B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 4 (4.1926)
- Date
- 1926-04-01
- Page
- Seite 91 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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91 Sitzungen abändernde Beschlüsse gefaßt worden, welche sich jedoch bei uns nicht weiter auswirken dürften. Als ein Ereignis von besonderer Wichtigkeit werte ich ferner die konstituierende Tagung der Arbeitsgemeinschaft, welche am 21. September v. J. in Prag stattfand. Wenn auch infolge besonderer Unistände zwei von den sieben außenamerikanischen Distrikten nicht vertreten waren, so kann diese Tagung, über deren Verlauf Sie bereits in verschiedener Form unterrichtet wurden, als eine bedeutsame Kundgebung zu einem festen Zusammenschlüsse gewertet werden. Wir waren uns von vornherein dessen bewußt, daß die erste Zusammenkunft nicht gleich Beschlüsse von großer Tragweite zeitigen könne, immerhin ist das, worauf wir uns einigten, ein vielversprechender Anfang und ich kann mit Vergnügen konstatieren, daß vorbehaltslos das Bestreben zutage trat,, diese neue Institution zu einer dauernden zu gestalten und weiter auszubauen. Daß unsere Großloge als erste mit der Geschäftsführung betraut wurde, muß nicht zuletzt als eine Anerkennung meiner Bemühungen für ihr Zustandekommen gewertet werden. Beide Ereignisse haben sich im Verkehre mit der Ordensleitung und den auswärtigen Distrikten merklich fühlbar gemacht. Die Neubesetzung der Stelle unseres Oberhauptes und die Änderung in der Person des Ordenssekretärs haben es mit sich gebracht, daß zwischen der Ordensleitung und uns viele vorher behandelte Fragen neu aufgeworfen und erledigt werden mußten. Gegenwärtig ist der Kontakt bereits nach allen Richtungen hin hergestellt. Die neue Leitung des Ordens ist bestrebt, die einzelnen zwischen uns und Amerika schwebenden Hilfsaktionen zu liquidieren. Über diese hätte ich Ihnen folgendes zu berichten: 1. Der amerikanische D a r 1 e h e n s f o n d. Im letzten Jahre wurden keinerlei Darlehen gewährt, es sind auch keine rückgezahlt worden. Die Rückzahlung des Gesamtdarlehens von 5000 £ bildet nunmehr den Gegenstand abschließender Verhandlungen zwischen uns und der Ordensleitung und dürfte innerhalb der nächsten Zeit durchgeführt werden. Infolge des uns zugutegekommenen Kursgewinnes haben wir einen, wenn auch kleinen Grundstock für einen Unterstützungsfond geschaffen, der heschlußgemäß dem Julius Bien- Fonde angegliedert wurde. 2. Der Betrag von 5000 Dollars, den wir der Ordensleitung aus der Kriegsanleiheaktion schulden, haben wir ebenfalls zur Rückzahlung angeboten. Sobald die Konventionsgroßloge hierüber verfügen wird, werden wir den Betrag flüssig machen. 3. Die K r i e g s w a i s e n a k t i o n bereitet noch immer den maßgebenden Faktoren in Amerika Schwierigkeiten, da die Gebefreudigkeit daselbst erheblich nachgelassen hat. Immerhin ist unser finanzieller Stand günstiger als jener der Nachbarstaaten, da gegenwärtig uns