B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 2 (2.1926)
- Date
- 1926-02-01
- Page
- Seite 42 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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42 rituellen Seders. unter abwechselndem Vorsitze des w. Präsidenten Dr. Hilf und Expr. Br. Dr. Klein und unter reger Beteiligung der Brüder und ihrer Angehörigen gefeiert. Auch sonst wurde die Geselligkeit durch Abhaltung gemütlicher Zusammenkünfte am zweiten und vierten Mittwoch jeden Monates sowie der Schwestern an jedem Mittwoch gefördert. An einem dieser Abende hielt Br. Dir. Ederer einen Vortrag über „Wirtschaftsfragen aus Sowjetrußland". Die Brüder der Loge stehen an der Spitze fast aller Mähr.-Oßtr&uer jüdischer Wohlfahrtseinrichtungen und arbeiten für die jüdischen Interessen im Rahmen der Kultrasgemeinde; der Loge selbst boten jedoch die bescheidenen Mittel für Wohltätigkeit und Unterstützung auf sozialem und kulturellem Gebiete leider keinen breiten Spielraum. Alle Mittel mußten bereitgehalten werden, um ein neues Logenheim zu schaffen. Es ist dem Beamtenrat gelungen, in einem modernen Neubau entsprechende Lokalitäten auf zehn Jahre vom 1. Dezember 1926 an zu mieten. »Humanitas« <Prag>. Die Loge wurde am 29. März 1925 vom s. w. Großpräsidenten Dr. Josef Popper feierlich installiert. Die Zahl der durch Expr. Dr. W. Schleißner neueingeführten Brüder betrug 37. Es begann die Loge ihre Wirksamkeit mit 52 Brüdern. Ihr erster Präsident war Br. Dr. Emanuel Groß. Die Hauptarbeit wurde darauf verwendet, die neuen Brüder mit dem Wesen des Ordens und untereinander bekannt zu machen. Außer den Logensitzungen wurden erweiterte Korn iteeSitzungen abgehalten. Durchschnittlich wurden die Sitzungen von 35 Brüdern der eigenen Loge besucht. Die Loge wurde grün lendes Mitglied des israelitischen Knabenwaisenhauses in Yinohrady. Außerdem wurden viele soziale Anstalten im ganzen mit 5100 Kc unterstützt. Die Prager Schwestervereinigung. (Das erste Jahr der Neuorganisierung.) Die neue G es e h ä f t s o r dn u n g. Die erste Arbeit, die dem für das Jahr 1925 neugewählten Ausschlüsse oblag, war die Abfassung einer neuen 6es c h ä f tso rdnu n g für die Frauenvereinigung. Der Hauptpunkt bezog sich auf die Art der Mit gl iede rauf nähme. Während bis dahin jede Gattin eines Bruders automatisch als Mitglied der Vereinigung geführt wurde, bestimmte man nunmehr, daß jede Schwester ihren Willen zur Mitgliedschaft durch Anmeldung bekunden müsse. Für diesen Zweck wurden Anmeldungsbogen versendet, mit dem Erfolge, daß sich 325 Schwestern als Mitglieder meldeten. Gleichzeitig wurde beschlossen, erwachsene, unverheiratete Töchter von Brüdern als Mitglieder aufzunehmen. Weiters wurde der bisherige ..Große Geschäftsausschuß" aufgelöst und dessen Mitglieder auf einzelne Komitees verteilt. Es bestehen nunmehr folgende Komitee.^: