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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1903-04-01 · 4 (4.1903) · p. Seite 31

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
15 (1903)
Issue
4 (4.1903)
Date
1903-04-01
Page
Seite 31 (sequence 34)
Language
German
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31 Schanzer zu verdanken. Die Zahl der Mitglieder ist jetzt schon 88 und wird noch auf bedeutenden Zuwachs gerechnet. Der israelitische Humanitätsverein „Union" B'nei ß'rith in Pilsen hat anlässlich des zehnten Jahrestages seiner Gründung dieser Ortsgruppe eine Spende von K 200 gewidmet. Den Herren Dr. Simon Stern, Rabbiner, und Dr. Adolf Anspach, Kultus-Vorsteher in Saaz, ist es zu danken, dass daselbst vorläufig 52 Mitglieder mit ansehnlichen Jahresbeiträgen gewonnen wurden. Bis nun haben sich die Mitglieder noch nicht konstituiert. Der ,,Hilfsverein" zählt jetzt 41 Ortsgruppen mit zirka 4000 Mitgliedern. Demnächst werden sich die Ortsgruppen „Böhmisch-Leipa*, „Pardubitz", „Olmütz", „Prossnitz" und „Jägerndorf konstituieren. Ein sehr verdienstvolles Beispiel haben dieOrtsgruppen „B i e 1 i t z" und „Tr oppau" gegeben, indem sie zugunsten des „Hilfs verein es" je einen Unterhaltungsabend veranstalteten. Die Ortsgruppe „Bielitz" hat einen Reinertrag von 280 Kronen, die Ortsgruppe „Troppau" einen Reinertrag von 650 Kronen an den ,.Hilfsverein" abgeführt. Wie viel Elend konnte durch diese ansehnlichen Beiträge dauernd behoben werden! Mitteilungen der „Oesterr.-Israelit. Union". Wandervorträge. In Fortsetzung seiner Vortragstournee sprach der Sekretär der „Oesterreichisch-Israelitischen Union", Herr Siegfried Fleischer, am 1. März in B e n e s c h a u, wo sich im Hotel „Post" eine zahlreiche Versammlung von Damen und Herren eingefunden hatte. Redner berührte in diesem Vortrage auch die nationalen Verhältnisse, durch welche unsere Glaubensgenossen mehr und mehr gezwungen werden, ßich auf den unerschütterlichen Boden ihrer staatsbürgerlichen Rechte und auf den unantastbaren Standpunkt der Verteidigung gegen ungerechte Angriffe zurückzuziehen. Redner richtete auch an die anwesenden Frauen die dringende Bitte, mit teilzunehmen an dem schweren Existenzkampfe, welcher heute den Juden in Oesterreich auferlegt sei, nicht etwa dadurch, dass sie eine Art jüdischen Amazonenkorps nach berüchtigtem Muster bilden, sondern dadurch, dass sie unsere Jugend zu jüdischem Denken und Fühlen erziehen. Der Vorsitzende der Versammlung, Herr Kultusvorsteher Steindler, sprach dem Vortragenden den herzlichsten Dank aus, worauf diejenigen Anwesenden, welche der „Union" noch nicht angehörten, ihren Beitritt anmeldeten. Unter dem Vorsitze des Kultusvorstehers Herrn S. Polacek fand am 2. März in W 1 a s c h i m eine Versammlung der dortigen Kultusgemeindemitglieder statt, welche den Vortrag des Herrn Flei-

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