-Direktion: Dr. Behrendt, B. Jacoby. Dr. Rosenthal. DRESDEN Struvestrasse 31. i n in. Englisches Viertel Gochter-Pensionat jfima Cobnstädt Feinste Referenzen. Erste Lehrkräfte. I Nachruf. I Noch hat die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums nj einen schwereren und schmerzlicheren Verlust nicht zu beklagen H gehabt als heute. Am 5. April ist Herr Kommerzienrat Berthold Simon in ein anderes Leben abberufen worden. Während der dreissig, seit der Begründung unserer Hochschule verflossenen Jahre hat er ihr mit seinem ganzen Herzen angehört und als Mitglied des Kuratoriums ihrem Gedeihen seine treue Arbeit mit unvergleichlicher Gewissenhaftigkeit und nie ermüdendem Eifer gewidmet; die Erfüllung seiner Pflicht war ihm freudigste und höchste Genugthuung. Dem stets friedfertigen und wohlwollenden, dem bescheidenen und selbstlosen Manne gehörten die Herzen Aller: mit seinen Kollegen im Kuratorium verehrten und liebten die Mitglieder des Lehrerkollegiums und die Hörer der Lehranstalt unseren Berthold Simon als ein lebendes Beispiel gemeinnütziger Wirksamkeit. Sein gesegnetes Andenken wird an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums nimmer erlöschen. Berlin, den 6. April 1901. Das Kuratorium und das Lehrerkollegium der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums.