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B'nai B'rith · 1926-03-01 · 3 (3.1926) · p. Seite 72

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
3 (3.1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 72 (sequence 16)
Language
German
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72 Loge selbst war durch den Tod ihres langjährigen Führers Dr. Theodor Sonnenschein schwer betroffen und kurz vorher durch Neugründung der w. „Ostravia" dezimiert, da mehr als ein Drittel der Brüder der früheren „Silesia," aus der Loge ausschieden. Der w. Präsident D. Weinstein hat es als seine Hauptaufgabe erklärt, der Loge ein wirkliches Heini zu geben und diese Aufgabe wurde auch im vergangenen Jahre in der vortrefflichsten Weise gelöst. An jedem erstem Mittwoch eines Monates treffen sich Brüder und Schwestern zum gemeinsamen Abendessen. Ein großer Gesells c h a f t s at> e n d, der für die ganze jüdische Öffentlichkeit zugänglich war. hatte schönen Erfolg. Ein weiteres Werk von einschneidender Bedeutung ist die Verwirklichung der Xothilfe für Brüder, deren Witwen oder Waisen. Durch mehrere Sitzungen wurde das Problem beraten nn 1 besprochen und schließlich der Entwurf eines Statutes des protokollierenden Sekretärs Dr. Le sehn er mit geringen Abänderungen zum Beschlüsse erhoben, der die Durchführung vom 1. Jänner 1926 ab sichert. Damit ist ein Problem, das alle Logen Jahre hindurch beschäftigte, in unserer Loge zur Durchführung gelangt und es steht zu hoffen, daß diese Institution sich segensreich gestaAteD wird. Bezüglich der Fürsorge nach außen nimmt unsere Loge durch Mitarbeit in der Sektion für soziale Fürsorge in der Kultusgemeinde Troppau regen Anteil. Zu einer Festlichkeit ersten Rangegestaltete sich das Fest der Einweihung des Logenheimes am 11. Oktober 11)25: an der Festsitzung nahmen 125 Brüder teil. Es waren fast alle Logen des Distriktes, aber auch die benachbarten Distriktsvertreter zugegen. EBefoei haben sich neben dem Geselligkeitskomitee die Schwestern unter der Leitung der Schwester Präsidentin Irma Weinstein besondere Verdienste um das Gelingen erworben. Vom Geselligkeitskoinitee gebührt der Dank dem Br. N a t h, Br. G e ß 1 e r und Br. D e u c h t. Es wurde veranlaßt, daß das Komitee für geistige Interessen durch Abonnement hochstehender Zeitschriften, die im Logenheime aufliegen werden, die Brüder für aide kulturellen Fragen interessiert und das Komitee hat auch gewisse richtunggebende Beschlüsse gefaßt, um die bisherigen Leistungen auf geistigem Gebiete in der Loge zusammenzufassen und sie den Brüdern zugänglich zu machen. Die Sitzungen, welche die längste Zeit hindurch mit den vitalsten Fragen für den Bestand der Frage ausgefüllt werden mußten, werden jetzt für die volle Entfaltung geistiger Tätigkeit frei sein. Die Loge hat auch ihre Delegierten in das Kuratorium des Isidor und Mirjam Kömer-Fondes entsandt und damit zum Ausdruck gebracht, daß sie für die genannte Institution reges Interesse hat. Sie hat damit einerseits der humanitären Institution ihre Unterstützung verliehen, andererseits aber dem auch seitens der s. w. Großloge aufgestellten Erfordernisse Rechnung getragen, alles dazu tun. um die jüdische Jugend zu produktiven Berufen überzuleiten. So kann das vergangene Jahr ein Jahr der Arbeit im wahren Sinne des Wortes genannt werden.

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