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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1912-05-01 · 5 (5.1912) · p. Seite 9

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
24 (1912)
Issue
5 (5.1912)
Date
1912-05-01
Page
Seite 9 (sequence 14)
Language
German
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9 Süß, Ignaz Scheck, Friedmann Schulhof, Emil Schwarz, Leo. pold Schwarz, Max Stern, Julius Weinberger, Wilhelm Weiner, Moriz Zobel, sämtlich in Wien; Simon Augstein, Pilsen; Moriz Bauer, Deutschbrod; Philipp Beck, Pilsen; Sigmund Bloch, Soborten; Sam. Bochner, Bielitz; Moriz Duschenes, Marienbad; Ignaz Felix, M.-Üstrau; Phil. Förster, Privoz; Sigmund Fries, Colloredow; Heinrich Fürth, Pilsen; Ludwig Goldberger, Graz; Isak Goldfeld, Stanislau; Josef Hahn, Gablonz; Emil Hirsch, Prossnitz; Sigmund Kafka, Linz; Bernhard Kaufmann, Olmütz; Dr. Ignaz Lang, Privoz; Adolf Löbl, Bodenbach; D. Mendl, Gablonz : Adalbert Pokorny, Iglau; Alois Pollak, Königl. Weinberge; Karl Pollak, Prag; M. Rosner, Prag; Salo Rittermann, Bielitz; Max Rothschild, Teplitz; Michael Rafael, Linz; Dr. Hugo Rappaport, Trautenau; Fritz Rindler, Beneschau; Sal. Schmiedl, Chrast; H. Scharf, Colloredow; Dr. Jonas Schläfrig, Mistelbach; Hermann Schütz, Prag; Dr. David Seidl, Prerau; S. Spitzer, M.-Ostrau; Alois Stein, Taus; Josef Stiassny, Deutschbrod; Josef Tritsch, Meran; Viktor Turnowsky, Julienhof; Adolf Türk, M.-Ostrau; Markus Unger, Strakonitz und Ludwig W'illner, Teplitz. Die geehrte Generalversammlung hat sich zum Zeichen der Trauer von den Sitzen erhoben, und wir bitten um die Ermächtigung, diese Trauerkundgebung dem Protokolle einverleiben zu dürfen. Allen Mitarbeitern und Vertrauensmännern der „Oesterreichisch-Israelitischen Union“, insbesondere den Abgeordneten Dr. Ofner und K u r a n d a, ferner den Vortragenden sprechen wir an dieser Stelle für deren stete Bereitwilligkeit, uns in der Ausübung des Rechtsschutzes zu unterstützen, den wärmsten Dank aus. Ebenso danken wir der Presse für die Förderung unserer Bestrebungen. Geehrte Generalversammlung! Als ein Kampfverein ist die „Oesterr.-Isr. Union“ gegründet worden, und nur im steten, nie erlahmenden Kampfe um die staatsbürgerlichen Rechte unserer Glaubensbrüder und um die Ehre des Judentums liegt ihre Existenzberechtigung. Es bedarf der Anspannung aller Kräfte, der freudigen Mitarbeit aller einzelnen Glieder unserer großen Glaubensgemeinschaft, um unsere Stellung in Staat und Gesellschaft zu behaupten, unsere Widersacher abzuwehren und die volle Gleichberechtigung, die für uns bisher nur auf dem Papiere stand, zu erringen. Zu dieser Mitarbeit aller rufen wir auf! Wir dürfen nicht rasten und nicht rosten, wir müssen geistig und physisch auch weiterhin für jene Kämpfe gewappnet sein, die uns Zweifellos bevorstehen. Insbesondere aber müssen wir immer und immer wieder den Ruf erheben, daß unsere österreichischen Juden an materieller Opferwilligkeit nicht hinter ihren Glaubensbrüdern in anderen Ländern, und nicht hinter

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