B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 10 (12.1925)
- Date
- 1925-12-01
- Page
- Seite 254 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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254 8. Antrag der Loge „Karlsbad", Änderung der Geschäftsordnung für die Großlogentagung. Referent Br. Expräs. Dr. W. Schleißher. 9. Gesuch des israel. Proseminars in Brünn um Subventionierung. Referent Br. Obermagistratsrat Dr. Michael Feith. 10. Ansuchen der Jüdischen Welthilfskonferenz um Förderung der Emigrationsbank. Referent Br. Großsekretär Dr. Wiesmeyer. 11. Festsetzung des Termins und Ortes der nächsten Tagung* der Großloge. 12. Freie Anträge. Der Vorsitzende begrüßt in herzlicher Weise den Vertreter des VIII. Distriktes. Br. Kopräsidenten Blumenfeld, drückt ihm seine Freude aus. daß der VIII. Distrikt abermals ihn als Delegierten entsandt habe und bittet ihn. den Dank und die Grüße unseres Distriktes seiner Großloge und insbesondere dem Großpräsideiiten Dr. Baeck zu übermitteln. Er beglückwünscht sodann Br. Glaser zu seinem 70. Geburtstage. Punkt 1. In dem Berichte hebt Br. Großpräsideut als wichtigstes Ereignis seit der letzten Tagung die Abhaltung der Konventions-Großloge in Atlantic City hervor. Die offiziellen, allerdings unvollständigen Berichte, die uns zukamen, haben wir in der Zeitschrift veröffentlicht, die Veröffentlichung der in der jüdischen inoffiziellen Presse enthaltenen Mitteilungen haben wir nicht für richtig gehalten und warten das Einlangen des vollständigen Berichtes ab. Nicht minder von Bedeutung als die Beschlüsse sei es. die Stimmung unter den amerikanischen Brüdern kennen zu lernen. Nunmehr liegt das uns zugekommene Protokoll des letzten Generalkomitees des VIII. Distriktes vor, in dem Br. Großpräsideut Dr. Baeck über die Konventionsgroßloge in Atlantic City selbst berichtet. Br. Großpräsident Dr. Popper verliest diesen Teil des Protokollen, aus dem hervorgeht, daß Amerika alles vermeide, was den Eindruck erwecken könnte, als wollte Amerika über die außeramerikanischen Distrikte bestimmen. In den Fragen des Rituals und des Frauenstimmrechtes ist demzufolge auch jedem Distrikte volle Autonomie eingeräumt worden. Der Vorsitzende erbitte sich die Ermächtigung, im Namen des Generalkomitees ein Begrüßungsschreiben an den neuen und ein Ab?chiedsschreiben an den gewesenen Ordenspräsidenten abzuschicken. (Zustimmung.) Über den Stand der drei amerikanischen Hilfsaktionen führt Br. Großpräsident an: Der für Darlehenszwecke zur Verfügung gestellte Betrag von $ 5000.— wurde bereits auf Grund des vor einem Jahre gefaßten Beschlusses der Ordensleitung angeboten: die Angelegenheit war bei der im Frühjahr abgehaltenen Sitzung des Exekutivkomitees in Atlantic City auf der Tagesordnung, gelangte jedoch nicht zur Verhandlung. Vorläufig wolle man in der Sache zuwarten. Ähnlich liegen die Verhältnisse bezüglich der Kriegsanleiheaktion. Die Zahl der unterstützten Kriegswaisen ist teils durch Erreichung des Maximalalters, teils durch Ausscheidung von 50 auf 28 gesunken. Gegenwärtig ist durch eine Zuwendung von $ 1500.— unser"Bedarf bis Mai gedeckt. Unser Verhältnis zu den anderen europäischen Distrikten gestaltet sich immer inniger, wir leben nicht mehr neben-, sondern miteinander. Unser enges Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem deutschen Distrikte bekundet einerseits die Entsendung des Br. Expräsidenten Blumenfeld zur heutigen Tagung, andererseits unsere Vertretung durch Br. Ex-