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B'nai B'rith · 1926-02-01 · 2 (2.1926) · p. Seite 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
2 (2.1926)
Date
1926-02-01
Page
Seite 39 (sequence 15)
Language
German
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39 Im abgelaufenen Termine war es uns, im Gegensätze zu früheren Jahren, erspart, an die Brüder wegen Beistellung größerer Mittel heranzutreten. Im engeren Kreise hat dagegen die Loge überall, wo es notwendig war, weitgehendste Unterstützungen gewährt. Die Mittel wurden ans dem Wohltätigkeitsfonde entnommen, der von den Brüdern in großherziger Weise gespeist wurde. Die unter der Patronanz der Loge stehenden Institutionen haben auch in diesem Jahre segensreich gewirkt. Das Ferienheini hat im Sommer 1925 in zwei Abteilungen 106 Kinder and zwar 58 Knaben und 48 Mädchen in seinem Hause in Oersdorf beherbergt. Der Gesamtaufwand für die Kolonie betrug etwa 30.000 Kc. so daß die Verpflegs'kosten sich per Tag und Kopf auf 10 Kc stellten. Der notwendige Aufwand wurde teils aus Logenmitteln, teils aus dem Erträgnisse einer Albendiunterihaltung aufgebracht. Das von der Loge patronisaerte Badeliospital in Teplitz- Schönau hat in der Zeit vom 15. Mai 1925 bis 25. September 1925 insgesamt 88 Kranke, und zwar 20 Männer und 68 Frauen beherbergt und verpflegt, den Kranken ärztliche Hilfe angedeihen und sie der Benützung der Bä ler teilhaftig werden lassen. Die Verpflegskosten betrugen per Pension und Tag exklusive Logis Kc 7.21. Die ärztliche Behandlung hat auch im abgelaufenen Jahre vollständig unentgeltlich Br. Dr. Rudolf Hirsch bestritten. Der Aufwand für die Institution wurde zum größten Teile aus dem Erträgnisse eines Unterhaltungsabendes und zum Teile aus Logenmitteln bestritten. Der K r e d i t v e r b a n d, ebenfalls eine Logenschöpfung, hat im Jahre 1925 an drei hilfsbedürftige Juden Darlehen gewährt, die zum Teile zurückgezahlt wurden. Die auswärtigen Brüder in Aussig. Brüx, Tetschen und Bodenbach hielten in diesen Orten regelmäßige Zusammenkünfte ab, um im engeren Kreise Logenangelegenheiten zu besprechen. Auch die Frau e nverei n i g u n g hat im Berichtsjahre regelmäßig Sitzungen mit Vorträgen aus Brüder- und Schwesternkreisen abgehalten. Sie hat sich bei allen Festveranstaltungen der Logen zugunsten der patronisierten Vereine und Anstalten betätigt und hat sich der Loge für alle charitativen Arbeiten opferwillig zur Verfügung gestellt und in dieser Richtung Anerkennenswertes geleistet. »Veritas« <Saaz>. Der Termin 1925 begann mit der Logensitzung vom 21. Januar 1925, in welcher die Beamten durch den Expr. Br. Dr. Z i e g 1 e r installiert wurden. Es wurden 14 ordentliche Logensitzungen abgehalten, deren durchschnittlicher Besuch 35 Brüder, d. s. 70%, betrug, wobei nicht übersehen werden darf, daß mehr als ein Drittel der Brüder nicht ihren Wohnsitz in Saaz haben. Leider haben wir auch in dieser Periode den Tod zweier lieber Brüder zu beklagen. Am 22. April 1925 starb Br. Karl Stein nach langer, qualvoller Krankheit. Br. Karl Stein, der dem Orden seit dem Jahre 1919 angehörte, war eine starke Stütze des Ordensgedankens.

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