Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 17 (1905)
- Issue
- 8/9 (August/September 1905)
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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9 Bekleidungs- und Nahrungsmittel-Industrie (zu welch letzterer in Oesterreich auch das Beherbergungs- und Erquickungsgewerbe gerechnet wird, das wir deshalb auch für Deutschland hier hinzugerechnet haben). Im Handel und Verkehr sind in Oesterreich 437, in Deutschland (ohne Beherbergungs- und Erquickungsgewerbe) 526, in den freien Berufen in Oesterreich 162, in Deutschland 223° 00 aller Juden berufszugehörig. Bei den nun folgenden Tabellen, die die konfessionelle Gliederung nach der sozialen Stellung im Berufe vorfahren, wurden nicht die Relativzahlen aller Christen, sondern bloss die der Katholiken denen der Juden gegenübergestellt. „Die Ueberzalil der Katholiken", so führt die amtliche Statistik aus, „bewirkte nämlich, dass die für die gesamte Bevölkerung bestehenden Durchschnittszahlen von den für die Katholiken gegebenen Verhältniszahlen nur unwesentlich abweichen", sodass durch diese im Interesse der vereinfachten Rechnung zweckmässige Einsetzung der Katholiken für die gesamten Christen keine Verschiebung des Bildes herbeigeführt wird. Die erste dieser Tabellen (Tabelle V) zeigt, wie weit die Berufstätigen der einzelnen Konfessionen mit nicht berufstätigen Angehörigen belastet sind und welches Kontingent die Glaubensgemeinschaften zur „Hausdienerschaft" stellen. Es ergibt sich, dass die Katholiken in allen Berufsklassen mehr Berufstätige und weniger berufslose Angehörige haben als die Juden. Der Grund hiefür Tabelle V. Berufsklassen Konfess. Berufst, ohne Hausbd. ^'t™' ^flt Land-u.Forst- Kathol. *~ Wirtschaft und Juden . 8*3 der Benützung Kathol. j8 »-| Industrie Juden . gwa Hand. u. Verk. Kathol -Sji Oeff.u. Militär-Juden . g^'l Dienst, Freie Kathol. 3 g «2 Berufe, Berufl. Juden . In all. Berufen Kathol. 0 s o überhaupt Juden . ist, wie die amtliche Statistik meint, in der verschieden starken Geburtenfrequenz zu suchen. Die Juden haben einen höheren Geburtenüberschuss als die Christen und infolgedessen auch eine grössere Zahl von Familienmitgliedern, die vom Familienoberhaupte mit unterhalten werden müssen. Der Unterschied zwischen Katholiken und Juden in dieser Beziehung ist ein ausserordentlich grosser. Unter je 1000 Katholiken gab es 432, unter je 1000 Juden «622 Angehörige ohne Beruf. Es ist klar, dass die Juden hiedurch Beruf 605 392 3 408 586 6 454 525 21 350 638 12 415 535 50 330 655 15 622 315 63 452 532 16 550 431 19 364 623 13 a _: <D -ö .2P«2 .3 "-3 f3 °55 :<£ s-4 v J) _ =2mg £ a *- o <B .2 ja a M S 8 O^acS 2 s o a o . W 05 * -t>. d 5° w fr-l (O ® > 0-i ja ncn neu 495 505 630 397 770 230 786 214 694 306 794 206 579 421 681 319 579 421 744 256